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vor 19 Stunden in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Leo XIV.: Bischofsweihe in der Lateranbasilika. Christus, der Eckstein. Das Bild vom verworfenen Stein. Einheit, Dienst und Evangelium. Von Armin Schwibach
Rom (kath.net/as) Papst Leo XIV. feierte am Samstag Nachmittag in der Lateranbasilika die heilige Messe mit der Weihe von vier neuen Weihbischöfen für die Diözese Rom. In seiner Predigt hob er die Bindung an Christus als Grundlage der kirchlichen Gemeinschaft hervor. Die Nähe zu Christus führe zur Einheit unter den Gläubigen und zum Wachstum der Kirche als „Haus aus lebendigen Steinen“.
Der Papst verwies auf die besondere Berufung der Kirche von Rom zur Universalität und zur Caritas. Diese Berufung gründe in ihrem Band mit Christus sowie im Zeugnis der Apostel Petrus und Paulus. In diesem Zusammenhang stehe die Weihe der neuen Bischöfe. Sie sei ein Ereignis, das das Volk Gottes betreffe, aus dem die Kandidaten hervorgegangen seien.
Im Zentrum der Predigt stand das biblische Bild vom „verworfenen Stein“, der zum Eckstein geworden ist. Leo XOV. erläuterte, dass Christus verworfen worden sei, weil er nicht als Sohn Gottes erkannt und seine Menschwerdung als unvereinbar mit Gott angesehen wurde. Zugleich habe Christus durch sein Handeln - die Zuwendung zu Ausgegrenzten, die Gemeinschaft mit Sündern und die Überwindung von Gewalt - das Antlitz des Vaters sichtbar gemacht. Mit Bezug auf das Johannesevangelium stellte der Papst fest, dass in Christus die Werke des Vaters gegenwärtig seien. Wer ihn sehe, sehe den Vater. Diese sei zutiefst mit dem Auftrag der Kirche verbunden, das Evangelium in Wort und Tat zu verkünden.
Der Papst bezog das Bild des verworfenen Steins auf die Sendung der Kirche in der Welt. In Rom sei dieses Bild zum Zeichen einer neuen Hoffnung geworden. Die Verkündigung betreffe insbesondere jene, die von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Leo XIV. nannte Beispiele aus dem Evangelium, in denen Christus den Kranken, Sündern und Ausgegrenzten begegnet. Weiter führte er aus, dass Christen dann zu „verworfenen Steinen“ werden, wenn sie sich gegen Strukturen stellen, die die Würde des Menschen missachten oder Schwache benachteiligen. Christus habe auch in der Ablehnung seinen Weg fortgesetzt und seinen Stil nicht geändert.
An die neuen Weihbischöfe gewandt beschrieb der Papst deren Auftrag innerhalb der Diözese Rom. Sie sollten gemeinsam mit ihm und dem Kardinalvikar den Hirtendienst ausüben und an der Sendung der Kirche teilnehmen. Ihr Dienst solle sich an den Menschen orientieren, insbesondere an jenen in schwierigen Situationen. Der Papst forderte die neuen Bischöfe auf, die Botschaft zu verkünden, dass in Christus niemand ausgeschlossen sei. Er verwies auf die apostolische Exhortation Evangelii gaudium von Papst Franziskus und zitierte den Ausdruck von der Kirche als „Feldlazarett“. Der Dienst der Bischöfe solle sich auch an den sogenannten Rändern ausrichten. Weiterhin forderte der Papst die neuen Bischöfe auf, sich nicht an Privilegien zu orientieren und nicht nach vorderen Plätzen zu streben. Ihr Dienst solle durch Einsatz für Frieden und Einheit geprägt sein. Sie sollten Unterschiede zusammenführen, zuhören, vergeben und Gemeinschaft fördern.
Abschließend betonte Leo XIV. die Verantwortung gegenüber den Gläubigen der Diözese. Die Priester, Diakone, Ordensleute und Laien sollten in ihrem Dienst unterstützt werden. Ziel sei es, die gemeinsame Sendung der Kirche zu stärken und die Verkündigung des Evangeliums zu fördern. Der Papst bezog auch die Armen, Pilger und Besucher der Stadt Rom in seine Ausführungen ein. Sie sollten in der Kirche und in der Stadt Aufnahme finden. Am Ende verwies er auf die Gottesmutter als „Salus Populi Romani“ und stellte die Kirche unter ihren Schutz.
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Stefan Fleischer vor 18 Stunden: Wobei immer ein klarer Unterschied zu machen wäre
zwischen der Sünde an sich, welche immer unmissverständlich als solche zu bezeichnen wäre, und dem Sünder und dessen Schuld, welche meist nur Gott wirklich gerecht zu beurteilen vermag und den wir Gottes gerechter Barmherzigkeit, bzw. barmherzigen Gerechtigkeit, übergeben dürfen, und welchen wir immer wieder, wie es auch der Herr getan hat, ermahnen sollten: «Gehe hin und sündige nicht mehr!», so wie auch wir selbst immer wieder dieser Mahnung bedürfen.
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