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„Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“

16. Juni 2026 in Deutschland, 15 Lesermeinungen
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Auf dem Facebook-Auftritt von katholisch.de äußern nicht wenige Leser ihre Unzufriedenheit mit Beiträgen des Portals der deutsch-katholischen Kirche. Diesmal nach einem Kommentar, der den Taufboom in Frankreich ins schiefe Licht rückt.


Bonn (kath.net) „Angst und Abneigung des Redakteurs sind mit Händen zu greifen. Das ist aber sein Problem, nicht meines. Wird schon Gründe haben, dass die nächste große Papstreise im September nach Frankreich führt. Deutschland hat zuvor noch sehr viele Hausaufgaben zu machen.“ Das schreibt ein Facebook-Nutzer unter dem Link zu einem Kommentar auf „katholisch.de“ mit dem Titel „In Sachen ‚Tauf-Boom‘ brauchen die Bischöfe einen wachen Blick“. „Der Standpunkt spiegelt ausschließlich die Meinung der Autorin bzw. des Autors wider“, schreibt das von kirchlichen Geldern mitfinanzierte „Portal der katholischen Kirche in Deutschland“ routinemäßig unter solche Kommentare, informiert aber gleichzeitig: „Christoph Paul Hartmann ist Redakteur bei katholisch.de.“ 

Zu dem Beitrag gibt es teilweise auch Zustimmung, überwiegend aber ablehnende Leserkommentare:

Ein Leser: „Warum werden die Gründe für die Taufe mit spitzen Fingern angefasst? Das sind doch genauso legitime Gründe wie hierzulande oft der Wunsch nach Weltverbesserung oder der Einsatz für das lokale Netzwerk. (Mal abgesehen davon, dass viele Eltern ihre Kinder taufen lassen, um ein Platz in einem katholischen Kindergarten oder einer katholischen Schule zu bekommen. Das wäre dann schon eher zu hinterfragen.) Außerdem sind 20.000 Erwachsenentaufen pro Jahr ca. 3% eines Jahrgangs. Da kann man nicht mehr von einer kleinen Minderheit sprechen.“


Eine Leserin: „Irgendwie muss es ein total befriedigendes Gefühl sein, alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen, Gefahren (für was eigentlich? Für die eigene Selbstbestätigung, was für ein/e tolle/r, aufgeklärte/r, kompetente/r Katholik/in man selbst doch ist?) mit Gewalt sehen zu wollen, um die den Anderen (Konservativen? das Positive Sehenden?) um die Ohren zu schlagen. Gern auch von Insidern, die ihre monatliche Kohle von dieser ‚Firma‘ (von einer solchen unterscheidet sich Kirche für einige dieser ewigen Kritikaster doch gar nicht) beziehen. Die deutschen Bischöfe, die da hingehen, brauchen ja ganz bestimmt Nachhilfe, worauf sie genau achten müssen; die haben doch sicher nicht den Einblick in Geschichte und soziologische Hintergründe. Meine Güte - was für eine Arroganz! Ist ja fast ein Grund, wieder katholisch zu werden.“

Ein Leser: „Ich hatte ja neulich gewettet wie lange es dauert bis jemand zumindest implizit die These ‚Die Neugetauften in Frankreich sind alle rechts‘ bringt. Danke. Jetzt kann ich's mir im Kalender anstreichen.“

Eine Leserin: „Da die Franzosen sich taufen lassen, weil sie – long story short – AfD Gedankengut haben, möchte man im Deutschen Katholizismus scheinbar lieber keinen Taufboom ........kannst dir nicht ausdenken.“

Eine Leserin: „Bei dem zunehmenden Interesse an unserem Glauben scheint es sich um einen internationalen Trend zu handeln. Allein in der englisch-sprachigen Gruppe unserer Gemeinde in Tokyo erhielten wir in diesem Halbjahr bereits doppelt so viele Anmeldungen zur Vorbereitung auf Taufe oder Konversion wie im ganzen letzten Jahr, und dies überwiegend von jungen Leuten.“

Hintergrund: Der Passauer Bischof Stefan Oster hat im Februar 2026 in seinem Beitrag „Die Selbstsäkularisierung setzt sich fort“ auf seinem Blog  auf „Zeichen der Erneuerung jenseits des Synodalen Weges“ hingewiesen, nämlich auf „die vielen Taufen junger Erwachsener in Frankreich, in Belgien, in der westlichen Schweiz; die signifikante Neu- oder Wiederentdeckung des katholischen Glaubens mehrheitlich durch junge Männer in England und in den USA; die Suche junger Menschen nach Glaubensidentität auch bei uns“. Dann hatte er ernüchtert auf den Punkt gebracht, dass es „dieses wachsende Interesse auch bei uns“ gebe – „aber anderes als in anderen Ländern fragt sich das katholische Establishment hierzulande: Wollen wir diese überhaupt haben? Es sind nämlich überwiegend keine Interessenten, die sich von den Themen des synodalen Weges bewegen lassen, sondern offenbar weit häufiger Menschen, die nach Tiefe suchen, nach authentischer, existenzieller Spiritualität, nach der Schönheit der Liturgie, nach intellektueller Auseinandersetzung mit der großen Tradition. Also – um es mit dem inkriminierten Wort zu sagen – eher Konservative.“


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Lesermeinungen

Versusdeum 17. Juni 2026: "... und lehret sie, alles zu halten,

was ich Euch geboten habe". Genau das (und kein "Synodales" Wünschdirwas) trug Christus seinen von ihm mit göttlichen Vollmachten ausgestatteten* ersten Priestern bzw. Bischöfen, den Aposteln, auf (@ab55)
* U.a. die Wandlung in der Hl. Messe und das "Empfanget den Heiligen Geist. Wem Ihr die Sünden nachlässt, dem sind sie nachgelassen, wem Ihr sie behaltet [!], dem sind sie behalten"

Versusdeum 17. Juni 2026: haeretisch.de

ist das ganz offiziell in"offizielle Portal der katholischen Kirche in Deutschland". Inoffiziell ist es ganz offiziell immer dann, wenn wieder einmal ein Beitrag über sämtliche Stränge schlägt und man dann sagt, "Nein, ich bin's nicht!". Aber in den Kirchen liegen die Flyer mit der Behauptung, dass sie es seien, weiterhin aus. Nun ja, bald kommt eh das Schisma. Beschlossen ist es jedenfalls schon.

Jörgen 17. Juni 2026: Mission

Katholisch.de, unser "Nachrichten- und Erklärportal". Man stelle sich vor, dort würde die katholische Lehre zu erläutert werden. Aber die Mission ist eine andere. Daher ist Unruhe zu verstehen, wenn der Nachwuchs mit der eigenen Agenada fremdelt.

Einige neutrale Beiträge, viele Belanglosigkeiten, und fast ausschließlich Kommentare synodaler Übeflieger, sorgsam selektiert. Auf Instagramm übt eine Mitarbeiterin von katholisch.de despektierliche Papstkritik. Alles geht. Das Geld fließt weiter.

Fragender087 16. Juni 2026: @ fischer

"wir" lernen seit mindestens 70 Jahre in der Pastoral. Vor Jahrzehnten sagte mir ein junger, aber mittlerweile frustrierter Kaplan, als ich ihn auf irgendein Papier aus dem Bistum ansprach "Ach wissen Sie, da kommt eh jede Woche eine Wundertüte aus Mainz, voller akademischer Glanzleistungen, die kein Mensch mehr interessiert!" Und ja damals wurde diese ausufernde Schreiberitis der Gremien, Ausschüsse usw., wenigstens noch kritisiert, heute haben wir doch alle resigniert. Und ganz im Gegenteil hoffen auf das ultimative Papier, welches die Lösung bringt, Dass man sich bei so einer Denke die halt auch tief in die Kreise eingedrungen ist, die (noch) glauben wollen (bin da auch nicht frei von), nicht einfach mal freuen kann, dass der hl Geist am Werk ist, gehört mit zum Drama unserer Zeit.

Tuotilo2 16. Juni 2026:

Immerhin sind zwei deutsche Bischöfe in offizieller Mission nach Frankreich gefahren und haben sich informiert und auch mit Katechumenen und Neugetauften gesprochen. Das ist wichtiger, als ein Kommentar eines Redakteurs von katholisch.de.

Versusdeum 16. Juni 2026: Vielleicht sollte man alle SyndWeg-o-philen Bischöfe

ermutigen, die von ihnen ultimativ eingeforderten Weihesimulationen umgehend selbst durchzuführen. Dann wäre dank automatischer Exkommunikation der Spuk wenigstens endlich vorbei uns sie könnten sich irgendwo und nicht mehr auf Kosten von uns Gläubigen (oder gar unseres Seelenheils) ihre andere Kirche / Sekte zusammenbasteln.

Fisher 16. Juni 2026: Lernen von den Stärken der anderen

Der Zustrom zur Taufe in Frankreich ist mehr als beeindruckend. Wie sehr würde ich mir wünschen, wenn in den deutschsprachigen Ländern, aber auch in besonders religionskritischen Ländern Europas, wie z.B. Tschechien, eine solche Entwicklung eintreten würde.
Der österr. Pastoraltheologe Bernd Hillebrand war anfangs skeptisch gegenüber diesem "Boom" und hat nach einer Studienreise nach Frankreich seine Meinung revidiert. Beeindruckt an seinem Bericht hat mit die Information, dass die katholische Kirche in Frankreich seit den 50er Jahren ihre Strukturen zur Begleitung von Taufwerbern abgestimmt und verfeinert hat. Da können wir noch viel davon in der Pastoral lernen.

www.kathpress.at/goto/meldung/2588563/theologe-aufbruch-in-frankreichs-kirche-durch-erwachsenentaufen

nekonata 16. Juni 2026: @ Wilolf

für die hohen Tiere und die DBK ist die Frohe Botschaft paradoxerweise nur dann froh und richtig, wenn sie diejenigen ausschließt, die sich öffentlich zu Gott bekennen und den Geboten Gottes folgen wollen. Für die hohen Tiere und die DBK ist die Frohe Botschaft nur dann froh und richtig, wenn sie alle akzeptiert – egal wie schwul oder akatholisch er ist.

Wilolf 16. Juni 2026: Dieser „Standpunkt“ war mir auch vom Titel her schon aufgefallen.

Der Autor muss wohl ein „ganz hohes Tier“ sein, da er den Bischöfen Ratschläge erteilt.
Und diese Ratschläge hören sich dann an wie:
Vorsicht, könnte ansteckend sein! Bloß nicht in die Nähe kommen! Quarantäne! Brandmauer!
Also panische Angst vor der Frohen Botschaft? Auf einer katholischen Webseite???

ab55 16. Juni 2026: Viele katholische Verbände, Organisationen, Institutionen, Bischöfe und Laien

haben längst vergessen, wozu Jesus seine Kirche gegründet und berufen hat: „Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“

Fink 16. Juni 2026: Was hören junge Menschen im Theologie-Studium ?

Im Religionsunterricht der Oberstufe, und,und,und ?
Da muss man sich überhaupt nicht wundern über das "Bodenpersonal" der Kirchensteuer-Kirchen.
Ceterum censeo: Wir brauchen eine andere (eine gläubige, eine rechtgläubige) Hochschul-Theologie !

Christianlay 16. Juni 2026: Nur falsche treten jetzt ein in die Kirche!

Man sollte doch mehr Verständnis für Kath de haben: Es ist doch unbegreiflich, daß ein moderner Mensch in die Katholische Kirche eintreten könne, bevor die Deformagenda des "Synodalen Weges" vollständig umgesetzt sei! Wer jetzt eintritt, mit dem kann was nicht stimmen, der ist wohl irgendwie rechts.
Uwe Lay Pro Theol Blogspot

antony 16. Juni 2026: Irgendwie beruhigend zu sehen, wie manche Kommentatoren auf katholisch.de langsam panisch werden.

Offenbar merken sie, dass ihre Welt im Untergang begriffen ist.

antony 16. Juni 2026: Irgendwie beruhigend zu sehen, wie die Kkommentatoren auf katholisch.de langsam panisch werden.

Da

antony 16. Juni 2026: Über das Bekenntnis der Spieler nach Deutschland-Curacao hat katholisch.de auch gemäkelt.

Warum (aufgepasst)? Manuel Nmecha, der nach dem Spiel Gott die Ehre gab und gemeinsam mit der gegnerischen Mannschaft betete, liket die falschen Postings und wird von den falschen Leuten unterstützt.
Konkret: Er likete einen LSBTQ-kritisches Posting.
Außerdem wurde er vor den Medien vom ehemaligen Spieler Manuel Bühler verteidigt, der einen Abschluss vom landeskirchlich nicht anerkannten (pfui!) und zudem evangelikalen (noch schlimmer!) BibelKolleg Stuttgart hat.
Wenn mich ein Evangelischer fragen würde, ob er bei einer evangelisch-landeskirchlichen Fakultät oder einem evagelikalen Institut studieren soll, wüsste ich sofort die richtige Antwort...

katholisch.de/artikel/69008-fussballerische-prominenz-ersetzt-keine-theologische-kompetenz

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