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Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats

vor 7 Stunden in Deutschland, 6 Lesermeinungen
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„Cicero“ titelt: „Die Missbrauchskrise der Kirche neu erzählt – Schuldiges Opfer?“


München (kath.net) „Als Priester, Aktivist und Missbrauchsbetroffener wird Wolfgang Rothe mit dem Bayerischen Verfassungsorden geehrt. Doch hinter dem festlichen Auftritt stehen alte Skandale, Gerichtsentscheidungen und innerkirchliche Konflikte. Eine Geschichte über Macht, Schuld und Deutungshoheit.“ Das ist der Untertitel zum „Cicero“-Beitrag von Benjamin Leven, Redaktionsleiter der Zeitschrift „Communio“. 

Der „Cicero“-Beitrag berichtet, dass der Priester Rothe von mehreren Bischöfen gegenüber offiziellen Stellen scharf kritisiert sei, wie eine Recherche des Magazins „Cicero“ zeigt. 

Gegen die Berufung Rothes in den DBK-Betroffenenbeirat hätten der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx und der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer Ende 2024 internen Protest eingelegt, berichtet der „Cicero“. Bischof Voderholzer erläuterte gegenüber dem „Cicero“, Zitat: „Zu wissen, dass ein Priester, der als Subregens sexuelle Beziehungen zu seiner Fürsorge anvertrauten Seminaristen unterhielt, Mitglied im Betroffenenbeirat bei der DBK ist, der seine Stimme nicht zuletzt stellvertretend für solche jungen Menschen erheben will, die in asymmetrischen Machtgefügen Opfer von sexuellem oder geistlichem Missbrauch wurden, ist für mich unerträglich.“


Nach Angaben des „Cicero“ hat auch das „Dikasterium für die Priester“ des Vatikans Rothe 2025 durch den St. Pöltener Bischof Alois Schwarz eine „kanonische Verwarnung“ aussprechen lassen. Nach allem, was man weiß, ermahnte Bischof Schwarz darin den in St. Pölten inkardinierten Priester, weil dieser wiederholt „zu kirchlichen Persönlichkeiten und Ereignissen Stellung genommen“ und „dadurch das Ansehen der Kirche in Österreich und Deutschland erheblich schädigt“ habe.

Der Priester und Kirchenrechtler Rothe, der seit geraumer Zeit im Erzbistum München tätig ist, war 2024 vom Bischof Georg Bätzing (Limburg), dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, in den DBK-Betroffenenbeirat für Opfer sexuellen Missbrauchs in der römisch-katholischen Kirche in Deutschland berufen worden. 2025 hatte er vom Bundeslang Bayern den „Bayerischen Verfassungsorden“ verliehen bekommen, wertgeschätzt wurde dabei sein „mutiges Eintreten für die Rechte von Missbrauchsopfern“.

Rothe hatte bereits 2004 in seiner Zeit als Subregens des Priesterseminars in St. Pölten mit medialer Aufmerksamkeit zu tun, in diese Zeit datieren auch die Vorwürfe, er habe eine sexuelle Beziehung mit einem der Priesterseminaristen seines Hauses gehabt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

 


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Lesermeinungen

Elemosinarius vor 4 Stunden:

Interessant, dass ausgerechnet Kardinal Marx Einspruch gegen Rothes Berufung eingelegt haben soll. Agiert doch der "Whisky-Vikar" seit vielen Jahren in München unter der wohlwollenden Hand des Erzbischofs.

modernchrist vor 5 Stunden: Was interessiert uns eigentlich, ob Rothe schwul ist oder nicht?

Er hat bei der Priesterweihe genitale Enthaltsamkeit, Keuschheit und Ehelosigkeit gelobt. Merkt Rothe nicht, dass man bei ihm ständig an die Dinge unterhalb der Gürtellinie dann denkt? Ein Priester sollte ein Fenster sein, durch welches Christus durchscheint, ein Johannes, der von sich wegzeigt auf Christus hin! Ein Alter Christus am Altar! Das alles wird durch seine penetrante Konzentration auf Rothes Sexualität verunmöglicht. Wenn die Sexualität so wichtig wäre, dann hätte die Evolution diese Organe auf die Schultern platziert! Ein Repräsentant des Hohenpriesters Christus muss ein Mensch sein, der in hoher Reinheit und ohne sexuellen Aktivismus und geradezu sexuell motivierten Agitatismus am Altar und vor den Menschen steht. Rothe nervt dauernd - man sieht das auch an seinen ständigen Strafanzeigen: Er fühlt sich wahnsinnig wichtig. Ein Priester, der ständig Leute anzeigt....

heikostir vor 5 Stunden:

Ganz abgesehen von seinen skandalösen Benehmen, das er als kath. Priester an den Tag legt (schwule Pfarrhaus-WG, Teilnahme am CSD in München und und und):
Es ist eine Skandal, dass dieser Mann mit seiner "besonderen" Vergangenheit als Vertreter von Missbrauchsopfern in einem Betroffenenbereit sitzt.

Wie konnte so etwas passieren?
Und warum schreitet Kardinal Marx nicht ein? Rothe ist zwar kein Priester der Erzdiözese München und Freising, ist dort aber in der Seelsorge tätig.

SalvatoreMio vor 6 Stunden: Unfassbar, was sich da auftut!

Ich möchte nicht ungerecht sein gegenüber unbekannten Personen, wenn jedoch schon vor langem gegen den Priester und Kirchenrechtler Wolfgang Rothe Anschuldigungen erhoben wurden wegen sexueller Beziehungen zu Seminaristen, und sogar 3 Bischöfe vor ihm warnten, wie konnte da Bischof Bätzing ihn in den DBK-Betroffenenbeirat für Opfer sexuellen Missbrauchs berufen? (Vom "Bayerischen Verfassungsorden" ganz zu schweigen). Da fällt mir nur eine Art Gleichnis ein: Eine Kolonie von Mäusen ist in großer Gefahr. Was kann man machen, um sie zu retten? Man schickt eine hungrige Katze in ihre Mausehöhle! - Guten Appetit!"

Fink vor 7 Stunden: Wahrlich eine schillernde Figur, dieser Dr. Wolfgang Rothe

Er ist ein bekennender "Schwuler" und ein Homosexuellen-Aktivist.
Er richtet großen Schaden in der Kirche an.
Näheres zur Person Rothe im beigefügten Wikipedia-Artikel.

de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_F._Rothe

Versusdeum vor 7 Stunden: Aber das ist doch gerade das Prinzip der "Aufarbeitung" in Deutschland,

dass man die weltweit zu über 80% homosexuellen Delikte des Missbrauchsskandals* zum Anlass nimmt, um die Kirche zu homosexualisieren und deren Morallehre zu zerstören (neues kirchliches Arbeitsrecht!). Also ist es nur folgerichtig, eine Person in den Betroffenenrat zu berufen, deren öffentlich mindestens grenzwertiges Verhalten gegenüber erwachsenen Schutzbefohlenen seinerzeit S. Ex. Bischof Kurt Krenn sein Amt gekostet hatte, obwohl er sich nichts hatte zuschulden kommen lassen. Jeden anderen hätten sie vielleicht sogar noch für seine "Offenheit" gelobt, aber Bischof Krenn "musste weg".
* (Nur) Für Deutschland wurden später etwas niedrigere Zahlen von etwa 2/3 genannt, die aber nicht auf Angaben der Ermittlungsbehörden, sondern auf einer Auswertung aller Priesterpersonalakten beruhten. Die Bistümer, zu denen ich damals bei Wikipedia Zahlen der Ermittler fand (ich glaube, es waren 3), lagen alle bei über 80%.

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