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Winston Churchill und Ziegelmauern ODER 10.000 Schritte und ein Rosenkranz

vor 2 Stunden in Kommentar, 2 Lesermeinungen
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Nicht wenige gläubige Menschen leiden auch unter Depressionen – Winston Churchill hat te dazu ein spannendes Hilfsmittel: Eine Ziegelmauer bauen. Mein Mittel ist viel einfacher - Spazieren gehen und Rosenkranz. Ein Kommentar von Roland Noé


Linz (kath.net/rn)

Wussten Sie, dass Winston Churchill gegen seine Depressionen ankämpfte, indem er Ziegelmauern errichtete? Stundenlang legte er in seinem Landhaus in Kent Ziegelsteine aufeinander und trat sogar der Maurergewerkschaft bei. Schon 1921 schrieb er darüber, warum diese Methode funktionierte – die Psychologie folgte erst Jahrzehnte später. Der berühmte britische Premier, ohne den es vermutlich keine Allianz gegen Hitler gegeben hätte, nannte seine Depression den „schwarzen Hund“.

In einem langen Essay für das Strand Magazine erläuterte Churchill später seine Theorie: Menschen, die geistig arbeiten, könnten ein müdes Gehirn nicht allein durch Ruhe reparieren. Man müsse einen anderen Teil seines Selbst beanspruchen. Es gehe um körperliche Tätigkeiten wie Holzarbeiten, Mauern oder Malen – alles, was die Augen und den Körper gleichermaßen beschäftigt. In der Psychologie spricht man heute von „Verhaltensaktivierung“.


Depressionen sind tückisch und stellen eine Verhaltensfalle auf: Man fühlt sich schlecht und hört auf, Dinge zu tun. Weniger Aktivität bedeutet weniger Erfolgserlebnisse, durch die man sich gut fühlen könnte. Das schlechtere Gefühl führt dazu, dass man noch weniger tut – eine Abwärtsspirale. Durch Verhaltensaktivierung und bewusstes Handeln werden kleine Belohnungen im Gehirn erzeugt; das Gehirn beginnt langsam, neu zu denken. Zuerst kommt die Handlung, dann das Gefühl. Inzwischen belegen zahlreiche Studien diesen Effekt.

Nicht wenige gläubige Menschen sind leider auch depressiv veranlagt. Man muss nicht gleich jeden Tag eine Mauer bauen, aber wie wäre es mit einem täglichen Spaziergang von 20 bis 30 Minuten, morgens oder abends? Ich praktiziere das selbst seit vielen Monaten: 10.000 Schritte. Man fühlt sich danach besser und kann die Zeit sinnvoll nutzen.

Ich habe mir dabei eigene Gebets-Challenges auferlegt, zum Beispiel einen Monat lang täglich den lichtreichen Rosenkranz oder den Barmherzigkeitsrosenkranz zu beten. Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt zumindest ein wenig depressiv veranlagt bin, aber eines weiß ich gewiss: Nach dem Spazierengehen fühle ich mich immer viel besser. Spazierengehen und Rosenkranz kombiniert ist "mega", wie die Jugend heute sagt, "Rosary Walking" sagen die Amis dazu. Also, lieber Winston: Mein „Ziegelmauern“ ist das Spazierengehen mit dem Rosenkranz in der Hand. Man bekommt damit viel Kraft und tut zudem etwas für die Gesundheit – und das nicht nur für den körperlichen Aspekt.


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Lesermeinungen

Stefan Fleischer vor 1 Stunden: Ich sage oft:

Der Rosenkranz ist für mich so etwas wie mein Handy zu Gott. Auf der Trägerfrequenz des regelmässigen Ablaufs läuft so etwas wie ein persönliches Gespräch mit Ihm. Ich erzähle Ihm von meinen Problemen und Gedanken, meine Sorgen und Aufregungen, aber auch von allem Schönen in meinem Leben. Meist verstehe ich nicht ganz, was er mir sagt. Aber irgendwie glaube ich, dass er mir antwortet, auf seine Art und Weise natürlich, aber sehr beruhigend. Andere sagen manchmal, ich sei doch so nicht konzentriert genug beim Gebet. Ja, die Zerstreutheit gehört zu meinen grossen Schwächen. Auch davon rede ich mit Ihm. Und manchmal spüre ich ganz direkt, dass Er mich versteht. Was will ich mehr?

Übrigens, auf das regelmässige Rosenkranzgebet bin ich vor viele Jahren gekommen, als mir mein Schatz sel. (meine Frau) vorschlug, mit ihr dem Lebendigen Rosenkranz beizutreten. Die Gesätzlein von uns beiden ist seither Pflicht, der Rest ist Kür.

Tschuschke vor 2 Stunden: Ein schöner Artikel,

vergelt's Gott! Sehr beherzigenswert!
Wolfgang Tschuschke, Pfr.i.R.

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