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Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche

vor 6 Stunden in Kommentar, 8 Lesermeinungen
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„Wenn die Piusbruderschaft kirchengeschichtlich eine positive Wirkung haben will, dann kann sie nicht aus einer Distanz von außen her um den wahren Glauben kämpfen gegen die mit dem Papst vereinte Kirche…“ Von Gerhard Kardinal Müller, Rom


Vatikan (kath.net) Der Generalrat der Priesterbruderschaft St. Pius X. hat am 18. Februar 2026 bei seiner Zusammenkunft in Menzingen ein Antwortschreiben an Kardinal Victor Manuel Fernández, den Präfekten des Dikasteriums für die Glaubenslehre, veröffentlicht.

Darin wird Bezug genommen auf den langen Weg des intensiven Dialogs des Heiligen Stuhls mit der Bruderschaft bis zum magischen Datum des 6. Juni 2017. Und dann folgt eine harsche Zuweisung der Alleinschuld am Ende dieses -in ihrer Sicht- hoffnungsvollen Dialogs mit der Behauptung: „Doch alles endete schließlich auf drastische Weise durch eine einseitige Entscheidung des Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, Kardinal Müller, der auf seine Weise feierlich die notwendigen Mindestanforderungen für die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche‘ festlegte, in die er explizit das gesamte Konzil und das ‚Nachkonzil‘ einschloss.“

Da es hier um das hohe Gut die Einheit der katholischen Kirche geht, die wir alle im Glauben bekennen, sollen persönliche Empfindlichkeiten zurückstehen. 

Die Kirchengeschichte lehrt uns wie Schismen im Unterschied zu Häresien auch unter den rechtgläubigen Katholiken entstanden sind und sich verfestigt haben. Grund dafür waren menschliche Unzulänglichkeiten, theologische Rechthabereien und auch mangelnde Sensibilität der legitimem Autorität. Erinnert sei an die Donatisten, mit denen sich der hl. Augustinus auseinandersetzen musste, an die Kontroverse um den Jansenismus, der zum Schisma von Utrecht führte mit der illegitimen Bischofsweihe von Cornelius Steenoven ( 15.10. 1724) und auch an die Altkatholiken nach dem I. Vatikanum mit der illegitimen Bischofsweihe von Hubert Reinkens (11.8. 1873), wobei diese Gruppierung freilich mit der formellen Leugnung des Dogmas von der Unfehlbarkeit des römischen Papstes und seines Jurisdiktionsprimates in die Häresie abgeglitten ist.

Aber es gibt die schon seit dem Märtyrerbischof Ignatius von Antiochien (am Anfang des 1. Jahrhunderts) formulierten und seither immer mehr, besonders auf den Konzil von Trient gegen die Protestanten, präzisierten eindeutigen Kriterien für die katholische Rechtgläubigkeit und vollen katholischen Kirchengliedschaft. Dazu gehört wesentlich die volle Gemeinschaft mit der universalen Kirche und besonders dem Bischofskollegium, das im römischen Papst, als dem persönlichen Nachfolger des hl. Petrus, sein immerwährendes und sichtbares Prinzip und Fundament der Einheit in der geoffenbarten Wahrheit hat. Mögen andere kirchliche Gemeinschaften in Anspruch nehmen katholisch zu sein, weil sie ganz oder fast ganz inhaltlich mit dem Glauben der katholischen Kirche übereinstimmen, so sind sie doch nicht katholisch, wenn sie nicht auch formal den Papst als die höchste Autorität und die sakramentale und kanonische Einheit mit ihm anerkennen und praktizieren.

Es besteht kein Zweifel, dass die Piusbruderschaft inhaltlich mit dem katholischen Glauben übereinstimmt (abgesehen vom II. Vatikanum, das sie aber fälschlicherweise als Abweichung von der Tradition interpretiert). Und wenn sie das II. Vatikanum in Gänze oder in Teilen nicht anerkennen, so befinden sie sich in einem Widerspruch mit sich selbst, da sie zu Recht sagen, dass das II. Vatikanische Konzil keine neue Lehre in Form eines definierten Dogmas allen Katholiken zu glauben vorgelegt hat. Das Konzil selbst ist von dem klaren Bewusstsein getragen, dass es in der Reihe aller Ökumenischen Konzilien steht und besonders des Konzils von Trient und des I. Vatikanums. Es ging nur darum die immer schon gültige Lehre über die Göttliche Offenbarung (Dei verbum) und die Kirche des dreifaltigen Gottes (Lumen gentium) dogmatisch in ihrem Gesamtzusammenhang den Gläubigen erneut und vertieft darzulegen. Die Liturgie sollte auch nicht reformiert werden, so als ob sie veraltet wäre. Im Gegensatz zu dem progressistischen Narrativ braucht die Kirche nicht wie in einem biologischen Alterungsprozess irgendwelche medizinischen Verjüngungskuren durchzuführen. Denn sie ist einmal für allemal von Christus gegründet worden, weil in seiner göttlichen Person alle Neuheit unüberbietbar in die Welt gekommen ist und in Lehre, Leben und Liturgie der Kirche gegenwärtig bleibt bis zu seiner Wiederkunft am Ende der Geschichte (Irenäus von Lyon, Gegen die Häresien IV, 34, 1). Die Kirche als Leib Christi und Tempel des Heiligen Geist ist jung und lebendig bis zum jüngsten Tag (auch wenn manche darin durch Unglauben und Sünde alt aussehen, d.h. den alten Adam in sich nicht überwinden wollen).


Gerade die Substanz der Sakramente und ihre wesentliche Gestalt sind uns vorgegeben und jedem Eingriff der Kirche entzogen (Konzil von Trient, Dekret über die Kommunion unter einer Gestalt, 2. Cap: DH 1728), während die kirchliche Autorität berechtigt ist, ihre rituelle Form festzulegen, aber nicht willkürlich und autoritär, sondern mit großer Rücksicht auf die gewachsenen kirchlichen Traditionen und die Sensibilität und den Glaubenssinn der Gläubigen. Deshalb ist auch umgekehrt die Behauptung theologisch falsch, die lateinische Liturgie nach dem Missale und Rituale Romanum (nach dem Ritus antiquior) sei illegitim, weil das Gesetz des Betens, das Gesetz des Glaubens ist (Ps-Coelestin, Indiculus, cap. 8: DH 246). Dieser Grundsatz bezieht sich auf den Inhalt des Glaubens, der in den Sakramenten zum Ausdruck kommt, nicht auf ihre äußere rituelle Form, von der es im Laufe der Kirchengeschichte bis heute sehr viele Variationen gibt. Insofern darf jeder Katholik das Motu proprio „Traditionis custodes“ (2021) und seine oft unwürdige Umsetzung seitens geistig überforderter Bischöfe kritisieren sowie deren mangelhafte theologische Argumentation und pastorale Rücksichtslosigkeit. Aber auch der Zweifel, dass die Hl. Messe nach dem Missale Pauls VI. (etwa wegen der Möglichkeit von Konzelebration, der Richtung des Altars, der Verwendung des Landesprache) der Tradition der Kirche als normativem Kriterium der Auslegung der Offenbarung widerspreche (und von freimaurerischen Gedankengut durchsetzt sei) ist theologisch abwegig und eines ernsthaften Katholiken unwürdig. Der tatsächlich vorkommende Missbrauch der Liturgie (Fastnachtsmessen, die atheistische Regenbogenfahne in der Kirche, willkürliche Änderungen nach eigenem Gusto) ist nicht dem Ritus des Novus Ordo oder gar dem Konzil anzulasten, sondern denen, die sich dieser Blasphemien und liturgischen Missbräuche wegen Ignoranz oder aus Frivolität vor Gott und der Kirche schwer schuldig machen.

Es ist auch von keinem echten Katholiken zu erwarten, dass er jedes Dokument, das aus Rom oder einer bischöflichen Behörde kommt, kritiklos annehmen muss. Schon Irenäus von Lyon, Cyprian von Karthago, Augustinus, Bernhard von Clairvaux, Katharina von Siena, Kardinal Bellarmin, der Mainzer Bischof Ketteler gegenüber Pius IX.) und viele andere mehr haben sich zu Recht über manche Stellungnamen und Aktionen beklagt (so die im letzten Pontifikat autoritären massenhaften Entrechtungen vieler Ordensgemeinschaften, die willkürlich unter Kommissariat gestellt wurden). 

Und so haben rechtgläubige Bischöfe auch an neueren Dokumenten Anstoß genommen, in denen sich dilettantisch dogmatische und pastorale Argumente verwirrt haben oder wenn undurchdachte Äußerungen gefallen sind, dass – Christus relativierend – alle Religionen Wege zu Gott seien, während man im Blick auf Maria Corredemptrix et Matrix omnium gratiarum wieder auf die einzige Mittlerschaft Christi gepocht hatte ohne die Lehre der Kirche von der Mitwirkung Marias am Heilswerk Christi zu beachten. Das kommt immer vor, wenn Bischöfe mehr auf die publikumswirksamen Effekte achten als sich vorher der wissenschaftlichen gläubigen Theologie zu bedienen und „gelegen oder ungelegen“ ( 2 Tim 4,2) das Wort Gottes und die Wahrheit des Glaubens verkünden. 

Aber im Blick auf die gesamte Kirchen- und Theologiegeschichte bin ich der vollen Gewissheit, dass die Kirche nicht nur durch die Bekämpfung von außen, sondern auch durch die Verwirrungen im Inneren von nichts und von niemanden überwunden werden kann.

Zu Recht beklagen nicht nur die Piusbruderschaft, sondern ein Großteil der Katholiken, dass unter dem Vorwand der Erneuerung der Kirche – mit dem Prozess einer Selbstsäkularisierung – auch große Unsicherheiten in dogmatischen Fragen und sogar Irrlehren in die Kirche eingedrungen sind. Aber auch in der 2000jährigen Kirchengeschichte wurden die Häresien vom Arianismus bis zum Modernismus nur von denen überwunden, die in der Kirche geblieben sind und nicht von der Seite des Papstes gewichen sind. 

Wenn die Piusbruderschaft kirchengeschichtlich eine positive Wirkung haben will, dann kann sie nicht aus einer Distanz von außen her um den wahren Glauben kämpfen gegen die mit dem Papst vereinte Kirche, sondern nur in der Kirche und mit dem Papst und allen rechtgläubigen Bischöfen, Theologen und Gläubigen. Ansonsten bleibt ihr Protest wirkungslos und wird von häretischen Gruppen noch höhnisch missbraucht um die rechtgläubigen Katholiken des sterilen Traditionalismus und bornierten Fundamentalismus zu bezichtigen. Das ist besonders am sog. Synodalen Weg zu studieren, wo es in der Tat darum geht, häretische Lehren besonders in der Übernahme atheistischer Anthropologien einzuführen und eine Art anglikanische Kirchenverfassung (mit einer selbsternannten Kirchenleitung aus schwachen Hof-Bischöfen und machtbewussten ideologisch verbohrten Laienfunktionären). Dies widerspricht der sakramentalen und apostolischen Konstitution der katholischen Kirche diametral (Konzil von Trient, Dekret über das Weihesakrament, Cap. 4: DH 1767-1770; II. Vatikanum, Lumen gentium, Art.18-29). Eine von Menschensatzungen errichtete Deutsche Nationalkirche, die nur noch symbolisch den Papst irgendwie als Ehrenoberhaupt anerkennt, wäre nicht mehr katholisch und zu ihr zu gehören wäre nicht heilsnotwendig. Denn so sagt der hl. Augustinus: „Wer die Einheit der Kirche nicht liebt, ist nicht im Besitz der Gottesliebe. Aus diesem Grund wird zu Recht gesagt: Nur in der katholischen Kirche wird der Heilige Geist empfangen.“ (de baptismo 3, 21).

Auf jeden Fall kann sich keine einzelne Gruppe, wie damals die Donatisten (die pars Donati) der Gesamtheit der Kirche, der Catholica, der Annahme der definierten Glaubenslehre widersetzen mit Berufung auf das eigene subjektive Wahrheitsgewissen. Dann müsste man die Ehrlichkeit haben, sich ganz von ihrer Einheit loszusagen aber auch konsequent das Odium eines Schismatikers auf sich zu nehmen. Das II. Vatikanum hat kein neues Dogma verkündet, sondern die immer gültige dogmatische Lehre nur in einem anderen geistes- und kulturgeschichtlichen Zusammenhang neu zu glauben vorgelegt. Hier gilt es nichts von subjektiven Voraussetzungen her zu interpretieren, sondern jeder Katholik muss sich von der Lehre der Kirche informieren und notfalls korrigieren lassen. Was nicht die verbindliche Glaubens- und Sittenlehre betrifft, bleibt der freien theologischen Diskussion überlassen. Für die Gesamthermeneutik des kirchlichen Glaubens gelten die Heilige Schrift, die Apostolische Tradition und das (unfehlbare) Lehramt von Papst und Bischöfen (besonders im Ökumenischen Konzil) als letztgültige Normen der Verständnisses des geoffenbarten Glaubens. Die lehramtlichen Dokumente, die eine je abgestufte Verbindlichkeit beanspruchen, sind nach dem bewährten System der theologischen Gewissheitsgrade auszulegen.

Kein rechtgläubiger Katholik kann Gewissensgründe anmelden, wenn er sich der formalen Autorität des Papstes in Bezug auf die sichtbare Einheit der sakramentalen Kirche entzieht, um eine nicht voll mit ihm in Gemeinschaft stehende kirchliche Ordnung zu etablieren in der Form einer Not-Kirche, was der protestantischen Argumentation im 16. Jahrhunderte entspräche. Eine solche schismatische Haltung kann sich nicht auf einen Notstand berufen, der nur das individuelle Seelenheil einzelner oder auch vieler betreffen kann. Wer von einer ungerechten Exkommunikation betroffen ist, wie sogar einmal die hl. Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen, muss um des Wohles der Kirche willen dies geistlich in sich verarbeiten ohne durch Ungehorsam die Einheit der Kirche in Frage zu stellen. Auch dem jungen Martin Luther wird jeder Katholik Recht geben in seinem Kampf gegen den unwürdigen Ablasshandel und die Verweltlichung der Kirche, aber ihn dafür scharf kritisieren, dass er die angedrohte Exkommunikation missachtete, die kirchliche Autorität für sich ablehnte und in der Auslegung der Offenbarung sein Urteil über das Urteil der Kirche stellte.

Das wohlgeformte Gewissen eines Katholiken und besonders eines gültig geweihten Bischofs und dessen, der die Bischofsweihe empfangen soll, wird niemals gegen den Nachfolger des hl. Petrus, dem der Sohn Gottes selbst die Leitung der universalen Kirche übertragen hat, die hl. Weihen spenden oder empfangen und sich so einer schweren Sünde schuldig machen gegen die von Gott geoffenbarte Einheit, Heiligkeit, Katholizität und Apostolizität der Kirche Christi .

Die einzige Lösung, die im Gewissen vor Gott möglich ist, besteht darin, dass die Piusbruderschaft mit ihren Bischöfen und Priestern und Laien nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis unseren Heiligen Vater Papst Leo XIV. als rechtmäßigen Papst anerkennt und sich seiner Lehrvollmacht und seinem Jurisdiktionsprimat ohne Vorbedingungen unterstellt.

Dann wird sich auch eine gerechte Lösung finden lassen für ihren kirchenrechtlichen Status, indem etwa ihr Prälat mit ordentlicher Jurisdiktion für die Bruderschaft ausgestattet ist, der dem Papst direkt (vielleicht ohne Vermittlung durch eine Behörde der Kurie) unterstellt ist. Aber das sind kirchenrechtliche und praktische Folgerungen, die nur Bestand haben, wenn sie dogmatisch mit der katholischen Ekklesiologie übereinstimmen. Die Piusbrüderschaft hat zu Recht wie jeder andere rechtgläubige Katholik die Lehre des I. Vatikanums im Gewissen sich zu eigen zu machen und ihr Handeln davon leiten zu lassen: „Wir lehren und erklären demnach, dass kraft der Anordnung des Herrn die römische Kirche über alle übrigen den Prinzipat der ordentlichen Gewalt besitzt, und dass diese wahrhaft bischöfliche Jurisdiktionsgewalt des römischen Papstes eine unmittelbare ist, gegen welche die Hirten und Gläubigen und die Hirten jeglichen Ritus und jeglichen Ranges, sowohl jeder insbesondere als alle insgesamt, zur hierarchischen Unterordnung und zum wahren Gehorsam verpflichtet sind, nicht bloß in den auf den Glauben und die Sitten bezüglichen Dingen, sondern auch in jenen, welche die Disziplin und Regierung der über den ganzen Erdkreis verbreiteten Kirche betreffen; so dass, durch die Bewahrung der Einheit sowohl der Gemeinschaft als des nämlichen Glaubensbekenntnisses mit dem römischen Papste, die Kirche Christi eine Herde unter einem obersten Hirten ist. Dies ist die Lehre der katholischen Wahrheit, von welcher niemand unbeschadet seines Glaubens und seines Heiles abweichen kann.“ (I.Vatikanum, Dogmatische Konstitution über die Kirche „Pastor aeternus“, Cap. 3: DH 3060).

Archivfoto: Kardinal Müller beim Konklave 2025


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Lesermeinungen

lesa vor 1 Stunden: „Und doch hat die Weisheit durch alle ihre Kinder Recht bekommen“ (Lukas 7,35)

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Dr. Peter Kwasniewski
"Wahrer Gehorsam in der Kirche: Ein Leitfaden in schwerer Zeit"..
Auch in dieser Frage erfüllt sich die Prophezeiung, dass Kardinäle und Bischöfe unterschiedlicher Meinung sein werden.
Die Piusbrüder geht den Weg des Gewissens, den Weg des Gehorsams dem Glauben gegenüber. Sie gibt soch bereits Tausenden Gläubigen Halt und Orientierung im Glauben der Kirche. Soll man nooch auf weitere vom Papst gelobte, irreführende Dokumente warten - und zuschauen, was an geistiger Verelendung an im Weiberg passiert? (Kindermorde gegenseitig, ständig Mütter, die ihre Kinder umbringen, Suizide am laufenden Band, Amokläufe! Glaube ist mehr als Georsam. Und er wirkt Dringlicheres als kleinkarierte legale Vorgaben. Vielleicht aber lässt Gott diese Sturheit Roms zu, wie er das Herz des Pharao verhärtet und auf Seine Weise den Exodus in Bewegung brachte. Der Mensch denkt und Gott lenkt. Der Hl. Geist führt Regie, oft auf eine Weise, die UNS nicht verständlich ist.

persona vor 3 Stunden: Gottesbild

Ich möchte mal wissen, ob in der Piusbruderschaft ein ganz eigenes Gottesbild vorherrscht. Kann jemand dazu kompetent etwas sagen?
Kommt man für die Piusbruderschaft nur dann in den Himmel, wenn man sich an bestimmte Vorschriften und Regeln hält? Können Piusbrüder in ihren Sünden und Fehlern unerschütterlich auf Jesus Christus vertrauen, dass ER sie ganz unverdient erlöst?
Eine Sünde wider den Heiligen Geist, die nicht vergeben werden kann, ist es das vielleicht?

persona vor 3 Stunden: Gehorsam

...ist es, was Gott liebt. Wir können Dinge tun, die noch so gut gemeint sind; aber immer müssen wir es im Gehorsam zu Gott tun. Eine Kirchenspaltung zu riskieren oder gar zu provozieren kann unmöglich mit dem Willen Gottes übereinstimmen.
Natürlich gilt die Pflicht des Gehorsams nicht nur für die Piusbruderschaft, sondern auch für uns und für jeden einzelnen und jede einzelne. Gott spricht, und wir Menschen hören. So herum, und bitte nicht andersherum

littlemore vor 4 Stunden: Klasse! Solche Worte kann und darf nur ein Kardinal Müller schreiben ...

Ich zitiere: "Insofern darf jeder Katholik das Motu proprio Traditionis custodes (2021) und seine oft unwürdige Umsetzung seitens geistig überforderter Bischöfe kritisieren sowie deren mangelhafte theologische Argumentation und pastorale Rücksichtslosigkeit. Aber auch der Zweifel, dass die Hl. Messe nach dem Missale Pauls VI. (etwa wegen der Möglichkeit von Konzelebration, der Richtung des Altars, der Verwendung des Landesprache) der Tradition der Kirche als normativem Kriterium der Auslegung der Offenbarung widerspreche (und von freimaurerischen Gedankengut durchsetzt sei) ist theologisch abwegig und eines ernsthaften Katholiken unwürdig."
Nach beiden Seiten hin (!) sehr erfrischend klare und wahre Worte.

Wynfried vor 5 Stunden: @ Karlmaria

Ja, ganz genau!

Das würde auch den Erkenntnissen der ökumenischen Theologie entstsprechen, auf die Kardinal Ratzinger nach den unerlaubten Bischofsweihen von 1988 verwiesen hatte.

Wenn man heute schon Ökumene so groß schreibt, warum sollte dann ein innerkirchlicher oder innerkatholischer Dialg nicht möglich sein?

Stefan Fleischer vor 5 Stunden: Meine Frage ist immer mehr;

hätten sich EB Lefebvre und seine Anhänger nicht von Anfang an und geschlossen auf jenen Weg gemacht, den die Petrusbruder dann eingeschlagen hat, wäre so nicht eine schlagkräftige Gemeinschaft entstanden, welche manche Fehlentscheide hätte verhindern und insbesondere sich klar gegen jene Grundtendenz der Menschzentriertheit, welche von der Befreiungstheologie ausging, hätte stellen können? So aber wurden und werden immer noch viele guten Kräfte in Grabenkämpfen aufgerieben, welche wir dringend im Kampf gegen den Modernismus brauchen würden.

Karlmaria vor 5 Stunden: Das halte ich auch für eine mögliche Lösung:

Dass die Piusbruderschaft natürlich auch das Recht auf Interpretation der umstrittenen Konzilstexte hat. Es gibt immer die katholische Weite: Man kann das so sehen oder so. Aber eben nicht von vorne herein ablehnen!

discipulus vor 5 Stunden: Großartig!

Einer der besten Texte von Kardinal Müller seit langem. Vergelts Gott, Eminenz!

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