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vor 14 Stunden in Prolife, 6 Lesermeinungen
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Wissenschaftler fordern, den Zeitpunkt der Todesfeststellung zu überdenken: dies würde Wiederbelebungsversuche in Krankenhäusern verlängern und den Beginn der Organentnahme verzögern.
Frankfurt a.M. (kath.net) Gemäß einer neuen Studie erinnern sich 40 Prozent der klinisch Toten, die wiederbelebt werden konnten, zutreffend an Ärzte-Gespräche. Auf einer Tagung in Phoenix/USA präsentierte die Wissenschaftlerin Ana Fowler von der Arizona State University Daten, gemäß derer biologische und neuronale Funktionen nach dem Herzstillstand nur allmählich abnehmen. Dabei sei elektrische Hirnaktivität sogar noch Minuten oder sogar Stunden nach dem Herzstillstand messbar. Es handelte sich um die Tagung der American Association for the Advancement of Science (AAAS) vor einigen Tagen, die „Frankfurter Rundschau“ berichtete über diese Ergebnisse.
Die „Frankfurter Rundschau“ schreibt wörtlich: „Wissenschaftler verschoben die bisher als äußerste Grenze des postmortalen Bewusstseins geltende Schwelle deutlich nach hinten.“
Diskutiert wurden bei der Tagung physiologische Erklärungen für die lebhaften Nahtoderfahrungen, die sich offenbar von Träumen bzw. Halluzinationen unterscheiden.
Dieses Thema ist nicht nur spannend, sondern führt zu konkreten Konsequenzen: Mehrere Wissenschaftler argumentierten auf der Tagung in Phoenix, dass Notfallteams die Dauer von Wiederbelebungsversuchen neu bewerten sollten. Außerdem sollten politische Entscheidungsträger den Zeitpunkt der Todesfeststellung vor einer Organspende überdenken. Die bisherigen Ergebnisse lassen vermuten, dass die Grenze zwischen Leben und Tod weit weniger abrupt verläuft könnte als man gemeinhin annimmt.
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girsberg74 vor 2 Stunden: Der sogenannte Hirntod ist kein Tod im biologischen Sinne, es ist eine interessengeleitete Definitio
da sonst wegen Tötung ermittelt werden müsste.
Bei Männern wachst noch der Bart. Alan Shewmon beobachtete an einem Jungen, der über 60 Tage bei Vollausfall des Gehirns an Maschinen weiter lebte, wie bei diesem die Pubertät einsetzte.
Rainer Beckmann hatte in der DT * von einem Versuch in den USA berichtet, – der wohl nicht extra breitgetreten worden sein dürfte -, dass bei einer als „hirmtot“ diagnostizierten Frau eine konditionierte Schweineniere an-/eingesetzt worden war, die bis zum Abbruch des Versuches einwandfrei gearbeitet hatte. (* Komme wegen Programmwechsels gerade nicht an die gespeicherten Dateien.)
Weithin bekannt ist, dass „hirntote“ Schwangere mit geeigneter Unterstützung ihre Leibesfrucht gesund zur Welt bringen können; die Geburt tritt, wie verschiedentlich beschrieben, spontan ein.
Diese Tatsache(n) haben dann Folgerungen für "Leben" und für die Betrachtung von „Leib und Seele“.
KathedraPetri vor 7 Stunden:
Aber das Kriterium für eine Organentnahme ist doch gerade nicht der Herzstillstand, sondern der Hirntod? Bei jedem Erste-Hilfe-Kurs lernt man ja, dass - wenn das Herz nicht mehr schlägt - die Herzmassage hilft, das Leben zu erhalten, bis der Rettungswagen kommt und mit Strom das Herz wieder dauerhaft zum Schlagen bekommen will. Deshalb verstehe ich die Aufregung nicht, da ja gar keiner behauptet, dass der "Herz-Tod" ein Startschuss zur Organentnahme wäre.
Johannes14,6 vor 8 Stunden: Organentnahme bedeutet Eingreifen in den Sterbeprozeß
heißt, die Organe werden Lebenden entnommen.
Darüber sollten sich alle Beteiligten klar sein.
Die Definition "Hirntod" ist zu recht umstritten, sie wurde erst im Hinblick auf die Transplantationsmedizin eingeführt. Der Tod wird u.U. DURCH die Organentnahme herbeigeführt.
Um mehr Spenderorgane zu erhalten, laufen seit Jahren Bemühungen, eine WIDERSPRUCHSREGELUNG einzuführen. M.E. ein unzulässiger Eingriff in die Persönlichkeitsrechte.
ALfA schrieb dazu: Meine Organe gehören nicht dem Staat.
In China und Indien ist Organhandel ein Problem.
Kirchliche Stellungnahmen müßten m. E. überabeitet werden, weil sie die Organspende einseitig befürworten als "Akt der Nächstenliebe", ohne die gesamte Problematik (auch geistlich) zu durchdringen.
Transplantation schafft lebenslange Abhängigkeit von Medikamenten, v.a. Immunsuppressiva.
Aufklärung zum Thema auf der Seite KAO, "Kritische Aufklärung Organspende".
ottokar vor 11 Stunden: Ist es die Seele, die den Körper nicht verlassen will?
5 Minuten nach dem Herzstillstand , d.h. nach Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr zum Gehirn, beginnen sich die neuronalen Aktivitäten des Gehirns zu verringern und erlöschen schliesslich. Dieser Vorgang ist stark abhängig von der Körpertemperatur, wie man aus dem Wiedererwachen von Ertrunkenen gelernt hat, die mehr als 5 Minuten nach dem Untergehen aus sehr kaltem Wasser gerettet und erfolgreich reanimiert werden konnten. Grundsätzlich aber benötigt, im Gegensatz zu nicht neuronalen Geweben, wie Haut oder Muskelgewebe, das Gehirn zwingend Sauerstoff, um zu "überleben".Aus diesem Grund auch ist die rasch einsetzende Therapie bei einem Schlaganfall (wegen ausgedehnter Hirnblutung oder Gefässverschluss) entscheidend für den Funktionserhalt oder die Wiederherstellung der Funktion des Gehirns.
Herbstlicht vor 11 Stunden:
Es scheint doch fast sicher, dass der frühe Beginn der Organentnahme das tatsächliche Motiv ist, die vorzeitige Todesfeststellung festzulegen.
An Herztransplantationen wird verdient!
Mariat vor 12 Stunden: Dass der Gehirntod oft erst später geschieht, weis man doch schon länger.
Als Freunde von mir am Sterbebett ihres jungen Sohnes saßen, beteten, mit ihm sprachen, obwohl das Herz bereits versagt hatte, zeichnete ein EEG seine Gehirntätigkeit noch längere Zeit, Stunden auf. Jedes berühren des Körpers von den Eltern, wurde darauf sichtbar.
Deshalb ist der Herztod nicht der wirkliche Tod!
Die Organentnahme erfolgt aber m.W. bald darauf, da die Organe die entnommen werden sollen, gut durchblutet sein müssen.
Wie also wird durch diese Wissenschaftliche Beweisführung in Zukunft wohl gehandelt werden?
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