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Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten

vor 36 Stunden in Deutschland, 27 Lesermeinungen
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Crash der "deutschen Theologie" hat begonnen - Studentenzahl im Vollstudium hat sich innerhalb von sechs Jahren mehr als halbiert - Johannes Hartl: "Wer heute Theologie studiert, möchte seinen Glauben vertiefen, nicht dekonstruieren"


Bonn (kath.net/gem/rn) Die katholische Theologie in Deutschland steckt in einer tiefen Krise. Dies zeigen akktuelle Zahlen des „KNA-Hintergrunds“. Die Zahl der Studenten im klassischen Vollstudium hat sich innerhalb von nur sechs Jahren mehr als halbiert. Besonders die großen staatlichen Fakultäten kämpfen mit einem massiven Teilnehmerschwund. An den staatlichen Fakultäten sank die Zahl der angehenden Volltheologen von einst 2.206 auf nur noch 1.043 – ein Minus von über 50 Prozent. Der Standort Münster stürzt von 1012 auf 444 ab. München ging von über 250 auf ca. 100 Studenten zurück. Nur der Standort Augsburg konnte sich mit 73 Studierenden stabil halten. Die neu aufgebaute Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) konnte ihre Zahlen von 46 auf 82 fast verdoppeln.

Der bekannte Augsburger Theologe Dr. Johannes Hartl, Gründer des Augsburger Gebetshauses, Buchautor und gefragter Konferenzredner, kommentiert dazu: „Die meisten theologischen Fakultäten an staatlichen Unis leeren sich. Augsburg stabil, neue Kölner Hochschule für Katholische Theologie und Heiligenkreuz steigend: wer heute Theologie studiert, möchte seinen Glauben vertiefen, nicht dekonstruieren.“



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Lesermeinungen

discipulus vor 8 Stunden: @Mensch#17, @lamwool: Mathematik und Theologie

Der Vergleich ist gar nicht so weit hergeholt. Zunächst einmal, @lamwool, ist Mathematik keine Natur-, sondern eine Geisteswissenschaft, in der Naturgesetze keine Rolle spielen. Die Mathematik geht von Axiomen aus wie die Theologie von Glaubenswahrheiten ausgeht. Der große Unterschied ist natürlich, daß die Axiome der Mathematik von der menschlichen Vernunft (allerdings: keineswegs beliebig!) gesetzt werden, die Glaubenswahrheiten hingegen von Gott offenbart werden. Und natürlich gilt dieser Vergleich nur für die Dogmatik, in den historischen, biblischen und praktischen Disziplinen ist das so nicht zu vergleichen.

Hardenberg vor 8 Stunden: Klerus

Also Jesus hat den Klerus sicher nicht erfunden. Den Begriff - und die Sache - gibts auch schon im Alten Testament, nämlich seit Levitikus.

SalvatoreMio vor 10 Stunden: Petrus Canisius!!!

Danke@Tante Ottilie! Ganz genau - das ist der, der besonders wichtig war und nicht vergessen werden sollte, besonders jetzt nicht!

discipulus vor 10 Stunden: Zahlen

Wenn man die Zahlen nur etwas länger betrachtet, ist der Einbruch noch dramatischer. Zumindest an der süddeutschen Universität, an der ich studiert und gearbeitet habe, gab es zwischen 2013 und 2015 bereits einen Einbruch um ca. ein Drittel. Wenn man das mit den neuen Zahlen kombiniert, ergibt sich in zehn Jahren ein Schwund von ca. 66%.

Leider ist auch nicht nur die ideologische Richtung ein Problem, sondern auch die Niveaulosigkeit der Ausbildung. Als Physiker und Mathematik war ich damals entsetzt zu sehen, wie niedrig das intellektuelle Niveau und der Anspruch im Theologiestudium ist.

Tante Ottilie vor 13 Stunden: @SalvatoreMio - Petrus Canisius!

Er ist der große jesuitische Rekatholisierer Deutschlands, wird auch als 2. Apostel der Deutschen bezeichnet.

Ist aber mit seinen Verdiensten zu Unrecht heute kaum mehr bekannt.

SalvatoreMio vor 15 Stunden: Rekatholisierung

@Mensch#17: Danke! Ich suchte kürzlich vergeblich Missionare nach der Reformationszeit, zu denen man gewiss den Jesuiten Friedrich Spee zählen darf.

SalvatoreMio vor 15 Stunden: Kerlus-Klerus

Lieber@Versusdeum! Wie gut, dass der Theologe den "Kerlus" erwähnt hat. So hat man etwas zum Schmunzeln! Vielleicht dachte er dabei auch an die "Kerle", die ihm beim Studium den letzten Nerv rauben. - Herzlichen Dank Ihnen. Diese Erleuchtung hätte ich selbst haben müssen!

Tante Ottilie vor 24 Stunden: @Mensch#17 - Dieser Hinweis von Ihnen ist mir besonders wertvoll:

"Dank an Kardinal Wölki und seinen Einsatz für die KHKT!"

Steve Acker vor 24 Stunden: vor ca. 30 Jahren war ich

auf einer Diskussionsveranstaltung mit Bischof Spital (Trier)
Es kam auch die Rede auf die katholische Akademie.
eine Teilnehmerin sagte:
Wer auf der katholischen Akademie einen Kurs belegt, ist danach seinen Glauben los.

USCA_Ecclesiam vor 25 Stunden: Tübingen sofort dichtmachen!

Junge Menschen in diesem linksextremen Moloch "Theologie" (oder was immer das dort sein soll) studieren zu lassen, ist unveranwortlich.

Versusdeum vor 26 Stunden: Die hier berichteten Aussagen

von Professoren / Dozenten gegenüber Studenten / Priesteramtskandidaten kann man nur tätigen, wenn man entweder das neue Testament nicht gelesen hat oder es für ein Märchenbuch hält. In beiden Fällen ist man ungeeignet, Schüler, Theologen oder gar angehenden Priesternachwuchs unterrichten. Kannte einen Priester, dem im Seminar kurz nach dem II. Vaticanum gesagt wurde: "Sucht Euch eine Freundin, der Zölibat fällt eh bald". Skrupellose Kirchenpolitik auf dem Rücken der Betroffenen.

Versusdeum vor 26 Stunden: Liebe @SalvatoreMio

@T.L.D hatte offensichtlich etwas zu hektisch getippt: "Kerlus" meint offensichtlich "Klerus"

Psalm1 vor 27 Stunden: @SalvatoreMio

"Clemens von Rom hat den Kerlus erfunden"
Sehr geehrter@T.L.D: Ich weiß beim besten Willen nicht, was das bedeutet!"

Lassen Sie mich raten. „Kerlus“ ist die lateinische Bezeichnung für einen richtigen Kerl. Und Kleriker sind nun mal wahrhaftig richtige Kerls … und nicht nur eine Erfindung des Clemens von Rom.

Mensch#17 vor 28 Stunden: Inquisition ...

Hallo @lamwool!
Naja zum einen ginge es mir darum aufzuzeigen wie absurd die "theol. Wissenschaft" so mancherorts betrieben wird. Und da ich auch mal mehr mit der Mathematik zu tun hatte, lag mir dieses Beispiel nahe.

Ein anderes: Hexenverbrennung und Inquisition - da muß man einiges wissen:
Hexenerbrennung sind eine Sache, die vor allem vom Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit im christlichen Kontext auftaucht und war dann schon irgendwie etwas neueres. Im ersten Jahrtausend gab es das nicht, und hätte die Theologie von vorne herein so sauber gearbeitet, wie Friedrich Spee v.L. SJ, dann hätte es nicht so schlimm kommen müssen!
Die Inquisition dagegen ist ein wichtige und logische Neuerung, denn es durfte keine Verurteilung mehr ohne Befragung geben, was vorher nicht selbstverständlich war. Das gehört aber zur Justiz.
Am besten mal bei Manfred Lütz - "Der Skandal der Skandale" nachlesen oder als Hörbuch anhören. Er bringt es schnell und gut auf den Punkt - auch für Nichttheologen.

lamwool vor 30 Stunden: Birne und Ä..

@Mensch#17: Ihr Vergleich hinkt schon ein wenig, wenn Sie schreiben:
'"kritische Geister", die nicht am althergbrachten festhalten wollen'. Waren zB. die Inquistion und die Hexenverbrennungen ua. nicht auch althergebracht und wurden dann (Gott sei Dank) abgeschafft. Ja, ich weiss, das hinkt auch. Eben. Und genau so hinkt der Vergleich mit der Mathematik, welche in sich die Naturgesetze beinhaltet.
Mit diesen lässt sich vieles beweisen, ABER wer diese erschaffen hat.. Genau, der Schöpfer.
Es geht hier, wie so oft in diesen Diskussionen um die Frage, sind die Beschlüsse, Regeln, von Menschen gemacht, ewig und unfehlbar. Ich meine Nein. Ohne dass der Glaube an den Himmlischen Vater in Frage gestellt wird!!

naiverkatholik vor 30 Stunden: Pro KHKT.....

@gandalf @T.L.D.

Empfehlung:In Köln beim Wölki

Versusdeum vor 30 Stunden: @T.L.D

Und ich dachte immer, Klerus und dessen Weihe hätte ein gewisser Jesus von Nazareth "erfunden", indem er seine Apostel berufen und mit entsprechenden göttlichen Vollmachten ausgestattet hatte ("Tut dies [das ist mein Leib .... Das ist mein Blut] zu meinem Gedächtnis", "Wem Ihr die Sünden nachlasst, dem sind sie nachgelassen..." usw.
Hatte auch einen atheistischen ("historisch-kritischen") Reli-Lehrer. Solche Irrlehren, die den katholischen Glauben in seinem Kern zerstören, würden Sie in Wigratzbad höchstens hören,wenn es um Argumente dagegen geht.

SalvatoreMio vor 31 Stunden: "Clemens von Rom hat den Kerlus erfunden"

Sehr geehrter@T.L.D: Ich weiß beim besten Willen nicht, was das bedeutet! Vielleicht gibt es den Begriff in Norddeutschland nicht!? - Und Sie hörten im Theologiestudium: "Die Weihe gab es damals ja gar nicht". Die Lehrpersonen müssten sich dringend mit Exegese und Kirchengeschichte befassen. - Ihre unangenehmen Erfahrungen können sich am Ende aber für die Praxis als "wertvoll" erweisen. - Ein Priester sagte mir vor nicht langer Zeit: "Theologie studieren in Deutschland geht nicht, wenn man gläubig bleiben will!". - Gottes Segen Ihnen für die Zukunft!

Fink vor 31 Stunden: "Jesus hatte nicht die Absicht, eine Kirche zu gründen" -

nur ein Beispiel, was man so im Theologie-Studium zu hören bekommt. Aber das ist nichts Neues, das war schon vor 30 und 40 Jahren so !
Wer ein Theologie-Studium ohne Schaden überstehen will, der braucht schon VORHER einen robusten Glauben (und ein gutes Glaubenswissen!).

Steve Acker vor 33 Stunden: Dazu passt dass in vielen Diözesen

etliche Pastoral-Stellen unbesetzt sind.
Ich weiss noch Zeiten vor 30 Jahren da waren Theologie-Absolventenn froh wenn sie eine Stelle bekamen.

Heute kann sich jemand der Pastoralreferent werden will, aussuchen wo er hingeht.

Hardenberg vor 34 Stunden: Ausgerechnet in Passau

aber nicht.

T.L.D vor 34 Stunden: Theologiestudent hier!

Ja, so ist es leider. Ich bin 2024 konvertiert und wusste direkt, dass ich der Kirche Gottes zukünftig dienen will, weiss aber noch nicht ganz wie. Im Theologiestudium hört man Sachen wie "Clemens von Rom hat den Kerlus erfunden" und "Die Weihe gab es damals ja gar nicht". Bis zum Bachelor halteich es wohl noch aus, danach geht as aber wahrscheinlich ab nach Wigratzbad!

Gandalf vor 36 Stunden: Liebe Kinder...

.. ihr dürfts alles studieren, nur nicht Theologie im dt. Sprachraum... ;-) p.s. Sagt vor kurzem ein Freund zu seinen Kindern, der Spruch könnte von mir sein ;-)

Mensch#17 vor 36 Stunden: Schräge Thesen mal in einem anderen Fach gedacht!

Man stelle sich vor, an einer Uni würde der Fachbereich Mathematik Professoren beschäftigen, wie sie an vielen theol. Fakultäten üblich sind. Sagen wir es wären "kritische Geister", die nicht am althergbrachten festhalten wollen und es auch in Frage stellen wollen: Der erste Prof würde lehren, dass 1+2 nicht unbedingt 3 ergeben muß, sondern daß man da flexibel weiter denken müßte. Der nächste würde die Exitens von Zahlen komplett Infrage stellen (außer natürlich bei denen, auf seinem Gehaltszettel). Wieder ein andere möchte feministische Mathematik betreiben oder auch quere Geometrie.
Welche Student, der wirklich Mathematik studieren will (und nicht nur einen Zeitvertreib sucht, um dann Politikre zu werden), würde an dieser Uni noch studieren? Niemanden würde es wundern!

Nur bei der Theologie soll es anders sein?

Ein Exot ist vielleicht noch auszuhalten, aber wenn es mehrere werden?

Dank an Kardinal Wölki und seinen Einsatz für die KHKT!

golden vor 2 Tagen: Dr. Hartl hat recht

,aber den Jüngeren,die nicht so gründlich wie er bisher studiert haben,rate ich zu echten Lehrern des christlichen Glaubens (Hw. Mays Predigten !!!)
Ich tue das deshalb,weil mir bei vielen Gläubigen,auch gläubigen Theologen, die Ignoranz gegenüber nichtcharismatischer Lehre und christlicher Dogmatik aufgefallen ist, und das seit Jahrzehnten.

girsberg74 vor 2 Tagen: Wenn es die Rchtigen trifft, ist das sogar zu begrüßen.

Jörgen vor 2 Tagen: Fruchtlos

Die Blase der Vertreter der "deutschen Theologie" wird zunehmend kleiner.
Warum fällt mir gerade die "Selbstisolation" von Bischof Bätzing ein?

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