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vor 3 Tagen in Aktuelles, 47 Lesermeinungen
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Vatikan „bekräftigt, dass von der geltenden Ordnung nicht durch Indult abgewichen werden kann, da Vorbehaltung der Homilie für Priester oder Diakone keine bloße Disziplinarnorm darstellt, sondern im Wesen der Liturgie selbst begründet ist“
Vatikan (kath.net) „Die Reservierung der Homilie für den geweihten Amtsträger im Rahmen der Eucharistiefeier [ergibt] sich aus dem sakramtentalen und liturgischen Charakter des Aktes selbst… sowie aus der besonderen Verantwortung, die durch die Heilige Weihe für die Verkündigung des Wortes in der heiligen Liturgie übertragen wurde. Aus diesem Grund kann von der in ca. 767 § 1 festegelegten Norm keine Dispens durch Indult erteilt werden.“ Das schreibt Kardinal Arthur Roche in seiner Eigenschaft als Präfekt des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer SCJ. Die Deutsche Bischofskonferenz hat das Schreiben vom17.6.2026 auf ihrer Website (kopiergeschützt) veröffentlicht (siehe Link). Die Homilie bleibt gemäß diesem Schreiben weiterhin „einem Priester oder Diakon vorbehalten“. Homilien durch Laien werden „selbst unter anderer Bezeichnung“ ausgeschlossen.
kath.net dokumentiert die diesbezügliche Pressemitteilung des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung vom 23.6.2026 in voller Länge in eigener Übersetzung:
In einem Schreiben vom 17. Juni 2026 an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, hat das Dikasterium für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung mitgeteilt, dass dem am 30. März 2026 gestellten Antrag auf ein Indult nicht stattgegeben werden kann; dieses sollte es ermöglichen, dass unter außergewöhnlichen Umständen ein hierzu beauftragter Gläubiger anstelle der Homilie während der Eucharistiefeier predigt.
Unter Würdigung der pastoralen Anliegen, die dem Antrag zugrunde lagen, bekräftigt das Dikasterium, dass von der geltenden Ordnung nicht durch ein Indult abgewichen werden kann, da die Vorbehaltung der Homilie für Priester oder Diakone keine bloße Disziplinarnorm darstellt, sondern im Wesen der Liturgie selbst begründet ist.
Die Homilie ist fester Bestandteil des Wortgottesdienstes, untrennbar mit der Verkündigung des Evangeliums verbunden und stellt eine Ausübung des "munus docendi" (Lehramt) dar, das den geweihten Amtsträgern durch das Sakrament der Weihe übertragen ist.
Die Verkündigung des Wortes im Rahmen der liturgischen Feier ist untrennbar verbunden mit der sakramental empfangenen Sendung sowie mit der Einheit, die Wort und Sakrament in der Eucharistiefeier miteinander verknüpft.
Das Schreiben unterstreicht zudem, wie wichtig es ist, die ständige Weiterbildung der geweihten Amtsträger zu fördern, damit die Homilie ihre pastorale und geistliche Wirkkraft voll entfalten kann.
Schließlich weist das Dikasterium darauf hin, dass die geltende kirchliche Ordnung bereits zahlreiche Formen der Wortverkündigung und Predigt vorsieht, die Gläubigen – außerhalb der Homilie und außerhalb der Eucharistiefeier – übertragen werden können, und zwar im Einklang mit dem Kirchenrecht sowie dem jeweiligen Wesen dieser verschiedenen Formen der Verkündigung des Evangeliums.
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Antonius Bacci vor 2 Tagen: Zelebration des Novus Ordo
In rein ästhetischer Perspektive wäre ein würdig gefeierter Novus Ordo für die Priester traditioneller Gemeinschaften möglich: Man kann schließlich am Hochaltar, auf Latein und mit dem Ersten Hochgebet feiern, auch wenn dies in der Praxis leider kaum vorkommt. Aber ich denke, es ist dennoch nicht ihre Spiritualität, sowie Priester der unierten Ostkirchen eher seltener den Novus Ordo feiern, weil sie in einer ganz anderen liturgischen Spiritualität geprägt sind. Man könnte ja Gemeinschaften fördern, die beide Usus feiern, aber das ist momentan unrealistisch. Es ist gewissermaßen eine Zwickmühle, die nur durch eine gewisse Offenheit auf beiden Seiten zu lösen wäre. Davon sind wir aber noch sehr weit entfern ... auf beiden Seiten ...
Paddel vor 2 Tagen: @chorbisch
@Parcival hat Ihnen die Antwort auf Ihre Frage an mich gegeben.
Genau darum.
SalvatoreMio vor 2 Tagen: Gebet um Arbeiter in den Weinberg
Wie schön, liebe @lakota!Was unsere indischen Seelsorger anbelangt, so habe ich den Eindruck gewonnen - und einer hat es auch mal gesagt - sie wollten sich hier anpassen und höflich sein. "Unserer" hatte zu Anfang einige Seltsamkeiten im Sinn, die ihm wohl vom "Lager der beauftragten Laien " vorgeschlagen waren. Da hatte ich mich aber stur gestellt. Mittlerweile merke ich aber, dass bei ihm ein Wandel eintritt, und jetzt beim Thema "Der Priester hat in der Eucharistiefeier zu predigen" - konnte man eine Erleichterung von seiner Seite bemerken.
lakota vor 2 Tagen: @Liebe SalvatoreMio
Wie Sie bete auch ich jeden Morgen um Priester, um mehr Priester, um gute Priester.
Letzten Sonntag hörten wir das Evangelium "Herr schicke Arbeiter in Deinen Weinberg".
Bei den Fürbitten alles mögliche, aber keine Bitte um Priester.
Nach der Hl.Messe sprach ich unseren (indischen) Pfarrer darauf an. Er hatte Verständnis und sagte, er würde in Zukunft darauf achten, daß in den Fürbitten die Bitte nach Priestern eingefügt wird.
Schaun wir mal!
SalvatoreMio vor 2 Tagen: Und wenn die Hälfte sich nicht drum schert?
@ChemMJW: Dann müssten wir den Mut haben, den Mund zu öffnen! ich habe erfahren, wie anstrengend das ist; es kann aber fruchten, wenn auch nicht immer. Wichtig wäre die Art, wie man protestiert und mit welchen Argumenten. - Es kann unangenehm werden: kürzlich bat ich einen Priester sehr freundlich, er möge doch die Gabenbereitung so vollziehen, wie es sein soll, nämlich MIT der HÄNDEWASCHUNG! Die Antwort darauf: "Nein!" und dann bekam ich eine dicke Tür an den Kopf geknallt; gerade noch rechtzeitig konnte ich ihn retten.
SalvatoreMio vor 2 Tagen: „salus animarum suprema lex“
@Christine: es ist gut, dass Sie daran erinnern, aber sei auch nur Orangensaft vorhanden; sei auch kein Priester zur Krankensalbung vor Ort - ohne Gleichgültigkeit und Schuld von unsrer Seite: da dürfen wir doch hoffen, dass er der Herr gnädig ist!
Versusdeum vor 2 Tagen: @Parzival
Es geht mir nicht um meine Meinung, sondern um die biblisch fundierte und 2000 Jahre lang gewachsene Lehre der Kirche (die, wie ich hoffe, weitgehend identisch ist mit meiner daran gebildeten unmaßgeblichen persönlichen Meinung). Ihr Beispiel verstehe ich im Übrigen nicht. Ja, Frauen können offensichtlich nicht gültig zum Priester geweiht werden (vgl. Auswahl und göttliche Vollmachten der Apostel), "Männer mit tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen [sollen] nicht zu den heiligen Weihen zugelassen werden" und die Weihen bei Pius sind unerlaubt, aber gültig. Aber das sind eben verschiedene Falle. Und Pius glaubt und zelebriert, wie die Kirche 400 bis 1900 Jahre lang geglaubt und zelebriert hat, was also "Fels" ist. Wo also sehen Sie Widersprüche? Höchstens, dass ich die Klarstellung Papst Benedikts nicht auf dem Schirm hatte und vor allem mit dem Homo-Missbrauchsskandal argumentiert hatte (danke für die Erinnerung)?
chorbisch vor 2 Tagen: @ Parcival
Schon richtig, was Sie schreiben und vermutlich ist das "problematische" Empfinden des Novus Ordo nicht auf die Mitglieder der FSSPX beschränkt.
Aber es gibt sicher auch Priester, die die Zelebration im lateinischen Ritus ablehnen, weil sie auch für "problematisch" halten.
Der Novus Ordo ist eine gültige Meßliturgie. Wenn ein Priester diesen als "problematisch" empfindet, ist das zunächst sein Problem, nicht das der Kirche.
Das ist wie mit dem Messdienerinnen, die einige hier ja für eine der Wurzeln allen Übels halten, zumindest, was die zurückgehende Zahl der Seminaristen betrifft. Auch das sind persönliche Befindlichkeiten, auf die die Kirche Rücksicht nehmen könnte, aber nicht muss.
Es gibt ja auch Leute in der Kirche, die Laienepredigten, oder das "Diakonat der Frau" befürworten. Eine Ablehnung durch "Rom" ist/wäre für diese Personen auch problematisch, aber das würde zumindest in diesem Forum wohl niemand stören.
Wer den alten Ritus bevorzugt, der gehe zur Petrusbruderschaft.
Parcival vor 2 Tagen: @Paddel; chorbisch: würden FSSPX-Priester gelegentlich im Novus Ordo zelebrieren?
Die FSSPX betrachtet den Novus Ordo nicht einfach als eine andere liturgische Form, sondern übt seit Jahrzehnten fundamentale Kritik an ihm. Dabei geht es nicht nur um persönliche Vorlieben von Priestern. Gläubige werden vielerorts ausdrücklich angewiesen, ihre Sonntagspflicht nicht durch den Besuch einer Messe im Novus Ordo zu erfüllen, selbst wenn dies die einzige erreichbare Messe ist. Vor diesem Hintergrund erscheint die Forderung, FSSPX-Priester sollten gelegentlich im Novus Ordo zelebrieren, wenig realistisch. Man kann von einer Gemeinschaft kaum verlangen, einen Ritus regelmäßig zu feiern, den sie selbst für problematisch hält und dessen Besuch sie den eigenen Gläubigen ausdrücklich nicht empfiehlt. Genau darin liegt ja einer der zentralen Konfliktpunkte. Die eigentliche Frage ist daher nicht, warum FSSPX-Priester den Novus Ordo nicht feiern, sondern warum die Bruderschaft einen von der Kirche anerkannten und weltweit gefeierten Ritus grundsätzlich ablehnt.
chorbisch vor 2 Tagen: @ Paddel
Was ist an der Idee, die Priesteramtskandidaten der FSSPX sollten auch im Novus Ordo unterwiesen werden, so "komisch"?
Hier wurde immer mal wieder gefordert, Priesteramtskandidaten sollten auch den lateinischen Ritus kennen und in ihm zelebrieren können, damit sich die Kenntnis beider Riten befruchtend auswirken kann.
Warum soll das nicht auch umgekehrt gelten, und selbst wenn diese Priester dann beim lateinischen Ritus bleiben, so haben sie die Unterschiede selbst intensiver kennengelernt, als durch irgendeine noch so kluge Schrift, die erklärt, was am Novus Ordo angeblich alles "falsch" sei.
Kurz nach der Verkündung von TC hat ein Bischof in den USA einer traditionalistischen Gemeinschaft die bisher genutzte Kirche verschlossen. Ein wichtiger, vielleicht sogar DER Grund der Ablehnung war, dass sich die diese Gemeinschaft betreuenden Priester strikt weigerten, auch mal im Novus Ordo zu hzelebrieren, weil das für ihre geistliche Entwicklung schädlich sei.
Ziemlich abgehoben.
Schillerlocke vor 2 Tagen: Das lässt mich gelassen sein.
Bei Priestermangel wie in vielen Teilen Europas und Deutschlands heißt das, dass andere Formen des Gottesdienstes aufgewertet werden müssen, weil sie dann gleichsam als Ersatz für die Heilige Messe stattfinden werden, wenn kein Priester oder Diakon für die Homilie zur Verfügung steht. In der nichtkatholischen Christenheit im Westen, etwa bei den Protestanten, ist ein Gottesdienst mit Abendmahl selbst am Sonntag ohnehin die Ausnahme. Gemäß den Vorgaben aus Rom wird das in den katholischen Westkirchen zu vergleichbaren Konsequenzen führen. Die Heilige Messe wird damit zum seltener angebotenen Angebot auch für die Sonntagspflicht zum Gottesdienstbesuch. Vielleicht stärkt das sogar die Ehrfurcht vor der Eucharistie, wenn die Heilige Messe nicht mehr bloß ein allzeit verfügbares "Nice-to-have" für die Gläubigen ist, sondern tatsächlich ein hohes Fest zur Anbetung und zum Lob des Allerhöchsten.
Christine vor 2 Tagen: „Das Heil der Seelen ist das höchste Gesetz“
Woher kommt diese Aussage? Welchen Wert hat sie?
Das ist nichts anderes als eine Auslegungsregel des positiven Rechts, die sich ausschließlich auf menschliche Gesetze und die Anwendung bestimmter moralischer Grundsätze bezieht (z. B. die Einhaltung des Sonntags).
Sie KANN JEDOCH NICHT AUF GÖTTLICHE KONSTITUTIVE GESETZE ANGEWENDET WERDEN.
Wer kein Wasser zum Taufen hat, kann nicht einmal Orangensaft verwenden, um ein sterbendes Kind zu taufen.
Wer kein Priester ist, kann einem Sterbenden keine notwendige Absolution erteilen.
Die Regel „ salus animarum suprema lex“ ist in diesem Fall wirkungslos, obwohl sie für das
Seelenheil dieser beiden Menschen unerlässlich wäre.
Warum gilt sie nicht? Weil Christus selbst diese Ordnung der Dinge eingesetzt hat. Die Kirche wurde zum Mittel des Heils erhoben, wie das Dogma „Extra ecclesiam, nulla salus“ verkündet. Dieses göttliche Gesetz kann folglich nichts und niemand ändern, da es konstitutiv für die Kirche ist.
Rolando vor 2 Tagen: Versusdeum
Das männliche Priesteramt ist von Gott eingesetzt, wie auch das Kinderbekommen bei Frauen von Gott eingesetzt ist, was wollen wir daran ändern? Der Herr hat das SPITZENMÄSSIG gemacht, akzeptieren wir es so, es ist gut so.
Stefan Fleischer vor 2 Tagen: @ Paddel
Ja, auf dieses Wunder hoffe, warte und bete ich. Würde ich das nicht, die Situation wäre für mich hoffnungslos. Dann würde ich ein schnellstmögliches «Ende mit Schrecken» weit besser finden als dieser «Schrecken ohne Ende».
Hilfe! Wir haben die Furcht des Herrn verloren. Damit haben wir die Weisheit verspielt, welche uns die Schrift dafür verspricht. Wir glauben, unsere Probleme auch ohne Gott, vielleicht sogar besser als Gott, lösen zu können. «An Gottes Segen ist alles gelegen!» Oder wie es unser Landevater Bruder Klaus formulierte: «Fried ist allweg nur in Gott, denn Gott ist der Fried».
SalvatoreMio vor 2 Tagen: Beten um Priesterberufungen
Dank,@discupulus, Ihre Reaktion macht Mut! Ja, ich will mich selbst mehr in die Pflicht nehmen und dort, wo ich eine Chance sehe, die Bitte forcieren - sonst bleibt es Schall und Rauch.
gebsy vor 2 Tagen: I N D U L T
Zugegeben; dieser Begriff war mir nicht geläufig ...
de.wikipedia.org/wiki/Indult_(Kirchenrecht)
Paddel vor 2 Tagen: @stefan Fleischer
Piusbrüder im ordentlichen Ritus ausbilden? Habe ich das richtig gelesen/verstanden?
Das ist ein Treppenwitz, oder?
So wie ich die Piusbrüder erlebe, ist das jenseits meiner Vorstellungskraft.
Aber mit Wunder darf man ja rechnen.
discipulus vor 2 Tagen: @SalvatoreMio: Völlig richtig
Da weisen Sie auf einen sehr wichtigen Punkt hin. Mir ist schon vor Jahren aufgefallen: Wenn ich im Elsaß eine Kirche besuche, hängen dort immer Plakate, die für geistliche Berufe werben und zum Gebet umd Berufungen auffordern. Und zwar groß und an prominenter Stelle. In Deutschland findet man mit etwas Glück einen A5-Flyer in einer Ecke des Schaukastens.
Das muß Sie und mich und viele andere aber nicht daran hindern, täglich um mehr Arbeiter für den Weinberg des Herrn zu beten!
Gandalf vor 2 Tagen: Gute Entscheidung aus Roma :-)
SalvatoreMio vor 3 Tagen: Gebet, Gebet, Gebet !
Was mir grundsätzlich fehlt in unseren Beiträgen und im liturgischen Geschehen allgemein (soweit mir zugänglich): Wäre es nicht das Allerwichtigste, um PRIESTERBERUFUNGEN zu beten? Das erlebe ich fast gar nicht und habe sogar den Eindruck, dass man gar nicht daran glaubt, Gott würde diese Bitten erhören. Damit aber macht Kirche sich überflüssig.
Parcival vor 3 Tagen: @Versusdeum
Interessant ist, dass hier ständig über die Unmöglichkeit der Frauenweihe gesprochen wird, die Instruktion Benedikts XVI. von 2005 zur Zulassung homosexueller Kandidaten aber ausgeblendet wird. Darin heißt es ausdrücklich, dass Männer mit tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen nicht zu den heiligen Weihen zugelassen werden sollen. Wer sich auf Gehorsam gegenüber dem Lehramt beruft, kann nicht selektiv entscheiden, welche Weisungen gelten und welche nicht. Theologisch ist zudem zwischen Gültigkeit, Erlaubtheit und Eignung zu unterscheiden. Eine Weihe kann gültig sein und dennoch gegen kirchliche Vorgaben erfolgen. Die eigentliche Frage lautet daher nicht, ob eine Weihe gültig ist, sondern ob man bereit ist, die Lehre der Kirche auch dann anzunehmen, wenn sie den eigenen Überzeugungen widerspricht.
discipulus vor 3 Tagen: @Versusdeum Gültigkeit
Eine hl. Messe von einem gültig geweihten Priester ist natürlich auch dann gültig, wenn der Priester exkommuniziert ist! Zum Glück für die Lefebvristen...
Ansonsten verstehe ich nicht so ganz, was Sie mir eigentlich sagen wollen. Da besteht gar kein Dissens zwischen uns. Im Übrigen hat auch Rom den Wünschen mancher syndodal Bewegter nach einer Frauenweihe immer deutlich widersprochen.
discipulus vor 3 Tagen: @nekonta: Subjektivität
Ja, sehen Sie, genau das behaupten auch die Unterstützer des syndodalen Unsinns: Das geschehe alles aus Sorge um das Katholische und die Kirche.
Das zeigt: Solche subjektive Interpretationen, bei den Lefebvristen ebenso wie bei den Modernisten, führen in die Irre. Wer sich wirklich um das Katholische und die Kirche sorgt, ordnet sich dem Lehramt unter und agiert nicht gegen den Papst.
Wynfried vor 3 Tagen: Mit der gleichen Klarheit und Eindeutigkeit
müssten nun auch all die anderen Forderungen des sogenannten Synodalen Weges zurückgewiesen werden, die mit der Lehre der Kirche unvereinbar sind, insbesondere die Forderung nach Frauenordination. Auch das kirchliche Arbeitsrecht, wie es aktuell in Deutschland Anwendung findet, gehört eigentlich auf den Prüfstand.
Versusdeum vor 3 Tagen: Vergleiche
@discipulus ... und genau deswegen habe ich auf die Forderungen nach der Weihe sich öffentlich als homosexuell lebende bekennender Personen hingewiesen (und das nach dem Homo-Missbrauchsskandal!) und auf die nach der "Priesterweihe" von Frauen, die seit der Auswahl der Apostel durch Jesus selbst gar nicht möglich ist. Denn das Priestertum ist kein beliebiges Amt, sondern mit göttlichen Vollmachten ausgestattet, die bei der Weihe übertragen werden, oder bei einer Weihesimulation eben nicht. Falls nein, ist eine von ungültig geweihten (und exkommunizierten!) Personen gefeierte Hl. Messe tatsächlich nur Hokuspokus, bei dem nichts gewandelt wird, werden Sünden nicht nachgelassen, ein erteilter Segen bleibt ein Segenswunsch usw.
naiverkatholik vor 3 Tagen: ...wo Laien in gottesdienstlichem Rahmen verkündigen dürfen und sollen
Die Möglichkeiten der Verkündigung außerhalb der Homilie der Heiligen Messe sind Legion. Auch in gottesdienstlichem Rahmen. Willige und fähige Laien sind sehr gesucht für: Katechesen in Schulgottesdiensten, Wort-Gottes-Feiern in Seniorenheimen, geistliche Vorträge in Verbänden, Andachten in allen Gruppierungen usw usw. Das ist im Schlussteil dess Vatikanschreibens stark betont. Allen, die jetzt klagen, seien diese Formen des Laienapostolates ans Herz gelegt. Hier herrscht echter Mangel.
Paddel vor 3 Tagen: Exzelenz Bischof Wilmer
hat jetzt seine Antwort. Freue mich für ihn und seine kluge Entscheidung die Anfrage an Rom weiterzuleiten.
Mich freut auch die klare Antwort, die keine Zweideutigkeiten zulässt.
Wie schön!
Paddel vor 3 Tagen: @nekonata
um was geht es Ihnen?
Versusdeum vor 3 Tagen: Da fehlt doch etwas viel wichtigeres
Was ist mit der Forderung des "Synodalen Weges", das Priestertum für offen homosexuell lebende Männer und (ultimativ) für Frauen zu öffnen ("Ein Priesteramt, das theoretisch nur heterosexuellen Männern vorbehalten sein soll, ist fragwürdig und mit der gelebten Praxis nicht vereinbar. Die geschlechtsabhängige Zulassung zum Priesteramt sorgt für Unverständnis,
ist diskriminierend und muss [sic!] abgeschafft werden.").
augia_felix vor 3 Tagen: Bischof Wilmer kann einem fast leidtun...
... Gleich zu Beginn seiner Amtszeit als DBK-Vorsitzender gibt's eine rote (keine gelbe) Karte aus Rom! -- Kein guter Start.
augia_felix vor 3 Tagen: Jetzt mal zurück zur Sache!
Mir kommt es so vor, dass Papst Leo nach seinem ersten Jahr, das vom Zusammenhaltens der verschiedenen Strömungen, die es in der katholischen Kirche gibt, und dem Aufbau einer eigenen, persönlichen Autorität in Kirche und Welt geprägt war (Auslandsreisen mit riesengroßer Resonanz; Magnifica Humanitas etc.) jetzt mal "einen Gang hochschaltet": Klares Einfordern des Kirchenrechts in einer konkreten, überschaubaren, aber für das ZDK wichtigen Angelegenheit! -- Das ist der Anfang vom Endes des deutsch-synodalen Weges...
ChemMJW vor 3 Tagen:
Ein klares Nein an die deutschen Bischöfe?
Gut. Aber das ist nur der erste Schritt.
Was ist, wenn die Hälfte der deutschen Priester und Bischöfe das klare Nein einfach ignorieren und wie vorher fortfahren?
Eine Mahnung aus Rom ist völlig bedeutungslos, wenn Rom nicht dazu bereit ist, an Trotzigen ein Exempel zu statuieren.
nekonata vor 3 Tagen: @ discipulus
Der Ungehorsam der FSSPX und die unerlaubte Bischofsweihen resultieren aus der Sorge um das Katholische und um die Kirche.
Die Laienpredigt imNOM untergräbt nicht nur die Autorität der Kirchenleitung, sie zerstört die Transzendenz und die Ordnung der Liturgie – kein Wunder, wenn immer mehr Katholiken sich Alternativen suchen oder am Sonntag lieber spazieren gehen, als in die Kirche.
Mittlerweile verhalten sich Laien in der Kirche so, als ob das V2 und die Liturgiereform das nicht erlaubt hätte, sondern befohlen.
Elemosinarius vor 3 Tagen:
In München mobbt man lieber Priester mit 50 in den Ruhestand. Dann hält man Wortgottesdienste und das Problem hat sich erledigt.
discipulus vor 3 Tagen: @nekonta: Vergleiche
Wenn überhaupt, dann erinnern Ihre Beiträge an die Argumentationsweise der Linken, nicht die von @Toretto, den Sie bezichtigen. Denn Sie sind es, die versuchen, mit Hinweis auf eine Fundunterschlagung einen Banküberfall zu rechtfertigen. Natürlich sind Laienpredigten nicht erlaubt - aber das steht doch von der Schwere des Vergehens mindestens drei Ebenen unter der unerlaubten Weihe eines Bischofs!
Stefan Fleischer vor 3 Tagen: Was ich mir überleg habe
Zur Überwindung der sog. Notlage könnte die Piusbruderschaft die neue Liturgie als gleichwertig mit der sog. traditionellen, und deren Handlungen gleichermassen gültig erklären. Dann könnte sie ihre Priester in beiden Formen ausbilden und feiern lassen und im Notfall auch von Bischöfen der neuen Form, welche die nötige Zusatzhausbildung nicht haben, gültig weihen lassen. Wenn es dann so zu einer engeren Zusammenarbeit in der Pastoral kommen würde, wäre das für die Neuevangelisation m.E. ein gewaltiger Vorteil. Und das einfache Volk hätte die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wo es seine Sonntagspflicht erfüllen und seine Beichte ablegen möchte etc. «Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, würde eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.» (Phil 4,7)
nekonata vor 3 Tagen: @ Toretto
Ihre Rechthaberei erinnert an die Vorträge der Grünen und der Linken im Bundestag.
Die Laienpredigt ist ein schwerwiegender Akt des Ungehorsams, denn er verstößt sowohl gegen die Bestimmungen im „Artikel 3. Die Homilie § 1.“ aus der „Instruktion zu einigen Fragen über die Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester“, als auch gegen den CIC (Can. 767*-§ 1). Von der Norm des Kanons darf nicht einmal der Diözesanbischof dispensieren.
Es ist schon erstaunlich wie manche akkurat und scharf das Kirchenrecht gegen die FSSPX ausglegen, nicht aber gegen das Laientheater in Deutschland.
ThomasMoore vor 3 Tagen: praktische Auswirkung?
Da bin ich der Meinung wie meine Vorredner: Es wird sich keiner daran halten, da es jede Menge Diözesanbischöfe gibt die pro Laienpredigt sind. Falls Rom doch doch Rügen schickt, so wird die Maßnahme wohl sein: Man ersetzt die Messe durch einen Wortgottesdienst - und schon ist das Problem formal gelöst.
Das kommt der Pastoralplanung sowieso entgegen:
"..Der Pastoralplan der Erzdiözese (München-Freising) für 2030 sieht für den Pfarrverband (aus 2 Pfarreien) nur noch eine halbe Priesterstelle und eine halbe Pastoralreferenten- oder Gemeindereferentenstelle vor."
Toretto vor 3 Tagen: Papst Benedikt XVI. hob am 21. Januar 2009
die Exkommunikation der vier Bischöfe der Piusbruderschaft auf, die 1988 von Erzbischof Marcel Lefebvre ohne päpstliche Erlaubnis geweiht worden waren
Als Miturheber der Strafe: Joseph Ratzinger hatte 1988 als Präfekt der Glaubenskongregation selbst monatelang mit Erzbischof Lefebvre verhandelt, um das Schisma abzuwenden. Als Lefebvre die Weihen dennoch vollzog, unterzeichnete Ratzinger das offizielle vatikanische Dekret, das die automatische Exkommunikation formal feststellte. Er zweifelte die Rechtsgültigkeit dieser Strafe nie an.Aufhebung ist keine Amnestie: Dass er die Strafe 2009 aufhob, bedeutete für Benedikt XVI. ausdrücklich nicht, dass die Exkommunikation rückwirkend falsch war. Im Kirchenrecht unterscheidet man zwischen dem „Freispruch von einer unberechtigten Strafe“ und dem „Nachlass einer rechtmäßigen Strafe“ als Akt der Gnade. Benedikt vollzog Letzteres: Er erließ ihnen eine Strafe, die sie seiner Ansicht nach bis zu diesem Tag zu Recht getragen hatten.
discipulus vor 3 Tagen: @lesa: Notstandsrecht
Wie schon mehrfach dargelegt: Ein Notstand, wie ihn das Kirchenrecht kennt, existiert offenkundig nicht. Insofern ist die Berufung der Lefebvrianer darauf gegenstandslos und die kirchenrechtlichen Strafen selbstverständlich wirksam.
Cosmas vor 3 Tagen: Wird sich keiner dran halten, wird kein Bischof abstellen.
Gehorsam wird nur den Traditionalisten formal auferlegt!
lesa vor 3 Tagen: In einer gerechten Sache ist jede Strafe ein Unrecht.
@ Silvana: "Der Kanon 1323 bestimmt:„Straffrei bleibt, wer bei Übertretung eines Gesetzes oder eines Verwaltungsbefehls: …
aus schwerer Furcht, wenngleich nur relativ schwer, gezwungen oder aufgrund einer Not¬lage oder erheblicher Beschwernis gehandelt hat, sofern jedoch die Tat nicht in sich schlecht ist oder zum Schaden der Seelen gereicht; …
7° ohne Schuld geglaubt hat, einer der in den nn. 4 oder 5 aufgeführten Umstände liege vor.“
Daraus folgt, dass die automatische Exkommunikation 1988 nicht eintrat, denn man wird Erzbischof Lefebvre mindestens zubilligen müssen, dass er überzeugt war, in einer Notlage zu handeln."
„Nun beruft sich Lefebvre für seine Handlungsweise auf den Notstand … Notstand verhindert, dass eine Strafe eintritt, außer die … Handlung wäre in sich böse.... Beides liegt im Falle der Bischofsweihe nicht vor. Daher ist davon auszugehen, dass Lefebvre und die von ihm konsekrierten Bischöfe nicht von der Strafe der Exkommunikation betroffen sind." (Prof G. May)
Toretto vor 3 Tagen:
Laien dürfen außerhalb der Heiligen Messe predigen. Can. 766 des CIC
Damit Laien in den erlaubten gottesdienstlichen Formen (wie Wort-Gottes-Feiern oder Andachten) predigen dürfen, müssen sie persönliche, fachliche und formale Voraussetzungen erfüllen. Die genauen Kriterien sind im Kirchenrecht sowie in den Richtlinien der Bischofskonferenzen festgelegt
nekonata
die Exkommunikation ist die absolute Höchststrafe der Kirche und bleibt ausschließlich den allerschwersten Verbrechen (wie der Entweihung von Hostien oder dem tätlichen Angriff auf den Papst) vorbehalten.
Die unerlaubte Laienpredigt in der Messe fällt unter keinen Umständen in diese Kategorie.
silvana vor 3 Tagen: @nekonata
Ich denke nicht, dass man automatisch wegen jedes Ungehorsams exkommuniziert wird. Die Exkommunikation wegen Bischofsweihen, nur mal für den Fall, dass sie darauf anspielen, steht meines Wissens im Kirchenrecht und dieses ist nicht extra für FSSPX erfunden worden. - Aber nichts für ungut, das ist doch wenigstens mal eine gute Nachricht!
Versusdeum vor 3 Tagen: Öha. Pius wirkt.
Hoffen und beten wir, dass dieser Schuss vor den Bug bei den (meisten) deutschen Bischöfen ankommt und die Wasserfontäne nicht einfach wieder zu einer zustimmenden Geste aus Rom oder einer willkommenen Erfrischung angesichts der hohen Temperaturen umgedeutet wird.
ottokar vor 3 Tagen: Der Ungehorsam hat im deutschsprachigen Raum Jahrzehnte lange Tradition
Dieser Ungehorsam wird auch gefördert von den zuständigen Diazösanbischöfen, die zuständige Pfarrer, heute Pastoralraumvorstand,sogar vorschreiben, Laien predigen zu lassen. Also von oben verordneter Ungehorsam.Der Einwand, wir hätten zu wenig Priester, der kann nicht stechen, da die Eucharistiefeier stets von einem Priester gefeiert wird. Manchmal bleibt diesem ,die Hlg. Messe feiernden , während der „Homilie“ des Laien neben dem Altar sitzenden Priester nicht anderes übrig, als verschämt in den Boden zu schauen, wenn er den theologischen Unsinn des „predigenden“ Laien zuhören muss.
Das entschuldigt auch nicht, dass manchen Priestern eine Weiterbildung in Rhetorik und theologischem Wissen durchaus gut anstehen würde. Der Pfarrer von Ars, ein geistig durchaus einfacher Mensch, konnte mit einfachen,aber glaubhaften Worten seine Gemeinde fesseln. Das ist auch heute noch möglich, wie ich immer wieder in kleinen, sehr peripher gelegenen Pfarreien feststellen darf.
nekonata vor 3 Tagen: exkommuniziert
„„Die Homilie bleibt gemäß diesem Schreiben weiterhin „einem Priester oder Diakon vorbehalten“. Homilien durch Laien werden „selbst unter anderer Bezeichnung“ ausgeschlossen.““
Und? Werden jetzt alle Laien die bereits gepredigt haben und predigen wegen Ungehorsam exkommuniziert?
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