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Warum Hausfrauen leicht heilig werden können

vor 3 Tagen in Familie, 11 Lesermeinungen
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Demütiger Dienst und Einsamkeit: Was schwer ist und wie vergeudete Zeit aussieht, wird in der unsichtbaren Welt zu Gold, meint der Priester Mark Goring.


New York (kath.net / pk) Putzen, Windeln wechseln, kochen, waschen. Mütter, die oft etliche Jahre viele Stunden am Tag mit diesen Dingen beschäftigt sind, fühlen sich oft minderwertig, ungesehen, einsam und nicht wertgeschätzt.

Einen ganz neuen Blick darauf wirft der kanadische Priester Mark Goring in einem aktuellen Video, wo er erzählt, dass er einmal einem Priester zugehört habe, der über Spiritualität sprach und über das Werk der spanischen Mystikerin Teresa von Avila, „Die innere Burg“. Darin entwirft sie das Bild von der Seele als ein Schloss mit sieben Wohnungen, von denen jede ein Schritt auf die Vereinigung mit Gott hin ist.

Jemand fragte den Priester: „Pater, haben Sie Menschen getroffen, die diese Höhen der Heiligkeit und Kontemplation erreicht haben? Und wenn ja, wo würden Sie sie finden?“, erzählt Goring in einem Video. Der Priester antwortete: „Ja – es ist selten. Aber viele Hausfrauen haben diese Höhen der Heiligkeit und des Gebets erreicht.“


Diese Bemerkung habe alle schockiert, erzählt Goring und formuliert fünf Beobachtungen, um diese Behauptung zu untermauern. Erstens lebten viele Frauen, die eine Zeitlang mit ihren Kindern zuhause sind, in Stille und Einsamkeit. „Sie verbringen vielleicht den größten Teil ihres Tages in Stille und Einsamkeit, was die ideale Umgebung ist, um in Heiligkeit zu wachsen.“

Zweitens sei ihr Alltag voll mit gesunden, menschliche Aktivitäten. Er spreche oft davon, „wie wichtig es ist, beschäftigt zu sein“, meint Goring: „Holz hacken, Feuer machen, kochen, arbeiten, etwas bauen…“ Eine Hausfrau verbringe ihren Tag mit Putzen, Kochen und Wäschewaschen, „also mit Dingen, die dem geistlichen Leben förderlich sind, um die Gegenwart Gottes einzuüben“.

Drittens folge eine Hausfrau meistens Routinen und habe einen Rhythmus in ihrem Tag. „Wir wissen aus dem Klosterleben, dass ein Rhythmus sehr hilfreich ist, um den eigenen spirituellen Disziplinen treu zu bleiben und auch, um voranzukommen, um zu wachsen“, meint Goring. Viertens ist der „demütige Dienst“ ein weiterer Grund, warum Hausfrauen leicht in der Heiligkeit wachsen können. „Eine Hausfrau dient immer: Sie putzt, wechselt vielleicht Windeln, bereitet Mahlzeiten zu, flickt Kleidung oder was auch immer – sie dient demütig.“

Fünftens üben viele Mütter täglich ein, das Evangelium ganz praktisch umsetzen, indem sie ihre Kinder nach christlichen Maßstäben erziehen. „Sie sagen: ‚Hey, sei nett. Vergib deinem kleinen Bruder. Vergiss nicht, zu beten...“ - „Unterschätzen Sie nicht das Wunder eines einfachen Lebens“, appelliert Goring, sich nicht den Kategorien dieser Welt zu unterwerfen.


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Lesermeinungen

Fatima 1713 vor 7 Stunden: "Lasst euch nicht von Männern zum Heimchen hinterm Herd machen"

Aber es war nicht abwertend gemeint.
Aja, alles klar. Na dann.

modernchrist vor 7 Stunden: @samira. Sie schreiben:

"....denn wir haben auch nur 1 Enkelkind. Heute in Zeiten von Krippe und Kita kann jede Frau sich ohne Probleme frei entscheiden. ...meine Nachbarskinder alle ab 1/2 Jahr in der Kita und die jungen Mütter gehen arbeiten. Unser Enkelkind ist in Berlin mit 1 Jahr in die Kita bis 16 Uhr." Schön und gut: Wenn man sich für das Geld und auch für die freiwillige Selbstreduzierung der Bevölkerung entscheidet.... Doch oft wird toll "geplant" - und natürlich absolut verhütet, am Schluss steht man gelegentlich - tritt Unvorhergesehenes ein - traurig da. Ich jedenfalls finde es schade, wenn man sein Wunschkind so schnell an andere abgibt und das Kind sich den emotionalen Zärtlichkeitstank bei einer fremden Frau (Tagesmutter) auffüllen muss! Oder es viele Tagesstunden ab 1/2 Jahr gar nicht kann. In einer Kita ist Zärtlichkeit und Liebe verboten lt. Ausbildung!! Heute ist eine Hausfrau mit mehreren Kindern auch keineswegs ein "Heimchen am Herd". Das war schon immer eine blödsinnige Bezeichnung.

persona vor 15 Stunden: Was war das gut

und was war das für die ganze Familie ein Segen, dass meine Frau zuhause alles gewuppt und gemanaget hat und dass sie nicht arbeiten gegangen ist. Wir, unsere Kinder und ich, müssen ihr total dankbar dafür sein. Es gibt einen gesellschaftlichen Druck gegen solche Entscheidungen von Frauen und Müttern. Tatsächlich hat sich das Blatt gewendet, als die Kinder erwachsen wurden. Dann ist sie arbeiten gegangen, und ich habe es hauptsächlich zuhause übernommen. Partnerschaft heißt bei uns: jeder macht so gut er/sie kann, und manchmal hat der/die eine mehr Last zu tragen und mal der/die andere. Wir versuchen uns gegenseitig soviel wie möglich abzunehmen.

Samira vor 15 Stunden: @ Fatima: das sollte keinesfalls eine Abwertung sein! Es hat sich hier

bei uns im Alltag als -niemals abwertende- Bezeichnung etabliert. Selbst meine Mutter pflegte uns Mädchen im fortgeschrittenen Alter stets zu sagten „macht es nicht wie ich und lasst euch nicht von euren Männern zum Heimchen hinterm Herd machen; früher war das anders aber heute habt ihr alle Möglichkeiten“. Sie hätte früher gern Bäcker gelernt weil sie im Haushalt einer Bäckerfamiilie „in Stellung“ war. Aber das erlaubten die Eltern nicht weil Mädchen heiraten und Kinder haben müssen. Der Mann geht arbeiten und die Frau ist für den Haushalt zuständig. Heute sind die Zeiten Es gibt Frauen die vollends zufrieden sind mit Kinder Erziehung, Haushalt und keinen Drang zur Karriere haben. Wenn das finanziell passt und die Frau glücklich ist, warum nicht. Nur heute KANN eine Mutter mit Kind Dank Kita etc. Wenn sie will, arbeiten gehen. Bei uns wird jetzt die 4.!!! katholische Kita gebaut weil Plätze fehlen und die Warteliste extrem lang ist. Die jungen Mütter gehen fast alle arbeiten.

Fatima 1713 vor 26 Stunden: @Samira

Finde den Fehler: Schön, wenn es für Sie so gepasst hat, aber allein der Ausdruck "Heimchen hinterm Herd" zeigt Ihre Überheblichkeit, die Hausfrauen gegenüber einfach nicht angebracht ist.

Samira vor 30 Stunden: @ SarahK : Ich würde auch heute nach 40 Jahren wieder genauso handeln

Als Heimchen hinterm Herd“ zu Hause bleiben hätte weder mir noch unserem Kind gut getan .Ich hatte lange kostenintensiv studiert und wollte das Erlernte dann selbstverständlich in der Praxis anwenden. Mein Mann und ich hatten einen klar strukturierten Lebensplan und waren mit Fleiß und viel Verzicht endlich da angekommen wo unser Studium sich auszahlen sollte. Wir hatten ein Eigenheim gebaut, genossen es, endlich nicht mehr auf den letzten Pfennig gucken zu müssen. Die Tagesmutter war DER Glücksgriff unseres Lebens! Unser Kind lernte so vieles was wir in der Form als Einzelkind nie hätten geben können! Noch heute ist es eng mit der Tagesmutter ganz eng verbunden. Mehr als 1 Kind war nie der Plan. Wir kommen aus kinderreichen Familien und es war uns Beiden sofort klar, dass wir das niemals wollen. Und es ist scheinbar gut gewesen, denn wir haben auch nur 1 Enkelkind. Heute in Zeiten von Krippe und Kita kann jede Frau sich ohne Probleme frei entscheiden.

Samira vor 2 Tagen: Das Thema Hausfrau wird stets heftig diskutiert

Als wir geheiratet haben, waren wir nach vielen anstrengen Jahren, endlich in hochdotierten Positionen angekommen. Dann meldete sich Nachwuchs an. Schnell war klar, dass weder ich noch mein Mann zu Hause bleiben. Beide Großeltern noch im Berufsleben. Vor 40 Jahren war das Thema Kita oder Tagesmutter noch nicht so ausgebaut wie heute. Per Annonce haben wir eine junge dreifach Mutter gefunden die zu Hause war und gern durch die Tätigkeit als Tagesmutter etwas Geld Verdienen wollte. Nach dem gesetzlichen Mutterschutz kam unser Kind von 08 bis 17 Uhr dort in die Familie und es war ein Glücksgriff. Mit 3 dann morgens in die Kita und nachmittags Tagesmutter. Zur Grundschule habe ich meine Stunden reduziert, aber ab weiterführende Schule dann zu Vollzeit zurück. Es hagelte Kritik ohne Ende - aber heute sind meine Nachbarskinder alle ab 1/2 Jahr in der Kita und die jungen Mütter gehen arbeiten. Unser Enkelkind ist in Berlin mit 1 Jahr in die Kita bis 16 Uhr.

SarahK vor 2 Tagen: Es ist ein schweres Thema

Ich finde man kann als Hausfrau und Mutter genauso undemütig sein wie als Managerin oder in jeder anderen Berufung. Es ist ja immer hypothetisch aber ich habe mich auch letztens gefragt ob ich nochmal alles genauso machen würde. Wir erfuhren, dass wir nur ein Kind bekommen konnten beim Kaiserschnitt. Mein Arbeitgeber wollte mich wieder haben, so führte ich meine Karriere fort. An manchen Tagen mit Demut an anderen weniger und manchmal auch mit Genervtheit. Aber meine Tochter und Ihre Erziehung im Glauben kam immer an erster Stelle und auch jetzt entschuldige ich mich aus jedem Meeting wenn sie anruft und sei es weil sie wissen möchte ob sie eine heiße Pfanne, die sie auf Plastik gestellt hat noch benutzen kann. Ich muss zugeben bei meinem Mann gehe ich erst beim zweiten Anruf dran wenn ich in einem Meeting sitze. :-) Aber unterm Strich glaube ich ist es die Liebe die zählt egal in welcher Berufung.

girsberg74 vor 2 Tagen: Wie wahr, doch kaum zu verkaufen;

bleibt nur, offen zu sein, um eine Erfahrung zu verstehen.

persona vor 2 Tagen: Dazu ein passender Witz zu Karneval, ja?

Eine Hausfrau stirbt und kommt an die Himmelspforte. Sie stellt sich in der Warteschlange an und beobachtet: vor ihr ein Mann, der ist Professor Doktor und wird reingewunken. Ein anderer ist Direktor Doktor und wird durchgewunken. Eine Frau ist Lehrerin an einer höheren Schule und wird reingewunken. Jetzt ist sie dran. Petrus fragt: "Und wer bist du? Was hast du in deinem Leben gut gemacht?" Da wird die Hausfrau ganz klein und sagt kleinmütig:"Ich habe zuhause immer nur versucht, gut zu kochen, damit die Familie zuhause zufrieden ist" Petrus bekommt ganz große Augen, dreht sich um zu den Engeln und Heiligen im Himmel, dreht sich wieder zur Hausfrau und ruft laut: "SOFORT REINKOMMEN! GUTE KÖCHE WERDEN HIER DRINGEND GEBRAUCHT"

Paddel vor 2 Tagen: Halleluja

Dieser Artikel ist Balsam für meine "(Hausfrauen)seele.

Nur "Stille" bei einer Horde Kinder? Eher ist das die große Sehnsucht. Zumindest bei mir:)

Einsamkeit in dem Sinne, dass man wenig Zeit hat im Alltag sich mit Gleichaltrigen auszutauschen.

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