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Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe

vor 4 Stunden in Deutschland, 5 Lesermeinungen
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Der Landesverband hat einen entsprechenden Antrag beim Landesparteitag der SPD Berlin eingebracht. Die Ehe soll durch eine ‚Verantwortungsgemeinschaft‘ ersetzt werden.


Berlin (kath.net/jg)
Die Jusos Berlin wollen die zivilrechtliche Ehe abschaffen. Einen entsprechenden Antrag hat der Berliner Landesverband der Jusos beim Landesparteitag der Hauptstadtpartei am 8. und 9. Mai eingebracht, berichtet die BILD-Zeitung.

Die sozialistischen Jungpolitiker begründen ihren Vorstoß unter anderem damit, dass die Zivilehe „patriarchalische Machtstrukturen“ vertiefe und Freiheit und Selbstbestimmung der Menschen „durch ihren Anspruch auf dauerhaftes Verhalten“ einschränke. „Auch wenn es viele Menschen gibt, die in der Ehe eine romantische Verbindung sehen und in dieser glücklich sind, ist Emanzipation und Überwindung von Heteropatriarchat und Kapitalismus nur durch radikale und solidarische Veränderung möglich.“ Die Ehe diene dem „chauvinistischen, kapitalistischen Nationalstaat als Durchsetzungsinstrument frauenfeindlicher, queerfeindlicher, klassistischer und rassistischer Politik“, zitiert der FOCUS aus dem Antrag. 


An die Stelle der Ehe sollen so genannte „Verantwortungsgemeinschaften“ treten, die beim Standesamt nur mehr angezeigt werden. „In diesen können Menschen anlass-, verwandtschafts-, gender- und anzahlunabhängig Verantwortung füreinander und Angehörige übernehmen“. Bestehende Ehen sollen bleiben, können aber auf Antrag in Verantwortungsgemeinschaften umgewandelt werden.

In der Verantwortungsgemeinschaften sollen Fürsorge, Erbfragen und Aufenthalt geregelt werden. Nach Vorstellungen der Jusos soll auch eine Probezeit möglich sein. Wer will, kann die Verantwortungsgemeinschaft durch eine einfache Erklärung auch wieder verlassen. Die Formalitäten sollen gebührenfrei sein und sich damit von teuren Ehescheidungen unterscheiden.

Der Landesparteitag soll vor allem das Programm für die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin am 20. September im Blick haben. Der Antrag der Jusos auf Aufhebung der Ehe wird daher auf das kommende Jahr vertagt werden.

Die Ehe steht in Deutschland vom Grundgesetz geschützt. Im Artikel 6 heißt es: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung“.

Die Jusos sehen sich „nicht als brave Partei- oder Regierungsjugend, die zu Wahlkampfzeiten nur Plakate klebt. Vielmehr sind wir unserer Mutterpartei in kritischer Solidarität verbunden“. 

 


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Lesermeinungen

girsberg74 vor 2 Stunden: Eine Sau durchs Dorf getrieben,

um wahrgenommen zu werden ?

Mensch#17 vor 2 Stunden: Dumm, dümmer, ...

Am besten setzt man gegen solche Merkwürdigkeiten, die Forderung, daß die Organisation, die so etwas fordert, abgeschafft wird. Also:

Ich fordere die Abschaffung der JUSOS !!!

Diskutieren dürfte zwecklos sein! Wie wäre es mit einer Brandmauer?

dalet vor 2 Stunden: Grundgesetz

Interessant wäre in diesem Zusammenhang, wie das Wort "Ehe" aus Art. 6 GG definiert ist.

Ist Ehe die klassische Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau? Oder ist Ehe alles, was das Standesamt als Ehe einträgt.

Anders gefragt: Versteht das Grundgesetz unter Ehe, was die Väter und Mütter des Grundgesetzes - und das Volk bei der Abstimmung darunter verstanden haben.
Oder wurde das Grundgesetz geändert, indem man per einfachem Gesetz einfach eine Neudefinition eines Begriffs vorgenommen hat?

dalet vor 2 Stunden: Kamelle

Die Forderung nach der Abschaffung der Ehe ist nichts Neues aus dem linken Lager. Sie wurde auch früher schon erhoben, aber man konnte nichts erreichen.

Nun hat man die Ehe von innen her kaputt gemacht: Erst Lebenspartnerschaften als Konkurrenz, dann Homo-"Ehe", nun soll das Ehegattensplitting abgeschafft werden und in einigen Jahren sprechen wir über die Institutionalisierung polyamouröser Verbindungen. Letzteres ist in dem Antrag ja bereits angelegt.

Alles driftet nach links - aber rechts ist böse.

tieviekath vor 2 Stunden: Ehrliche Jusos

Das lässt sich nicht mehr kommentieren. Ich bin mal gespannt darauf, bei welcher der nächsten Wahlen die SPD unter die 5%-Hürde kommt.

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