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Spanien am moralischen Abgrund

vor 14 Stunden in Aktuelles, 13 Lesermeinungen
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Die schwerst depressive 25-jährige Noelia Castillo Ramos soll durch staatlich assistierte Tötung sterben – Katholiken rufen heute zum Gebet vor dem Krankenhaus in Barcelona auf


Madrid (kath.net/rn) Am heutigen Donnerstag steht Spanien vor einer moralischen Zäsur. Die 25-jährige Noelia Castillo Ramos soll Berichten zufolge die erste Person in Spanien sein, die aufgrund einer psychischen Erkrankung – einer schweren Depression – durch staatlich assistierte Tötung aus dem Leben scheiden wird.

Die Vorgeschichte der jungen Frau ist gezeichnet von unvorstellbarem Leid. Die Eltern von Noelia hatten nach der Scheidung wirtschaftliche Schwierigkeiten. Das spanische Jugendamt nahm den Eltern die Tochter ab und gab sie in eine betreute Unterkunft.  Im Jahr 2022 wurde sie dort unter Obhut des Staates Opfer einer Gruppenvergewaltigung durch junge Migranten. Ein darauffolgender Suizidversuch scheiterte, hinterließ sie jedoch mit einer Querschnittslähmung (Paraplegie).


Mit diesem Fall wird in Spanien die reale Möglichkeit geschaffen, dass in Zukunft Menschen mit Depressionen durch assistierte Tötung „entsorgt“ werden können. Vor dem Krankenhaus in Barcelona, in dem der Eingriff stattfinden soll, haben sich gläubige Katholiken zum Gebet versammelt, um ein Zeichen für das Leben zu setzen.

 

This is 25-year-old Noelia Castillo Ramos.

Spain is set to euthanize her tomorrow due to her struggle with depression.

She was gang-r*ped while in state care, which led to a su*cide attempt that left her paraplegic.

Pray she encounters Christ tonight and changes her mind ? pic.twitter.com/b4WCwlFhVA

— Anna Lulis (@annamlulis) March 25, 2026

Everyone is gathering outside the hospital in Barcelona that 25-year-old Noelia Castillo Ramos will be euthanized in 10 hours from now. Many more coming tomorrow. If she chooses to let them take her life, she will know that millions of people around the world are going to miss… pic.twitter.com/GONTD0pfjg

— Matt Wallace (@MattWallace888) March 26, 2026

The mother of Noelia Castillo Ramos reads an email in an attempt to encourage her daughter not to euthanize herself.

Noelia, who previously tried taking her life by jumping from a building after being gang r*ped, is scheduled to be euthanized tomorrow.

"These are my final words… https://t.co/s4gD7HFdwN pic.twitter.com/94TM9I6TQk

— Collin Rugg (@CollinRugg) March 25, 2026

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Lesermeinungen

Paddel vor 35 Minuten: @chorbisch

Wissen Sie zufällig, ob die junge Frau das Sakrament der Krankensalbung empfangen durfte? (Mit der Einwilligung der Frau natürlich.)

"Lassen sich nicht helfen". Ja, aber irgendwie muss man diesen Menschen erklären, dass das Leben nach dem Suizid nicht einfach ausgelöscht ist und das Leiden damit automatisch aufhört. Was und wie das dann weitergeht weiß ich nicht, aber man muss schon klar machen, dass der Suizid keine Lösung ist. Nach dem Tod ist eben nichts vorbei und zwar rein gar nichts. Natürlich erscheint der Tod auch schwer Leidenden wie eine Erlösung, aber weiß mans? Wann jemand erlöst sein wird, das weiß Gott allein. Wir können es einfach nicht wissen.

Bruder Falk vor 2 Stunden: Endzeitleid

Heute noch wird sie mit Jesus im Paradies sein.
Psalm 55, V.24

chorbisch vor 5 Stunden: @ Veneter, Wilolf und andere

Ja, die junge Frau braucht Hilfe. Aber wir wissen ja nicht, wieviel Hilfe und Unterstützung sie in den vergangenen Jahren bekommen hat, noch, wer ihre Entscheidung geprüft und gebilligt hat.

Und was soll man tun? Sie fixieren oder unter Medikamente setzen, in der Hoffnung, sie werde sich orgendwann der Hilfe öffnen? Wäre das wirklich menschlich?

Es gibt leider immer wieder schwer depressive Menschen, die sich nicht helfen lassen wollen und es irgendwann schaffen, sich doch umzubringen.

War bei mir im Ort vor einigen Jahren so. Die Eltern der Frau haben scher alles Menschenmögliche getan, um ihr die nötige Unterstützung zu verschaffen, und da sie sehr wohlhabend sind, hat es auch daran nicht gefehlt.

Aber es hat leider nichts geholfen. Ihr Grab liegt neben dem meiner Eltern. Wenn ich dort bin, spreche ich für sie ein Gebet. Mehr kann ich leider nicht mehr tun.

Veneter vor 7 Stunden: Wilolf

Ja, das meine ich.
Natürlich, das einzige was diese arme Frau braucht, ist Hilfe.
Ich frage mich, wie kann ein Mensch mit akuten, dauerhaften Depressionen überhaupt eine Entscheidung treffen, und, warum wird eine "Entscheidung" einer anscheinend unzurechnungsfahähigen Person von diesen staatlichen "Experten" überhaupt akzeptiert?

Paddel vor 8 Stunden: Fastenopfer

für alle Menschen mit Depressionen bringen. Verbunden mit Gebeten.

Herr Jesus Christus, Gottes Sohn dring bis auf ihrer Seele Grund und heile diese junge Frau und alle Suizidgefährdeten.

Amen

Mariat vor 9 Stunden: Liebe @Christine

können Sie mir bitte sagen, schreiben, wo dies geschrieben steht?
"Sie kann nicht in die Herrlichkeit Gottes gelangen, selbst wenn ihre psychische Verfassung ihre Urteilsfähigkeit stark beeinflusst hat, sondern muss mindestens im Reinigungsort warten, bis ihr natürlicher Todeszeitpunkt eintritt - und das kann noch Jahrzehnte dauern."

Liebe Grüße
Mariat

Christine vor 9 Stunden:

..der jungen Frau gehört geholfen, nicht indem man sie umbringt...

sehr richtig!

Sie braucht dringend Heilung (durch geeignete Priester). Auch für das, was sie sich selbst angetan hat. Versöhnung mit Anderen, mit sich selbst und auch mit Gott.

Wählt sie wiederum Suizid (und das ist menschlich gesehen nur all zu verständlich), hat sie nichts gewonnen.

Denn die Leiden dieser Welt sind nicht zu vergleichen mit den Leiden in der Ewigkeit.

Sie kann nicht in die Herrlichkeit Gottes gelangen, selbst wenn ihre psychische Verfassung ihre Urteilsfähigkeit stark beeinflusst hat, sondern muss mindestens im Reinigungsort warten, bis ihr natürlicher Todeszeitpunkt eintritt - und das kann noch Jahrzehnte dauern.

Ausserdem nimmt Sie Gott gewissermaßen die Zeit damfür, dass ihre Wunden geheilt werden können.

Keine gute Idee....

Gott hat immer Pläne des Heils, und nicht des Unheils - so wie wir Menschen. Er ist größer als alles Unheil dieser Welt!

Schillerlocke vor 9 Stunden: Um Himmels Willen,

welch ein Schicksal! Es gibt auch für Menschen in schwerem Leid Hilfe, die Lebensperspektive geben kann. Eine Gesellschaft, die hier nicht zugunsten des Lebens eingreift, versündigt sich.

Wilolf vor 9 Stunden: „Eigene Entscheidung“ bei schwerer Depression??

Sie braucht HILFE, keine Beihilfe zum Selbstmord.
Also für Täter hat der Staat die Todesstrafe abgeschafft.
Opfer umbringen zu lassen, ist ja auch viel einfacher. Die wehren sich nicht. Ebensowenig wie die Ungeborenen und Alten.
Mir wird schlecht.

Veneter vor 10 Stunden:

Angeblich ist es ihre eigene Entscheidung. Ich glaube es nicht wirklich.
Wie auch immer, diese Welt ist gottlos.

SalvatoreMio vor 10 Stunden:

Beten wir für sie, bevor es zu spät ist!

Mariat vor 12 Stunden: Eine junge Frau deren Geist, Seele und Körper zerstört worden ist...

soll nun durch "assistierte Tötung" regelrecht entsorgt werden!
Darf sich an ihr jeder vergehen?
Wie schmerzt es was dieser jungen Frau angetan wurde!
Warum hilft man ihr nicht?
Möge Gott sie in Seiner Allmacht retten. Amen.

Gandalf vor 12 Stunden: Die spanischen Politiker, die das ermöglicht haben..

.. gehören alle verklagt..

Die Täter, die der Frau was angetan haben, gehört - um es klar zu sagen - für alle Zeiten eingesperrt.

Und der jungen Frau gehört geholfen, nicht indem man sie umbringt!

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