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15. Juni 2026 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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Deutscher Kardinal präsentierte neues Buch "Jesus Christus auf der Spur" in Wien.
Wien (kath.net/ KAP)
Die deutschsprachige Theologie ist für den Deutschen Walter Kardinal Kasper in weiten Teilen Christologie-vergessen: "Man hat sich verstrickt in ekklesiologischen Themen und der Ämterfrage. Das ist aber viel zu eng. Es wäre wichtig, zur Mitte der christlichen Theologie und den christologischen Fragen zurückzukommen", sagte er im Gespräch mit Kathpress. Es sei diesbezüglich in letzter Zeit kaum mehr Neues erschienen. Gewiss seien Fragen die Kirche betreffend wichtig, aber im Mittelpunkt einer christlichen Antwort auf die Sehnsucht der Menschen nach Hoffnung und Sinn müsse Jesus Christus stehen, mahnte der Kardinal. Kasper hielt sich dieser Tage u.a. zur Präsentation des neuen, gemeinsam mit dem Wiener Dogmatiker Jan-Heiner Tück verfassten Band "Jesus Christus auf der Spur" in Wien auf.
Theologie müsse sich immer wieder neu ihrer Wurzeln und Quellen versichern - und dazu zähle zentral die Christologie. "Man kann keine Theologie neu 'auf der grünen Wiese' bauen. Wir stehen in einer großen Tradition und haben ein lebendiges Erbe. Diese Tradition ist unser Schatz, den wir immer wieder hervorholen müssen", so Kasper. "Wir stehen auch in der Theologie auf den Schultern von Riesen - den Kirchenvätern, den Theologen des Mittelalters". Hier würde er sich auch aus christologischer Sicht mehr Traditionsbewusstsein und ein neues Schöpfen aus diesen Quellen wünschen.
Deutsche Theologie verengt auf Strukturfragen
Gerade in Deutschland stelle er in der Theologie jedoch eine Verengung auf ekklesiologische Fragen fest: "Man hofft, damit die ganzen Probleme der Kirche lösen zu können, indem man sie 'demokratischer' macht", so Kasper im Blick auf den deutschen "Synodalen Weg", den er verschiedentlich teils scharf kritisiert hat: "Ich bin nicht gegen Mitbestimmung in der Kirche. Aber es ist theologisch grundfalsch zu meinen, Kirche und die notwendige Erneuerung des Glaubens lasse sich so 'machen'."
Eine Stärkung der Christologie gehe dagegen nicht ohne die Einfühlung in die biblische Erzählkultur. Nur durch gewissenhafte Bibellektüre und die Einfühlung in die neutestamentlich geschilderten Situationen könne es gelingen, "Freundschaft mit Christus" zu schließen. Diese Einfühlung und Freundschaft mit Jesus wische nicht einfach die Zweifel weg, die "zu jedem bewussten Glauben dazugehören" - aber es helfe, dunkle Zeiten durchzustehen und auch die Dunkelheit des Karfreitags und die Ungewissheit des Karsamstags zu ertragen.
"Diskontinuität in der Kontinuität"
Mit seinem Plädoyer für eine neue Hinwendung zur Christologie wisse er sich im Übrigen einig mit Papst Leo XIV., der genau dies in seiner ersten Ansprache nach seiner Wahl an die Kardinäle zum Ausdruck gebracht hatte. Überhaupt schätze er Leo XIV. für seine klare Sprache und seine strukturierte Amtsführung, so Kasper weiter. Er sei ein ganz anderer Charakter und fülle das Amt ganz anders aus als sein Vorgänger Franziskus: "Und ich muss sagen: Ich bin zufrieden mit dieser Diskontinuität in der Kontinuität."
Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Foto: Kardinal Kasper (C) kath.net, Petra Lorleberg
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girsberg74 15. Juni 2026: Vielleicht hat man für eine Christologie gar keinen Ansatz,
weil man keinen Christus hat, den man glaubwürdig aus eigenem Glauben vertreten kann, stattdessen sich in Nebensachen wichtig macht.
Fink 15. Juni 2026: "Die Auferstehung Jesu ist kein historisches Ereignis" - verehrter Kardinal Kaspar,
haben Sie diesen vor 50 Jahren von Ihnen in einem Buch ausgesprochenen Satz- das war damals anscheinend theologisch "angesagt"- jemals offiziell widerrufen ?
Tun Sie es, solange noch Zeit ist !
Dass Sie inzwischen zu den Gemäßigten unter den Progressiven gelten, ehrt Sie.
Versusdeum 15. Juni 2026: Galt Kardinal Kasper
früher nicht gerade als Fels in der Brandung des Zeitgeistes, so erweist er sich seit einiger Zeit als ein solcher. Vergelt's Gott, Eminenz, für Ihre unmissverständlichen Worte, die 1:1 auch auf den angekündigten Verrat fast aller deutschen Bischöfe v.a. im SyndWeg passen. Würden diese die Bibel kennen und ernstnehmen, wüssten sie, dass so manches, das sie jetzt ultimativ von der Kirche und letztlich Gott selbst eingefordert haben, gar nicht möglich ist (etwa das "Frauenpriestertum", weil die Kirche gar keine Weihefähigkeit dazu haben kann, wie die Berufung der Apsotel zeigt) oder sie ihren klaren Austrag verraten (z.B. indem sie die Hl. Messe teils ohne Not durch "Gottesdienste" ersetzen oder das klar in einem Weiheakt gegründete Beichtsakrament ignorieren und stattdessen statt uns Sünder zu segnen und uns die Sünden nachzulassen, die Sünde segnen lassen).
"Und Ihr werdet sein, wie Gott!"?
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