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vor 2 Tagen in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Entscheidend sei vor allem das Zeugnis des eigenen Lebens – es sei wichtiger als bloße Worte, schreibt Bischof Antonio Suetta. Der Hirtenbrief erscheint vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs der muslimischen Bevölkerung in Europa.
San Remo (kath.net/jg)
Ein italienischer Bischof hat mit einem Hirtenbrief für Aufsehen gesorgt: Bischof Antonio Suetta von Ventimiglia-San Remo fordert die Gläubigen seiner Diözese auf, den Muslimen im eigenen Land das Evangelium zu verkünden. Der Aufruf findet starke Resonanz bei einem internationalen Netzwerk von Konvertiten vom Islam zum katholischen Glauben, berichtet Edward Pentin in einem Artikel für den National Catholic Register.
In seinem am 24. Mai veröffentlichten Hirtenbrief mit dem Titel „Es gibt keine größere Liebe“ greift Bischof Suetta die wachsende Präsenz muslimischer Migranten in seiner Region auf. Angesichts dieser Entwicklung stelle sich die Frage nach der christlichen Haltung: Wie verbinde man Respekt vor dem Glauben der Muslime mit dem Auftrag, das Evangelium zu verkünden? Der Bischof kündigt konkrete Programme zur Ausbildung und Begegnung an, um Zeugnis zu geben und den Glauben auch gegenüber Muslimen im eigenen Territorium zu bezeugen.
Suetta beruft sich dabei auf das Vorbild des heiligen Franziskus von Assisi, der vor im Jahr 1219 den Sultan Al-Malik al-Kamil in Ägypten traf. Franziskus, dessen 800. Todestag dieses Jahr gefeiert wird, habe seine Brüder angewiesen, keine Streitgespräche zu führen, sondern ihren christlichen Glauben offen zu bekennen, den dreieinen Gott zu verkünden und zur Taufe einzuladen. Entscheidend sei vor allem das Zeugnis des eigenen Lebens – wichtiger als bloße Worte.
Der Bischof betont gemeinsame Anliegen mit Muslimen, etwa den Einsatz für eine grundlegende Moral in einer säkularisierten Welt. Viele Muslime würden öffentliche Unmoral in westlichen Ländern fälschlicherweise mit dem Christentum gleichsetzen. Erst durch authentische Begegnungen mit überzeugten Christen könnten sie erkennen, dass die Säkularisierung eine Verfälschung des Christentums darstelle. Die Verkündigung beginne bereits mit einem offenen Empfang und klarem Zeugnis – stets in Nächstenliebe und ohne Zwang.
Suetta erinnert an die kirchliche Lehre, dass das Heil nur in Christus möglich sei. Es sei kein Akt der Nächstenliebe, diese Wahrheit zu verschweigen. Mit einem eindrücklichen Bild vergleicht er die Evangelisierung mit dem Werfen eines Rettungsseils an einen Ertrinkenden: Schweigen aus falscher Rücksicht bedeute, den anderen seinem Schicksal zu überlassen. Er zitiert den heiligen Paulus: „Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!“
Besonders ermutigt zeigt sich das St. Nicholas Tavelic Netzwerk (TavNet), ein missionarisches Netzwerk von Konvertiten vom Islam zur katholischen Kirche. Die Organisation, die oft unterirdisch arbeitende Gemeinschaften von Konvertiten begleitet, begrüßte den Hirtenbrief ausdrücklich. Numair R., Leiter des britischen Zweigs, erklärte, viele glaubten, die Mission unter Muslimen finde nur in muslimischen Ländern statt – „in Wirklichkeit liegt sie direkt vor unserer Haustür“.
Er betont wie der Bischof: Schweigen sei keine Nächstenliebe. Eine klare und sichtbare christliche Identität sei unerlässlich, um Muslime zu erreichen, die das Christentum zunächst mit westlicher moralischer Verwahrlosung assoziierten. Joseph L., Leiter des französischen Zweigs, ergänzt, Konvertiten bräuchten keine diplomatischen Floskeln, sondern ernsthafte Begleitung, rigorose Katechese, Sakramente und ein echtes katholisches Zuhause. Evangelisierung dürfe niemals erzwungen, aber auch nicht verschwiegen werden.
Der Hirtenbrief erscheint vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs der muslimischen Bevölkerung in Europa. In Italien hat sich diese Schätzung zufolge in den vergangenen zwei Jahrzehnten etwa verdoppelt – von rund 800.000 im Jahr 2006 auf über 1,5 Millionen im Jahr 2023. In Europa wuchs der Anteil von etwa 2 % (1950) auf 6 % (2020).
Bischof Suetta verbindet seinen Aufruf auch mit dem 60. Jahrestag der Konzilserklärung Nostra Aetate und schließt mit einem Gebet zur Gottesmutter Maria, die auch von Muslimen verehrt wird: Die Freude der Auferstehung solle die Gläubigen stärken, Gottes Liebe allen weiterzugeben.
Der Hirtenbrief markiert eine klare Position: Die Kirche muss ihren universalen Missionsauftrag („Geht hin zu allen Völkern“) auch im eigenen Land ernst nehmen – mit Respekt, aber ohne die Wahrheit des Evangeliums zu relativieren. TavNet betet dafür, dass weitere Bischöfe diesem Beispiel folgen.
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ottokar vor 2 Tagen: Mit einem Aufruf Muslime zum Christentum zu bekehren, läuft man heute Gefahr, umgebracht zu werden.
Der Hirtenbrief von Bischof Antonio Suetta stellt aber klugerweise in den Vordergrund Zeugnis durch vorbildhaftes Leben in Nächstenliebe zu geben, weniger in Worten.Die unmoralische, dekadente westliche Lebensform wird, wie der Bischof ausführt, von vielen Muslimen identisch mit dem Christentum gesehen, was fanatische Muslime zur Aggression treibt.Liebevolle Aufnahme, also gelebte Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Inclusion in die Gesellschaft könnte helfen christliches Leben für Muslime oder Andersgläubige attraktiv zu machen.Eine schwere ,fast unlösbare Aufgabe in unserer egozentrischen,gewinnsüchtigen, glaubensfernen Gesellschaft!
SalvatoreMio vor 2 Tagen: Aufruf zur Verkündigung des Glaubens
Lieber Pfr. Tschuschke! Wahrhaftig, einer wenigstens ruft zum Dienst aller Getauften und Gefirmten auf! Schön, dass Sie uns den Original-Hirtenbrief aufzeigen!
Tschuschke vor 2 Tagen: Ein ganz kostbarer Hirtenbrief
ist das! Der Inhalt gut katholisch, die Sprache geistlich und gewinnend. Ich kann nur empfehlen, den ganzen Hirtenbrief zu lesen. Man kann ihn sich gut von einer Maschine übersetzen lassen.
Wie gut, dass es solche Bischöfe gibt!
Wolfgang Tschuschke, Pfr. i. R.
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