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Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"

vor 30 Stunden in Aktuelles, 38 Lesermeinungen
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Papst mahnt französische Bischöfe in einem Schreiben zur Großzügigkeit gegenüber der Tradition


Paris (kath.net/rn) In einer richtungsweisenden Botschaft an die französische Bischofskonferenz hat Papst Leo XIV. zu einem neuen Umgang mit Gläubigen aufgerufen, die der außerordentlichen Form des römischen Ritus (Vetus Ordo) verbunden sind. Der Heilige Vater fordert „konkrete und großzügige Lösungen“, um die schmerzhafte Spaltung innerhalb der Liturgie zu überwinden.

Das Schreiben, das im Rahmen der Vollversammlung der französischen Bischöfe veröffentlicht wurde, widmet sich einem der sensibelsten Themen der gegenwärtigen Kirche: dem Wachstum von Gemeinschaften, die die lateinische Tradition pflegen, und deren Integration in das Diözesanleben.


Papst Leo XIV. zeigt sich besorgt über die anhaltenden Spannungen. Es sei „beunruhigend“, so der Papst, dass ausgerechnet die Feier der heiligen Messe – das Sakrament der Einheit – immer wieder zu einer „schmerzhaften Wunde“ im Leib der Kirche werde.

Um diese Wunde zu schließen, sei ein grundlegender Perspektivwechsel notwendig:

Gegenseitiges Verständnis: Der Papst mahnt einen „neuen Blick aufeinander“ an, der von einem tieferen Verständnis für die Sensibilitäten des jeweils anderen geprägt ist.

Einheit in Vielfalt: Vielfalt solle als Bereicherung verstanden werden, die es Brüdern ermöglicht, einander in christlicher Liebe und im gemeinsamen Glauben willkommen zu heißen.

Der Heilige Vater fordert die Bischöfe auf, unter der Führung des Heiligen Geistes nach Wegen zu suchen, die eine „großzügige Inklusion“ derjenigen ermöglichen, die aufrichtig am Vetus Ordo hängen.

Dabei betont er jedoch den verbindlichen Rahmen: Die Lösungen müssen im Einklang mit den Leitlinien stehen, die das Zweite Vatikanische Konzil bezüglich der Liturgie festgelegt hat. Es gehe nicht um einen Rückzug aus der Erneuerung, sondern um eine pastorale Weite, die niemanden an den Rand drängt.

Für die französischen Diözesen, in denen die traditionelle Messe besonders starken Zulauf erfährt, bedeutet dieser päpstliche Vorstoß einen klaren Auftrag: Die Bischöfe sind nun gefordert, Brücken zu bauen, statt Mauern zu errichten.


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Lesermeinungen

Wilolf vor 6 Stunden: @Beethoven70: Vor Ecclesia Dei „Zelebration im alten Ritus nicht ohne weiteres möglich“?

Was ist „ohne weiteres“? Z.B. das Priesterseminar in Ecône war ja schließlich vor ED nicht verboten, sondern in voller Gemeinschaft mit Rom. Ich war damals dort eine Zeitlang zu Besuch.
Und nach ED war die alte Messe mit Zustimmung der Kommission Ecclesia Dei auch möglich. Zur Situation der Freunde der alten Messe ohne die unerlaubten Bischofsweihen ließe sich viel spekulieren.
Zu TC: Meines Wissens wurde durch TC für die ED-Gemeinschaften in der Gegenwart fast nichts geändert. „Nur“ ausgebremst für die Zukunft. Oder wissen Sie da mehr als ich?
Ich bin zwar ein großer Freund der ED-Gemeinschaften, aber nicht deren Mitglied, sondern nur römisch katholisch. Dass es Menschen in der Kirche bis in höchste Ämter gibt, die uns (hier zähle ich mich dazu) nicht haben wollen, kann ich nur bestätigen. Aber wenn das an unserem katholischen Glauben liegt, dann kann mich das ja nicht stören.

Sarah-Maria vor 6 Stunden: Paddel Paradiesische Zustände

Bei Streik von Maria 2.0 könnten Sie hier auch ganz für sich allein eine private Heilige Messe feiern, denn Sie wären vermutlich abgesehen vom Pfarrer, Organisten und Ministranten recht allein auf weiter Flur. Obwohl unser Pfarrer es durchaus fertig brächte. die Messe abzusagen und nach Hause zu gehen, oder sich zu den Marias 2.0 zu gesellen. Das ist er relativ schmerzfrei.

Beethoven70 vor 7 Stunden: @Stefan Fleischer

@Stefan Fleischer, Dass Sacrosanctum Concilium nicht umgesetzt wird, hat doch nichts mit den Bischofsweihen zu tun. Die Konstitution wurde zu diesem Zeitpunkt schon 20 Jahre lang verfälscht und (neudeutsch) geframed. Daran hat sich seitdem nichts geändert. Und diejenigen die etwas dagegen sagen, auch wenn sie mit der FSSPX nichts zu tun haben, werden sofort als Konzilsleugner beschimpft. Dies hat sich seit TC massiv verschlimmert.

Beethoven70 vor 7 Stunden: @Wilolf

@Wilolf, natürlich kann ich nicht wissen, was wäre wenn... Ihr Punkt. Aber für meine Spekulation spricht doch eindeutig mehr, als für Ihre. "Ecclesia Dei" war ja eine Reaktion auf die Bischofsweihen. Vorher war eine Zelebration im alten Ritus nicht ohne weiteres möglich. Das heißt: Als Folge der Bischofsweihen hat sich die Situation für die Gläubigen massiv verbessert, das steht außer Frage. Wenn wir jetzt 30 Jahre nach vorne gehen ist doch das gleiche zu sehen: TC konnte bislang doch nur dadurch der Zahn gezogen werden, dass es für die Gläubigen eine Alternative gibt. Ich bin als Gläubiger Mitglied einer ED-Gemeinschaft. Ich merk doch, dass man uns nicht haben will.

Cosmas vor 7 Stunden: @Stefan Fleischer

Ganz und gar nicht ging und geht es im liturgischen Streit um äußere Formen, sondern es geht um den Glauben, der durch die Formen ausgedrückt wird. Lex orandi-lex CREDENDI! Der Novus Ordo sei mit der neuen "communio"-Ekklesiologie nicht kompatibel usw. usf. Dass die Bischofsweihen den Streit ausgelöst hätten, ist grotesk. Streit in den Gemeinden gab es schon zu Lebzeiten des hl. Paulus! Es geht in der Liturgiefrage um theologische Auseinandersetzungen, nicht um äthetische Vorlieben!

Paddel vor 8 Stunden: Paradiesische Zustände

Der schönste Sonntag 2019 war der, als alle Frauen aus Solidariät zu Maria 2.0 gestreikt hatten. Man konnte entspannt zur heiligen Messe gehen.
Schade, dass sie diesen Streik nicht wiederholen.

Auch die Josef 2.0 er dürfen mitstreiken.
Und bitte streikt auf Ewigkeit! Legt aus Protest eure Ämter nieder!
Das wäre wundervoll!
Das wären paradiesische Zustände!

Stefan Fleischer vor 8 Stunden: @ Beethoven70

Hier kann ich Ihnen nicht zustimmen. So wie ich die Entwicklung erlebt habe und noch heute erlebe, war der Ungehorsam von EB Lefebvre einer der gerissensten Schachzüge des Widersachers in seinem Kampf gegen die Kirche. Er stiftete so Streit und Spaltungen innerhalb der Kirche und blockierte die guten Kräfte in einem sinnlosen Kampf um Formen, wo die Inhalte auf dem Spiel standen. Er behinderte damit massiv die korrekte Umsetzung des Willens des Konzils. Er schafft freie Bahn für die Verweltlichung der Kirche und für eine Befreiungstheologie, welche den Menschen ins Zentrum stellt, selbst ins Zentrum der Liturgie, satt Gott. Er verhinderte, dass den Eigenmächtigkeiten etc. rechtzeitig Einhalt geboten wurden, und dass der Wert der Tradition in den Köpfen des gläubigen Volkes bewusst blieb. Der Weg zurück dürfte lange und schwer werden.

Wilolf vor 9 Stunden: @Beethoven70: Ohne FSSPX würde es den vetus ordo nicht mehr geben?

Diese Meinung wird oft vertreten. Aber woher wissen Sie das? Mit dem Konjunktiv hätte, könnte würde, kann man alles sagen aber nichts aussagen.
Genauso gut könnte ich sagen: Wäre Ebf Lefebvre gehorsam geblieben, dann wäre der vetus ordo nie unterdrückt worden.

Beethoven70 vor 9 Stunden: ohne Piusbruderschaft

@Stefan Fleischer, ich kann Ihnen ziemlich genau sagen wie heute die Kirche aussehen würde, wenn Lefebvre keine Bischöfe geweiht hätte. Es würde keine Messen im traditionellen Ritus in den Kirchen mehr stattfinden, da Traditionis Custodes die Tradition dort vollständig ausradiert hätte. Die Gläubigen wären vertrieben worden und würden im Untergrund in Turnhallen und angemieteten Räumen Messen organisieren. Wenige mutige Priester würden diese Messen zelebrieren unter dem Risiko entdeckt, verfolgt und als Schismatiker ausgeschlossen zu werden. Das ist die Intention von TC. Genau so würde die Lage aussehen.

Christine vor 10 Stunden:

@marlin
"Warum wurden Sie persönlich? Ich bin‘s nicht geworden."

Sie haben der gesamten Gruppe der römisch katholischen Diözesanpriester Feigheit unterstellt und diese pauschal öffentlich verurteilt. Sowas tut man nicht.

Ich möchte in diesem Zusammenhang einmal ausdrücklich allen Priestern danken, die, oft im Verborgenen, ihr ganzes Leben opfern und treu und aufrichtig Jesus nachfolgen.
Ganz besonders denen, die den Novus Ordo gewissenhaft umsetzen, uns die Sakramente bringen und väterlich gute Seelsorge leisten.

"Eher könnte die Erde ohne Sonne bestehen als ohne das Hl. Meßopfer"

marlin vor 10 Stunden: @ Wilolf

@ Wilolf: "Das hat Hr. Fleischer auch nicht behauptet, dass die FSSPX oder die FSSP Schuld für den Zirkus in der Kirche trügen…."

Ich stimme Hr. Fleischer völlig zu. Meine aber gleichzeitig, dass man wieder in die Zeit der Kirche zurückkehren müsste, in der die Laien am Altar und in Liturgieausschüssen nicht zu melden hatten!

Das beste Beispiel ist das Land Polen – vor 1989 wusste man dort nicht, was die FSSPX ist und dass sich eine FSSP aus der FSSPX gegründet hat. Nach der Öffnung der Grenzen 1989, hat man auch dort angefangen die Laien in die Liturgie einzubinden (Lektoren und Kommunionhelfer) und 2005 die Handkommunion zu erlauben. Obwohl die Polen all das eingeführt haben, nachdem es schon längst erlaubt wurde (ohne also etwas unerlaubtes einzuführen), lässt sich auch dort Rückgang der Kirchenbesucherzahlen beobachten. Warum? Weil man das Laientheater nicht will - eine andere Erklärung dafür gibt es nicht, weil gleichzeitig auch dort der Tridentinische Ritus Zulauf hat.

Stefan Fleischer vor 10 Stunden: @ marlin

Aus meiner Sicht handelt es sich hier um zwei grundverschiedene Probleme. Es wäre sicher interessant auch einmal die Frage der Rolle der Laien in der Kirche und deren Entwicklung in letzter Zeit (inkl. Gründe für diese Entwicklung) zu diskutieren.
Hier jedoch geht es um die Tatsache, dass wir es in der Ritenfrage mit zwei Bewegungen zu tun haben, welche die alte Form pflegen, eine voll integriert in unsere Kirche, die andere mit einem Bein bereits ausserhalb. Wenn wir nun beide in den gleichen Topf werfen, so ist eine ruhige und vernünftige Diskussion kaum mehr möglich. Besonders wird dabei das Wirken der ersteren in der Öffentlichkeit ebenfalls als tendenziell häretisch und/oder schismatisch empfunden. Dies wiederum führte und führt – oder bestärkt zumindest – zur Diskriminierung der alten Form als Ganzes und zur Fehlleitung der vom Konzil geforderten Reformen.

Wilolf vor 11 Stunden: @marlin: Das hat Hr. Fleischer auch nicht behauptet,

dass die FSSPX oder die FSSP Schuld für den Zirkus in der Kirche trügen.
Er hat auch in keinster Weise die FSSP mit der FSSPX gleichgesetzt, sondern die (gehorsame) FFSP als Vorbild dargestellt.
Sondern er hat Eigenmächtigkeit, Rechthaberei und Ungehorsam, egal von welcher Seite, angeprangert.
Und da kann ihm jawohl jeder Katholik nur zustimmen, oder?

Wilolf vor 11 Stunden: Großzügige Inklusion?

Solange ich nicht weiß, was unter der „großzügigen Inklusion“ und der „Integration in das Diözesanleben“ zu verstehen ist, wird sich meine Skepsis nicht in Luft auflösen. Vermutlich versteht Kardinal Roche hierunter etwas anderes, als Papst Benedikt XVI gemeint hätte.
Ist es denn wirklich ein „schmerzhafte Wunde“ im Leib der Kirche, wenn die katholische Feier der Hl. Messe in verschiedenen Formen erlaubt ist? Novus ordo, zairisch, ambrosianisch, tridentinisch, syro-malabarisch oder…?

marlin vor 11 Stunden: @ Stefan Fleischer

@ Stefan Fleischer: „Schon lange frage ich mich, wie die Kirche heute wohl aussehen würde, wäre damals die Piusbruderschaft dem Weg der Petrusbruderschaft gefolgt …“

Nicht die FSSPX oder die FSSP tragen Schuld für den Zirkus in der Kirche - das größte Übel in der Kirche ist die Aufdringlichkeit der Laien, die glauben, unbedingt überall mitmachen zu müssen – und es gibt sie überall: In Gemeinderäten, in Verwaltungsräten, in Liturgieausschüssen (dort haben sie schon längst die Leitung übernommen, und dennoch wollen sie noch mehr!), am Altar und auf der Kanzel – wo sie eh nichts zu suchen haben. Die Kirche verliert weiterhin Gläubige, was sogar die DBK beklagt – in Anbetracht dessen würde sogar der dümmste Idiot die Statistiken berücksichtigen und erkennen, dass seit der Einführung der Laien in den 70-er Jahren die Zahl der Kirchgänger kontinuierlich abnimmt. Statt die Laien in die Kirchenbänke zurückzuschicken, labert die Amtskirche immer weiter über die Rolle der Frau in der Kirche.

marlin vor 12 Stunden: feige oder doch mutig?

@ Paddel: „Weil einige Gleichgesinnte nicht mitkämpfen sondern zu den Piusbrüdern wechseln. Ja, in meinen Augen ist das auch nicht mutig! Sogar noch feiger.“

Vielleicht haben Sie Recht, aber der Kampf gegen die Aufdringlichkeit der Laien (nicht nur Frauen – das muss ich betonen, damit auch Frauen verstehen, worum es eigentlich geht!) ist in Deutschland verloren, bevor er beginnt.
Der Überlauf zu FSSP ist kaum möglich, weil es quasi ein „legaler“ Verrat wäre – und das würde Ärger mit dem Bischof bedeuten. Also, es bleibt den Priestern nichts anderes übrig, als ein harter Bruch mit der DBK-Koalition, um sich von dieser verlogenen Allianz zu befreien, die das ganze Laientheater in der deutschen Kirche erst möglich gemacht hat.

Stefan Fleischer vor 12 Stunden: Schon lange frage ich mich,

wie die Kirche heute wohl aussehen würde, wäre damals die Piusbruderschaft dem Weg der Petrusbruderschaft gefolgt und im Vertrauen auf Gott zum Gehorsam gegenüber dem Heiligen Stuhl zurückgekehrt. Wäre ein solcher Schritt heute nicht auch noch möglich? Würde ein solcher das Klima der Diskussionen nicht wesentlich entschärfen und Möglichkeiten erschliessen, wie der Friede zumindest in der Ritusfrage gefunden werden könnte? Eigenmächtigkeit, Rechthaberei und Ungehorsam haben nicht nur in der Kirche fast immer nur gewaltige Schäden angerichtet. Neuestes Beispiel scheint mir der Deutsche synodale Weg zu sein. Wohl deshalb hat – nach meiner persönlichen Meinung - der Herr den Weg des Gehorsams gewählt, um uns zu erlösen.

Versusdeum vor 14 Stunden: Möge Rom dies auch für die Weltkirche klarstellen

und nach 55 Jahren auch die Frage der tendeziösen Falschübersetzungen ins Deutsche beenden, insbesondere die der falsch übersetzten Wandlungsworte. Denn würde ein Priester die Wandlungsworte eigennächtig verändern, wäre die Wandlung von Brot und Wein unwirksam, da er ja nicht selbst handelt/wandelt, sondern "in Personam Christi", also Christus durch ihn. Aber auch die anderen Falschübersetzungen sind hochproblematisch, suggerieren sie doch Sonntag für Sonntag mantraartig eine Allerlösung / Zwangserlösung. Andererseits haben sich die Bischöfe auf deutschem Boden schon vor Jahrezhnten entsprechenden Bitten Papst Benedikts trotzig verweigert und sind inzwischen in ihrem "synodalen" Ablösungsprozess bereits so weit von der (Welt-) Kirche Christi und vom Glauben entfernt, dass sie das Problem vermutlich schon gar nicht mehr verstehen.

ThomasR vor 14 Stunden: Beschränkungen von Traditionis custodes

betreffen den alten dominikanischen Ritus nicht.

Hier sind vor Allem Ordenspriester gefragt.

ThomasR vor 14 Stunden: 66 Eintritte in 3 Priesterseminaren der Piusbruderschaft 2025 ist ziemlich viel

Jedem Ortsbischof steht es auch zu auch Priesterausbildung für zweite liturgische Ordnung in eigenem Bistum zu öffnen, statt weitere Priesterseminare zu schliessen.

1968 -Freising,
2022- Passau, Würzburg

ALtrituelle Priester dürfen auch z.B. in der Krankenhausseelesorge/Schulwesen/Gefängnissen eingesetzt werden.

Birituelle Priester in jeder Pfarre.

Versusdeum vor 14 Stunden: @Sarah-Maria

Ihre Äußerungen haben mich regelrecht geschockt. Warum nur glauben Sie, dass es "Hass" (!) gegen Frauen sei, der die Ablehnung eines "Frauenpriestertums" beflügelt? Geht hier dabei doch um eine Grundsatzentscheidung Gottes! Und nein, es ist nicht egal, was Gott vor 2000 Jahren entschieden oder gelehrt hat, denn er trug seinen Aposteln (nicht "Jüngern"!) auf, "... und lehret sie, alles zu halten, was ich Euch geboten habe". Und Jesus hat nicht einmal Maria Magdalena oder seine Mutter zu "Apostelinnen" berufen, die ihm bis unter das Kreuz treu waren (während offenbar alle Apostel außer Johannes geflüchtet waren, sogar Simon Petrus). Aber Gott hat nun einmal entschieden, wie er es entschieden hat. Theologische und praktische Argumente hat @Sextus bereits angedeutet. Wobei das (sicherlich fast nie absichtliche, aber faktische) Verdrängen der Buben aus dem Ministrantendienst bei Einführung von Ministrantinnen zwar ein wichtiger Aspekt ist, aber kein (theo)logisches Argument.

Versusdeum vor 14 Stunden: Deo gratias

Das zweite (!) Mal, dass die Kirche ihre eigene Liturgie bekämpft, mit der sie selbst 400 Jahre + das Kreuzesopfer vergegenwärtigt und Brot und Wein in Leib und Blut Christi gewandelt hatte, beginnt geheilt zu werden. Möge Papst Leo auf diesem Weg der Versöhnung der Kirche mit sich selbst voranschreiten und TC entsprechend ergänzen / revidieren. Denn solange die Kirche Christi ihre eigene Liturgie bekämpft, ihr "bisher Heiligstes und Höchstes für verboten erklärt und das Verlangen danach geradezu als unanständig betrachtet", einem Kult, der die Kultur jahrhundertlang zu ihren größten Meisterwerken inspiriert hatte*, so lange "stellt [sie] sich selbst infrage". Sage nicht ich, sondern Papst Benedikt, noch als Kardinal, im epochalen Interviewband "Salz der Erde".
* wie Agatha Christie und etwa 100 andere Intellektuelle damals erkannt und eine Ausnahmegenehmigung erwirkt hatten

Sextus vor 21 Stunden: Einheit in der Vielfalt

Großartig! Papst Leo XIV ist es gelungen das bergoglianische Element der Liberalität und Inklusion, ohne die Exzesse des Vorgängers, mit Ratzingers Gedanken über die alte und die neue liturgie in wunderbarer Weise zu verbinden.
Sein Rating bei mir, alter Skeptiker, ist durch die Decke der alten Kathedrale gegangen. ;)

Sextus vor 21 Stunden: @ Sarah-Maria und die Frauen am Altar

Es geht nicht um Hass auf das Weibliche in der Kirche.
Der gibt es nicht: das Weibliche in der Kirche ist nicht auszudenken, an die Mutter Gottes an erster Stelle, an die großen Heiligen wie Catharina von Siena, Birgitta von Schweden, Teresa von Avila, Hildegard von Bingen, Gertrud die Große usw. - manche von ihnen Kirchelehrerinnen.
Es geht eher um das Weibliche am Altar: in manchen Kirchen ist das Altar fest in weiblicher Hand.
Die Ministrantenzeit war eine Phase des Erwachsenwerden von Jungs, als Ministranten.
Manche von ihnen fanden aus dieser Erfahrung den Weg zum Priestertum, denn so war es auch von der Kirche gemeint.
Am Altar vollzieht sich das unblutige Opfer eines Mannes,Jesus Christus. Das Priestertum - Hollerich zum Trotz - war schon in Israel von Männern ausgeübt. "In persona Christi" heißt Mann, nicht Frau. In der Trinitätslehre Gott ist Vater, nicht Mutter und Christus ist Sohn, nicht Tochter.
Diskriminierung? Unsinn!

ThomasR vor 21 Stunden: nach § 87 CJC

darf jeder Ortsbischof die Anwendung von Motu proptrio Traditionis custodes im ganzen Bistum aber auch in einzelnen Pfarren aufheben

SarahK vor 23 Stunden: @marlin: verstehe ich mittlerweile

Stimme Ihnen zu, als wir einen neuen Pfarrvikar hatten, war der am Anfang Richtig katholisch und ehrlich und alles was einen guten katholischen Priester ausmacht, hat super gepredigt und dann plötzlich hat der sich komplett verändert. Priester haben doch kein bisschen Rückendeckung vom Bistum wenn sie einfach nur das machen was katholisch ist. Eigentlich irrsinnig wenn man bedenkt, worum es in der Heiligen Messe geht und das da kein Platz für Narzissmus, Selbstverwirklichung und/oder sogar Egoismus sein sollte. Unsere Tochter bevorzugt mittlerweile auch die TLM und hat da wo sie studiert die Möglichkeit. Aber, Gott segne und erhalte die beiden, feiern unsere Priester relativ Messbuch nah, nur die Lieder zum eben meist nicht gebeteten Glaubensbekenntnis sind manchmal etwas naja oder generell die Auswahl wie mein absoluter Hit “Lied, dass die Welt umkreist” *eyeroll*, da bevorzuge ich dann auch die TLM. So jetzt faste ich lieber weiter, auch für unsere Ortsgemeinden.

Paddel vor 23 Stunden: Pontifex

mehr ist dazu nicht zu schreiben.
Nur eines: Seien wir das doch auch!

Was unterscheidet uns denn sonst noch von den Heiden?

Paddel vor 23 Stunden: Mut @marlin

Es ist in der Tat ein Problem. Allein, als Gläubiger hat man es einfacher, einfach zu den Piusbrüdern zu wechseln.
Als Priester geht das nicht so einfach. Die Priester, die es ordentlich machen wollen haben es unglaublich schwer. Und wissen Sie auch warum? Weil einige Gleichgesinnte nicht mitkämpfen sondern zu den Piusbrüdern wechseln. Ja, in meinen Augen ist das auch nicht mutig! Sogar noch feiger. Verzeihung.

marlin vor 24 Stunden: @Sarah-Maria, @Christine

Warum wurden Sie persönlich?
Ich bin‘s nicht geworden.

Und übrigens: stimmt oder hatte ich recht mit dem Vetus Ordo? :-)

Psalm1 vor 24 Stunden: @Sarah-Maria

"Nur weil Frauen vor 2000 Jahren nicht als Jünger dabei waren..."

Doch, das waren sie. Es gab allerdings keine Apostelinnen.

Zum Thema:
Ich sehe beim besten Willen nicht, warum der Vetus Ordo den daran Interessierten vorenthalten werden sollte. Der Novus Ordo wird dadurch niemandem genommen. Kann mir mal jemand erklären, wo genau das Problem liegt?

Christine vor 25 Stunden: Diözesanpriester

"Wenn Diözesanpriester den Vetus Ordo feiern, dann ... deshalb, weil sie nicht den Mut haben den Novus Ordo so zu feiern, wie er gefeiert werden soll."

Es ist schon ein starkes Stück, den Diözesanpriestern Feigheit zu unterstellen und damit den "Vetus Ordo" zu rechtfertigen bzw. hinzubiegen.

Woher wollen Sie denn wissen, was in Diözesanpriestern vor sich geht und aus welcher Gesinnung sie was tun?

Gott sieht aufs Herz, der Mensch sieht nur, was vor Augen ist.

und: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!

Sarah-Maria vor 25 Stunden: marlin : Kurz vorm Feierabend hier

- Mädchen als Ministranten und weibliche Kommunionhelfer
Woher kommt Ihr unglaublicher „Hass“ auf alles weibliche in der Kirche? Was haben Frauen verbrochen, dass Sie deren Einsatz in der Kirche so massiv ablehnen? Nur weil Frauen vor 2000 Jahren nicht als Jünger dabei waren weil zu der Zeit die Rolle der Frau vollkommen anders war, heißt es doch nicht, dass es 2000 Jahre später auch so bleiben muss!
- Mund- oder Handkommunion
In meiner Gemeinde kann jeder die Kommunion so empfangen wie er möchte. Wenn ich nicht zum Kommunionhelfer will, nehme ich die Schlange zum Pfarrer hin. Und die knieende Mundkommunion ist für die Spender 0,0 Problem. Ich hoffe inständig, dass sich dieser Hass nach einer großzügigeren Freigabe der Alten Messe auch in Deutschland diese aufgeheizte Stimmung beruhigt.
Ich nehme für heute den Ausschaltknopf des Laptops!

marlin vor 26 Stunden: Vetus Ordo vs. Novus Ordo

Wieso erfährt die traditionelle Messe starken Zulauf?
Die Antwort auf diese Frage ist doch einfach: Wenn Diözesanpriester den Vetus Ordo feiern, dann doch nicht deshalb, weil dieser irgendwie wertvoller ist, als der Novus Ordo, sondern deshalb, weil sie nicht den Mut haben den Novus Ordo so zu feiern, wie er gefeiert werden soll – es ist besser gleich auf den Vetus Ordo auszuweichen, als den s.g. Konzilskatholiken erklären zu müssen, warum sie auf einmal jeden Sonntag im Novus Ordo das große Credo beten müssen, warum man keine Ministrantinnen am Altar und keine Kommunionhelfer/innen braucht, warum man bei der Wandlung „für viele“ betet und warum man lieber andächtig die Kommunion knieenden Kommunionempfängern spendet, als ordinär in die Hand legt.

Cosmas vor 27 Stunden: ein erster Anfang vielleicht...

Ohne Revision von Traditionis custodes wird es aber keine "Großzügigkeit" geben können. Die angeblichen Spannungen sind eher Ausreden der Bischöfe. Habe das nie erlebt, wo zB am Sonntag Abend die Messe im alten Ritus war, sonst Novus Ordo. Jeder ging dorthin wo er wollte. Der Hass gegen die alte Messe kam von oben und auch der Versuch, sie endgültig zu "entsorgen". Wenn das aufhört, ist viel gewonnen. In der Folge ist eine weitreichende Lösung möglich, die aber natürlich rechtlich fundiert sein muss!

Sarah-Maria vor 27 Stunden: Es ist gut wenn endlich eine Entscheidung kommt ..

Aber dann müssen sowohl Progressive als auch Konservative Ruhe geben. Die Progressiven müssen die Traditionalisten akzeptieren und die Anhänger der alten Liturgie müssen dann auch das ständige Abwerten der aktuellen Liturgie beenden! Jeder kann / soll dann dorthin gehen wo er sich zu Hause fühlt.

Stefan Fleischer vor 27 Stunden: Ich verstehe es so:

Was unser Heiliger Vater will, ist zuerst die Einheit im Glauben. In dieser Einheit will er die gewachsene Vielfalt der Fomen nicht durch ein Machtwort aufheben, sondern in einer bewussten, aber behutsamen Annäherung zu einem besseren gegenseitigen Verständnis und die Offenheit für all das, was wir gegenseitig voneinander lernen können, führen. Dazu aber braucht es eine Einheit in der Ordnung und Disziplin. Das wiederum erfordert Demut einerseits und den Verzicht auf Rechthaberei und Besserwisserei, man könnte auch sagen viel guten Willen von uns allen. Wie alles werden wird, wenn wie diesen Weg gehen, das wissen wir nicht, das können wir Gottes Vorsehung überlassen. Ziel ist: «Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.» (Joh 17,21)

Cyprian63 vor 28 Stunden: Da bewegt sich etwas

Womöglich schon früher als gedacht, könnte Papst Leo tatsächliche eine weitreichende Entscheidung zum Vetus Ordo treffen. Papst Benedikt hat "Summorum pontificum" auch aus liturgischen Gründen herausgegeben; das wird bei Papst Leo weniger im Vordergrund stehen, sondern vielmehr das pastorale Anliegen der Versöhnung, wie man seinen Worten entnehmen kann. Auch bei Papst Benedikt ging es klar um Versöhnung, aber auch um das Ziel einer "Reform der Reform". Um letzteres wird es wohl Papst Leo nicht gehen - das kommt dann von alleine.
Das Traurige wird nur sein, dass wenn Papst Leo eine Entscheidung zugunsten der Tradition trifft, die Piusbruderschaft sich trotzdem nicht bewegen wird, sonst stur bei ihrer Haltung und bei den Bischofsweihen bleibt.
Beten wir für Papst Leo um den Mut zu einer großzügigen Entscheidung für die Tradition kommt.

ThomasMoore vor 28 Stunden: Die Lösung gibt es bereits

und sie hat den Titel "Summorum Pontificum". Einfach das praktizieren, was Papst Benedikt XVI in dem Schreiben und Begleitbrief festgelegt hat.

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