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vor 33 Stunden in Aktuelles, 34 Lesermeinungen
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"Angesichts der Veränderungen, die weiterhin Einfluss auf die Familien haben, habe ich beschlossen, im Oktober 2026 die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der ganzen Welt zu versammeln, um im gegenseitigen Aufeinanderhören..."
Vatikan (kath.net) "Angesichts der Veränderungen, die weiterhin Einfluss auf die Familien haben, habe ich beschlossen, im Oktober 2026 die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der ganzen Welt zu versammeln, um im gegenseitigen Aufeinanderhören eine synodale Unterscheidung bezüglich der Schritte vorzunehmen, die unternommen werden müssen, um heute den Familien das Evangelium zu verkünden. Dies soll im Lichte von Amoris laetitia geschehen und unter Berücksichtigung dessen, was in den Ortskirchen bereits getan wird." Das hat Papst Leo soeben in seiner Botschaft zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia (siehe Link) angekündigt.
kath.net dokumentiert die Botschaft von Papst Leo XIV. zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia in voller Länge:
Liebe Brüder und Schwestern!
Am 19. März 2016 hat Papst Franziskus der Weltkirche eine leuchtende und hoffnungsvolle Botschaft bezüglich der ehelichen und familiären Liebe geschenkt: das Apostolische Schreiben Amoris laetitia, Ergebnis eines dreijährigen synodalen Unterscheidungsprozesses, der in das Heilige Jahr der Barmherzigkeit mündete. Am zehnten Jahrestag wollen wir dem Herrn für diese Anregung für das Studium und die pastorale Umkehr der Kirche danken, und ihn um den Mut bitten, den Weg weiterzugehen, indem wir das Evangelium stets aufs Neue in der Freude annehmen, es allen verkünden zu dürfen.
Wie das Zweite Vatikanische Konzil lehrt, ist die Familie »das Fundament der Gesellschaft«, [1] ein Geschenk Gottes und »eine Art Schule reich entfalteter Humanität«. [2] Mittels des Sakraments der Ehe bilden christliche Eheleute eine »Art Hauskirche«, [3] die für die Erziehung und Weitergabe des Glaubens von wesentlicher Bedeutung ist. Dem Impuls des Konzils folgend haben die beiden Apostolischen Schreiben Familiaris consortio von Johannes Paul II. aus dem Jahr 1981 und Amoris laetitia (AL) zu einer doktrinalen und pastoralen Schwerpunktsetzung der Kirche im Dienste der jungen Menschen, der Ehepaare und Familien angeregt.
Auf Grund »der anthropologisch-kulturellen Veränderungen« (AL, 32), die über die letzten fünfunddreißig Jahren stärker geworden sind, wollte Papst Franziskus, dass die Kirche engagierter den Weg der synodalen Unterscheidung beschreitet. Mit seiner Ansprache vom 17. Oktober 2015 während der 14. Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode über die Familie ruft er zu einem gegenseitigen Aufeinanderhören innerhalb des Volkes Gottes auf, »alle im Hinhören auf den Heiligen Geist, den „Geist der Wahrheit“ (Joh 14,17), um zu erkennen, was er „den Kirchen sagt“ (vgl. Offb 2,7)«. Und er präzisiert, dass es nicht möglich ist, »über die Familie zu sprechen, ohne Familien zu Rate zu ziehen und ihre Freuden und Hoffnungen, ihre Leiden und ihre Ängste anzuhören«. [4]
Amoris laetitia sammelt die Früchte der synodalen Unterscheidung und bietet eine wertvolle Lehre, die wir heute weiter vertiefen müssen: die biblische Hoffnung auf die liebevolle und barmherzige Gegenwart Gottes, die es ermöglicht, »Geschichten der Liebe« zu leben, auch wenn man »Familienkrisen« durchlebt (AL, 8); die Einladung, den »Blick Jesu« (AL, 60) anzunehmen und unermüdlich »zum Wachstum, zur Festigung und zur Vertiefung der ehelichen und familiären Liebe« (AL, 89) anzuregen; den Aufruf, zu entdecken, dass die Liebe in der Ehe „immer Leben schenkt“ (vgl. AL, 165) und dass sie gerade in ihrer »begrenzt[en] und irdisch[en]« Art »echt« ist (AL, 113), wie uns das Geheimnis der Menschwerdung zeigt. Papst Franziskus bekräftigt »die Notwendigkeit der Entwicklung neuer pastoraler Methoden« (AL, 199) und »die Erziehung der Kinder [zu] stärken« (AL, 7. Kap.), während er die Kirche auffordert, »die Zerbrechlichkeit [zu] begleiten, [zu] unterscheiden und ein[zu]gliedern« (AL, 8. Kap.), indem sie ein verkürztes Verständnis der Norm überwindet, und »die Spiritualität« zu fördern, »die aus dem Familienleben entspringt« (AL, 313).
Wie ich schon den Jugendlichen sagen konnte, die sich während des Heiligen Jahres der Hoffnung in Tor Vergata versammelt hatten, ist »die Zerbrechlichkeit […] Teil des Wunders, das wir sind«: Wir sind nicht für ein Leben gemacht, »in dem alles selbstverständlich und unveränderlich ist, sondern für ein Dasein, das sich ständig in der Gabe, in der Liebe erneuert«.[5] Um unserem Auftrag nachzukommen, den jungen Generationen das Evangelium der Familie zu verkünden, müssen wir lernen, die Schönheit der Berufung zur Ehe gerade durch die Anerkennung der Zerbrechlichkeit hervorzuheben, um so »das Vertrauen auf die Gnade« (AL, 36) und die christliche Sehnsucht nach Heiligkeit zu wecken. Wir müssen auch die Familien unterstützen, insbesondere diejenigen, die unter den vielfältigen Formen von Armut und Gewalt in der heutigen Gesellschaft leiden.
Danken wir dem Herrn für die Familien, die trotz Schwierigkeiten und Herausforderungen »die Spiritualität der familiären Liebe« leben, die » aus Tausenden von realen und konkreten Gesten« (AL, 315) besteht. Ebenso danke ich den Hirten, den pastoralen Mitarbeitern, den Vereinigungen von Gläubigen und den kirchlichen Bewegungen, die sich in der Familienpastoral engagieren.
Unsere Zeit ist von raschen Veränderungen geprägt, die es mehr noch als vor zehn Jahren erforderlich machen, den Familien besondere pastorale Aufmerksamkeit zu schenken. Ihnen hat der Herr die Aufgabe anvertraut, an der Mission der Kirche mitzuwirken, das Evangelium zu verkünden und zu bezeugen. [6] Es gibt tatsächlich Orte und Umstände, an denen die Kirche nur durch die Laien und insbesondere durch die Familien zum »Salz der Erde werden kann«. [7] Daher muss das Engagement der Kirche in diesem Bereich erneuert und vertieft werden, damit diejenigen, die der Herr zum Ehe- und Familienleben beruft, ihre eheliche Liebe in Christus leben können und die jungen Menschen sich von der Bedeutung der ehelichen Berufung in der Kirche angezogen fühlen.
Angesichts der Veränderungen, die weiterhin Einfluss auf die Familien haben, habe ich beschlossen, im Oktober 2026 die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der ganzen Welt zu versammeln, um im gegenseitigen Aufeinanderhören eine synodale Unterscheidung bezüglich der Schritte vorzunehmen, die unternommen werden müssen, um heute den Familien das Evangelium zu verkünden. Dies soll im Lichte von Amoris laetitia geschehen und unter Berücksichtigung dessen, was in den Ortskirchen bereits getan wird.
Ich vertraue diesen Weg der Fürsprache des heiligen Josef an, des Beschützers der Heiligen Familie von Nazaret.
Aus dem Vatikan, am 19. März 2026, dem Hochfest des Heiligen Josef
LEO PP. XIV
_________________________
[1] Zweites Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 52.
[2] Ebd.
[3] Id., Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 11.
[4] Franziskus, Ansprache zur 50-Jahr-Feier der Errichtung der Bischofssynode (17. Oktober 2015).
[5] Homilie bei der Heilig-Jahr-Feier der Jugendlichen (3. August 2025).
[6] Vgl. Apostolisches Schreiben Familiaris consortio (22. November 1981), 17.
[7] Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 33.
Archivfoto Papst Leo (c) Vatican Media
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Stefan Fleischer vor 3 Stunden: Das Problem ist doch einfach
dass der moderne Mensch, selbst viele moderne Christen bis hinein in hohe katholische Ämter, gar nicht mehr wissen wollen, was Gott will, weil sie befürchten, dass dieser etwas ganz anderes wollen könnte, als sie wollen.
marlin vor 5 Stunden: was will Gott?
@ Stefan Fleischer: „Ja, die grosse Frage ist, was will Gott?“
Das hat ER bereits im Paradies gesagt (genaugenommen hat Gott dort gesagt, was Er nicht will), dann durch Mose in Seiner Gesetzgebung, dann durch die Propheten und letztendlich selbst, als Er Mensch wurde – und mit 12, hat Er sogar die Schriftgelernten im Tempel zum Staunen gebracht.
Also, eigentlich dürfte mittlerweile jedem klar sein, was Gott will.
Zeitzeuge vor 6 Stunden: @versusdeum, herzlichen Dank, auch Ihnen GOTTES Segen und eine
gnadenreiche restliche Fastenzeit!
Zeitzeuge vor 6 Stunden: @versusdeum: Herzlichen Dank
marlin vor 8 Stunden: @ Lieber Stefan Fleischer,
was sie grade geschrieben haben, eignet sich hervorragend als eine sehr gute Einleitung für eine gute Predigt, und… Danke, dass Sie meinen Beitrag richtig verstanden haben – auch dort, wo ich sarkastisch formulierte. ;-)
BBM vor 8 Stunden: Ad @Katholik84
Diese Beispiele führen m.E. nicht weiter. Das Problem liegt schon in der Prämisse Ihres 1. Beispiels, denn was bedeutet "findet die Frau ein neues Glück mit einem liebevollen Mann"? Dieses "Finden" funktioniert ja nur dann, wenn sie sich emotional einem Mann so sehr nähert, dass daraus eine dauerhafte Beziehung wachsen kann. Diese emotionale Näherung aber muss sie ebenso vermeiden, wie dies z.B. ledige Menschen tun müssen, die jemanden kennenlernen, der/die bereits in einer Ehe gebunden ist. Ohne Zweifel trägt die Frau ein schweres Schicksal, aber ist es - selbstverständlich nur hinsichtlich der Situation nach der Trennung - schwerer als das jener Menschen, die sich nach einem Ehepartner sehnen, aber keinen finden? Es hilft nichts, Ihr 1. Beispiel läuft zwingend auf das Ende der Unauflöslichkeit der Ehe hinaus.
Stefan Fleischer vor 9 Stunden: @ marlin
Ja, die grosse Frage ist, was will Gott? Irgendwie finde ich es unlogisch zu glauben, Gott wolle immer das, was wir, und besonders das, was ICH will. So ein Gott wäre für mich nicht mehr Gott, genauso wie ein Gott, der grenzen- und bedingungslos barmherzig ist, für mich nicht wahrhaft Gott sein kann. Natürlich kann diese Aussage auch richtig verstanden werden. Leider aber wird sie oft viel zu absolut, zu einseitig, zu wenig katholisch (allumfassend) verwendet. Schliesslich ist Gott genauso absolut gerecht. Gott ist unser Vater. Ein menschlicher Vater, der so handeln würde, wie viele Christen es heute von Gott erwarten, den würde jeder vernünftige Mensch als unvernünftig bezeichnen. Nicht umsonst nennt die Schrift die Furcht des Herrn den Anfang der Weisheit. Diese Furcht besteht nicht aus Angst vor Gott, sondern im Glauben an seine ganze Grösse und Liebe, aber auch seine ganze, allzeit wahre Gerechtigkeit, an seine Vaterschaft für uns im allumfassenden Sinn dieses Wortes.
Dominus vobiscum vor 11 Stunden: Amoris Laetitia
bedarf einer Klarstellung. Wir wissen nicht was Papst Leo konkret im Sinn hat, aber Papst Franziskus hat mit seiner berüchtigten Fußnote erhebliche Verwirrung gestiftet, und diese muss ausgeräumt werden. Das Sakrament der Ehe ist unauflösbar und wer ohne Annulierung neu heiratet begeht Ehebruch. Pastorale Barhmerzigkeit ist enorm wichtig, darf aber nicht auf kosten Lehramtlicher Klarheit gehen. Die Möglichkeit des enthaltsamen zusammenlebens existierte bereits und ist ausreichend.
Paddel vor 11 Stunden: @katholik84
Pauschalbeispiele helfen nicht für eine wahrhaftige Entscheidung.
Einzelfälle können einzeln geprüft (Ehegericht) werden. Während die Paare den staatlichen Weg der Scheidung gehen mit all den Hürden, die damit verbunden sind, sollte es genauso den Weg vors Kirchengericht suchen. Aber beim Staat gehts halt um s Geld usw. und beim Kirchengericht "nur" ums Sakrament... Kenne solche Fälle. Also frage ich mich dann schon, inwiefern hier der Bedeutung der Heiligkeit des Sakraments überhaupt Rechnung getragen wird? Geld ist essentiell keine Frage, das möchte ich hier auch nicht schmälern, aber vor "Gottes Angesicht" wurde der Bund geschlossen und das wird dann so unter den Tisch gekehrt, als ob es da um nichts ginge. Nun ja, es springt auch kein Euro dabei raus.
An die betroffenen Kinder denkt auch keiner. Kenne treue, verlassene Frauen, die sich erstaunlich tapfer um ihre Kinder kümmern und die Treue von ihrer Seite aus halten. Und ja, sie erleben die heilende Kraft Gottes.
marlin vor 11 Stunden: was will ER?
@ Stefan Fleischer,
in Ihrem Beitrag stellen Sie 3 Fragen, die nicht schwer zu beantworten sind:
Die heutige Kirche will die Kirche sein, die sich dem verpflichtet fühlt, was ER will!
Und was will ER? ER will, dass alle Menschen gerettet werden.
- deshalb glaubt die heutige Kirche eine Kirche für alle sein zu müssen –, also auch für Geschiedene-Widerverheiratete (man könnte sie auch Ehebrecher nennen, aber so klingt es besser), für Homosexuelle (die sich segnen lassen wollen)… salopp gesagt, für Hinz und Kunz und Krethi und Plethi sobald sie zum Altar kommen, um dort die hl. Kommunion zu empfangen - das ist die Mentalität der heutigen Kirche. Nach Meinung dieser ist die Liebe Gottes nicht nur selbstlos, sondern auch bedingungslos.
Katholik84 vor 12 Stunden:
Na ja, bei den wiederverheirateten muss sich schon was tun. Es kann ja nicht sein das beispielsweise ein Mann seine Frau schlägt und betrügt und sie und die Kinder verlässt und nach Jahren findet die Frau ein neues Glück mit einem liebevollen Mann. Da kann es doch nicht sein das diese Frau für immer von den Sakramenten ausgeschlossen ist ( Bei dem Mann sieht es ganz anders aus). Wo hingegen ein Mann der seine Frau ermordet, nach verbüßter Haft und Beichte nach katholischem Recht wieder kirchlich heiraten und die Sakramente empfangen darf da ja der Tot die Ehe schied. Da muss sich wirklich was tun.
Versusdeum vor 12 Stunden: @Sextus
Ich hoffe, dass Gott uns bis zum 1. Juli zu verstehen gibt, wie wir damit umgehen sollen. Eine Reaktion auf die teilweise dreisten, häretischen oder sogar offen schismatischen Beschlüsse des SyndWegs, die die DBK ja sogar nochmals bestätigt hat, lässt ja auch auf sich warten. Insbesondere auf die beschlossene Einrichtung einer gegenkirchlichen, zu 2/3 aus ZdK-Apparatschiks und Aktivisten bestehenden, Kirchenlegislative als Gegenlehramt und der ultimativen Forderung nach der (Simulation von) Frauenpriesterweihen (und der entsprechenden Simulation Hl. Messen). So lange Rom all das und noch viel mehr gewähren lässt, ja, nicht einmal kommentiert, haben sie auch kein Recht, Pius wegen einer "Formalie" zu bestrafen.
Johannes14,6 vor 13 Stunden: Was mag dabei herauskommen
wenn sich die deutschsprachigen / deutsch - synodal-BeWEGten am runden Tisch über "Familie" austauschen ?
Die Forderung nach Änderung der katholischen Sexualmoral mit Anerkennung der Homosexualität führt früher oder später zur Forderung einer neuen Definition von "Familie", wie sie die Politik schon längst anbahnt.
"Fiducia supplicans" öffnet dafür die Tür.
Papst Johannes - Paul II wird nicht einmal mehr erwähnt? "Zerbrechlichkeit" ja, aber die Frage ist doch, woran orientiere ich mich?
(EINE Enttäuschung für mich ist der Verbleib des Glaubenspräfekten im Amt)
Paddel vor 14 Stunden: @Ambrosius von Köln
"...um so »das Vertrauen auf die Gnade« (AL, 36) und die christliche Sehnsucht nach Heiligkeit zu wecken." Das sagt Papst Leo zum Thema "Zerbrechlichkeit"
Eingeladen sind die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der ganzen Welt
Auch "Familiarias consortio" ist Grundlage für die Versammlung
Papst Leo stellt das Vorhaben unter den Schutz des Hl. Josefs
Versusdeum vor 23 Stunden: Lieber @Zeitzeuge
Vergelt's Gott für ihre stets glasklar katholische Linie und die vielen guten Links. Gute Besserung und Gottes Segen!
Sextus vor 24 Stunden: Ein starkes Stück
Dass der Papst gerade "Amoris Laetitia" feiert, ohne auf die "dubia" der vier Kardinäle und auf die "correctio filialis" einzugehen, ist schon ein starkes Stück.
Auch, dass er bei der Rede über das katholisches Verständnis der Familie sich ausschließlich auf das II. Vaticanum bezieht, ohne das vorangegengene Magisterium mit einer einzigen Silbe zu würdigen, ruft dunkle Vorahnungen hervor, ein Bergoglio mit dem besseren Schneider zu sein. Und als ob die Kirche erst beim II. Vaticanum angefangen hätte, katholisch zu sein.
Schade! Ich hätte mehr gehofft von Leo XIV.
In diesem Licht bin ich mir unsicher geworden, wie ich das Vorhaben der Pius Bruderschaft beurteilen soll. Befinden wir uns immer noch in einer Notlage, was die heilige Lehre der Kirche betrifft?
Zeitzeuge vor 26 Stunden: Im Link eine fundierte wissenschaftliche Auseinandersetzung bzgl. "Amoris laetitia",
die seinerzeit Prof. Dr. Josef Seifert verfaßt hat.
Vgl. hierzu auch kath.net 55564 und 60862.
www.aemaet.de/wp-content/uploads/2018/09/Die-Freude-der-Liebe.pdf
Jothekieker vor 26 Stunden: ... unter Berücksichtigung dessen, was in den Ortskirchen bereits getan wird
Es dürfte spannend werden, wenn Msgr. Wilmer vorträgt, was bei uns alles getan wird, und dann gefragt wird, in welchem Maße dadurch die Kirchen und die Priesterseminare gefüllt werden.
An diesen Früchten wird man sehr schnell erkennen, wohin ein laxer Umgang mit der Lehre führt.
Zeitzeuge vor 27 Stunden: Kurzer Zwischenruf: Einziger Maßstab ist die unverfälschte und unverkürzte
katholische Lehre, die auch ein Papst nicht ändern kann, vgl. dazu im Link die damals von gläubigen Theologen verfaßte correctiofilialis sowie leicht zu googeln:
Josef Seifert: Die Freude der Liebe
Jetzt gehe ich aber wieder schnell in den Ruhemodus" und bitte um Gebet für einen guten Ausgang bzgl. meiner akuten Herzprobleme, herzlichen Dank!
Laudetur Jesus Christus!
Veritasvincit vor 28 Stunden: Vertuschung
Leider unterschlägt und vertuscht auch Papst Leo die Fehler in "Amoris laetitia"
Stefan Fleischer vor 28 Stunden: Beten wir,
dass diese Versammlung sich als erstes entscheidet, welche Kirche sie sein will. Ist es die Kirche unseres Herrn und Erlösers Jesus Chrisus, die sich dem verpflichtet fühlt, was ER will, die sich primär um das ewige Heil der ihr anvertrauen unsterblichen Seelen sorgt und deshalb treu an de Schrift und der Überlieferung festhält? Oder ist es eine Kirche, welche selbst entscheiden will, was richtig und was falsch, was gut und was böse ist, eine Kirche, welche sich an dem ausrichtet, was die Menschen wollen, und sich zuerst um das irdische Heil und Wohlergehen der Menschen (und der Schöpfung) sorgt? Ist es eine Kirche, welcher es zuerst um SEIN (Gottes) Reich und um SEINE Gerechtigkeit geht und welche darauf vertraut, dass ihr dann (und nur dann) alles andere dazugegeben wird? (vgl. Mt 6,33)
Domspatz_AT vor 28 Stunden:
Wer ernsthaft seine erste Einschätzung eines neuen Papstes daran bemisst, ob er die Mozetta trägt oder die Gläubigen mit "Guten Abend!" begrüßt, sollte sich nicht wundern, wenn das ein sehr wackeliges Konstrukt ist. Ich erinnere mich an die Wahl von Franziskus. Damals stellte ein sehr aktives Kommentator hier die (erste) Frage: "Ist er konservativ?" Sowas bleibt immer schwammig.
Wir sind dankbar für diesen Papst!
Pilgrim Pilger vor 28 Stunden: Mit Plauderrunden am Tisch erreicht die Kirche nichts....
...es wurde bereits alles gesagt, nur noch nicht von jedem.
Amoris laetitia ist aufgrund der Fußnote 351 auf Sand gebaut, wer darauf aufbauen möchte wird eher früher als später den Zusammenbruch seines Vorhaben beobachten können. Erst wenn Amoris laetitia auf den festen Grund des Evangelium der Bibel und der Lehre der Väter verankert ist, kann darauf aufgebaut werden. Ehrlich gesagt wenn ich aktuell in die Welt und Nachristen sehe, erscheint zumindest mir das Thema " Amoris laetitia" zwar als Thema der Synodalen Plauderkreise am Rundentisch bei Kaffee und Kuchen Interessant Zusein. Wobei sich jeder bewußt sein sollte das dass Evangelium unveränderlich ist sowie ein moderne Interpretierung des Evangelium sich nicht nach der Diktatur des Relativimus ausrichten kann. Aber in der Gewichtung der Brisanz sehe ich das Thema derzeit als Randnotiz es gäbe bei weitem anderer wichtigen Themen die einer Lösung bedürfen.
Versusdeum vor 29 Stunden: @marlin
Sie haben es auf den Punkt gebracht, danke! Da schrillen auch bei mir sämtliche Alarmglocken. Aber wer weiß, vielleicht sieht genau dieses Besinnen in den Ortskirchen in weiten Teilen der Welt ganz anders aus, als bei uns und ist tatsächlich von biblisch-katholischem und dem Heiligen Geist durchdrungen?
Versusdeum vor 29 Stunden: Nun ja, Gott prüft und siebt uns.
Man kann nur hoffen und beten, dass die Kirche nicht in die Wirren der Jahre 2013 bis 2025 zurückfällt!
Bis vor kurzem wusste ich mich dadurch abgesichert, dass ja "immer" Pius als Auffangnetz bleiben würde. Bis sie für den 1. Juli nicht genehmigte Bischofsweihen angekündigt haben. Und jetzt? Bekommen wir gleich 2 Kirchenspaltungen in Deutschland? Oder müssen nur die gehen, die auf dem sicheren Fundament von über 1900 Jahren Glaube und Liturgie stehen, während jene Bischöfe bleiben dürfen, die uns gerade an ein trojanisches Pferd namens ZdK verkauft und eine "andere Kirche" mitbeschlossen haben?
ElisabethaMaria vor 29 Stunden: @ proelio1 : Ich gestehe ..
Auch ich habe mich von der Kleidung und dem Gebet anstatt „Guten Abend“ vielleicht täuschen lassen. Aber warten wir ab!
ElisabethaMaria vor 29 Stunden: Wohin geht die Reise dieses Papstes ?
Ich komme nicht mehr mit. Wenn er sich an Papst Franziskus orientiert, dann hat sich wieder mal bestätigt, dass ich stets die Menschen falsch einschätze. Ich hatte ein gutes Gefühl bei diesem Papst - aber ich bin unsicher geworden
proelio1 vor 29 Stunden: Eine Mozetta macht noch keinen Papst
Amoris laetitia mit seiner Fußnote 351 (Zulassung sog. wiederverheiratet Geschiedener zu den Sakramenten) hat bekanntlich große Verwirrung in der ganzen Welt ausgelöst. Immerhin verfassten vier namhafte Kardinäle eine Dubia und baten um eine klare Stellungnahme, die bis heute ausblieb. Der jetzige Papst scheint mit seinem Apostolischen Schreiben die (Irr-)Lehren seines Vorgängers manifestieren zu wollen. Mozetta hin, Mozetta her...
Cosmas vor 31 Stunden: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!
Smaragdos vor 31 Stunden: Amoris Laetitia vertiefen?
Amoris laetitia gilt es nicht zu "vertiefen" - denn das hiesse nur, die Verwirrung zu vertiefen -, sondern zurückzuziehen, besonders Kapitel 8, und stattdessen Familiaris Consortio zu vertiefen.
Doch die beiden Familiensynoden wurden bekanntlich nur deshalb einberufen, um Familiaris Consortio und damit die gültige Lehre der Kirche über die Unauflöslichkeit der Ehe aufzuweichen. Kardinal Kasper lässt grüssen (siehe sein Vortrag von Februar 2014).
girsberg74 vor 32 Stunden: Vielleicht
werdenn dabei noch die "Dubia" endlich erledigt.
Cyprian63 vor 32 Stunden: Was da wohl herauskommen wird?
Das klingt gut, "den Familien heute das Evangelium zu verkünden."
"Zerbrechlichkeit zu begleiten, zu unterscheiden und einzugliedern" steht zwar in "Amoris laetitia" ("AL") könnte aber genau so gut in "Familaris consortio" ("FC")stehen. AL schließt Sakramentenempfang für Geschiedene Wiederverheiratete nicht aus. FC tut es eigentlich auch nicht, sofern konkrete Bedingungen (leben wie Bruder und Schwester) eingehalten werden. AL nennt keine konkreten Bedingungen und lässt Frage offen, nur Gespräch mit Seelsorger sollte stattfinden. Was soll der Seelsorger sagen? Ja oder nein. Bei letzterem bekommt er wahrscheinlich Ärger. Denn durch AL wird letztlich die generelle Zulassung zur Kommunion und im weiter gedacht damit auch die Anerkennung der "Zweitehe" - die keine ist.
marlin vor 32 Stunden: wer ist die Familie?
Zitat: „Dies soll im Lichte von Amoris laetitia geschehen und unter Berücksichtigung dessen, was in den Ortskirchen bereits getan wird.“
Und wieso nicht im Lichte des Evangeliums, in dem Christus sagte: „Denn wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.“ (vgl. Mt 12,50 und Mk 3,35)
Ambrosius von Köln vor 32 Stunden: Kein vorschnelles Urteil.
Ein Dokument, das man erstmal sacken lassen muß. Auf den ersten Blick fällt aber auf:
- AL soll verfestigt werden.
- Maßstab ist, was in den Ortskirchen schon getan wird.
- Die Ehe ist zerbrechlich, was irgendwie eine Auflösbarkeit zumindest andeutet.
- Veränderungen haben Einfluß auf die Familien. Also auch auf die Ehe und die anderen Sakramente?
Immerhin alles Synodal und fast schon parlamentarisch. Wer bestimmt eigentlich, wer teilnehmen darf?
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