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vor 3 Tagen in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Körperliche Haltungen sind im Gottesdienst nicht nebensächlich, sondern sie spiegeln wider, was wir von Gott und unserer Beziehung zu ihm glauben, schreibt der Erzbischof von Sydney in einem Hirtenbrief.
Sydney (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Anthony Fisher OP, Erzbischof von Sydney, hat in einem Hirtenbrief zur Feier des Fronleichnams-Festes die Gläubigen zu einer vertieften Ehrfurcht vor der Eucharistie aufgerufen. Er betont dabei besonders die Bedeutung des Kniens als Ausdruck des Glaubens und der Anbetung.
In seinem Schreiben mit dem Titel „Adoring the Eucharistic Lord: ‚Let us kneel before the God who made us‘“ (dt. „Den eucharistischen Herrn anbeten: Lasst uns vor dem Gott knien, der uns erschaffen hat“) ruft Fisher Priester, Ordensleute und Laien seiner Erzdiözese dazu auf, die traditionellen Gesten der Ehrfurcht wieder stärker zu praktizieren. Der Hirtenbrief wurde am 3. Juni 2026 im katholischen Magazin The Catholic Weekly veröffentlicht und ist auch als Vorbereitung auf den Internationalen Eucharistischen Kongress 2028 in Sydney zu verstehen.
Erzbischof Fisher erklärt, dass körperliche Haltungen im Gottesdienst nicht nebensächlich sind, sondern widerspiegeln, was wir von Gott und unserer Beziehung zu ihm glauben. „Von diesen körperlichen Haltungen offenbart das Knien am deutlichsten, was wir über Gott glauben“, schreibt er. Er erinnert daran, dass das Knien beim Empfang der Heiligen Kommunion jahrhundertelang die übliche Haltung in der lateinischen Kirche war und auch nach den geltenden liturgischen Vorschriften eine vollkommen gültige Option darstellt.
Viele Gläubige neigen sich heute tief, einige machen eine Kniebeuge oder empfangen die Kommunion sogar kniend. Fisher plädiert dafür, diese Praxis wieder selbstverständlicher zu machen. Er verweist auf die noch in vielen Kirchen vorhandenen Kommunionbänke als Erinnerung an diese ehrfürchtige Tradition.
Der Erzbischof stützt seine Ausführungen auf die Heilige Schrift und die katholische Tradition. Er zitiert zahlreiche Stellen aus dem Alten Testament, in denen Propheten und Könige vor Gott knien – etwa Mose am brennenden Dornbusch, Salomon bei der Tempelweihe oder Daniel im Gebet. Auch die Psalmen laden ein: „Kommt, lasst uns niederknien und uns vor ihm verneigen“ (Ps 95,6). Im Neuen Testament knien Menschen vor Jesus um Heilung oder aus Dankbarkeit.
Ein weiteres Zitat entnimmt Erzbischof Fisher dem Philipperbrief des Apostels Paulus: „Im Namen Jesu soll sich jedes Knie beugen im Himmel, auf der Erde und unter der Erde“ (Phil 2,10). Er verbindet dies mit dem Gebet Jesu in Getsemani, wo der Herr selbst vor seinem Leiden kniend betete, und mit der Fußwaschung am Gründonnerstag, die er ebenfalls knieend verrichtete – einem weiteren Akt der Demut und Hingabe.
Fisher kritisiert die in manchen Gemeinden verbreitete Auffassung, das Knien sei entwürdigend oder nicht mehr zeitgemäß. Er hält dem entgegen, dass es sich gerade um einen Ausdruck kindlicher Hingabe und nicht um Sklaverei handle. Wo Kniebänke entfernt wurden, sollten sie nach Möglichkeit wiederhergestellt werden.
Er ermutigt zudem zu stillen Anbetungszeiten vor dem Allerheiligsten – idealerweise als „Heilige Stunde“ –, in denen man zumindest zeitweise kniend betet, um Dank, Vertrauen, Anbetung und Buße körperlich zum Ausdruck zu bringen.
Foto Erzbischof Fisher: © Erzdiözese Sydney
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SarahK vor 3 Tagen: @SalvatoreMio & @lakota, wissen Sie,
was die Priester, die ja wissen, dass Knien nicht nur biblisch ist sondern auch im Katechismus und Messbuch hervorgehoben wird, dazu sagen wenn die Kniebänke entfernt werden? Ich meine die Laien bei uns wissen ja gar nicht was sie tun, die sind einfach planlos, träumen noch von den 68‘ern etc, aber fromme Priester müssten doch eigentlich Plaque bekommen schon allein beim Gedanken. Die drei Zeilen die unser Oberpfarrer, den ich nun so gar nicht mehr einschätzen kann, waren dazu sowas von AI Blabla, dass ich den Wein den ich mir nach einem langen Arbeitstag gegönnt hatte beim Lesen über meine Tastatur und bis auf den Monitor geprustet hatte. Am Montag war es soweit, ich hatte beim Knien einen Krampf in der Wade und habe nur gedacht „Herr mach, dass es vorbei geht, bevor ich vor Schmerzen schreie“ (Der Herr erhört mich wenn ich zu ihm rufe) :-) sehr wahrscheinlich hätte der dienende Priester die Polizei gerufen und mich wegen Ruhestörung angezeigt, aber hab ich die kniebänke entfernt???
Schillerlocke vor 3 Tagen: @lakota
Bei uns gibt es noch Bänke zum Knieen, und sie werden gern genutzt. Es ist ja klar, dass von jemandem, der aus gesundheitlichen Gründen nicht kniet, das Knieen nicht erwartet werden kann. Und der liebe Gott schaut sowieso auf die Frömmigkeit der Gläubigen.
Christine vor 3 Tagen:
Jedes Knie muss sich beugen, jede Zunge muss bekennen, das Jesus ist der Herr!
Jedes - im Himmel, auf der Erde und unter der Erde, also auch die ewig von Gott Getrennten!
lakota vor 3 Tagen: @SalvatoreMio
Liebe SalvatoreMio, der harte Stein wäre gar nicht mein Problem, aber ohne Kniebank wieder hochkommen ist bei meinen alten Knochen nicht mehr möglich....und ich würde sehr gern knien!!
Wie in vielen Kirchen wurden leider auch bei uns die Kommunionbänke rausgeworfen.
SalvatoreMio vor 3 Tagen: Vor ihm auf die Knie fallen ...
Ob wir das noch erleben werden? Dafür waren mal die Kniebänke gebaut, die man weggegeben oder verschrottet hat. Viele heutige Jünger Jesu aufgrund ihres Alters sind nicht in der Lage, auf hartem Stein zu knien, hoffen aber immer noch auf Änderung. - Heißt es nicht, wir sollten eine SYNODALE KIRCHE sein?
Rolando vor 3 Tagen: Jeder der Jesus als Sohn Gottes im Evangelium erkannte, fiel vor ihm auf die Knie
Wer Jesus in der Hl. Kommunion als Sohn Gottes erkennt, sollte das auch tun.
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