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Eucharistische Prozession zum 250-jährigen Jubiläum der USA

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Die Wallfahrt steht unter dem Motto ‚Eine Nation unter Gott‘ – ein bewusster Bezug auf den Zusatz im Treuegelöbnis der USA. Die Organisatoren sehen die Eucharistie als Quelle der wahren Einheit und Hoffnung – jenseits politischer Spaltungen.


Washington D.C. (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Im Mai 2026 wird eine nationale Eucharistische Wallfahrt beginnen, um das 250-jährige Bestehen der Vereinigten Staaten von Amerika zu würdigen. Dabei soll die Heilige Eucharistie durch die ursprünglichen 13 Bundesstaaten und an bedeutende historische Orte getragen werden – als öffentliches Zeugnis des Glaubens und als Einladung zum Gebet für die Erneuerung des Landes. 

Die Wallfahrt beginnt am 24. Mai 2026, dem Memorial-Day-Wochenende, an dem der Gefallenen der Streitkräfte der USA gedacht wird. Ausgangspunkt ist St. Augustine in Florida. Dieser Ort ist von besonderer historischer Bedeutung, weil sich hier die erste katholische Kolonie Nordamerikas befand. Hier wurde im Jahr 1565 die erste heilige Messe auf dem Gebiet der heutigen USA gefeiert. Ziel ist die Erzdiözese Philadelphia, wo die Prozession am Wochenende des 4. Juli – dem Unabhängigkeitstag – enden soll. Auf ihrem Weg durchquert die Prozession 18 Diözesen und zwei ostkatholische Eparchien sowie zahlreiche markante Sehenswürdigkeiten. 

Jason Shanks, Präsident der „National Eucharistic Pilgrimage“, betonte gegenüber LifeSiteNews die Bedeutung dieser Initiative im Rahmen Nationalen Eucharistischen Erneuerung, eines Projekts der US-Bischofskonferenz (USCCB). Die Pilgerreise dient als sichtbares Zeichen für die Erneuerung des eucharistischen Glaubens in Amerika. „Wenn Katholiken Jesus in der Eucharistie durch Straßen und Gemeinden tragen, wird dies zu einem öffentlichen Zeugnis des Glaubens und einer persönlichen Einladung für Menschen überall, ihm zu begegnen“, erklärte Shanks.


Er verband die Wallfahrt ausdrücklich mit dem bevorstehenden 250-jährigen Jubiläum der Nation: „Während sich unser Land seinem 250. Jahrestag nähert, bietet die Wallfahrt einen Moment der Besinnung über die tieferen Grundlagen unseres Landes. Der Glaube war schon immer ein wesentlicher Teil der amerikanischen Geschichte, und diese Reise erinnert uns daran, dass unsere letzte Hoffnung und Einheit von Gott kommen. Indem wir gemeinsam beten und die Eucharistie durch das Land tragen, bitten wir den Herrn, seine Kirche zu erneuern und unser Land zu segnen, damit wir wirklich als ‚Eine Nation unter Gott‘ leben können.“

Die Route führt durch mehrere bedeutende Orte der amerikanischen und katholischen Geschichte:

Der Abschluss in Philadelphia hat besondere symbolische Bedeutung: Genau dort wurde vor 250 Jahren die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet. „Während die Nation 250 Jahre seit der Verabschiedung und Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung feiert, werden sich Katholiken in der Stadt versammeln, in der diese Geschichte geschrieben wurde, um für die Zukunft unseres Landes zu beten“, kündigte Shanks an. 

Die Wallfahrt steht unter dem Motto „Eine Nation unter Gott“ – ein bewusster Bezug auf den Zusatz im Treuegelöbnis der USA, der vor 75 Jahren auf Initiative der katholischen Laienorganisation „Knights of Columbus“ eingefügt wurde. Sie soll nicht nur eine spirituelle Erneuerung der katholischen Kirche in den USA fördern, sondern auch ein Gebet für Einheit, Heilung und Segen des gesamten Landes sein. Die Organisatoren sehen die Eucharistie als Quelle der wahren Einheit und Hoffnung – jenseits politischer Spaltungen.

Die Veranstaltung lädt Gläubige ein, aktiv teilzunehmen: durch Mitpilgern, lokale Gebetsveranstaltungen oder spirituelle Begleitung der Route. Mit dieser eucharistischen Pilgerreise durch die historischen Wurzeln der USA wollen die Katholiken des Landes ein starkes Zeichen setzen: Der Glaube an die Realpräsenz Christi in der Eucharistie bleibt eine lebendige Kraft, die Nationen erneuern und Menschen zu Gott führen kann – gerade in einer Zeit nationaler Besinnung auf 250 Jahre Geschichte.

 


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