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Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde

vor 14 Stunden in Weltkirche, 16 Lesermeinungen
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Außertourliches Treffen mit Spitzen des Ordensdikasteriums in Sachen Piusbruderschaft - Vatikansprecher Bruni: Für kommende Woche wurde ein Treffen zwischen Kardinal Fernández (Glaubensdikasterium) und dem FSSPX-Generaloberen Pagliarani anberaumt


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Steht Papst unter Druck? Nach Ankündigung von Bischofsweihen ohne päpstliche Erlaubnis durch die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) hat sich Leo XIV. mit Vertretern der für die Gemeinschaft zuständigen Vatikanbehörde getroffen. Am Mittwoch führte das Kirchenoberhaupt Gespräche mit der Leitungsebene des Ordensdikasteriums, wie das vatikanische Presseamt zunächst ohne weitere Angaben mitteilte. Anwesend waren die Präfektin Simona Brambilla, der Pro-Präfekt Kardinal Ángel Fernández Artime sowie die Sekretärin Tiziana Merletti. Üblicherweise trifft sich der Papst mittwochs nicht mit Leitern seiner Kurienbehörden.

Inzwischen wurde bekannt, dass der Vatikan das Gespräch mit der FSSPX suchen möchte. In der kommenden Woche ist ein Treffen zwischen dem Leiter der Glaubensbehörde, Kardinal Víctor Manuel Fernández, und dem Generaloberen der Piusbruderschaft, Davide Pagliarani, geplant. Das bestätigte Papstsprecher Matteo Bruni am Mittwochabend gegenüber Kathpress. "Das Treffen ist eine gute Gelegenheit für einen informellen und persönlichen Dialog, der dazu beitragen soll, wirksame Instrumente für den Austausch zu identifizieren, die zu positiven Ergebnissen führen können", so Bruni.


Die Priesterbruderschaft Sankt Pius X. fällt in den Zuständigkeitsbereich des "Dikasteriums für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens". Die Gemeinschaft hatte Anfang der Woche angekündigt, trotz der fehlenden Erlaubnis durch den Papst neue Bischöfe weihen zu wollen. Der Generalobere begründete den Schritt mit der Sorge um den Fortbestand der Gemeinschaft, deren kirchenrechtlicher Status weiter unklar ist. Diesbezügliche Kommunikation mit dem Vatikan habe laut Davide Pagliarani zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis geführt.

Am Dienstag teilte der Vatikan dazu mit: "Die Kontakte zwischen der Bruderschaft St. Pius X. und dem Heiligen Stuhl werden fortgesetzt, mit dem Ziel, Brüche oder einseitige Lösungen in Bezug auf die aufgetretenen Probleme zu vermeiden."

Die Piusbruderschaft entstand um den 1988 exkommunizierten und somit aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossenen Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991). Dieser hatte 1976 gegen ein päpstliches Verbot Priester geweiht und damit die Piusbrüder innerkirchlich isoliert. Die dadurch ausgelöste Auseinandersetzung erreichte 1988 mit der Weihe von vier eigenen Bischöfen und der Exkommunikation der Beteiligten ihren Höhepunkt. Papst Benedikt XVI. (2005-2013) hob diese Exkommunikation zwar 2009 auf, zu einer theologischen Einigung kam es aber nicht.

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Lesermeinungen

Fatima 1713 vor 2 Stunden: Schön, dass sie miteinander reden!

Auch wenn mich die Auswahl des Gesprächspartners seitens des Vatikan nicht gerade überzeugt - aber gut, dass sie miteinander reden! Begleiten wir das Gespräch im Gebet, das kann Wunder bewirken!

chorbisch vor 3 Stunden: @ SpatzInDerHand

Vielleicht ist Kardinal Fernandez doch keine so schlechte Besetzung. Bis ihn Papst Franziskus nach Rom geholt hat, lebte er in Argentinien. Er war also in die früheren Debatten zwischen Der FSSPX und der Bruderschaft nicht involviert. Er könnte also relativ offen in die Gespräche gehen.

Und wer sollte es sonst machen?

Mich würde schon interessieren, warum die Bruderschaft unbedingt eigene Bischöfe haben will. Die Firmung könnte doch der jeweilige Diözesanbichof spenden. Oder geht das wegen des derzeitigen Status der Bruderschaft nicht?

Oder liegt es daran, dass zumindest Teile der Anhänger der Bruderschaft eine Firmung durch einen Bischof der aus ihrer Sicht durch die Anerkennung des VAT II "belasteten" ablehnen könnten, selbst wenn es zweifelsfrei lehramsttreue wäre, wie Weihbischof Eleganti oder Weihbischof Schneider?

lesa vor 3 Stunden: Die Wahrheit ist eine unzerstörbare Pflanze.

Die doktrinnelle Differenzen ergeben sich u.a. aus Zweideutigkeiten des Zweidutigkeiten in den Konzilstexten (Vat II). Diese gilt es, ehrlich anzuschauen, nicht zu übertünchen.

heikostir vor 8 Stunden: Papst Benedikt XVI. 2009 zu den doktrinellen Problemen mit dem Piusbruderschaft im O-Ton

"Dass die Bruderschaft Pius’ X. keine kanonische Stellung in der Kirche hat, beruht nicht eigentlich auf disziplinären, sondern auf DOKTRINELLEN Gründen. (...) Solange die DOKTRINELLEL Fragen nicht geklärt sind, hat die Bruderschaft keinen kanonischen Status in der Kirche und solange üben ihre Amtsträger, auch wenn sie von der Kirchenstrafe frei sind, keine Ämter rechtmäßig in der Kirche aus."

Sowohl angesichts der Kompetenz des Theologen Joseph Ratzingers als auch seiner lehramtlichen Autorität als Papst erübrigen sich anderslautende Einschätzungen von irgendwelchen Theologinnen und Theologen von selbst.

Und was EB Lefebvre betrifft: Traurig, dass ein einst von einem Papst gelobter Mann am Ende bereit war, sich mit einem schismatischen Akt schwer gegen die Einheit der Kirche und die Gemeinschaft mit dem Hl. Vater versündigt hat.

www.vatican.va/content/benedict-xvi/de/letters/2009/documents/hf_ben-xvi_let_20090310_remissione-scomunica.html

Freude an der Kirche vor 8 Stunden: Früchte der Einheit in der Wahrheit

Jesus Christus könnte viele Früchte der Heiligung/Befreiung durch die Bruderschaft hervorbringen, würde sie vollkommen zur Einheit - in den Schoß der Mutter Kirche zurückkehren. Eine erneute Bischofsweihe außerhalb der Einheit lässt den Teufel jubeln. Dadurch kann er durch die Bruderschaft wirken und Seelen von de Einheit entfernen - von der vollkommenen Vereinigung mit Christus = seiner Kirche

lesa vor 9 Stunden: Wahrheit scheidet die Geister. Aber mit der Zeit wirkt sie Einheit. Nur sie.

Es war kein Geringerer als Benedikt XVI., der am 29.8.2005 sagte: Erzbischof Lefebvre ist ein großer Mann für die ganze Kirche.
Er war Afrikamissionar. Nach einiger Zeit als Apostolischer Vikar in Dakar schrieb ihm Papst Pius XII. am 22. September 1948: "Sie leiten das Apostolische Vikariat in Dakar so umsichtig, weise und tatkräftig, Sie sind von einem solchen Eifer für die Ausbreitung der Herrschaft Gottes entflammt, dass wir es für gut befinden, Sie für die Leitung dieser unserer Delegatur in Französisch-Afrika auszuwählen."
Die "Doktrin" dürfte er gekannt haben, bei seiner Bruderschaft habe ich (als Theologin) jedenfalls
noch nie irgendeine "doktrinelle Abweichung" wahrgenommen, nur der Lehre der Kirche Entsprechendes.
Es brauchte wohl einen Bischof, der aus solchem Holz geschnitzt war, der den Mut hatte für den Schritt, die Tradition zu retten - für sich, die traditionellen Gemeinschaften, die ganze Kirche. Es war gut. Es wird wieder gut sein.
Gehorsam muss dem Glauben folgen.

Stefan Fleischer vor 11 Stunden: Meines Erachtens

ist es im Kirchenrecht gleich wie in der zivilen Rechtsprechung. Solange ein Gesetz nicht durch die zuständige Instanz aufgehoben ist, hat sich der Richter in seinem Urteil daran zu halten und ein entsprechendes Urteil zu fällen. Sollte er milderen (oder auch erschwerende) Umstände feststellt, kann er dies im Urteil berücksichtigen. Dies ändert dann aber nichts an der grundsätzlichen Beurteilung der Tat. Anschliessend besteht dann die Möglichkeit, dass eine berechtigte Stelle oder Person «Gnade vor Recht» walten lässt. Auch dadurch wird die Rechtswidrigkeit der Tat nicht aufgehoben. Und niemand hat ein Recht, sich auf einen solchen Gnadenakt - und käme er von Gott selbst – zu berufen, um selbst sich nicht an eine gültige Vorschrift halten zu müssen.

heikostir vor 11 Stunden: @Versusdeum @Jothekieker

Die Piusbruderschaft hat schon einmal die schwere Sünde eines schismatischen Akts auf sich geladen und plant den nächsten schismatischen Akt.
Daher kann man durchaus von Bekehrung sprechen.

Zudem war es kein anderer als Papst Benedikt XVI., der festgestellt hat, dass die Probleme mit der Piusbruderschaft doktrineller, also die Lehre der Kirche betreffender Natur sind. Und es war derselbe Benedikt XVI., der klar gestellt hat, dass an der Anerkennung aller (!) des II. Vatikanums durch die Piusbruderschaft kein Weg vorbeiführt.
Übrigens hat auch Kardinal Müller immer wieder darauf hingewiesen.

@Jothekieker: Da muss ich Ihnen widersprechen: Gruppen, die schismatische Akte setzen, habe keine Existenzberechtigung.

golden vor 13 Stunden: Schon mal was gehört

vom "Rat des Gamaliel"? Apostlgeschichte 5,34 ff.
Gott wird schon wissen,was er vorhat.

gebsy vor 14 Stunden: Dass die Gespräche

O H N E Vorurteile gelingen mögen, kann nur von der Gnade Gottes erbeten werden.
Wozu Menschen fähig sind, zeigt die aktuelle Situation ...

Versusdeum vor 14 Stunden: @heikostir

Ich würde "einlenken" bevorzugen, denn "bekehren" stünde eher bei anderen an. Aber natürlich hoffe ich auch, dass daraus etwas fruchtbares wächst.

anjali vor 14 Stunden: @SpatzinDerHand

Ja!!!! Was Sie hier schreiben ,das war was ich auch gleich dachte !

lesa vor 14 Stunden: Veni Creator Spiritus

@Spatz in der Hand: UPPS! Wenn in der Kirche alle so ihrlich wären wie Sie würde es anders aussehen.
Allerdings kann man in der Kirche Christi ständig mit Wundern rechnen. Davon ausgehen kann man abericht.
Eines ist sicher: Gott führt die Sache und wird nicht ablassen, das gute Werk fortzuführen, wie auch immer, (mit oder ohne "Erlaubnis", Gott weiß, was da jetzt die bessere Variante ist) um es zu vollenden, damit SEINE Kirche fotrbesteht.
Die Wahrheit ist wie eine unzerstörbare Pflanze - und die Schlangenzertreterin ist stark. Sie rufen wir an!

Jothekieker vor 15 Stunden: @heikostir

Die Piusbrüder haben durchaus ihre Existenzberechtigung. Ohne sie würde es die "alte Messe" nicht mehr geben. Zudem sind sie überall dort der Notausgang, wo die "alte Messe" durch Maßnahmen wie Traditiones Custodes eingeschränkt wird.
Unabhängig davon halte ich die lehrmäßigen Probleme für leichter überwindbar als das gegenseitige Mißtrauen. Da ist noch einiges an Arbeit erforderlich, aber dieser Mühe muß man sich der Einheit der Kirche willen unterziehen.

SpatzInDerHand vor 15 Stunden: Mal so ganz unter uns...

... also wenn diese Gespräche irgendeine Chance auf Erfolg haben sollten, dann sollte der Vatikan einen anderen Gesprächspartner anbieten als ausgerechnet die Fehlbesetzung Fernández, genannt "Tucho" wegen einiger schlüpfriger Publikationen!

heikostir vor 15 Stunden:

Es ist meine große Hoffnung, dass aus dieser schwierigen Situation am Ende dennoch Positives erwächst:

Nämlich, dass die Piusbrüder sich bekehren, ihren irrigen Weg verlassen und endlich zur vollen Einheit mit dem Hl. Vater und der Gesamtkirche zurückkehren.

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