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Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen

vor 3 Tagen in Deutschland, 23 Lesermeinungen
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Die Eintrittsgebühr wird außerhalb der Gottesdienstzeiten erhoben werden – Möglicherweise wird dadurch auch die Besucherzahl in den Dom sinken.


Köln (kath.net/pl) Touristen sollen sich künftig an den immensen Instanthaltungskosten und gestiegenen Personalkosten für den weltberühmten Kölner Dom mitbeteiligen. Dazu wird ab Juli außerhalb der Gottesdienstzeiten eine Eintrittsgebühr verlangt werden. Die Höhe des Eintrittsgeldes wurde noch nicht bekannt gegeben. Darüber berichteten der WDR und weitere deutschsprachige Medien. Die Eintrittsgebühren für die Turmbesteigung und den Zugang in die Domschatzkammer waren bereits im vergangenen Jahr erhöht worden, hat aber möglicherweise doch nicht genug Geld eingebracht. Verantwortliche vermuten, dass durch das geplante Eintrittsgeld auch die hohen Besucherzahlen etwas sinken könnten.


Nach Darstellung des WDR hatte das Domkapitel bisher Eintrittsgelder für den Dom abgelehnt, obwohl in anderen Weltkirchen teilweise Eintrittspreise bereits üblich sind.


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Lesermeinungen

KMG vor 22 Stunden:

Im Wiener Stephansdom ist etliches frei zugänglich, so das nördliche Seitenschiff bzw. der Frauenchor bis zum Querschiff und natürlich der Eingangsbereich nahe dem Riesentor unter der Orgelempore bis zum hinteren Gitterabschluss zwischen Maria-Pötsch-Altar und Kreuzkapelle mit den Beichtzimmern bzw. der Eligiuskapelle. D.h. von dort aus ist der Dom durchaus gut "zu sehen" - und die Beter vor dem Maria-Pötsch-Altar sind ein oft nachdenklich stimmendes Zeichen für Touristen. Eintritt ist zu den übrigen Bereichen mit der Kanzel, dem Friedrichsgrab, der Dienstbotenmuttergottes etc. zu bezahlen - eine Lösung, die sich zu bewähren scheint, da sich der touristische "Lärm" in Grenzen hält.

chorbisch vor 2 Tagen: @ Patroklos

Dem zweiten Satz in Ihrem Beitrag stimme ich zu. Aber dann müssten Sie an Kardinal Woelki schreiben, warum er die nötigen Mittel nicht zur Verfügung stellen lässt. Das Erzbistum Köln gehört meines Wissens zu den wohlhabendsten Diözesen in Deutschland.

Aber warum die Erhebung eines Beitrags von Leuten, die das Haus Gottes nur aus kunsthistorischem oder touristischem Interesse besuchen, dieses in eine "Räuberhöhle" verwandelt, da wäre ich für eine Erläuterung dankbar.

goll vor 3 Tagen:

Die Problematik ist mir bekannt. Unsere Kirche liegt in einem 'touristischen Hotspot' und in den Sommermonaten laufen da auch tagtäglich Hundertschaften durch. Und während Gottesdiensten steht auch ein Hinweisschild vor der Kirchentür, was aber (selbstverständlich) nicht beachtet wird. Da musste der Pfarrer schon manchmal den Gottesdienst unterbrechen, um die Touristen wieder hinauszukomplimentieren. Der Küster stöhnt über den ganzen Dreck, den die Touristen in die Kirche schleppen. Teilweise wurde auch schon in die Ecken und ins Weihwasserbecken uriniert. Wir haben zumindestens überlegt, ob man von den Reiseveranstaltern oder der Tourist-Info nicht einen Obolus zur Kirchenreinigung erbitten sollte. Denn schliesslich verdienen diese Geld mit den Führungen.

In englischen Kathedralen sind Eintrittsgelder schon seit vielen Jahren Usus, wohl auch, weil dort praktisch keine staatlichen Mittel zum Kirchenerhalt fliessen. Auch der Stephansdom in Wien nimmt 8 € Eintritt.

www.stephanskirche.at/toursWhileCorona.php

ThomasR vor 3 Tagen: @Patroklos

allein an ZdK jedes Jahr eine Spende aus den Kirchenstuermitteln iin Millionenhöhe seitens der DBK (ohne jegliche Verpflichtung, bei ZdK fehlt demokratische Legitimierung es ist ein privates Verein, registriert am Amtsgericht Paderborn)

rosenstaedter vor 3 Tagen: Zahlen mit Euro-Münzen oder per APP?

Der Zugang zu den Gottesdiensten oder dem mehr oder weniger stillen Gebet kostet ja nix!

Gut, wenn während den Gottesdiensten oder Andachten keine ungläubigen Touristen durch den Dom wandeln, um sich im Selfie in gutes Licht zu blitzen!

Patroklos vor 3 Tagen: Unfaßbar!

Man sollte ein Haus Gottes nicht zu einer Räuberhöhle machen.
Die Kirche in Deutschland ist eine der reichsten weltweit. Es fehlt nicht an Geld, die vorhandenen Mittel werden nur falsch eingesetzt.

Stephaninus vor 3 Tagen: Unschön, aber

In Zeiten eines überbordenden Massentourismus mit oft respektlosen Folgeerscheinungen bleibt wohl keine andere Möglichkeit mehr. Ich hoffe einfach, dass jene Menschen, die den Gottesdienst besuchen, danach auch frei den Kirchenraum besichtigen dürfen. Allenfalls ist aber auch das ein logistisches Problem.

anjali vor 3 Tagen: Frei zugänglich

In Rom sind (oder waren ?) so viel wie ich erlebt habe, alle Kirchen frei zugänglich. Auch der Petersdom.Wo auch sehr viele Turisten kommen.Natúrlich gibt es Eingangskontrolle. In Deutschland hat man doch Kirchensteuer?Wofür benützt man das viele Geld?

ThomasR vor 3 Tagen: ich sehe es nicht gerechtfertigt

bzw, dass die amtskirche in Deutschlnd angeblich synodale (gegensynodale?) Kirche fordert, dann wären hier wenigstens die Gläubigen per eine Umfrage zu fragen, ob sie sich Kircheneitritt als zusätzliche Abgabe nach der Krichensteuer wünschen.
Bis dato galt in Deutschland nur Sakramente gegen Kirchensteuer
Die Worte Jesu aus dem Johannesevangelium bekommen in Köln ein neues Gesicht eines Zöllners an der Eingansgtür
Johannes 1, 39): Als zwei Jünger Johannes des Täufers Jesus fragen, wo er wohnt („Rabbi, wo wohnst du?“), antwortet Jesus nicht mit einer Adresse, sondern sagt: „Kommt und seht“. Sie gehen mit ihm, sehen seine Wohnung und bleiben den Tag über bei ihm.

chorbisch vor 3 Tagen: @ Veneter

Ich denke, die Japaner stehen hier stellvertretend für die vielen Touristengruppen, die bei ihren Reisen durch ein Land "auch mal eben" den Kölner Dom besuchen und da aufgrund der knappen Zeitpläne Veranstalter oft ziemlich zügig "durchgetrieben" werden.

Das Problem gibt es nicht nur in Köln, in Paris wurde vor dem Brand von Notre Dame diskutiert, die Besucherzahl zu begrenzen, um die Schäden durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit zur verringern.

Es könnten aber auch manche Bischöfe da was tun.

Vor Jahren war ich bei der Einführung des damals neuen Mainzer Dompredigers anwesend. Während des Gottesdienstes war der Dom nicht geschlossen, also latschten Touris ungerührt plaudernd im Kirchenschiff herum.

Domschweizer waren zwar anwesend, aber die ehrwürdig wohlbeleibten Herren legten offenbar mehr Wert darauf, an den Zugängen zum Altarraum zu posieren, wo sie alle gut sehen konnten, anstatt an den Türen auf Posten zu stehen und ihres Amtes zu walten.

SarahK vor 3 Tagen: Ich finde es auch gut

und kenne es besonders aus dem Ausland und hatte noch nie Probleme wenn ich „nur“ zum Gebet in ein Kirchengebäude wollte. Meistens muss man auch nicht anstehen sondern kann vorbei gehen oder darf durch eine andere Tür, den „Ausgang“ rein etc

AngelView vor 3 Tagen: Falsche Haltung: Eintritt konsequent

Da die meisten Besucher, um die es dabei geht, den Dom nicht Kirche, also liturgischen Raum, als Wohnung Gottes unter den Menschen sieht, sondern als Museum und sich auch entsprechend verhält bzw. sich nicht zu benehmen weiß, ist es nur konsequent, dass "Museumsbesucher" auch Eintritt bezahlen wie in allen anderen Museen auch. Im Vergleich zu den Gottesdienstbesuchern erzeugen sie auch deutlich mehr Dreck und brauchen Aufsicht.
Und das Modell ist nicht neu. Das gibt es auch in anderen "Museums"-Kirchen im In- und Ausland.
Kulturelle Bildung und Genuss kosten halt Geld.

Cejazar vor 3 Tagen: Wahrscheinlich gehört nur noch eine Minderheit der Touristen der katholischen Kirche an

In der heutigen Zeit dürfte nur noch eine Minderheit der Touristen, die den Kölner Dom besichtigen, der katholischen Kirche angehören.

Aus diesem Grund halte ich ein Eintrittsgeld für gerechtfertigt.

In anderen Ländern habe ich die Erfahrung gemacht, dass für Besichtigungen ein Eintrittsgeld erhoben wird, Betern allerdings freier Zugang zum Allerheiligsten bzw. zum Besuch von Messen und Gottesdiensten gewährt wird. Dort gibt es Angestellte oder Domschweizer, die dies kontrollieren und denen man sein Anliegen vortragen kann.

Bei gut ausgewählten Kontrollpersonal sollte es keine Unstimmigkeiten geben.

Veneter vor 4 Tagen:

Den Kommentar über die japanischen Besucher finde ich unangemessenen und unangebracht.
Diese Leute dürften das kleinste Problem sein.

lakota vor 4 Tagen: @Jothekieker

Genau das war auch mein erster Gedanke.
In meiner Tageszeitung steht, daß der Zutritt für Gottesdienstbesucher und Betende frei bleibt, auch der Zugang zu Opferlichtern und stillem Gebet in bestimmten Bereichen.

Wenn Touristen mit Reiseleitung, die in verschiedenen Sprachen die Sehenswürdigkeiten erklären, mit einem hohen Geräuschpegel durch Kirchen und Dome marschieren, kann ein normaler Gläubiger nicht mehr beten. In einem Museum ist es stiller. Habe ich selbst schon öfter erlebt.

bücherwurm vor 4 Tagen: @KathedraPetri: wie genau interpretieren Sie den Satz im Artikel: "Außerhalb der

Gottesdienstzeiten"? ;)

KathedraPetri vor 4 Tagen:

Was hier im Bericht leider fehlt, was aber anderswo zu lesen war, auch in der Tagesschau gestern gemeldet: Beter und Gottesdienstbesucher haben selbstverständlich weiterhin freien Eintritt.

SalvatoreMio vor 4 Tagen: Eintritt in Kölner Dom

Wenn ich nicht irre, wird er stets überwacht. Irgendwo habe ich gelesen, dass wirkliche Beter weiterhin kostenlosen Zugang haben.

SalvatoreMio vor 4 Tagen: Die Touristen

Sehr selten bin ich in Köln, habe aber bemerkt, dass große Gruppen - oft offenbar aus Japan - eintreten, kurz gucken, und schon geht's weiter zum nächsten Highlight - doch die alten Gemäuer seufzen unter all den Lasten und unseren Ausdünstungen. Ein Obolus ist gerechtfertigt.

Heiligenverehrer vor 4 Tagen: Ablehnung

Ich lehne Eintrittsgelder in Kirchen ab! Es hemmt den geneigten Beter, das Gotteshaus zu betreten!

Hier wäre die Politik gefragt, dem Domkapitel finanziell unter die Arme zu greifen! Es wird auch sonst jeder Mist bezuschusst!

Wilolf vor 4 Tagen: Ich bin mir nicht so sicher, ob ich das gut finden soll:

Einerseits wird der Dom von vielen Besuchern nicht als Gotteshaus besucht, sondern als Museum besichtigt und dadurch eher entweiht. Insofern wäre eine Reduzierung des Besucherstroms gut.
Andererseits finde ich es schön, wenn katholische Kirchen kostenlos offen stehen (war früher bei allen katholischen Kirchen so), damit jeder Gläubige seinen Erlöser im Tabernakel besuchen kann. Wenn jetzt einer irgendwann nachmittags im Dom beten will und abgewiesen wird, weil er kein Geld hat, dann wäre das gar nicht gut.

Jothekieker vor 4 Tagen: Schutz vor Vandalismus kostet halt Geld

Die Wenigsten, die heutzutage eine Kathedrale besuchen, sind sich der Würde des geweihten Raumes bewußt. Wer eine Kathedrale wie ein Museum besucht, soll halt auch wie in bei Museum Eintritt bezahlen.

golden vor 4 Tagen: Endlich !

Ich finde den Eintritt gut.Jede Kirche als Gebäude braucht Unterstützung.

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