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Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden

vor 36 Stunden in Weltkirche, 59 Lesermeinungen
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Die Priesterbruderschaft will ihren Fortbestand sichern und neue Bischöfe weihen - trotz der fehlenden Erlaubnis aus dem Vatikan. Dieser will auf Dialog setzen und warnt die Gemeinschaft vor einem Alleingang.


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan möchte einen Alleingang der Piusbrüder verhindern und stattdessen an einer gemeinsamen Lösung arbeiten. Nach der brisanten Ankündigung neuer Bischofsweihen durch die Priesterbruderschaft hielt Papstsprecher Matteo Bruni am Dienstag gegenüber Kathpress fest: "Die Kontakte zwischen der Bruderschaft St. Pius X. und dem Heiligen Stuhl werden fortgesetzt, mit dem Ziel, Brüche oder einseitige Lösungen in Bezug auf die aufgetretenen Probleme zu vermeiden."

Der Generalobere der Gemeinschaft, Davide Pagliarani, hatte am Montag die Weihe von neuen Bischöfen am 1. Juli angekündigt. Dieser Schritt könnte die Gräben zwischen der Bruderschaft und dem Vatikan wieder vertiefen. Die Gemeinschaft lehnt die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ab. Ihr Gründer, der 1988 exkommunizierte und somit aus der vollen kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossene französische Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991), hatte 1976 gegen ein päpstliches Verbot Priester geweiht und damit die Priesterbruderschaft Sankt Pius X. innerkirchlich isoliert.


Sorge um Fortbestand

Die dadurch ausgelöste Auseinandersetzung erreichte 1988 mit der Weihe von vier eigenen Bischöfen und der Exkommunikation der Beteiligten ihren Höhepunkt. Papst Benedikt XVI. (2005-2013) hob diese Exkommunikation zwar 2009 auf; zu einer theologischen Einigung kam es aber nicht. Von den 1988 geweihten vier Bischöfen leben nur noch zwei, weswegen sich die Piusbrüder offenbar um den Fortbestand ihrer Gemeinschaft sorgen.

Zweimal habe sich Pagliarani in den zurückliegenden Monaten deswegen nach Rom gewandt, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Piusbrüder. In den vergangenen Tagen habe der Generalobere ein Schreiben des Heiligen Stuhls erhalten, "der unseren Forderungen in keiner Weise entspricht". Aus Sorge um das Seelenheil der Anhänger und mit Blick auf eine "objektive Lage der schweren Not" hielten Pagliarini und die Verantwortlichen der Gemeinschaft neue Bischofsweihen für unumgänglich.

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Lesermeinungen

Freude an der Kirche vor 8 Stunden: Früchte

Jesus Christus könnte viele Früchte der Heiligung/Befreiung durch die Bruderschaft hervorbringen, würde sie vollkommen zur Einheit - in den Schoß der Mutter Kirche zurückkehren. Eine erneute Bischofsweihe außerhalb der Einheit lässt den Teufel jubeln. Dadurch kann er durch die Bruderschaft wirken und Seelen von de Einheit entfernen - von der vollkommenen Vereinigung mit Christus = seiner Kirche!

Per-Mariam-ad-Jesum-Christum vor 9 Stunden: @ThèréseL @heikostir @chorbisch

Liebe ThèréseL, ich danke Ihnen für Ihre Rückmeldung. Ich habe zwar nur das geschrieben, was mir in verschiedenen Postings aufgefallen ist und habe den Satz von @heikostir "der Sie inhaltlich offensichtlich nichts entgegenzusetzen haben" etwas schlecht verdaut. Sollte ich mich jedoch im Ton vergriffen haben, so entschuldige ich mich hiermit in aller Form bei @heikostir. Obwohl nicht direkt ein Anhänger der Piusbruderschaft, darf ich trotzdem die FSSPX und ihre Anliegen würdigen.
@chorbisch: Sie haben mit Ihrer Replik und Ihren Hinweisen bezüglich "Schnellschuss" nicht unrecht; doch ich wollte v.a. hinweisen, dass die Kommentare noch am selben Tag geschrieben und veröffentlicht worden sind, was nun doch ungewöhnlich ist. Da ich aus eigenen Erfahrungen weiss, dass ein fundierter Text Zeit braucht für seine Niederschrift, selbst wenn man mit Schreiben geübt ist, habe ich u.a. den Begriff "Schnellschuss" gewählt; auch habe ich die Sicht aus verschiedenen Blickwinkeln vermisst.

ThèréseL vor 11 Stunden: @Per-Mariam-ad-Jesum-Christum

Als bislang stille Leserin wollte ich eigentlich nicht kommentieren. Aber bei Ihrem (sachkundig sicherlich korrekten) Kommentaren an @heikostir stört mich, bei allem Respekt vor Ihrem Wissen, der Ton. Mir scheint allgemein der Ton hier zuletzt rauer geworden zu sein; schade. Die Zeichen stehen auf Sturm für die katholische Kirche in Deutschland und es ist gut, im Austausch zu bleiben. Aber bei aller Angst um die Zukunft unserer Kirche: bleiben wir sachlich und besonnen. Ich werde weiterhin als stille Leserin hier alles verfolgen.

Stefan Fleischer vor 12 Stunden: Ichvcmöchte hier nur festhalten,

dass ich den Alias SteFle niemals gebraucht habe oder brauchen werde.

Stefan Fleischer vor 12 Stunden: Ich möchte hier nur festhalten,

Paddel vor 14 Stunden: @lesa Kind nicht mit dem Bade ausschütten:)

Ein Entgegenommen mit unserem Heiligen Vater heißt doch nicht gleich die Auflösung einer ganzen Gemeinschaft. Das hat unser Heiliger Vater sicher nicht im Sinn und ich glaube auch nicht, dass das in Gottes Sinn ist.

Denke halt, die Kämpfe innerhalb der katholischen Kirche sind noch windiger, als außerhalb.
Herzliche Einladung! Wir brauchen Euch!!!!! Innendrin mehr als außenvor.

MPDE vor 14 Stunden: Ergänzend dazu

Nach dem geltenden Kirchenrecht erfordert jede Bischofsweihe – unabhängig davon, ob es sich um einen Diözesanbischof, einen Weihbischof oder einen anderen Bischof handelt – zwingend ein pontificales Mandat des Papstes. Der Codex Iuris Canonici (CIC) verhängt in Can. 1382 eine latae sententiae Exkommunikation, sowohl für den Bischof, der die Weihe vornimmt, als auch für den Empfänger, wenn die Weihe ohne dieses Mandat erfolgt. Diese Sanktion dient dem Schutz der Einheit der Kirche und der hierarchischen Gemeinschaft mit dem Papst.

Die Unterscheidung zwischen Diözesan- und Weihbischöfen ändert nichts an dieser Vorschrift. Weihbischöfe sind vollwertige Bischöfe mit Weihen im vollen Umfang des Episkopats, wenngleich ihr Jurisdiktionsbereich vom Diözesanbischof abhängt.

MPDE vor 14 Stunden: @SteFle

Nein, da sind Sie leider im Irrtum. Die Leitungsgewalt gehört zum innersten Kern des Bischofsamtes. Es sind eben nicht „nur Weihbischöfe“, sondern sie haben die Leitungsgewalt automatisch. Gerade deshalb gilt die Weihe von Bischöfen gegen den Willen des Papstes als schismatischer Akt. Kirchenrechtlich absolut eindeutig.

Tonia vor 15 Stunden: @Hardenberg

Erweitern Sie Ihren Horizont! In Teilen Belgiens ebenso in Luxemburg spricht/versteht man deutsch. Ich kenne persönlich drei deutschsprachige Seminaristen die ihre Studien in Frankreich machen. Geweihte französisch sprechende Priester lernen deutsch, sowie die Missionare es schon immer taten , als es noch Mission gab. Übrigens gilt vielleicht auch noch "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen".

barbaletta vor 15 Stunden: @ lesa

Gott hat nicht den Glauben offenbart, sondern sich selbst.
Wenn man die Bibel gelesen hat, stellt man fest, dass es um Gehorsam Gott gegenüber nicht weniger geht, als um Gott selbst. Gott, der im Jesus von Nazareth Mensch wurde, existiert unbedingt und Er braucht unsere Liebe nicht – wir brauchen sie, um aus dieser Liebe zu Ihm zu gehorchen, um uns selber nicht auszurotten – das ist der Sinn der Offenbarung, des Glaubens und des Gehorsams.

lesa vor 15 Stunden: Der Gehorsam muss sich nach dem Glauben richten

@wynfried: Danke für Ihren Kommentar! Das ist entscheidend! Glaube und Gehorsam gehören zusammen.
Der Gehorsam muss sich aber nach dem geoffenbarten und überlieferten Glauben richten, nicht der Glaube nach dem Gehorsam.

lesa vor 16 Stunden: Wahrheit sammelt, eint und rettet Leben, wenn sich auch die Geister scheiden.

Ein unausdenkbarer Verlust wäre das, wenn es die FSSPX nicht mehr gäbe. Die Fülle der geoffenbarten Wahrheit eint und sammelt (bis ins ewige Leben hinein!) Spaltung entsteht, wo man die Wahrheit nicht haben will.
"Zur Piusbruderschaft gehören mehr als 730 Priester, mehr als 250 Seminaristen in fünf Priesterseminaren sowie Ordensmänner und -frauen. Messen im überlieferten Ritus werden an fast 800 Orten in 77 Ländern gefeiert. " (CNA hat berichtet )
In einem Priorat in der Schweiz wurden letzten Frühling an einem Sonntag 5 (!) Eheaufgebote verlesen. Junge Famiien mit kleinen Kindern füllen Sonntag für Sonntag die Kirche, nehmen an all den kirchlichen Gepflogenheiten teil und wachsen so in das Gnadenleben der Kirche hinein. Da werden wohl auch im deutschsprachigen Boden wieder geistliche Berufungen reifen.
In Lukas 12, 49 ff kann man nachlesen, dass die Wahrheit die Geister auch scheidet. Spreu trennt sich vom Weizen. Erneuerung erfordert dies.

SteFle vor 17 Stunden: Bitte beachten

Die Bischöfe 1988 wurden ausschließlich zur Aufgabe als Weihbischöfe geweiht. Das war Erzbischof Lefebvre damals sehr wichtig zu betonen.
Er wollte einzig und allein das Werk seiner Priesterausbildung gesichert sehen und für alle Gläubig die Sakramentenspendung nach den alten Riten.
Ihm war nie daran gelegen, eine eigene Jurisdiktionsgewalt, eigene Bistümer oder gar eine eigene Kirche aufzubauen. So wird das auch mit den neu zu weihenden Bischöfe sein.
Deswegen bemüht sich die Fsspx auch um eine Audienz bei Papst Leo, um ihm das alles in Liebe zu erklären und bittet um die offizielle Erlaubnis.
Beten wir sehr, dass der Hl. Vater doch seine Zustimmung dafür gibt. Man könnte vielleicht auch sagen, dass der Hl. Vater die Kraft und den Mut aufbringt, sich gegen sein eigenes Umfeld, das leider oft mit erschreckenden Kardinäle und Bischöfen besetzt ist, durchzusetzen.
Es wäre für die Kirche so wichtig und segensreich.

Per-Mariam-ad-Jesum-Christum vor 23 Stunden: @heikostir

Lieber heikostir, Sie erlauben: Ich möchte Ihnen den Spiegel vorhalten und Ihnen sagen, dass Ihre Argumente, die Sie ins Spiel bringen, juristisch einseitig und stets dieselben sind. Sie liegen zudem falsch: Ich habe tatsächlich inhaltlich Ihrer eingleisigen Argumentation etwas entgegenzusetzen, nur müssen Sie meine und jene Argumente meiner Mitforisten lesen und in Ihrem Intellekt verarbeiten wollen (!); weiter habe ich als Antwort auf den Text der jungen dt. Theologin hingewiesen.
Glauben Sie mir: Ich bin in der Lage, einen mehrseitigen, fundierten Text zu schreiben, doch dies ist hier nicht möglich und sehe ich auch nicht als meine Aufgabe an. Das wird der Generalobere der FSSPX tun. Im Übrigen bitte ich Sie inständig - dies sicher auch im Sinne anderer Mitleser - von ihrem etwas aggressiv anmutenden Vokabular (Nebelkerze, entlarven, spalterisches Agieren, spalterische Gruppe etc.) Abstand nehmen zu wollen und nicht zu "psychologischen Killerphrasen" ad personam zu greifen. Danke.

barbaletta vor 24 Stunden: @ Hardenberg

Genau aus diesem Grund!
Die neuen Bischöfe der FSSPX hätten eh keine administrative Macht – sie wären s.g. Titularbischöfe. Was also hat der Vatikan zu verlieren?
Die Erlaubnis für die Weihen neuer Bischöfe der FSSPX hätte viele andere Bischöfe (vor allem die DBK) und Politiker auf die Palme gebracht und sie hätten wieder mal ihren primitiven Neid und ihre wahre, hässliche Gesinnung zur Schau gestellt.

ThomasR vor 24 Stunden: @Hardenberg

und wieviele deutsche Diözesen waren 2025 ganz ohne Priesterweihen?
bei den FSSPX sieht man eher Trend aufwärts
in der diözesanen Kirche eher in umgekehrte Richtung ; 2022 wurden historischen Priestersemianre in Passau und in Würzburg geschlossen
Berufungskrise hat sich in der diözesanen Kirche inzwischen verfestigt

www.herder.de/communio/theologie/ruinen-im-licht-berufungskrise-in-deutschland-und-perspektiven-aus-frankreich-und-den-usa/

Hardenberg vor 25 Stunden: @ThomasR

Aus dem Jahr 2025 von den Piusbrüdern:
In diesem Jahr 2025 werden fünf Subdiakone zu Diakonen und vier Diakone zu Priestern geweiht. Bei den zu weihenden Priestern handelt es sich um zwei Schweizer, einen Deutschen und einen Österreicher. Es wird das letzte Mal für längere Zeit sein, dass alle drei deutschsprechenden Länder unter den Weihekandidaten vertreten sein werden.

ThomasR vor 26 Stunden: mit 66 Semianristen im ersten Ausbildungsjahr bei FSSPX

spricht für die Zukunft dieser Gemeinschaft
oder irren sich alle 66 ?

Paddel vor 26 Stunden: @lesa "nehmen alles auf sich"

Was genau meinen Sie mit "alles"? Den Opfer/Leidensstatus haben sie wegen ihres Ungehorsams gegen den Willen Gottes.
Sehen Sie denn nicht liebe @lesa wie sehr sich unser heiliger Vater bemüht? Wo ist hier ein Entgegenkommen der Piusbrüder sichtbar/erkennbar?
Im Übrigen haben wir enge Kontakte zu Piusbrüdern und zählen deren Familien zu unserem engsten Freundeskreis.

Genauso wie Protestantische Familien.

In gegenseitiger Anerkennung unserer unterschiedlichen Auffassungen, die uns gegenseitig bekannt sind.

Hardenberg vor 26 Stunden: @barbaletta

Warum sollte der Papst diese Erlaubnis erteilen? Diese Bischöfe hätten ja kein Bistum.

Wynfried vor 27 Stunden: @ Schillerlocke

So einfach ist es eben nicht. Gehorsam ist eine formale Kategorie. Die Glaubenswahrheit hingegen ist substantiell. Beides gegeneinander auszuspielen, ist theologisch wie geistlich fatal.

discipulus vor 27 Stunden: @lesa: Kirchenrecht

Das Kirchenrecht sieht für eine unerlaubte Bischofsweihe die Tatstrafe der Exkommunikation vor. Wer ohne oder gar gegen den Willen des Heiligen Stuhles einen Bischofs weilt, will eo ipso eine eigene Kirche, sonst würde er das nicht machen. Das Kirchenrecht ist da eindeutig und kennt da auch keine Ausnahme. Bitte keine Unwahrheiten verbreiten.

lesa vor 27 Stunden: Gott ist am Werk. Beten wir, dass sie treu bleiben.

@Versusdeum: Ja, beten wir inständig. Gott ist am Werk. Nach unbedachter, oberflächlicher Einschätzung (Ungehorsam etc.) wurden von Bischof Huonder u. auch B. Athanasius Schneider die Augen geöffnet. Nach intensiver Auseinandersetzung mit den grundagen und nach drei Jahren Erlebens vor Ort (nicht vom Hörensagen) ist man einfach erstaunt über die Fülle an kirchlichem Leben, das den Glübigen ier geboten wird mit allem, was dazu gehört. Hier ist Gott am Werk. Schon klar, Bischofsweihen sind eine heikle Sache. Aber der Entscheidung ging jahrelanges Ringen und Beten voraus. Das Kirchenrecht sieht nicht die Exkommunikation vor für Leute, die keine eigene Kirche wollen, sondern nur die Sakramente spenden, die den Papst anerkennen, aber die Kirche im Notstand sehen. Die Piusbrüder wollen nur den den Willen Gottes und dass die Gläubigen den ungekürzten Glauben vollziehen können. Sie sehen die Lage der Kirche m.E. sehr klar - und nehmen alles auf sich.

chorbisch vor 28 Stunden: @ barbaletta

Überschätzen Sie da nicht die Bedeutung und die Einflußmöglichkeiten der DBK? Die FSSPX ist nicht auf Deutschland beschränkt, also wäre DBK-Kritik nur eine Stimme unter vielen. Und was man außerhalb der deutschen Grenzen vom "Synodalen Weg" deutscher Prägung hält, haben ja viele Bischöfe schon deutlich gemacht.

Außerdem führen die von der FSSPX betreuten Gemeinden in Deutschland ein relativ ungestörtes Leben, oft in eigegen Kirchen und Kapellen. Dort dürfte sicher auch zu Themen, wie Frauenordination oder Segnung gleichgeschlechtlicher Paare klare Worte fallen, ohne daß dies für die Gemeinde negative Folgen hat. Da mag mancher synodal angehauchte Priester oder Dekan in der Nachbarschaft mit den Zähnen knirschen, machen kann er nichts.

chorbisch vor 28 Stunden: @ Per-Mariam-ad-Jesum-Christum

Ja, es kann unter Umständen nicht schaden, eine Sache zu überschlafen. Aber hätten Sie diese Zeile auch gewählt, wenn Weihbischof Eleganti die Pläne der Bruderschaft ähnlich bewertet hätte, wie die "junge deutsche Theologin"?

Oder hätten Sie den Text dann nicht ebenfalls als "hervorragend" eingestuft?

Ich habe manchmal das Gefühl, Begriffe, wie "Schnellschuß", oder "war beim Schreiben wohl nicht ganz auf der Höhe", werden gerne verwendet, wenn ein Autor nicht das schreibt, was man von ihm erwartet hat.

Nicht mißverstehen, ich kann den Wunsch der Bruderschaft nach der Weihe nachvollziehen, ebenso, daß sie über die bisherige Reaktion aus Rom ungehalten ist. Aber ob die nun angedeuteten Drohungen, zusammen mit dem Notstandsargument der FSSPX nahestehender Personen taktisch klug sind, wage ich zu bezweifeln.

Die FSSPX möchte etwas von "Rom" und ihre beiden Bischöfe stehen noch nicht am Rand des Grabes. Da könnte man mit mehr Ruhe vorgehen, um nicht ihren Gegnern Argumente zu liefern.

Wynfried vor 28 Stunden: @ heikostir

Es liegt mir fern, eine „spalterische Gruppe“ in Schutz nehmen zu wollen. Schismen fallen aber nicht „einfach so“ vom Himmel. Kardinal Ratzinger sagte 1988 kurz nach den unerlaubten Bischofsweihe von Econe:

„Die Normen, mit denen man seit der Erscheinung des Dekrets über den Ökumenismus im Zweiten Vatikanum die Vergangenheit bewertet, müssen logischerweise auch in der Gegenwart Gültigkeit haben. Eine der fundamentalen Entdeckungen der ökumenischen Theologie ist, daß Schismen nur dann entstehen können, wenn in der Kirche einige Wahrheiten und einige Werte des christlichen Glaubens nicht mehr gelebt und geliebt werden.“

Eine Spaltung überwindet man nicht durch einseitige Schuldzuweisungen. Es ist gerade das Papstamt, das zur Versöhnung drängen und führen soll. Hoffen wir und beten wir!

www.kath-info.de/ratz_13j.html

Tonia vor 29 Stunden: à propos Seelenheil

Wenn man sich vor Gott für das Seelenheil seiner Kinder verantwortlich fühlt,schickt man seine Kinder dann in einen Gottesdienst in dem die Glaubenswahrheiten geleugnet werden, wo der romtreue Pfarrer fragt: Glaubt ihr noch an die Hölle? Ich nicht! Und so weiter und so fort. Wo Mütter den Kommunionunterricht halten, die nie eine Kirche von innen sehen? Die vielen jungen Familien die zu den Piussen gehen sind doch vielfach selbst gebrannte Kinder und keine andere Möglichkeit sehen, wo ihren Kindern der wahre Glaube vermittelt und vorgelebt wird.

heikostir vor 29 Stunden: @Per-Maria-ad-Jesum-Christum

Weihbischof Elegantis Text ist keineswegs ein Schnellschuss, sondern eine sehr klare Argumentation, der Sie inhaltlich offensichtlich nichts entgegenzusetzen haben.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Das spalterische Agieren der Piusbrüder ist durch nichts zu rechtfertigen.

Versusdeum vor 29 Stunden: @Schillerlocke

"Diese Pius-Leute haben also ganz offensichtlich ein Problem, nicht aber die Katholische Kirche." Das eine schließt das andere nicht aus.

discipulus vor 30 Stunden: @Versusdeum: Parallelkirche

Ein schismatischer Akt wie die unerlaubte Weihe von Bischöfen ist eo ipso ein Akt zur formalen und auch inhaltlichen Etablierung einer Parallelkirche. Genau so ist "Schisma" definiert. Insofern sind die Piusbrüder dabei schon einen oder mehrere Schritte weiter als die Betreiber der Synodalkonferenz.

Cosmas vor 30 Stunden: Kommunistische chinesische Politiker ernennen hemmungslos katholische Bischöfe

...und Rom nickt es nachher ab. Von Exkommunikation ist nichts zu hören, obwohl dieses ganze angebliche "Abkommen" eine reine Farce ist. Offenbar ist der politische Druck entscheidend...traurig!

Per-Mariam-ad-Jesum-Christum vor 30 Stunden: Stets mindestens eine Nacht über etwas schlafen, bevor kommentieren...

Sie machen es sich viel zu einfach, @heikostir! Ich darf S.E. Weihbischof Dr. Eleganti persönlich kennen und ich schätze ihn und seine profunden Texte und Kommentare sehr wie auch sein Bestreben, jeweils die Wahrheit zu ergründen. Doch dieser Text war ein Schnellschuss mit zu wenig Tiefe und Substanz; es wäre wünschenswert gewesen, wenn er wie auch Pater Ramm einige Tage zugewartet hätten und in aller Ruhe die Situation von diversen Seiten im Lichte einer Gesamtschau (ich wiederhole mich) betrachtet hätten. Dazu ein hervorragender Text einer jungen dt. Theologin: "Bischofsweihen der Tradition: Eine segensreiche Provokation für Rom?" auf katholisches.info. Sie bringt es auf den Punkt! Zudem: Ich wage zu behaupten, dass es leider sehr viel Priester und Bischöfe gibt, die 'innerlich' häretisch und in Folge schismatisch (vom Depositum fidei her) geworden sind. Vor jedem Schisma gab es zuerst den Glaubensabfall...das ist bei der Piusbruderschaft so jedenfalls nicht gegeben.

Schillerlocke vor 30 Stunden: Es kann ja gar nicht darum gehen,

dass sich die Katholische Kirche von diesen Pius-Leuten irgendetwas in Sachen Bischofsweihe abhandeln lässt. M. E. würde man auf diese Weise gründlich die katholische Position und den katholischen Anspruch des Papsttums verkennen. Wie es um Bischofsweihen bestellt ist, ist in der Katholischen Kirche klar und unmissverständlich geregelt. Ohne die Zustimmung des Papstes gibt es keinerlei Bischofsweihe innerhalb der Katholischen Kirche. So einfach ist das. Wer dies nicht anerkennt und dies nicht einhält, begibt sich damit automatisch ins Schisma und befindet sich dann halt auch dort. Diese Pius-Leute haben also ganz offensichtlich ein Problem, nicht aber die Katholische Kirche.

Versusdeum vor 30 Stunden: Beten wir,

dass Gottes Wille geschahe. Zum Heil möglichst vieler Seelen kommt es letzlich einzig und allein darauf an.

Versusdeum vor 30 Stunden: Man muss dazu wissen, dass auch Petrus nicht frei Seelsorge betreiben kann,

vielfach unerwünscht ist oder sogar gemobbt wird. @Per-Mariam-ad-Jesum-Christum hat es ja anschaulich beschrieben. Ich kenne auch einen Messort, der erst kürzlich aus den Gottesdienstordnungen ausgeblendet wurde und hatte live erlebt, wie ein anderer auf Druck von oben gecancelt wurde (das war immerhin noch vor "Summorum Pontificum"). Dass die Petrusbruderschaft aufpassen mus, was sie sagt / predigt, liegt in der Natur der Sache, ganz besonders seit dem Schreiben "Gefängniswärter der Tradition" (TC), das die Erlaubnis zur Feier der Hl. Messe im überlieferten Ritus zu einer (auch willkürlichen!) Entscheidung des jeweiligen Orsbischofs macht. Was das für eine Gemeinschaft bedeuten kann, die z.B. viele Jahre lang ihr Kloster saniert hat und dann plötzlich nicht mehr dort zelebrieren darf (und auch nicht weiß, wie lange sie das in einem anderen Bistum dürfen würde), kann man sich ausrechnen.

Veritasvincit vor 30 Stunden: Forderung und Seelenheil

Der Obere Pagliarani sagt: "Der Heilige Stuhl entspricht unseren Forderungen in keiner Weise" und "Wir weihen die Bischöfe aus Sorge um das Seelenheil unserer Anhänger".

Dem Seelenheil der Anhänger wäre besser geholfen, wenn sich die Bruderschaft mit dem Vatikan einigen würde, statt stur auf Forderungen zu beharren.

Versusdeum vor 30 Stunden: @MPDE

Ein formaler Ungehorsam (und sei es auch in einer derart zentralen Angelegenheit wie Bischofsweihen) ist etwas ganz anderes, als die inhaltliche und formale (!) Etablierung einer Parallel- bzw. Gegenkirche, die wir gerade in Deutschland live erleiden. Krasse Häresien, der Verlust ganzer Sakramente (v.a. der Beichte, aber auch immer mehr das bewusste Ersetzen Hl. Messen durch Wortgottesdienste, also der "Genesis" der Eucharistie, der Vergegenwärtigsetzung des Kreuzesopfers Christi in der Wandlung in der Hl. Messe) die Abschaffung der kirchlichen Morallehre (kirchliches Arbeitsrecht) oder gar der beschlossene Kirchen"sowjet" mit verbindlichem Gegenlehramt, in dem sich die Bischöfe als Nachfolger der Apostel selbst zu einer Minderheit gemacht haben!
Und nein, das kann man nicht voneinander trennen, denn "ewwrising hängs tugesser" (Oettinger). Und der Piusbruderschaft ist ein Innehalten und Umdenken / Umkehren der Weltkirche wichtiger, als ein quasi-musealer Bestandsschutz für sich selbst.

heikostir vor 31 Stunden:

Interessanter Weise gehört Weihbischof Eleganti (der sicher alles andere als ein liberaler Zeitgeist ist) zu denen, die das Bestreben der Piusbruderschaft mit scharfen Worten verurteilen.

Die Überschrift seines Artikels: "Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!"

Das sollten sich die zu Herzen nehmen, die immer noch meinen, diese spalterische Gruppe in Schutz nehmen zu müssen.

Man kann ihnen nur sagen: Bekehrt euch und kehrt zurück zur vollen Einheit mit dem Hl. Vater und der katholischen Kirche!

www.marian-eleganti.ch/post/f%C3%BCr-alle-die-bis-jetzt-zweifelten-nun-gehen-sie-wieder-ins-schisma

Versusdeum vor 31 Stunden: @SalvatoreMio

Fernandez und Pius? Eine interessante Konstellation. Aber hauptsache, der Gesprächsfaden ist noch nicht gerissen bzw. wird neu gewebt.

SalvatoreMio vor 31 Stunden: Vatikan und Piusbrüder

In "The Pillar" (siehe Link) heißt es heute: Kardinal Víctor Manuel Fernández werde sich nächste Woche mit dem Leiter der Gesellschaft des Heiligen Pius X, mit Pater Pagliarani treffen, um einen fruchtbaren Weg des Dialogs zu finden".

www.pillarcatholic.com/p/vatican-doctrine-chief-to-hold-talks

barbaletta vor 31 Stunden: @ Tereso

wenn die FSSPX genauso wie die FSSP wirken sollte, dürfte sie sich nicht erlauben gegen die Missstände in der Kirche zu predigen – keine Lehrpredigt (z.B. gegen die Frauenordination), keine Bußpredigt (z.B. gegen Homosexualität), keine Moralpredigt usw.
Würden sich die Pius-Patres nicht daran halten, wäre mit ihrer Unabhängigkeit schnell vorbei - dafür würde die DBK in Deutschland schnell sorgen.

Triceratops vor 31 Stunden: @Tereso

ad "Was hindert die Piusbrüder es so zu machen wie die Petrusbruderschaft?":
Der Petrusbruderschaft geht es ausschließlich um die Liturgie. Die Piusbrüder hingegen erkennen etliche Punkte des Vatikanum 2 nicht an, und die Liturgie ist nur so etwas wie das am deutlichsten nach außen Sichtbare.

Bonifaz2010 vor 32 Stunden: @MPDE

"Niemand kontrolliert pastorale Konzepte, Seelsorge, Ausbildung und Prävention." Das kann man so allgemein nicht sagen. Weihbischof Athanasius Schneider hat 2015 im Auftrag des Vatikans die Piusbruderschaft visitiert und dazu bemerkt: "Ich hatte einen guten Eindruck von meinen Besuchen. Ich konnte eine solide theologische, spirituelle und menschliche Realität in den beiden Seminaren feststellen." (aus einem Interview des Internetblogs Rorate Caeli).

heikostir vor 32 Stunden: @ barbaletta

Der Synodale Weg? Zu dem könnte man viele Kritisches sagen. Aber das ist hier nicht das Thema. Also nicht ablenken.

Das Thema ist das unsägliche Verhalten der Piusbruderschaft. Warum sollte der Papst die Bischofsweihen der Piusbruderschaft abnicken? Nur zur Erinnerung: In der kath. Kirche ist es der Papst, der Bischöfe ernennt und nicht die Piusbruderschaft.

Der Gärtner vor 32 Stunden: Alles nicht wirklich unerwartet.

Da auch die Bruderschaft offensichtlich keinen Jungbrunnengefunden hat, habe ich schon lange an die jetzige Situation gedacht. Es war klar, dass irgendwann neue Bischöfe geweiht werden müssen, um weiterhin existieren zu können.
Gerne werde ich abwarten zu sehen, wie Papst Leo mit dem zugegeben schwierigen Thema umgehen wird. Klar ist wohl, dass es auf allen Seiten Menschen gibt, die ihr ganze Hoffnung auf sein Urteil setzen. Wir reden hier ja über den Vollzug des eigenen Glaubens und nicht nur über Kochrezepte. Wie immer gibt es auch nicht nur schwarz oder weiß. Da traue ich zumindest Papst Leo ausreichende Kreativität zu, sehr verschiedene Herangehensweisen zu betrachten und gegebenenfalls auch zu verhandeln. Es gibt immer mehrere Wege, wenn man sie denn suchen will. Für mich steht da auch nicht nur Gehorsam oder Ungehorsam, sondern zumindest auch immer die Sorge um die Priester und Gläubigen der Bruderschaft.

MPDE vor 32 Stunden: @Aegidius

Es ist wieder dasselbe wie bereits unter dem anderen Beitrag: darüber entscheidet der Vatikan! Der Verweis auf China und den synodalen Weg ändert nichts, noch einmal: nichts! am rechtswidrigen Verhalten der Piusbrüder, zumal diese besonders „katholisch“ sein wollen. Sollten sie es dann nicht besser machen als die Synodalen und die chinesische Staatskirche?

MPDE vor 32 Stunden: @Mensch#17

Es ist vor allem ein massives Problem der Transparenz. Niemand kontrolliert pastorale Konzepte, Seelsorge, Ausbildung und Prävention. Wie gesagt, es wäre angebracht, dass die Piusbruderschaft einmal einen Schritt auf den Vatikan zu unternimmt. Sich auf eine Notlage zu berufen, letztlich damit aber Liturgie und Lehre der Kirche zu meinen, ist nicht ausreichend.

Aegidius vor 32 Stunden: Vogel friß ...

Rom frißt doch seit F. alle chinesischen Parteibischöfe um des lieben Friedens willen. Warum dann nicht ohne Zögern und selbstverständlich solche, die katholisch sein wollen?

Per-Mariam-ad-Jesum-Christum vor 32 Stunden: Das Gesamtbild genau betrachten...

Ich schliesse mich der argumentativen Ausführungen von @Bonifaz2010 und anderen an. Unerlaubte Bischofsweihen sind ein schwerwiegender Tatbestand; doch muss man die subjektiven Beweggründe miteinschliessen und das Gesamtbild der derzeitigen kath. Kirche in all ihren Facetten genau anschauen.
@Mensch#17: Die 'Griciglianer' brauchen keine Bischöfe, weil sie sie mehrere Kardinäle (z.B. Burke) haben, die sie tatkräftig unterstützen. Was die FSSP betrifft, schreibt Wolfgang Schrems (03.02.26) in einem Kommentar: "Hier in Wien etwa wirkt die verdienstvolle Petrusbruderschaft unter demütigenden Bedingungen: Eine eigene Kirche gibt es nicht, in der Paulanerkirche bleiben an Sonntagen nur ungünstige Zeiten übrig, auch an Werktagen gibt es ggf. Kollisionen oder ebenfalls ungünstige Zeiten, inakzeptabel sind die Zeiten für das österliche Triduum. In der Kirche selbst ist keinerlei Hinweis auf die FSSP und ihr Wirken zu erkennen, kein Aushang, keine Info im Schaukasten, nichts. Das ist gehässig."

barbaletta vor 32 Stunden: @ heikostir

Akzeptiert der „Synodale Weg“ die Lehre der Kirche in ihrer Gesamtheit?
Nein und dennoch hat der Synodaler Weg seine Schutzherren (manche deutsche Bischöfe). Der Papst (ob Leo oder der Nächste), könnte zumindest von den Bischöfen Distanzierung vom Synodalen Weg verlangen (mit Betonung auf „Verlangen“!).

Felix87 vor 32 Stunden: Gedanken zur FSSPX

Möge Gott geben, dass das noch verhindert wird. Es würde die Situation in der Piusbruderschaft noch verschlimmern. Ich habe immer den Eindruck gehabt, dass die Anhänger der Piusbruderschaft im Grunde unglücklich und innerlich unfrei sind. Eigentlich so, dass es nicht zu einem Christen, einem wirklich "erlöstem" Menschen passt. Wirklich ein negativer Geist in dieser Gemeinschaft... Anderseits haben dort sicher viele einen guten Willen und hängen der Bruderschaft aus Gründen an, die man menschlich verstehen kann. Doch die Wahrheit ist:weder das Konzil noch die neue Messe sind schlecht. Nur die Missbräuche und böswilligen Verdrehungen. Ich hoffe die Anhänger der Piusbruderschaft öffnen sich dem hl. Geist und erkennen es. Wirklich katholisch ist man nur in voller Gemeinschaft mit dem Papst. Warum verschließen sich die Piusbrüder der Barmherzigkeit von Papst Leo? Er ist der Papst, den unsere Zeit braucht!

Tereso vor 33 Stunden:

Was hindert die Piusbrüder es so zu machen wie die Petrusbruderschaft? Sieht man daran nicht, dass es auch ohne Schisma ginge und dass es an der Unnachgiebigkeit der Piusbrüder hängt?

Mensch#17 vor 33 Stunden: Wer soll es denn werden?

"Friss oder stirb!" - so heißt es in einem Spruch, an den ich mich gerade erinnert habe.

Der Papst soll das einfach "fressen", was die Bruderschaft fordert. - Präsentiert man einfach ein paar Kanditaten und Rom soll einfach zustimmen? Warum? Welche andere Gemeinschaft kann da so vorgehen? Vermutlich, weil man autonom bleiben will! Man will sich gar nicht auf die Kirche einlassen. So stellt es sich zumindest für mich da.
Aber es gibt Gegenbeispiele: die Petrusbruderschaft und auch das Institut Christus König und Hohepriester sie "brauchen" keine eigenen Bischöfe und doch finden bei ihnen Priesterweihen etc. nach den früheren lit. Büchern statt.

Die Distanziertheit der Piusbruderschaft hat wohl auch mit mangeldem Vertrauen zu tun: man möcht im Konkreten nicht von der Weltkirche (und deren Bischöfen) abhängig sein. - Das ist ein großes Problem!!!

heikostir vor 33 Stunden: @barbaletta

So einfach ist das nicht.

Die Piusbruderschaft muss zuerst die Lehre der Kirche in ihrer Gesamtheit, also inklusive II. Vatikanum und päpstliches Lehramt seitdem annehmen.

Nicht umsonst hat BXVI. darauf hingewiesen, dass die Probleme mit der Piusbruderschaft doktrineller Natur sind.

Fatima 1713 vor 35 Stunden: Schon wieder "Forderungen" -

- und diesmal sogar als Zitat unter Anführungszeichen! Das ist falsch zitiert, muss das sein? Das Wort "Forderungen" kommt in dieser Erklärung kein einziges Mal vor. Sie ist übrigens sehr kurz, jeder kann das leicht überprüfen. Es heißt "...vom Heiligen Stuhl ein Schreiben erhalten hat, das in keiner Weise auf unsere Anfragen antwortet". Forderungen klingt schon mal ganz anders und wenn man es unter Anführungszeichen setzt, dann sollte man schon richtig zitieren, das muss doch möglich sein!

MPDE vor 35 Stunden: @barbaletta

Weil die Auswahl von Männern zum Amt des Bischofs letztlich allein dem Papst obliegt, auch wenn Vorschläge gemacht werden können und das ja überall passiert. Bischöfe sind keine Ware, die ich bei Bedarf bestelle und absegnen lasse.

MPDE vor 35 Stunden: Wer muss sich wem erklären?

Mich würde interessieren, an welcher Stelle die Piusbruderschaft mal dem Vatikan entgegen gekommen ist. Seitens der letzten Päpste wurden zahlreiche Schritte auf diese Gemeinschaft hin unternommen.

Bonifaz2010 vor 35 Stunden: @barbaletta

Das Problem ist, daß Rom die Piusbrüder eigentlich nicht will. Nichts käme Rom gelegener, als eine biologische Lösung dieser Angelegenheit durch Ableben der beiden Bischöfe ohne Nachfolger.

Was die von der Piusbruderschaft angesprochene "objektive Notlage" der Kirche angeht, so läßt sich diese nicht gut bestreiten. Der Zusammenbruch des Glaubens, die radikale Umdeutung der Glaubenswahrheiten, die Verdunkelung des Opfercharakters der hl. Messe, die ersatzlose Streichung überlieferter Frömmigkeitsformen, der Rückgang der Beichte, die Protestantisierung des kirchlichen Lebens überhaupt und vieles mehr sprechen wohl eine deutliche Sprache. Rom wehrt all dem nicht, sondern beteiligt sich sogar an Fehlentwicklungen, vor allem unter Franziskus. Diese Probleme sind zu ernst, als daß man das Verhalten der Piusbruderschaft alleine mit den Schwarz-Weiß-Kategorien von Gehorsam und Ungehorsam bewerten kann.

barbaletta vor 36 Stunden: Wo liegt eigentlich das Problem?

Die FSSPX bietet um Erlaubnis für die Bischofsweihen und der Papst erteilt diese.
(auch wenn viele Bischöfe und auch Politiker ihre Kleider danach wie Kajaphas zerreißen)

Also noch mal: wo liegt das Problem ?

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