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vor 3 Tagen in Kommentar, 36 Lesermeinungen
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Bistumsprozess in Paderborn. Jetzt wird alles gut. Aus 600 Pfarreien werden 21 und die Teams werden multiprofessionell. Die Sprache wird immer infantiler und die Fläche verödet zunehmend. Der Montagskick von Peter Winnemöller
Paderborn (kath.net)
Es ist ein Phänomen, das alle Bistümer in Deutschland betrifft. Die klassische Struktur der Kirche, die sich von unten nach oben in Pfarrei, Dekanat und Bistum gliedert, funktioniert hier nicht mehr. Zu wenig Priester, zu wenig Gläubige – am Ende wohl zu wenig Glaube. Also müssen Pastoralstrategen, Unternehmensberater und Werbeagenturen ran. Man merkt das, wenn man ein wenig sensibel dafür ist, denn eines ist allen diesen Strukturreformen gemeinsam: Sie würden auch dann funktionieren, wenn es Gott nicht gäbe. Diözesane Strukturreformen sind keine Theologie, sondern nackte Algebra, die in teils infantilem Pastoralsprech immer dieselbe Botschaft vermittelt: Die kleinste Einheit muss größer werden. GEMEINSAM.GLAUBEN.GESTALTEN. Lauter Einwortsätze. Ein Kind sollte mit 2 Jahren Zwei-Wortkombinationen können. Nur mal am Rande bemerkt. Das ist die Weise, wie die Kirche mit den Menschen spricht. Erwachsene sprechen in ganzen Sätzen miteinander.
Der Irrglaube hinter den sich in immer kürzeren Abständen jagenden Reformen resultiert aus dem Wunsch nach Machbarkeit. Diese Idee ist Folge der Überzeugung, die Kirche sei nicht mehr als eine soziale Größe. Dazu kommen erschreckende Erkenntnisse von weniger werdenden Einnahmen aus der Kirchensteuer, die zwar noch immer nominell Jahr für Jahr steigt, aber inflationsbereinigt schon dramatisch sinkt. Dabei geschieht ein Jammern auf hohem Niveau. Ein Niveau, das es immer noch ermöglicht, dass die Kirche in Deutschland reichlich internationale Scheckbuchpastoral betreibt. Doch bleiben wir im Land und schauen, was hier geschieht in Sachen Reformkirchen geschieht.
Nun hat es wieder mal das Erzbistum Paderborn erwischt. Diesmal nennt es sich Bistumsprozess. Vergangene Prozesse hießen auch schon mal „Perspektive 2014“ oder Zukunftsbild. Es ist inzwischen die dritte Bistumsreform in 30 Jahren. Bis dato sind die geforderten Pastoralkonzepte und Immobilienkonzepte der Pastoralen Räume, die die vorhergehende Reformstufe verlangte, gar nicht alle geschrieben, da sind sie schon wieder obsolet. Monate und Jahre hatten Gremien aus Haupt- und Ehrenamtlichen damit verbracht, die Kirche in ihrer Region auf dem Papier neu zu erfinden und die ultimative Lösung zu Papier zu bringen. Nach diesen Pastoralkonzepten sollten künftig alle Haupt- und Ehrenamtlichen im Pastoralen Raum arbeiten. Nach diesen Papieren sollte der Pastorale Raum visitiert werden. Erst jüngst hatte man die Pastoralen Räume zu sogenannten Immobilienkonzepten verpflichtet und die Maßgabe verhängt, dass jedes dritte Gebäude im Erzbistum versilbert werden solle. Die Prozesse laufen noch, sind aber im Grunde schon wieder Geschichte.
Im vergangenen Jahr, nachdem bereits der Start des neuen Reformprozesses verkündet worden war, wurden Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände gewählt, deren einzige Aufgabe darin bestehen wird, eben jene Struktur abzuwickeln, für die sie gewählt wurden. So schnell und so brutal, wie jetzt die pastorale Axt kreisen wird, hatten wir es noch nie. Das Erzbistum Paderborn mit seinen über 600 Pfarreien wird zu 21 Seelsorgeräumen zusammengefasst, die im Wesentlichen den alten Dekanaten entsprechen. Jeder dieser Seelsorgeräume wird idealerweise genau eine Pfarrei sein. In Ausnahmefällen dürfen es bis zu drei sein. Man darf gespannt sein. Doch eines lässt sich schon jetzt sagen, in zwei bis drei Jahren wird es keine einzige (!) Pfarrei, die derzeit im Erzbistum existiert, noch geben. Jahrhundertealte Strukturen werden zerschlagen und mit Pastoralkitt neu modelliert.
Von 600 auf 21 bis vielleicht 25 oder 26 Pfarreien. Was früher das Ensemble aus Pfarrhaus, Pfarrbüro und Pfarrkirche war, wird dann ein Pastorales Zentrum sein. Irgendwo in 30 bis 50 km Entfernung wird dann der eigene Pfarrer wohnen, zu man ganz sicher keinen persönlichen Kontakt wird aufbauen können. Wozu auch, es gibt ja jede Mengen pastorales Fußvolk, das sich mehr oder weniger gerecht über die Pastoralkolchose verteilt. Wenn man Glück hat, sieht man vielleicht mal einen davon. Auch das wird es nämlich geben „Verlässliche Orte von Kirche“. Wenn Sie Pastoralamateur jetzt an einen Ort denken, wo jeden Sonntag die Heilige Messe gefeiert wird … Nö. Es kann auch ein Kindergarten oder ein Krankenhaus ein „Verlässlicher Ort von Kirche“ sein. Dass sich da mal keiner beklagt, die werden über den ganzen Seelsorgeraum die Präsenz von Kirche sicherstellen. Dafür sorgt ein Leitungsteam aus Pfarrer, Pastoralem Koordinator und Verwaltungsleiter. Für die Arbeit ist ein multiprofessionelles Team vorgesehen, das sogar einen Ehrenamtskoordinator bekommt, der die Heerscharen von ehrenamtlichen Laien, die es demnächst geben wird, befähigen soll.
Während man zugleich mit der Schrumpfung der Zahl der Pfarreien um den Faktor 30 die Zahl der Generalvikariate um den Faktor vier vergrößert. Natürlich ist es nur ein Generalvikariat an vier Orten, aber jede Wette, in zehn bis fünfzehn Jahren sind alle vier Standorte so groß wie das heutige Generalvikariat in Paderborn. Der Grund ist einsichtig, den Pfarreien sollen immer mehr Verwaltungsaufgaben abgenommen werden, dazu braucht man regionale Standorte, die die Leitungsteams von Standorten in der Nähe aus begleiten können. Irgendwie ist das konsequent so, da nämlich das Engagement der kirchlichen Einrichtungen immer mehr in Bereiche wie Soziales, Betreuen, Beraten, Pflegen und Unterrichten verlagert wird, braucht es weit mehr Verwaltung. Die riesigen Pfarreien kumulieren die Vermögen und Haushalte der zahlreichen kleineren, aus denen sie hervorgingen. Das kann nicht einmal mehr ein Verwaltungsleiter überblicken. Einheiten diese Größe brauchen moderne, multiprofessionelle Verwaltungen. Kindertageseinrichtungen koppelt man gleich ganz aus den Strukturen der Pfarreien aus. Diese landen in einer gGmbH und werden von dort aus zentral verwaltet.
Nicht zuletzt, um dieses Eigentum von Pfarreien an eine Gesellschaft zu übertragen, ist die Auflösung der Pfarreien nötig. Den vollen Zugriff auf das Vermögen einer Pfarrei kann ein Bischof dann und nur dann bekommen, wenn er eine Pfarrei auflöst. Bleibt abzuwarten, was noch so alles zentralisiert werden wird. Da Kirchenvorstandsarbeit ohnehin Geheimniskrämerei ist und selbst die Kirchenvorstände nicht über alle Vermögensangelegenheiten einer Pfarrei informiert sind, kann keiner vorhersagen oder später bis ins Letzte nachprüfen, welche Geldströme von wo nach wo gelaufen sind. Auch die künftigen Kirchenvorstände werden in geheimer Sitzung tagen und zur Verschwiegenheit verpflichtet sein. Man kann auf diesem Wege auch mal aufräumen. Ob es geschehen wird, wird man sehen oder nicht.
Beeindruckend an der kommenden Reform ist die Geschwindigkeit. Errichtung der Seelsorgeräume am 1. Advent 2026, innerhalb eines Jahres sollen sich die Räume orientieren, damit ab 1. Advent 2027 die Leitungsteams das Ruder übernehmen können. Dass es einen Rückzug aus der Fläche geben wird, steht wohl außer Frage. Beeindruckend ist die derzeitige Haltung an vielen Orten, wir machen einfach irgendwie weiter. Auch Priester sagen, was sollen die schon machen, ich mache weiter wie bisher. Doch ganz so wird es nicht gelingen. Kirchen und Pfarrheime werden verschwinden. Wer soll denn eine Dorfkirche aufrecht erhalten, die 500 Besucher fasst und alle 14 Tage 20 Messbesucher hat.
Hier ist der Moment, auch den Menschen in den Pfarreien mal zu sagen, wo ihre Verantwortung für das Desaster liegt. Leere Kirchen sind überflüssig. Menschen, die den Glauben in ihren Familien nicht weitergeben und weiterleben, leeren nicht nur die Kirchen, sie leeren auch die Pfarrhäuser. Auf die Frage, warum denn kein Pfarrer mehr ins Dorf kommt, lautete schon vor zwanzig Jahren die einzig sinnvolle Gegenfrage, wann denn im Ort die letzte Primiz gefeiert wurde. So still, wie es Sonntag für Sonntag in den Kirchen ist, ist es auch rund um die Bistumsreform. Wer nicht zufällig irgendeinem Gremium angehört oder ein Nachrichtenjunkie ist, erfährt von der bevorstehenden Reform genau gar nichts. Plötzlich steht ein Artikel in der Lokalzeitung, dass künftig der Dechant der Pfarrer ist. Na und?
Man kann schon jetzt in vielen Dorfkirchen erkennen, dass sie derzeit Sonntag für Sonntag eine Messe haben, weil es einen Pensionär gibt, der dazu bereit ist, und einen Pastoralraumleiter, der ihn machen lässt. Stirbt der Priester, stirbt an jenem Ort die Messe und vielleicht auch das Kirchengebäude, das mit den Spendengroschen der Urgroßväter gebaut wurde und für das so manch einer im Dorf auch tief in die Tasche gegriffen hat. Wo die Pastoralraumleiter schon heute der Ansicht sind, man müsse die Menschen an den Mangel von Morgen gewöhnen, bleibt eine Kirche auch schon mal vier Wochen abgeschlossen. Wundere sich bitte niemand über Reformen, wie die, die wir erleben. Es hat immer alles zwei Seiten.
Und trotzdem ist es falsch. Es ist grundfalsch, zuerst mit der Sense und dann mit der Gießkanne über das Land zu gehen. Eine kluge Pastoral würde darauf achten, wo geistliche Orte sind, die blühen, und dort die Seelsorge stärken. Lieber dort noch einen Priester hinschicken, wo er fruchtbar wirken kann, als in eine vertrocknete Pastoralkolchose, wo er auch selbst am Ende verdorrt. Lieber mit dem Abrissbagger eine tote Kirche abreißen, als an einem lebendigen Glaubensort auch nur eine einzige Messe zu streichen. Schaut man sich an, wie unser Land missioniert wurde, dann kommt man natürlich zuerst zur Mission mit dem Schwert. Doch mit dem Schwert missioniert man nur die Oberschicht, nicht das Volk. Der christliche Glaube in unserem Land ist von Klöstern aus verbreitet und ins Volk gepflanzt worden. Das waren geistliche Orte, die aus sich heraus anziehend waren und die nach und nach immer weiter in die Fläche ausgestrahlt haben. Diese allgemeine pastorale Gleichmacherei tötet lebendige Glaubensorte, um halbtote im Halbleben zu halten. Das macht den Glauben überall unattraktiv. Und ein vereinsamter Priester in einem Land ohne Glauben verzweifelt am Ende nur selbst. Wer das Land neu evangelisieren will, braucht starke Orte des Glaubens, an dem die Menschen die dort leben, wirklich die geistliche Kraft des gemeinsamen Glaubens erfahren und leben können. Diese kann man ausbreiten und teilen.
Natürlich zieht das Erzbistum Paderborn seine Bistumsreform nun mit aller Kraft und mit der gebotenen Geschwindigkeit durch. Man wird noch mehr Menschen aus der Kirche treiben und noch mehr Orte werden veröden und irgendwann wird man das Bistum reformieren müssen. Da man die im Kern immer gleiche Reform nur mit anderem Framing und Wording und mit immer größer werdenden Räumen durchführt, wird nämlich auch die aktuelle Bistumsreform ungefähr zehn Jahre halten. Es gibt keinen Grund, warum nicht zehn Pfarreien für das Erzbistum Paderborn ausreichen, und damit sich dann immer nur zwei Pfarreien ein Generalvikariat teilen müssen, gründet man ein fünftes. So oder ähnlich wird es kommen. Irgendwann, wenn alle 27 deutschen Diözesen in einer letzten ultimativen, erst wirklich Zukunft verheißenden Pastoralreform zu einer einzigen Pfarrei von Garmisch bis Flensburg fusioniert sind, wird der Papst afrikanische und asiatische Ordensleute nach Deutschland senden, die hier Missionsklöster bauen und Missionsbischöfe einsetzen werden. Wer also etwas für den Glauben in Deutschland tun will, suche sich schon mal eine afrikanische Abtei, spende und bete für sie.
Bild oben: Der Hohe Dom zu Paderborn in einer Nachtaufnahme. Foto: Arne Hückelheim, CC BY-SA 3.0, wikimedia
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Christine vor 14 Stunden: Reinigung der Kirche
Es wird von Jesus alles gereinigt und die Geschwüre ausgeschnitten, was zum Leib Christi gehört und entfernt werden, was nicht zum Leib Christi gehört.
Joh 15
»Ich bin der wahre Weinstock. Mein Vater ist der Winzer. Er entfernt jede Rebe an mir, die keine Frucht trägt. Und er reinigt jede Rebe, die Frucht trägt, damit sie noch mehr Frucht bringt...
Bleibt mit mir verbunden, dann bleibe ich mit euch verbunden.
Eine Rebe kann aus sich selbst heraus keine Frucht tragen.Dazu muss sie mit dem Weinstock verbunden bleiben. So könnt auch ihr keine Frucht tragen,
wenn ihr nicht mit mir verbunden bleibt.
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Rebzweige.
Wer mit mir verbunden bleibt so wie ich mit ihm,
bringt reiche Frucht.
Denn ohne mich könnt ihr nichts erreichen. Wer nicht mit mir verbunden bleibt, Wer nicht mit mir verbunden bleibt, wird weggeworfen wie eine unfruchtbare Rebe und vertrocknet. Man sammelt die vertrockneten Reben ein und wirft sie ins Feuer, wo sie verbrennen.
Tante Ottilie vor 15 Stunden: Gottes Wege sind wunderbar! (3)
Wir baten den Priester, wenn es ihm möglich sei, sich für den aus Togo stammenden Diakon geeigneten Orts einzusetzen.
Einige Zeit später erfuhren wir zu Hause, dass ein Wechsel im Priesterseminar stattgefunden habe, der bisherige Regens war in eine Gemeinde gewechselt und der Gemeindepriester, dem wir von dem Diakon erzählt hatten, war zum Regens des Priesterseminars berufen worden!
Es dauerte dann auch nicht mehr sehr lange, bis unser togolesischstämmiger Diakon im Hamburger Dom zusammen mit 2 anderen Kandidaten zum Priester geweiht wurde.
War ganz gewiss nicht etwa unser alleiger Beitrag, der dazu führte, er war in seiner damaligen Ortspfarrei sehr beliebt bei vielen Gemeindemitgliedern - da haben sich gewiss mehrere für ihn eingesetzt.
Allerdings gibt's ja auch in solchen Fällen Neid und Missgunst.
Tante Ottilie vor 15 Stunden: Gottes Wege sind wunderbar! (2)
Wir wissen und kennen sicherlich nicht die ganze Geschichte der Hinführung des togolesischen Geistlichen zur Priesterweihe.
Nur soviel: Damals waren wir hier noch keine Großpfarrei wie heute - die damals noch 7 Gemeinden im Kreisgebiet waren noch eigenständig.
Wg des jahrelangen Meidens unserer Ortsgemeinde besuchten wir andere Gemeinden unseres Kreises im sog. pastoralen Raum - so lernten wir den schwarzafrikan. Priesteramtskandidaten kennen und schätzen. Er brachte monatelang nach einer Fuß-OP die Krankenkommunion zu uns nach Hause, damals schon als Diakon.
U.a. hielt ihn der damalige Regens des Priesterseminars monatelang ja sogar über 2 Jahre hin und schlug ihn nicht zur Priesterweihe vor, das erzählte der Diakon uns traurig.
In unserem Urlaub über 100km vom Wohnort entfernt, lernten wir bei einer Maiandachtswallfahrt den Priester der dortigen Gemeinde kennen und saßen am Kaffeetisch mit ihm zusammen und erzählten ihm von unseren Begegnungen und Erfahrungen mit diesem Diakon.
Tante Ottilie vor 15 Stunden: Gottes Wege sind wunderbar! (1)
Allein die Berufungsinsiration dieses Priesters ist schon phantastisch: Papst Johannes Paul II. besuchte Togo und unser damals jugendlicher Togolese konnte aus irgendwelchen Gründen nicht an der Hl. Messe mit dem Papst teilnehmen und ging traurig durch eine einsame menschenleeren Nebenstraße. Plötzlich bog der Autokorso mit dem Papst wohl aus Sicherheitsgründen in eben diese Straße und befuhr sie, so dass unser Jugendlicher dem Papst ganz allein begegnete. Seine Begeisterung kannte keine Grenzen, er grüßte überschwänglich und JP II segnete ihn ganz allein vom Auto aus: Da wusste er, dass er Priester werden wollte!
Als wir ihn kennenlernen, waren wir insgesamt 17 Jahre von unserer Ortsgemeinde getrennt wg starker Differenzen mit führenden Personen wg des Lebensschutzes Ungeborener.
Es sind immer wieder einzelne Personen, die der HERR sich zu Werkzeugen seiner Pläne erwählt. Im vorliegenden Fall waren es einzelne ältere konservativer und fromme Priester, die für den Togolesen sprachen.
HerrHilfDeinerKirche vor 17 Stunden: @Tante Ottilie - Unterstützung für einen Priester
sie müssen eine wundervolle Gemeinde sein: vermutlich zusamnenhängend mit der Diaspora -Situation. Ich bin überzeugt, dass die ganze Krise heute auch durch die Kirche selbst verursacht wurde. Wo früher der Herr Pfarrer seine Gemeindemitglieder regelmäßig besuchte und kannte, ist das heute mit den Großgemeinden eher anonym. Die Tochter unserer Nachbarn ist des Studiums wegen nach Berlin gezogen. Kurz nach offzieller Anmeldung bekam sie einen Brief der zu ihrem Stadtteil gehörenden Katholischen Kirchengemeinde. Man hieß sie willkommen, gab einen Überblick über die Messzeiten und lud zum Willkommenskaffee. Und hier? Wir sind vor ein paar Jahren neu zugezogen. Nach der Anmeldung kam jede Menge Infomaterial der politischen Gemeinde, aber 0,00 von der Kirche. Wir haben uns dann selber informiert und sind einfach beim Seniorenkaffee aufgetaucht. Man war perplex …
Tante Ottilie vor 27 Stunden: Liebe SalvatoreMio,
Wir haben nur einen bescheidenen Beitrag dazu geleistet, dass der Geistliche aus Togo doch schließlich noch zum Priester geweiht werden konnte.
Es war in erster und entscheidender Linie das gnadenlose Werk Gottes - dagegen kommt keine weltlich-menschliche List und Intrige an.
Ich kann das hier im einzelnen nicht ausführen, was da alles an Fügung zusammen kam - aber wir sind heute noch ergriffen und glücklich darüber.
Der Priester war die ersten Jahre in Schleswig-Holstein eingesetzt, jetzt ist er in MV tätig.
SalvatoreMio vor 33 Stunden: Was für schreckenerregende Beiträge sind das hier?
Ich sehe sie erst jetzt. Ja, offenbar sind bei vielen die Priester nicht mehr erwünscht, vor allem dann nicht, wenn sie nicht so sind, wie man möchte: lustig, auf allen Festen zugegen sein, nicht so fromm predigen.- Als ich vor einigen Monaten unseren älteren Priester, der nun im Ruhestand ist fragte, warum ich immer wieder neu um eine Fürbitte um Priesterberufungen betteln müsse, kam die bescheidene Antwort: Die werden zukünftig anders aussehen ..." Ich brauchte auch nicht mehr zu fragen, wie man das verstehen solle.
SalvatoreMio vor 34 Stunden: Erfahrungen in norddeutscher Diaspora - Auslandspriester
Liebe@Tante Ottilie! Ich freue mich sehr, dass Ihr es erreicht habt, den Priester aus Togo zu unterstützen!
Zu dem indischen Priester: wir haben eben alle unterschiedliche Talente, auch die Sprachbegabung ist ja ein Talent. Allein der gute Wille, in ein fremdes Land zu gehen, reicht meines Erachtens nicht, da man auch mit Intelligenz nicht alles hinbekommt. -
Tante Ottilie vor 35 Stunden: @Liborius PB
War das Kard. Degenhardt oder Bf Becker?
Tante Ottilie vor 2 Tagen: Eigene Erfahrungen
Wir leben hier in der norddeutschen Diaspora.
Hatten vor Kahren hier in der Nachbargemeinde einen indischen Priester, der sehr freundlich war, aber leider sehr schlecht Deutsch sprach, so dass man zwar noch leidlich die von ihm abgelegenen Texte aus dem Messbuch und Lektionar verstand, nicht jedoch seine Predigten. Ein Versäumnis des Erzbistums HH , man hätte ihn die deutsche Sprache erlernen lassen müssen, bevor er in der Gemeinde eingesetzt wurde.
Ein aus Togo stammender schwarzafrikan. Priesteramtskandidat sprach dagegen gutes Deutsch, wurde zum Diakon geweiht, predigte sehr gut, und war sehr beliebt in der Gemeinde, auch bei uns. Er kam regelmäßig zu uns mit der Krankenkommunion und hielt mit uns sehr gute gehaltvolle Wortgottesdienste bei uns zu Hause.
M.E. aus Neid, Eifersucht etc. wurde von einer Gemeindereferentin gegen ihn gearbeitet, man ließ ihn sehr lange auf die Priesterweihe warten.
Aber einige und auch wir konnten uns erfolgreich für ihn einsetzen: er ist >10 J. Priest
zeitundewigkeit vor 2 Tagen:
Nicht die Strukturen allein sind zu ändern, vor allem die Herzen der Menschen. Bei sicher mehr als zwei Drittel aller Katholiken ist das göttliche Gnadenleben erloschen. auch wenn sie noch zum Sonntagsgottesdienst kommen. Wie kann beim Verharren in schwerer Sünde der Segen Gottes wirken? Diese Menschen tappen immer tiefer in die Finsternis, die Probleme des Einzelnen, der Kirche und der Welt werden immer größer. Nur Heilige retten Kirche und Welt.
Liborius PB vor 2 Tagen: Das wir in einigen Jahren wieder obsolet sein
Ich habe im Bistum schon manches mitgemacht einschließlich der Bösartikeit des vorletzen Bischofs.
Alle Konzepte sind in der Schublade verschwunden, zuletzt das Pastoralkonzept. Auch diese Tranformation wird in wenigen Jahren wieder einem neuen Prozess weichen.Dann wird wahrscheinlich das ganze Bistum eine Pfarrei. Was solls. Ich geh bald in den Ruhestand, dannkümmert mich das ganze nicht mehr. Nur schade um die Gläubigen, die noch zur Kirche kommen und in manchen doch noch recht zahlreich.
HerrHilfDeinerKirche vor 2 Tagen: @Tante Ottilie : Auslandspriester
Wir haben und hatten hier Inder, Kongolesen, Litauer.. als Unterstützung. ALLE haben Deutschkurse durchlaufen bevor sie in die Gemeinden gingen. Bei Indern und Kongolesen organisierte die Gemeinde zusätzliche Kurse vor Ort. Geholfen hat es nicht und es war jede Messe ein Graus. Irgendwann wechselten sie in andere Gemeinden. Die zwei Litauer sprechen inzwischen recht gutes Deutsch und werden hier als Aushilfen oder Vertretung eingesetzt. Hinzu kam dass sowohl Kongolesen als auch Inder den Menschen Hier « zu Katholisch « waren und nie ohne ihren schwarzen Anzug in der Öffentlichkeit auftraten. (Selbst auf Stadtfesten immer korrekt gekleidet). Unser Priester ist zwar kein « Jeans und Turnschuh » Träger aber beim Feiern ist es die dunkle Jeans unt ein helles Shirt; dann auch gern mal ein Bier am Abend: das kommt an. Zudem hat er schnell den örtlichen Dialekt erlernt und ist Mitten drin.
Tante Ottilie vor 2 Tagen: ICH FRAGE: Warum werden nicht längst Bistümer in D zusammen gelegt?
Wieso brauchen wir 27 Bistümer bei nur noch rd 23 Mio Katholiken in Deutschland?
Der Staat kommt bei 82 Mio Einwohnern ja auch mit 16 Bundesländern aus.
Im übrigen:
Die Bistümer/Ordinariate sind doch sonst so offen und befürworten für Migration und Integration von Migranten - Warum werden nicht Priester aus dem Ausland hierher geholt, vernünftig in der dt. Sprache geschult und dann in den Gemeinden eingesetzt?
WEIL MAN ES OFFENBAR NOCHT WILL!
Und die noch praktizierenden kpnservativen Katholiken nehmen den jetzigen geistlichen Niedergang still und ergeben hin....
HerrHilfDeinerKirche vor 2 Tagen: @Armandus : fehlender Priesternachwuchs
Ein Problem sehe ich heute in den mehrheitlich nicht mehr religiösen Elternhäusern. Früher haben wir mit unseren Kindern noch
Tischgebete gesprochen und zum Schlafengehen ein kleines Gute Nacht Gebet gesprochen. Das kennen viele Kinder gar nicht mehr. Sonntag in die Heilige Messe war für die ganze Familie selbstverständlich. Heute ist das Café an der Kirche Sonntag morgen voll aber die Kirche leer. Wo sollen die Priester herkommen wenn die Kinder kaum bis nie eine Kirche von innen sehen? Zölibat ist eine faule Ausrede! Der evangelischen Kirche fehlen trotz Frauenpriestertum und Ehe ebenfalls Priester ( unsere örtliche Protestantische Gemeinde hat seit 2 Jahren keinen Pastor mehr ). Man muss bei den Kindern ansetzten und nach der Erstkommunion dran bleiben und die Kinder regelmäßig ansprechen und »abholen «. Hier kommt nach der Erstkommunion nichts; wer nicht Messdiener wird, bleibt der Kirche fern. Unsere Priester müssen ihre Komfortzone verlassen und die Schäfchen ansprechen!
Armandus vor 2 Tagen: in Deutschland
Es gibt 2 Gründe, um nicht für Priesterberufungen beten zu wollen:
1) Zölibatär lebende Priester sind potentielle Kinderschänder.
Gegen verheiratete Priester haben die Deutschen nichts, allerdings das Zölibat-Model, wie bei ständigen Diakonen, hätte den Deutschen nicht gereicht. Sie wollen auch die Priesterehe (Zölibatäre sollen heiraten dürfen). Der wahre Grund für verheiratete Priester ist zwar ein anderer, wird aber offiziell nicht genannt.
2) Zu viele Priester würden die Präsenz der Kommunionhelfer, Lektoren, Prediger (Laien) infrage stellen.
In der Politik muss man sich damit abfinden, was die demokratisch Gewählten nach ihrer Wahl bestimmen. Die RK-Kirche Kirche erlaubt den Laien zu bestimmen, was die eingesetzten Oberen (Bischöfe und Priester) zu glauben, zu sagen und zu tun haben. Die deutsche Laienkirche lässt sich nicht die Errungenschaften der letzten 50 Jahre einfach so wegnehmen.
Versusdeum vor 2 Tagen: Wer sein Heil nicht mehr im Jenseits sucht,
der sucht es eben in Ideologien und im deutschen Zweig der Kirche auch ganz besonders in (immer offener Gegenkirchlichen Macht-) Strukturen. Die Kirche nei uns hat vielerorts noch so viel Substanz wie das Skelett in der Kneipe ("Zwei Bier bitte. Und einen Lappen zum Aufwischen")
ThomasR vor 2 Tagen: die Lage in einem Bistum kann man am einfachsten nach der Lage im Priesterseminar*
(immerhin Herz der Diözese so wenigstens Vaticanum2)
einschätzen.
und diese ist in beinahe allen deutschen Bistümern katastrophal,
Kein Priesterseminar wurde in Deutschland für altrituelle Bewerber bzw Bewerber aus katolischen Ostriten formal geöffnet.Man träumt vielorts eher von Bewerberinnen
Keine Semianristen= Keine Priester= Keine Heilige Messe= Keine Kirche
(und letztendlich auch keine Kirchensteuer aber dafür viel Vermögen und keine Pflichten liebe Funktionäre nicht nur vom Münchner Ordinariat!)
Über Zulauf freuen sich v.A. Piusbrüder (mit 66 Seminaristen im 1.Ausbildungsjahr 2025)
Cyprian63 vor 2 Tagen: Priester in diesen Strukturen?!
Wenn man das hört bzw. liest möchte man gar nicht mehr um geistliche Berufungen für die Gemeinden beten. Und es ist auch schwer vorstellbar, dass ein junger Mann Priester unter solchen Bedingungen werden will. Wer heute noch Priester werden will, sucht zunächst ein geistliches Leben und will vor allem missionarisch wirken - was in diesen Strukturen nicht möglich ist.
Und Gebet um geistliche Berufe: ein Gastpriester brachte vor einiger Zeit in unserer Pfarre eigene Fürbitten mit, die eine Fürbitte um Priesterberufe enthielt, doch er durfte sie nicht verwenden, sondern musste die nehmen, die eine Mitarbeiterin der Pfarre vorbereitet hatte, natürlich ohne Fürbitte um geistliche Berufe.
Martinus Theophilus vor 2 Tagen: chriseeb74: Nicht alternativlos II
Es wird erwartet, dass die Priester 60 Stunden pro Woche und mehr arbeiten, neue Aufgaben zusätzlich zu den bisherigen und oft ohne jede Unterstützung oder Begleitung des Bistums bewältigen, jedoch jede einzelne dienstliche Autofahrt kilometergenau abrechnen und bloß nirgends anecken. Falls doch einmal eine (teils anonyme) Beschwerde im Ordinariat eingeht, muss der Priester binnen kürzester Frist eine seitenlange schriftliche Stellungnahme abliefern oder sich spätestens am nächsten freien Montag zum persönlichen Verhör im Ordinariat einfinden. Und wer drei kritische Worte zum neuesten Konzept seines Bischofs verliert, findet sich als Pfarrvikar in einer Diözese am anderen Ende Deutschlands wieder. Wer so mit dem eigenen Personal umgeht, muss sich über fehlenden Nachwuchs nicht wundern.
Martinus Theophilus vor 2 Tagen: @chriseeb74: Nicht alternativlos I
"Was gibt es für Alternativen?"
Nun, zunächst müsste man mal lernen, mit den eigenen Priestern und Priesteramtskandidaten wertschätzend umzugehen. Ich war zwei Jahre im Theologenkonvikt einer westdeutschen Erzdiözese und musste erleben, wie zwanzig Männer vor die Tür gesetzt wurden. Viele davon waren einfach nicht anpassungsfähig oder -willig genug, um sich den Herren Regenten, Subregenten und Ordinariatshierarchen mit ihrem Stolz und ihren "modernen" Ideen zu unterwerfen und dabei eigene Lebenserfahrung und gesunden Menschenverstand außer acht zu lassen.
Und diejenigen, die Priester geworden sind, beklagen das Fehlen nahezu jeglicher Unterstützung und Ermutigung seitens des bischöflichen Apparats.
Der eine muss die bereits publizierte Ernennung zum Pfarrer verschieben, weil eine Vierzehnjährige angeblich eine anzügliche Textnachricht von einem ehrenamtlichen Jugendleiter erhalten haben will und die hauptamtliche Präventionskraft es versäumt hat, den Priester darüber zu informieren.
HerrHilfDeinerKirche vor 2 Tagen: @SalvatoreMio und @Armandus
Beten für Seelsorger; Jeden Donnerstag in der Kapelle dès Klinikums. Nennt sich «Gebet für geistliche Berufe« und man benennt explizit Priester und Ordensleute. Das Traurige allerdings, es sind stets die fünf gleichen älteren Personen….. @Armandus: Ich glaube nicht, dass durch den Einsatz von Gemeinderefenten, Messdienerinnen oder Bußgottesdiensten der Glaube schwindet! Hier haben Sie z.B. bei Beisetzungen die Möglichkeit, sich den Zelebranten auszusuchen: Pfarrer, Pastoralreferent, Ständiger Diakon, Heilige Messe oder Wortgottesdienst, Rosenkranz o. Lichterandacht. Das ist 3/4 eine persönliche Sache: mein Nachbar ist Ständiger Diakon und als ein Nachbar verstarb, bat die Familie den Diakon für die Beerdigung weil privat bekannt. Einzig der Rosenkranz im Trauerfall ist hier fast gar nicht mehr. 99 Prozent Lichterandacht. Außerdem, wenn Jungs sich durch Mädchen am Altar gegen das Priestertum entscheiden, ist der Glaube aber sehr dünn…
Allen einen ruhigen Abend!
Armandus vor 2 Tagen: @ SalvatoreMio
„Wir beten nach wie vor für Kranke, Traurige, Geflüchtete usw., aber um SEELSORGER nicht! Vielleicht sind diese tatsächlich nicht mehr erwünscht, oder was ist mit uns los???“
Warum sollten die deutschen Katholiken um Priesterberufungen beten?
- Erstens, weiß niemand mehr, was eine Berufung ist
- Zweitens, weil sie genug ständigen Diakone und Laien für die Liturgie haben
- und Drittens, ein Wortgottesdienst mit Kommunionausteilung reicht den Deutschen auch - die Frage, ob die Hostien aus dem Tabernakel konsekriert wurden, stellt sich doch gar nicht.
Armandus vor 2 Tagen: Die Amtskirche in Deutschland
behandelt nicht die Ursachen für den Glaubensschwund, weil sie (auch und vor allem) selber die Ursache für diesen ist – das Salz, das sein Geschmack verloren hat –, sondern behandelt die Symptome seit Jahren mit immer neuen „Verbesserungen“, von denen sie sich erhofft, dass dadurch die Kirche den Laien zugänglicher gemacht wird: Messdienerinnen, Kommunionhelfer*innen, Laienpredigt, Busgottesdienste statt Beichte, Wortgottesdienste (nicht ohne Kommunionausteilung! – wohl gemerkt), Wiederverheirateten- und Homosegnungen, u.a.
Und dennoch kommen immer weniger Katholiken zur Kirche.
Was brachte vor dem Vat.II die Leute zur Kirche? - Winnetou? Old Shatterhand? Apanatschi? Oder doch der brave Soldat Schwejk?
SalvatoreMio vor 2 Tagen: Gott müsste es eigentlich am besten wissen ... aber sein Rat ist nicht gefragt!
Das Ergebnis haben wir nun: eine Kirche mit immer weniger Priestern! Jesus hatte noch "vorgeschlagen": "Bittet den Herrn der Ernte um Arbeiter in seinem Weinberg".
Seltsamerweise scheint sein Rat fast niemanden zu interessieren! Wir beten nach wie vor für Kranke, Traurige, Geflüchtete usw., aber um SEELSORGER nicht! Vielleicht sind diese tatsächlich nicht mehr erwünscht, oder was ist mit uns los???
HerrHilfDeinerKirche vor 2 Tagen: @SalvatoreMio ; ja konservative Priester sind nicht gewollt …
In der Gemeinde meiner Schwester in NRW hat es die Mehrheit geschafft, in zwei !! Jahren drei Priester auszutauschen!! Zwei waren zu konservativ, nicht « gesellig « genug (sie tauchten nicht auf allen öffentlichen Festen auf). Der Letzte hatte ein Alkoholproblem, das er im Griff hatte! Aber für die Gemeinde ein gefundenes Fressen und allerorten prostete man ihm demonstrativ mit Alkohol entgegen, so dass er nervlich am Ende war und ging. Jetzt hat man einen « fröhlichen, feiernden und modernen « Mitte 40 jährigen Pfarrer und alle sind glücklich. Der neue Pfarrer geht in die Kneipe zum Kartenspielen, ist beim Schützenfest vorne mit dabei und hält (wunschgemäß) weichgespülte Predigten um nicht anzuecken. Wo sind wir inzwischen gelandet? Hat das « Fußvolk « heute die Hoheit über die Seelsorger?
Jörgen vor 2 Tagen:
Immer noch besser "Bistumsprozess" als bei uns in Rottenburg, wo man es "Kirche der Zukunft" nennt. Welche Zukunft bitte? Und in wenigen Jahren wieder eine neue Zukunft?
Stefan Fleischer vor 2 Tagen: Da kann man nur noch hoffen und beten
Auch in unserem Bistum ist eine solche "Verböserung" geplant. Da kann man nur hoffen, dass alle noch einigermassen romtreuen Kleriker und Laien mit ihrem Bischof das gleiche machen, wie die Deutschen Bischöfe mit dem Heiligen Vater, nämlich Gehorsamsverweigerung.
chriseeb74 vor 2 Tagen: Natürlich ist es eine Katastrophe...
aber was soll das Erzbistum machen?
Was gibt es für Alternativen? Es werden in den nächsten 10-15 Jahren ca. 200 Priester pensioniert, da sie die Altersgrenze von 70 Jahren erreichen werden...es verbleiben dann im gesamten Erzbistum Paderborn noch ca. 60-80 aktive Priester unter 70 Jahren, nach derzeitigem Stand...
Wir brauchen dringend Priester aus anderen Teilen der Welt, aber das will hier kaum jemand!
Wilolf vor 2 Tagen: @Walahfrid Strabo: Es war den meisten schlichtweg egal.
Ich gebe zu: Das war es mir auch. Wer von seiner Lokalpfarrei durch modisch bis modernistisch „gestaltete Gottesdienste“ vertrieben wurde und mobil ist, gewöhnt sich sehr schnell daran, zu einem der, Zitat: „lebendigen Glaubensorte“ zu fahren.
Die gibt es nämlich durchaus auch (noch oder wieder) im deutschsprachigen Raum. Beispielsweise dort, wo die Seelsorge von blühenden Klöstern ausgeht. Oder bei den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften.
SalvatoreMio vor 2 Tagen: Und dann sind da noch Priester, die man auf Eis gelegt hat...
Wer und wieviele mögen es in Deutschland sein? Was istihre Sünde? Sie sind Bischof und Mitbrüdern ein ständiger Vorwurf,(gibt es da nicht eine Parallele zu Jeremias?), weil sie das tun wollen, was sie mit der Weihe vor Gottes Angesicht versprochen haben. Ich kenne einen solchen (nicht in Paderborn). Was tut man diesen Gottesmännern an und zugleich der Gemeinde, der er Priester sein könnte! Nein, ihn zeicnet die schlimmste Sünde aus: er ist konservativ und macht nicht alles mit, was Gefallen findet.
Elemosinarius vor 2 Tagen: "Reform?"
Hier in München ist es dasselbe: Die zahlreichen hauptamtlichen Mitarbeiter wollen gar keine Priester mehr (die stören nur), dem Kardinal sind sie egal und die Gläubigen haben zu kuschen.
Das kirchliche Leben beschränkt sich immer mehr auf Abriss und Verwaltung.
Jothekieker vor 3 Tagen: Und sie nennen das Transformation
Immerhin hat das Erzbistum den passenden Begriff für diese Umgestaltung gewählt: Sie nennen das Transformation.
Das klingt nach Habeckrezession, nach willkürlicher Zerstörung von Ressourcen und nach verwaltetem Niedergang.
Da kann man nicht meckern!
Armandus vor 3 Tagen: deutsche Realität
„Zu wenig Priester, zu wenig Gläubige – am Ende wohl zu wenig Glaube.“
Ist doch alles kein Problem – wir haben ja Pastoralreferenten*innen die predigen und Kommunionhelfer*innen, die die Kommunion verteilen. Mehr brauchen die deutschen Katholiken doch nicht.
Wozu brauchen wir Priester?
Zu Beichte kommet keine*r, also wurden Beichtstühle abgebaut und beim Sterben ruft man schnell die Kommunionhelferin, die spielt gerne den Sterbebegleiter und spendet noch schnell die hl. Kommunion aus der Handtasche.
Walahfrid Strabo vor 3 Tagen:
Was in Paderborn geplant ist, wurde fast 1:1 zum 1.1.26 im Erzbistum Freiburg bereits durchgeführt (36 XXL-Pfarreien). D.h. wir sind jetzt grad mitten drin, umzusetzen, was uns vorgegeben wurde und wir versuchen wirklich unser Bestes.
Was man in den letzten Wochen beobachten kann: jetzt, wo es zu spät ist, geht den Leuten in den Gemeinden vor Ort auf, was das für ein enormer Umbruch ist.
Es gab im Vorfeld viele Infoveranstaltungen dazu, Anzahl Teilnehmer: überschaubar. Anzahl der Widersprüche: übersichtlich. Es war den meisten schlichtweg egal. Man hat unheimlich viel Öffentlichkeitsarbeit betrieben, aber entweder wurde es nicht gelesen o. nicht verstanden, was das tatsächlich bedeutet.
Erst jetzt, wo es zu spät ist, wird gemotzt. Aber nicht im Ordinariat, sondern bei den Mitarbeitern, die verzweifelt versuchen, alles am Laufen zu halten. Und das manchmal schon recht unflätig mit einem Anspruchsdenken, das teilweise sprachlos macht.
Dies nur am Rande aus der Praxis.
HerrHilfDeinerKirche vor 3 Tagen: Oh ja - das trifft es auf den Punkt
Wir sind ein Pastoraler Raum mit 20 ehemaligen Selbstständigen Pfarrgemeinden. Jede Gemeinde hatte ihren eigenen Namen und natürlich den eigenen Pfarrer. Dann ging es los: erster Pfarrer in Ruhestand: Nachfolger Jahre gesucht ohne Erfolg. Ergo die verbliebenen Pfarrer betreuten mit. Jahre später nur noch 1 !!! Pfarrer übrig plus einen Priester der Weltkirche. Also Reform: alles zusammen, eine Pfarrei und die Nachbarschaft auch mit dazu in den Raum. Jetzt sind wir mehr als vorher aber weniger Priester. Sonntag Heilige Messe überall? Fehlanzeige: entweder Wortgottesdienst oder bis zu 25 km fahren oder alle 4 Wochen mal die Messe mit dem Priester den man nicht kennt. Hier reagiert man von oben mit noch mehr Weltpriestern, die alles gut machen, aber leider nur rudimentäre Deutschkenntnisse aufweisen.
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