
Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp

vor 9 Stunden in Jugend, keine Lesermeinung
Artikel versenden | Tippfehler melden
"Als ich anfing, abzugeben und wusste, dass mir meine Sünden vergeben sind, da spürte ich Freiheit in meinem Herzen."
Berlin (kath.net)
Der Sänger Menowin Fröhlich, der nach mehreren Anläufen und einer von Höhen und tiefen Krisen geprägten Vergangenheit die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) gewonnen hat, blickt mit einer neuen, tiefgründigen Haltung auf sein Leben und seine Karriere. In einem Interview mit dem "Domradio" betonte der Musiker, dass er seinen späten Erfolg als eine „zweite Chance von Gott“ begreift. "In allererster Linie geht es darum, dass auch Gott das vergibt, was du getan hast. Ich habe mich so oft selbst verurteilt und auch selbst schuldig gefühlt – für ganz viele Dinge. Dann gibt es halt dieses Wort von Gott, der sagt, dass alle kommen sollen, alle, die mühselig und beladen sind, und abgeben sollen. Als ich anfing, abzugeben und wusste, dass mir meine Sünden vergeben sind, da spürte ich Freiheit in meinem Herzen.", so Menowin.
Während er in früheren Jahren nach eigenen Angaben direkt gefeiert und sich im Hype verloren hätte, habe ihn der Moment des Triumphs dieses Mal in die Demut geführt. Als erstes nach dem Finale habe er gebetet, um das Geschehene zu verarbeiten. Fröhlich, der in der Vergangenheit durch Konflikte mit dem Gesetz, Haftstrafen und Suchtprobleme Schlagzeilen machte, versteckt seine Fehler nicht mehr, sondern sieht sie als Teil seines Reifeprozesses. Nach dem Finale suchte er bewusst Halt im Gottesdienst in seiner Heimat Würzburg sowie im Kreis seiner Familie.
Für seine musikalische Zukunft hat sich der Sänger viel vorgenommen: Er möchte keine oberflächliche Unterhaltung produzieren, sondern „Musik mit Seele und Wahrheit“, die die Menschen berührt. Seine eigenen Lebenserfahrungen – insbesondere das Durchschreiten tiefer Täler – sollen in die Songs einfließen, um anderen Mut zu machen und ihnen in schwierigen Lebenslagen zu helfen.
Auch den Umgang mit Kritik und dem ausbleibenden großen kommerziellen Erfolg seines Siegersongs „Mercy On Me“ sieht er heute mit spiritueller Gelassenheit. Er betone, dass sein innerer Wert nicht mehr vom Applaus der Menschen abhänge, sondern er innerlich stabil bleiben wolle.
Neben seinen künstlerischen Plänen steht für den bald neunfachen Familienvater die Verantwortung für seine Partnerin Ronja und die Kinder an oberster Stelle. Die Siegprämie in Höhe von 100.000 Euro soll nicht impulsiv ausgegeben werden, sondern der langfristigen Absicherung und Sicherheit seiner Familie dienen. Für Menowin Fröhlich zeigt sich darin ein tiefgreifender Wandel: Nicht der Pokal oder das Rampenlicht zählen für ihn, sondern das gelebte Zeugnis einer echten Veränderung.
Foto: (c) https://www.instagram.com/menowin.froehlich_official/?hl=de
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!
Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz