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Dein Kind ist kein User, sondern ein Schatz!

31. Mai 2026 in Familie, 1 Lesermeinung
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Drei Tipps für Eltern aus der ersten Papst-Enzyklika: In „Magnifica Humanitas“ wandte sich Papst Leo XIV. direkt an Mütter und Väter und warnte vor konkreten Gefahren.


Rom (kath.net/ pk) 
Gib deinem Kind nicht zu früh ein Handy! Das ist einer der Ratschläge, die Papst Leo XIV. Müttern und Vätern in seiner ersten Enzyklika gibt. „Magnifica Humanitas“ setzt sich mit den technologischen Herausforderungen unserer Zeit auseinander, ebenso wie mit sozialen Medien und Künstlicher Intelligenz. Eine Sache, die Kinder schon sehr früh betrifft, ist das Mobiltelefon.  
„Ein eigenes Mobilgerät in zu jungem Alter zu besitzen und es ohne Aufsicht von Erwachsenen zu nutzen, kann die Verletzlichkeit junger Menschen verstärken, Sucht begünstigen und sie Isolation, Mobbing und Cybermobbing aussetzen sowie dem Druck, intime Bilder oder sensible Informationen zu teilen“, formuliert Leo XIV. in „Magnifica Humanitas“ (141), wie ChurchPOP berichtet.


Papst Leo nennt unter anderem weitere konkrete Gefahren durch einen frühen, unbeaufsichtigten Zugang zu Geräten, etwa pornografische Inhalte, durch KI manipulierte Bilder, gefälschte Profile und den Druck, intime Bilder zu teilen.
Ein zweiter Tipp von Papst Leo laute: „Beaufsichtigen Sie aktiv – und seien Sie sich bewusst, dass Sie es nicht alleine schaffen können. Er sagt nicht, dass Eltern versagen. Er sagt, sie seien unterlegen – gegenüber Ingenieuren, Verhaltenspsychologen und milliardenschweren, süchtig machenden Designs.“  Die Enzyklika fordert Eltern zu aktiver Aufsicht auf, nicht zu passiver Erlaubnis. In Nr. 142 heißt es: „Für Eltern ist es schwierig, allein dem Einfluss von Geschäftsmodellen zu widerstehen, die Aufmerksamkeit und Zeit zu Geld machen.“

Drittens sei es nötig, den Kindern beizubringen, Manipulation zu erkennen. „Es ist auch notwendig, Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen beizubringen, wie sie Manipulation erkennen, ihre Würde verteidigen und die Würde anderer in digitalen Umgebungen achten können“, heißt es in „Magnifica Humanitas“ Nr. 142. 
Ein Kind, das versteht, was ein Algorithmus tut, warum sein Feed das anzeigt, was er anzeigt, und warum die Herzlichkeit eines KI-Chatbots nur simuliert und nicht echt ist, lässt sich schwerer ausnutzen. „Den Mechanismus beim Namen zu nennen, ist an sich schon eine Form des Schutzes“, heißt es in dem Bericht. Ziel unserer Bemühungen ist, dass „Kinder und Jugendliche, die unserer Obhut anvertraut sind, als kostbarer Schatz wirklich geschützt werden“ (Magnifica Humanitas, 142) In einer Welt, in der jede Plattform um die Aufmerksamkeit unserer Kinder konkurriert, bietet der Papst eine Gegenvision: Dein Kind ist kein User. Dein Kind ist ein Schatz!

Foto: Archiv


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Lesermeinungen

Paddel 5. Juni 2026: Eltern sind unterlegen

Als kinderreiche Eltern können wir das bestätigen. Unsere jüngstes Kind ist 17 und hat seit einem Jahr das Handy. So handhabten wir es mit allen anderen auch. Das Älteste hatte es erst mit 18. Alle mussten es selbst kaufen.
Der Kampf für oder gegen ein Handy ist einfacher zu führen, als die Kämpfe um die Nutzung eines Handys. Das vorneweg. Alle, bis auf eines fanden, da sie eine entsrpechende Reife hatten, einen guten Umgang damit. Eines jedoch nicht, zuvor sprühte dieses Kind vor Kreativität. Seit es das Handy (mit 16)hatte war alles vorbei. Wir hatten keine Chance mehr, vor allen Dingen wegen der Affinität dieses Kindes, welches mit 16 Jahren schon fit in Programmiersprachen war. Das Suchtpotential war enorm. Zwei Jahre ging der Kampf und die Gebete. Die Geschwister waren eine Stütze, da unausgesprochene Vorbilder. Der Kampf ist noch nicht vorbei, aber das Handy liegt jetzt nachts vor der Zimmertür im Gang. Einsicht ist der 1. Schritt, aber allein das reicht nicht aus in der Sucht.

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