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"Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation

vor 12 Stunden in Deutschland, 11 Lesermeinungen
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Alexander Kissler kritisiert auf "NIUS" die "politische Moral" der deutschen Kirchen. Anstatt die Menschen zur Umkehr zu Gott und zur Pflege des Gebetslebens aufzurufen, werde „äußere Betriebsamkeit für linke Zwecke“ eingefordert


Berlin (kath.net/rn) Zum Beginn der Fastenzeit sorgt ein pointierter Kommentar des katholischen Journalisten Dr. Alexander Kissler (NIUS) für Diskussionen. Der bekannte Journalist wirft den großen Kirchen vor, die vorösterliche Bußzeit für politische Zwecke zu missbrauchen, anstatt den Gläubigen Raum für die eigentliche geistliche Einkehr zu bieten. In seinem Beitrag „Kissler Kompakt“ plädiert der Publizist für ein radikales „politisches Fasten“. Die 40 Tage zwischen Aschermittwoch und Karsamstag seien eigentlich dafür gedacht, dass Christen sich in jenen Dingen einschränken, die ihnen im Alltag unverzichtbar erscheinen.

Da die „Kirchensteuerkirchen“ jedoch nichts so sehr liebten wie das Politisieren, wäre laut Kissler eine „politische Enthaltsamkeit“ das einzig wahre Bußwerk. Kisslers Kritik zielt vor allem auf die Inhalte aktueller Hirtenbriefe und kirchlicher Veranstaltungen ab. Er beobachtet eine zunehmende Tendenz, das Evangelium auf die „kleine Münze der politischen Moral“ herunterzubrechen. Anstatt die Menschen zur Umkehr zu Gott und zur Pflege des Gebetslebens aufzurufen, werde „äußere Betriebsamkeit für linke Zwecke“ eingefordert.


So bereiten sich laut Kissler die Kirchensteuerkirchen auf Ostern vor: Im Bistum Aachen lädt man zur Ausstellung „Gut. Katholisch. Queer. – Für eine Kirche ohne Angst“ und erklärt: „Wir müssen weg von der binären Logik.“ Im Erzbistum Bamberg klärt man über „rechte Gefühle“ auf und „Affekte und Strategien des digitalen Faschismus". Der Kommentator findet dabei deutliche Worte: Die Kirchen hätten den eigentlichen „Glauben verlernt“ und würden die spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation ersetzen.

Herr Feige, linker katholischer Bischof in Magdeburg, schreibt in seinem Hirtenbrief vor Ostern, in dem er mit Verweis auf die "Hitler-Diktatur" vor der AfD warnt: "Man könnte auch sagen: 'Gemeinnutz geht vor Eigennutz'." Bekommt er nun Besuch vom Staatsanwalt? Die Parole haben… pic.twitter.com/FyaYwdgkG9

— Alexander Kissler (@DrKissler) February 26, 2026

Für die Kirchen wäre ein politisches Fasten angebracht. Die vorösterliche Bußzeit wäre ideal. Schließlich sollen Christen an den 40 Tagen zwischen Aschermittwoch und Karsamstag sich in jenen Dingen einschränken, die ihnen sonst unverzichtbar erscheinen.

Da die… pic.twitter.com/qHfVXUWg7s

— NIUS (@niusde_) February 26, 2026

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Lesermeinungen

Stefan Fleischer vor 5 Stunden: @ marlin

Was muss noch alles geschehen? Nicht mehr viel, aber das ernsthaft und mit allem nötigen Nachdruck: «Kehrt um zu ihm, Israels Söhne, / zu ihm, von dem ihr euch so weit entfernt habt. (Jes 31,6)

marlin vor 8 Stunden:

Wäre ich ein deutscher Bischof, der um die Zukunft der deutschen Kirche und um das Seelenheil der Gläubigen besorgt ist, hätte ich wenigsten das alles, worüber und wie kath.net berichtet, und die Kommentare der User hier nicht ignoriert.
Das läuft doch schon seit Jahren hier so und so wie es aussieht… ich sage nicht mal es wird nicht „besser“, ich sage: es wird nicht mal anders! Warum nicht? Was muss noch geschehen, damit es wenigstens anders wird?

Versusdeum vor 9 Stunden: Ersatz für die Kirchensteuer?

Neulich verlinkte doch jemand das vatikanische Dokument, das klar besagte, dass nicht jeder Kirchensteueraustritt auch ein Kirchenaustritt ist. Weiß jemand, ob es zu diesem Thema etwas Neues gibt? Rom wird ja allen Gläubigen einen Ausweg anbieten müssen, deren Bischöfe den beim "synodalen Weg" und der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz beschlossenen offenen Glaubensabfall auch bis zum bitteren Ende umsetzen ("a fide catholici defecit").

Versusdeum vor 10 Stunden: @UlmerSpatz

Eine gute Frage. Ich. Eigentlich kann die Morgenröte in Rom (welch eine Wohltat nach all den Wirren!) kein Grund sein, die ganz offen häretisch-defactoschismatischen Abgründe der DBK in ihrem Glaubensabfall auch noch finanziell zu unterstützen (ab welchem Punkt wäre das sogar sündhaft?). Gäbe es Papst Leo nicht, wäre ich angesichts der lokalen Entwicklungen vermutlich schon aus der Kirchensteuer (keinesfalls aus der Kirche!) ausgetreten. Muss das Thema demnächst einmal seelsorglich besprechen.

marlin vor 14 Stunden: @ Versusdeum

All das können und dürfen sich die „Hirten“ der deutschen Kirche nur deshalb erlauben, weil die Katholiken (offiziell) nichts dagegen haben – solange diese (noch) Kirchgänger die konsekrierte Hostie bekommen, ist es denen völlig egal, was die Hirten „predigen“ und solange alle Katholiken Kirchensteuer zahlen, heißt es für die „Hirten“, dass alle mit dem Quatsch, den sie selber verzapfen, einverstanden sind.
Und die Kommentatoren wie wir auf Internet-Portalen werden weder von den „Hirten“ noch von den öffentlich-rechtlichen Medien wahrgenommen. Gläubige Katholiken sind für die deutsche Kirche nicht mal das, was die AfD für die deutsche Politik ist, da sie keinen rechtlich anerkannten Status haben. Für die „Hirten“ der deutschen Kirche zählt nicht das, was im NT steht, oder was die Lehre der Kirche will und sagt, für sie zählt nur das, was sie selber verzapfen.
Woran erinnert mich das bloß ...?

SalvatoreMio vor 15 Stunden: "Kirchensteuerkirche"

@UlmerSpatz: wir alle wurden getauft im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes in die einzigartige göttliche Gemeinschaft, die uns dank der Kirche ermöglicht ist! Darum verstört mich Ihr Begriff, wenngleich er zu verstehen ist. Wir müssen alle daran arbeiten, dass Christi Werk nicht noch mehr verachtet wird, sondern seinen Glanz wiedererlangt. -

Versusdeum vor 15 Stunden: Was will man erwarten von den "Hirten" einer absterbenden

und glaubensmäßig auf dem Zahnfleisch gehenden Teilkirche, die Gott unter anderem ultimativ auffordern, gefälligst endlich auch Frauen zu Priestern zu weihen und die sich als Nachfolger der Apostel selbst abzuschaffen beschlossen haben? DANKE AN Herrn Kissler für die stets treffenden Kommentare zu Kirche und Welt. Wie man diese "Hirten" einzuordnen hat, steht in den Gleichnissen über Hirten und Herden.

Versusdeum vor 15 Stunden: Tja, wer kein ewiges Heil mehr anzubieten hat,

weil er entweder glaubt / verkündet, dass wir sowieso schon zwangserlöst sind* oder schlicht kaum noch etwas biblisch-jenseitiges mehr anzubieten hat, der muss eben Ersatzreligionen anbieten und sich bei den Mächtigen dieser Welt anbiedern. Auch Bischöfe. Auch aus finanziellen Gründen. Und auch auf dem Rücken der Missbrauchsopfer, deren (mindestens) Wange man mit der Homosexualisierung der Kirche nochmals hinhält.
* Aber warum hat Jesus dann das Hl. Beichtsakrament eingesetzt und immer wieder vor Teufel und Hölle gewarnt?

UlmerSpatz vor 15 Stunden: Frage

Wer ist noch Mitglied in dieser Kirchensteuerkirche und unterstützt diese Agenda?

Jothekieker vor 15 Stunden: Wes Brot ich eß

So ganz ohne Gegenleistung gibt es halt keinen Kirchensteuereinzug durch den Staat.

Raspunatz vor 15 Stunden: politische Gastenpredigten

Kloster Maria Laach:
Fastenperdigten 2026 von Angela Merkel, Christian Wulff, Generalmajor Ansgar Meyer.. das ist einfach nur zum weglaufen. Man möchte umbedingt die Gläubigen verjagen!

www.maria-laach.de/aktuelles/nachrichten/die-fastenpredigten-als-podcast-zum-nachhoeren.html

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