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vor 7 Stunden in Deutschland, 7 Lesermeinungen
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Pfr. Klaus-Peter Vosen: In letzter Zeit möchte sich „ein wachsender Teil der Jugend mit einer Kirche identifizieren, die mit Freude den Glauben verkündet und lebt. Auf Standortdiskussionen hat sie keine Lust. Sie möchte missionarisch tätig sein.“
Würzburg (kath.net/pl) Eine bemerkenswerte Äußerung fördert Richard Meusers von Wissmann in seinem Kommentar in der „Welt“ anlässlich des bevorstehenden Katholikentages in Würzburg zutage. In seinem Beitrag mit dem Titel: „Katholikentag. Wenn Besucher:innen ‚queere Spuren in der Bibel mit spielerischen Methoden entdecken‘“ zitiert er den stellvertretenden Wuppertaler Stadtdechanten, Pfr. Klaus-Peter Vosen. Dieser Priester aus dem Erzbistum Köln hatte gegenüber der „Welt“ telefonisch mitgeteilt:
„Deutsche Sonderwege und überzogenes Selbstbewusstsein des deutschen Katholizismus bringen uns nicht weiter. Die lebendige Bindung an die Weltkirche ist notwendig. Gerade von den katholischen Christen in Afrika und Asien können wir frische, neue Glaubensimpulse erwarten.“ Er mache die Erfahrung, dass sich „gerade in letzter Zeit ein wachsender Teil der Jugend mit einer Kirche identifizieren möchte, die mit Freude den Glauben verkündet und lebt. Auf Standortdiskussionen hat sie keine Lust. Sie möchte missionarisch tätig sein.“
Autor Meusers von Wissmann ordnet dies folgendermaßen ein: „Damit spricht Vosen eine Entwicklung an, die in Deutschland bislang vergleichsweise schwach ausgeprägt ist. Während etwa in Frankreich oder den USA jüngere katholische Milieus teils bewusst auf Liturgie, Tradition und missionarische Klarheit setzen, begegnen viele deutsche Kirchenfunktionäre solchen Strömungen eher reserviert.“
Der Journalist argumentiert, dass hierin „auch der latente Konflikt mit Rom“ liege. Er erläutert in der „Welt“ weiter, dass der Vatikan deutsche Reformdebatten seit Jahren mit Skepsis betrachte und vor nationalen Sonderwegen warne. Dann schlägt Meusers von Wissmann den Bogen zu den jüngsten Entwicklungen: „Erst vor Kurzem wurde der Dissens um die Segnung homosexueller Partnerschaften erneut deutlich. Der Katholikentag in Würzburg ist deshalb nicht nur ein kirchliches Großtreffen, sondern auch indirekt ein Testfall für die Frage, wie eng sich die katholische Kirche in Deutschland noch an die Weltkirche gebunden sieht. Das Treffen wird deshalb vor allem zu einem Seismografen für den Zustand der katholischen Kirche in Deutschland. Er zeigt eine Kirche, die gesellschaftlich weiterhin mitreden will, deren religiöse Bindekraft aber sichtbar erodiert.“
Hintergrund: Ähnliche Gedanken hatte auch der Passauer Bischof Stefan Oster im Februar 2026 geäußert. Er brachte zum Ausdruck, dass sich auch in einer geplanten „Synodalkonferenz auf Bundesebene als Nachfolgegremium“ „die vielen Gläubigen, die sich der lehramtlichen Tradition verpflichtet fühlen, erneut nicht repräsentiert fühlen und innerlich noch mehr abgehängt werden“.
Dann hatte Oster ausdrücklich auf „Zeichen der Erneuerung jenseits des Synodalen Weges“ hingewiesen, „die vielen Taufen junger Erwachsener in Frankreich, in Belgien, in der westlichen Schweiz; die signifikante Neu- oder Wiederentdeckung des katholischen Glaubens mehrheitlich durch junge Männer in England und in den USA; die Suche junger Menschen nach Glaubensidentität auch bei uns“.
Oster machte darauf aufmerksam, dass es „dieses wachsende Interesse auch bei uns“ gebe. „Aber anderes als in anderen Ländern fragt sich das katholische Establishment hierzulande: Wollen wir diese überhaupt haben? Es sind nämlich überwiegend keine Interessenten, die sich von den Themen des synodalen Weges bewegen lassen, sondern offenbar weit häufiger Menschen, die nach Tiefe suchen, nach authentischer, existenzieller Spiritualität, nach der Schönheit der Liturgie, nach intellektueller Auseinandersetzung mit der großen Tradition. Also – um es mit dem inkriminierten Wort zu sagen – eher Konservative.“
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Armandus vor 2 Stunden: Hype oder authentisch?
- Wenn „jüngere katholische Milieus teils bewusst auf Liturgie, Tradition und missionarische Klarheit setzen“ und dies aus einer Art Hype resultiert, dann wundert es mich nicht, wenn „viele deutsche Kirchenfunktionäre solchen Strömungen eher reserviert begegnen“.
- Wenn „jüngere katholische Milieus teils bewusst auf Liturgie, Tradition und missionarische Klarheit setzen“ und dies nicht aus einer Art Hype resultiert, dann wundert es mich auch nicht, wenn „viele deutsche Kirchenfunktionäre solchen Strömungen eher reserviert begegnen“, denn diese „jüngere katholische Milieus“ zeigen auf, wie unglaubwürdig und problematisch die s.g. Konzilskirche geworden ist.
doda vor 3 Stunden: Es ist Heuchelei, Hindernis statt Hilfe und verlorene Gelegenheit
"Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler! Denn ihr verschließt das Himmelreich vor den Menschen. Ihr selbst geht ja nicht hinein, laßt aber auch die nicht hinein, welche hineingehen wollen." (Matthäus 23,13,)
Diese Aussage bezieht sich auf eine scharfe Kritik Jesu an den religiösen Führern seiner Zeit (Schriftgelehrte und Pharisäer).
Obwohl sie selbst nicht den Weg des Glaubens und der Barmherzigkeit gehen, hindern sie auch diejenigen daran, die sich ernsthaft nach Gottes Nähe sehnen.
modernchrist vor 3 Stunden: Das ist genau der Punkt: dass permanent
"die vielen Gläubigen, die sich der lehramtlichen Tradition verpflichtet fühlen, erneut nicht repräsentiert fühlen und innerlich noch mehr abgehängt werden“.
Bei einer Umfrage zum Besuch des KT war es mir nicht möglich, die Frage, warum ich nicht hingehe zu beantworten. Warum? Die 3 vorgegebenen Antworten trafen bei mir keine zu, denn ich gehe nicht mehr hin, weil ich gegen die links/gender-zirkusartige Ausrichtung dieser KTs immer mehr allergisch bin. Beispiel: Sadomasostand in der Kirchenmeile!! Es gab keine Ankreuzmöglichkeit, die Abneigung gegen Ausrichtungen auszudrücken. Fazit: Wir kommen praktisch nicht mehr vor....in deren Gedanken! Uns s o l l es möglichst nicht mehr geben. Ausgegrenzt und abgehängt!
SpatzInDerHand vor 5 Stunden: Tja... warum lesen wir so wenige Berichte über Glaubensaufbrücke in Deutschland?
Sagen wir es ganz deutlich: weil die deutsch-katholische Kirche und das ZdK sowas NULL brauchen kann. Statt dessen schüren Kirchenmedien wie katholisch.de (gern auch als "häretisch.de" bezeichnet) Misstrauen, wenn es darum geht, dass junge Menschen gläubig werden könnten. Wie beschämend!!!
Versusdeum vor 5 Stunden: Wenn es wenigstens nur "Sonderwege" wären
Tatsächlich haben fast alle Bischöfe der DBK einen Wisch unterschrieben, ihre Leitungsvollmacht (und sogar Befugnisse, die sie nicht einmal selbst haben) an ein willkürlich zusammengesetztes Gremium mit angemaßten quasidogmatischen Beschlüssen bekannt häretischer Inhalte abzugeben. Allein das umzusetzen, kann nur die Exkommunikation der betreffenden Bischöfe bedeuten.
Hängematte vor 6 Stunden: Sehr erfreulich.
Auch in Deutschland geschehen Wunder und Zeichen!
Nur so weiter.
ThomasR vor 6 Stunden: Eigenweg in München mündet auch in Mehrung der Kirchenaustritte
und in einer weiteren Reduzierung der Anzahl der Priesterseminareintritte
Die Gläubigen fühlen sich in der neuen Kirche ohne Rom* wie verlassen und erkunden die breite Landschaft von Freikirchen und Zelebrationsorte der Piusbrüder als neue Heimat.
* z.B. samt Frauenpredigten in der Messe.
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