
Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp

2. März 2026 in Chronik, 13 Lesermeinungen
Artikel versenden | Tippfehler melden
Leo XIV.: "Das Entscheidende am Glauben ist nicht, ob man an Gott glaubt oder nicht, sondern dass man nach ihm auf der Suche ist".
Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Nach Ansicht von Papst Leo XIV. ist nicht der Glaube an Gott selbst entscheidend, sondern die Suche nach ihm. Wie das Portal "Vatican News" berichtete, antwortete der Papst in seiner Kolumne in der italienischen Zeitschrift "Piazza San Pietro" auf einen Leserbrief aus Süditalien. Der Verfasser bezeichnete sich darin als "Atheist, der Gott liebt".
Wörtlich schrieb der Papst: "Das Entscheidende am Glauben ist nicht, ob man an Gott glaubt oder nicht, sondern dass man nach ihm auf der Suche ist." In der Suche liege die "Würde und Schönheit" des Lebens, weshalb die richtige Unterscheidung nicht so sehr jene zwischen Gläubigen und Ungläubigen sei, sondern zwischen denen, "die Gott suchen, und denen, die ihn nicht suchen".
Die Kolumne des Oberhaupts der katholischen Kirche war am Dienstagabend vom Vatikan veröffentlicht worden. Das Magazin "Piazza San Pietro" war anlässlich des Heiligen Jahres 2025 gegründet worden. Bereits Papst Franziskus (2013-2025) hatte darin regelmäßig Leserbriefe beantwortet. Leo XIV. führt diese Tradition fort.
Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!
Hebi 3. März 2026: @Philip Neri
Ja, das ist sicher richtig. Es bezieht sich auf was ich (wohl zu schwammig) mit „Startpunkt“ meinte. Alles, was wir in unserer Begrenztheit in diesem Leben fassen können (und mehr als das) ist durch das Evangelium offenbart worden. Es gläubig als Wahrheit anzunehmen und danach zu Leben genügt. Dennoch bleiben wir notwendig immer in Bildern und Vorstellungen verhaftet. Daher auch die ewig nicht endenden Streitereien und divergierenden Ansichten in der Geschichte der Kirche. Wir „schauen“ eben noch nicht unmittelbar. Insofern ist auch im treuen Glauben ein „Suchen“ mit eingeschlossen.
Stefan Fleischer 3. März 2026: @ Wirt1929
Ja, es ist eine Frage, was man konkret unte suchen versteht. Wenn die Suche nah Gott in der Hoffnung, ja im Vertrauen statfindet, dann kann man dies wahrhaft Suche nennen. Wenn sie aber darin besteht, die Zeifel zu rechfertigen, wird es problematisch. Dehalb spreche ich lieber von Gott wahrnehmen. Hier wird die Existenz Gottes nicht in Frage gestellt, sondern nach WEgen aus der eigenen Blindheit Gott gegenüber gesucht.
chriseeb74 3. März 2026: In diesem Zusammenhang noch ein Zitat von
der hl. Edith Stein (Sr. Teresia Benedicta a Cruce):
"Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht."
Wirt1929 2. März 2026: Lieber@Stefan Fleischer
Ist Ihre Wahrnehmung nicht dennoch die von Papst Leo XIV benannte Suche nach Gott? Beim Nachdenken über die eigene Beziehung zu Gott stelle ich für mich immer wieder fest, auf der Suche zu sein. Unser irdisches Leben, von manchen auch als Pilgerfahrt bezeichnet, ist für mich dieser Such-Weg. Christus ist dabei unsere Stütze und Halt. Bei allen erkennenden Wahrheiten des Evangeliums bleibt doch immer noch eine gewisse Rest-Unruhe. Der heilige Augustinus sagt es: Unruhig ist mein Herz, bis es Ruhe findet in Dir. So auch habe ich zumindest den heiligen Vater verstanden. Auch Ihr Einwand stimmt mich nachdenklich. Danke dafür!
Philip Neri 2. März 2026: @Hebi
Der Glaube ist eine Verwirklichung {O. Zuversicht, o. feste Überzeugung.} dessen, was man hofft, eine Überzeugung {O. ein Überführtsein.} von Dingen, die man nicht sieht. Denn in diesem {D.h. in der Kraft dieses Glaubens.} haben die Alten Zeugnis erlangt. Hebr 11:1-2
Adolf Hümmer 2. März 2026: Wer sucht, der findet
Aber ein überzeugter Atheist glaubt fest, dass es keinen Gott gibt. Darum wird er Ihn wohl auch nicht suchen. Ein Agnostiker hingegen kann sehr wohl ein Gottsuchender sein. Alle Menschen können aber die Wahrheit und die Liebe suchen. Gott ist ja die Wahrheit und die Liebe. Wer aufrichtig sucht und immer auch zur Umkehr bereit ist, wird gewiss einmal Gott finden.
sites.google.com/view/ewige-liebe-nur-in-gott/startseite
Stefan Fleischer 2. März 2026: Got suchen
Für mich ist diese Aussage irgendwie missverständlich. Wahrscheinlich hat das Wort suchen für mich eine etwas andere Bedeutung als für unseren Heiligen Vater. Ein Aphoristiker schrieb einmal: «Viele Menschen suchen Gott aus lauter Angst, ihn zu finden.» Der gleiche Autor ergänzte dann: «Man braucht Gott nicht zu suchen, man muss ihn nur wahrnehmen, das heisst für wahr nehmen.» In diesem Sinn ist der Glaube ein Willensakt, ein Bemühen, das eine bewusste Beziehung zu Gott schon hier und jetzt zum Ziel hat, und schliesslich einmünden soll in die ewige Gemeinschaft mit Gott in seinem ewigen Heil. Er ist ein Weg, den es zu gehen gilt, selbst wenn er immer wieder durch das finstre Tal des Zweifels und des Versagens führt. Die Taborstunden werden sich auch einstellen. Doch solange wir hier auf Erden sind, werden wir immer wieder hinabsteigen müssen in jene Realität, die den Weg nach Golgota nicht ausschliesst, aber auch die Gewissheit der Auferstehung schenkt.
Bene16 2. März 2026: Glaube rettet
Ich will mein Leben lang Den suchen, Der mich schon immer geliebt und in der Taufe als Sein Kind angenommen und zu einem Glied Seiner heiligen Kirche gemacht hat.
Ihn - unseren Herrn und Gott- bekenne ich im Glaubensbekenntnis und versuche, Ihn (so gut ich kann) durch mein Leben zu bezeugen.
Hebi 2. März 2026: Was bedeutet glauben eigentlich?
Letztlich, dass man sein Dasein dem Allmächtigen übergibt. Aber wie geht das ? Was erwartet Er ganz persönlich von mir? Was ist sein Wille? In Christus haben wir ein Vorbild, einen greifbaren „Startpunkt“. Trotzdem bleibt Gott immer auch „der ganz andere“, unvorstellbar in seiner Größe und Erhabenheit. Hier gibt es von uns aus kein „Besitzen“, sondern eine stets andauernde Bemühung um Annäherung. Mir scheint, das ist das „Suchen“, von dem hier die Rede ist. (Man müsste den kompletten Text kennen).
Walahfrid Strabo 2. März 2026:
Ich komme mit suchenden Atheisten oder auch Agnostikern oftmals deutlich besser zurecht als mit einer gewissen Sparte von Berufskatholiken, die den Glauben verwässern und nur Verwirrung stiften.
gebsy 2. März 2026: s u c h e n
Hat die Gottsuche mit Umkehr zu tun?
SalvatoreMio 2. März 2026: Vom Suchen allein wird man nicht satt!
Der Mensch ist ständig am Suchen. Doch das Suchen muss auch Erfolg haben! Angelus Silesius antwortet darauf mit Lied Nr. 358,4: "Ich lief verirrt und war verblendet, ich suchte dich und fand dich nicht; ich hatte mich von dir gewendet und liebte das geschaffne Licht. Nun aber ist's durch dich geschehn, das ich dich hab ersehn".
marlin 2. März 2026: Klartext
Jesus Christus:
„Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!
Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“ (vgl. Mk 16,15 -16)
Die Argumentation von Blaise Pascal in seiner „Wette“ (Pascalschen Wette):
„Wenn Du an Gott glaubst, aber Gott existiert nicht, so verlierst Du nichts - aber wenn Du nicht an Gott glaubst, und Gott existiert, so wirst Du in die Hölle geworfen. Deswegen ist es dumm, nicht an Gott zu glauben"
Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz