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Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!

vor 31 Stunden in Deutschland, 29 Lesermeinungen
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UPDATE: Der neue Bischof stimmte 2023 für einen umstrittenen Text, der offizielle Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare in der katholischen Kirche ermöglichen sollte und der als Affront gegenüber Rom gilt.


Eichstätt (kath.net)

Papst Leo XIV. hat den Freiburger Weihbischof Christian Würtz (55) zum neuen Bischof von Eichstätt ernannt. Er folgt damit Gregor Maria Hanke nach, der am 8. Juni 2025 von seinem Amt zurückgetreten ist. Die Ernennung wurde am Dienstag, 7. Juli, zeitgleich in Rom, Freiburg und Eichstätt bekannt gegeben – am Hochfest des Bistumsgründers, des heiligen Willibald. Christian Würtz ist damit der 83. Bischof von Eichstätt. Der Zeitpunkt der Einführung steht noch nicht fest.

„Ich freue mich auf meine neue Aufgabe“, sagte der künftige Eichstätter Bischof in einer ersten Reaktion. „Es ist eine schöne Fügung, dass meine Ernennung am Fest des heiligen Willibald erfolgt, des Patrons der Diözese Eichstätt. So hoffe ich, dass ich mich mit meinen Erfahrungen und Fähigkeiten auch in Eichstätt beim Aufbau des Reiches Gottes einsetzen kann und mit den Menschen hier unterwegs sein darf. Ich danke Papst Leo für das in mich gesetzte Vertrauen und bin nun gespannt darauf, die Menschen in der Diözese kennenzulernen.“

Christian Würtz, geboren 1971 in Karlsruhe, studierte zunächst Rechtswissenschaften und war als Rechtsreferendar tätig. Während seines anschließenden Theologiestudiums in Freiburg und Würzburg promovierte er parallel im Kirchenrecht (Dr. iur. utr.). 2006 wurde er zum Priester geweiht, 2011 promovierte er zudem in Theologie. Es folgten Tätigkeiten als Pfarrer in Gengenbach sowie ab 2013 als Diözesanrichter in Freiburg. 2018 wurde er Stadtdekan von Freiburg, Dompfarrer am Münster und Domkapitular. 2019 ernannte ihn Papst Franziskus zum Weihbischof. Seitdem ist er im Erzbistum Freiburg unter anderem für die Priesterausbildung sowie als Bischofsvikar für Hochschulen verantwortlich.

Der Eichstätter Diözesanadministrator Alfred Rottler begrüßt die Ernennung mit großer Freude: „Mit Weihbischof Christian Würtz erhält unser Bistum einen erfahrenen Seelsorger und Theologen, der sowohl in der Pastoral als auch in Leitungsaufgaben der Kirche umfassende Erfahrung mitbringt. Ich heiße ihn im Namen des gesamten Bistums Eichstätt herzlich willkommen und wünsche ihm für seinen Dienst Gottes reichen Segen.“ Zugleich dankte Rottler den Gläubigen für ihr Gebet während der Zeit der Sedisvakanz. Auch der emeritierte Bischof Gregor Maria Hanke begrüßt die Ernennung seines Nachfolgers: „Weihbischof Christian Würtz ist ein geistlich erfahrener, theologisch versierter und leitungskompetenter Hirte. Von Herzen wünsche ich ihm Gottes reichen Segen für seinen Dienst.“


Laut Medienberichten gilt Würtz als Anhänger des deutsch-synodalen Weges und stimmte 2022 für ein Reformpapier, das feststellte, dass homosexuelle Orientierung keine persönliche Entscheidung sei. Im März 2023 stimmte er für den umstrittenen Text, der offizielle Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare in der katholischen Kirche ermöglichen sollte und der als Affront gegenüber Rom gilt.

 

Foto: (c) Bistum Eichstätt

 


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Lesermeinungen

Wynfried vor 6 Stunden: Noch etwas fällt auf,

das hier noch gar nicht angesprochen wurde:

Wieder einmal wird ein bereits geweihter (Weih-)Bischof in ein anderes Bistum transferiert. Die Personaldecke geeigneter Kandidaten wird natürlich durch den immer größeren Rückgang des Priesternachwuchses auch hier immer dünner. Offenbar versucht man jetzt zumindest, die Zahl der aktiven Weihbischöfe in Deutschland zu reduzieren, indem sie zu Diözesanbischöfen ernannt werden und ihre bisherigen Weihbischofsstellen zum Teil nicht mehr neu besetzt werden. Ist nicht die Zahl der Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz schon um ca. 10 Prozent geschrumpft?

Der "normale" Vorgang bei einer Bischofsernennung müsste aber doch sein, dass man einen geeigneten Diözesanpriester auswählt, am besten einen erfahrenen Seelsorger als Pfarrer o. ä. Wann war das in Deutschland eigentlich zum letzten Mal der Fall? Ich glaube, es war die Ernennung von Walter Mixa zum Bischof von Eichstätt im Jahr 1996.

chorbisch vor 7 Stunden: @ Heiligenverehrer

Kardinal Müller hat sich in letzter Zeit ja mehrfach zu den Weihen der FSSPX geäußert. Waren das auch "Knaller", die Eminenz da "rausgehauen" hat?

Es mag ja sein, dass Ihnen die Stellungnahme des Vatikans zur "Miterlöserschaft" missfällt, oder dass der Papst es "gewagt" hat, die Erzbischöfin von Canterbury zu empfangen.

Aber das rechtfertigt meiner Meinung nach nicht so einen Tonfall.

Tuotilo2 vor 8 Stunden:

@CarlEugen
Zwei Bemerkungen:
Robert Prevost war seit 2023 Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe. Auch wenn er in den zwei Jahren bis zu seiner Papstwahl dieses Dikasterium personell nicht ganz nach seiner Vorstellung hätte umbauen können (wenn er es gewollt hätte): Er kennt diese Behörde wie keine andere und es ist davon auszugehen, dass er genau weiß, wen er zum Bischof ernennt.
Es war Papst Franziskus persönlich, der Bischof Oster zusätzlich zur von der Dt. Bischofskonferenz entsandten Delegation zur Weltbischofssynode eingeladen hat. Ich denke deshalb, er wäre durchaus auch 2024 zum Bischof ernannt worden.

Patroklos vor 8 Stunden: Schleifung der Bastionen

Nach Bamberg, Augsburg, Chur usw. ein weiteres bislang glaubenstreues Bistum, das auf Linie gebracht wird.
Es ist schon auffällig, bei jeder neuen Bischofsernennung zumindest im deutschsprachigen Raum rückt das entsprechende Bistum weiter nach "Links".

Bernhardiner vor 10 Stunden: Jetzt

Jetzt wächst zusammen was zusammen gehört ...

carl eugen vor 11 Stunden: Diese Ernennung ist tatsächlich enttäuschend.

Dennoch würde ich nicht soviel in diese Ernennung hineininterpretieren.
Der Heilige Vater ist noch sehr neu in seinem Amt. In dem Dikasterien sitzen parallel noch die Leute, die Papst Franziskus ernannt hat. Es wird noch dauern, bis der "leoninische" Geist sich im Vatikan verbreitet hat.

Denken wir an die Ernennung von Bischof Oster 2014. Da war Franziskus auch schon ein Jahr Papst, aber an den Schaltstellen saßen noch Papst Benedikts Leute. 2024 hätte Bischof Oster wohl keine Chance gehabt.

Geduld liebe Freunde. Auch durch den neuen Nuntius wird sich wohl in den kommenden Jahren einiges ändern. Da bin ich sicher.

Heiligenverehrer vor 21 Stunden: @versusdeum

Danke, dass Sie hier den Finger in die Wunde legen!!! So ist es!!!

Heiligenverehrer vor 21 Stunden: Tja...

die Kommentare hier zeigen das Dilemma und werfen die Frage auf, was nun schlimmer ist. Dass Rom immer wieder Knaller raushaut ("Miterlöserin"-Dekret, fragwürdige Bischofsernennungen, fragwürdige Papst-Audienzen) oder, dass die FSSPX neue Bischöfe geweiht hat? Mit der heutigen Ernennung ist. m.E. klar geworden, dass die Ernennung-Politik von Franziskus weitergeht, was für die weitere Entwicklung der katholischen Kirche in Deutschland auf Linie der Tradition fatal sein dürfte!

golden vor 22 Stunden: Betet ohne Unterlass

um heiligmässige Kirchenleiter.

discipulus vor 22 Stunden: @Jothekieker

Ich wollte keineswegs "beruhigen" - nur einladen, dem Mann mal eine Chance zu geben und ihn im Gebet zu unterstützen.

Was ich in den letzte drei, vier Jahren von ihm gehört habe, hat mir alles andere als gefallen. Aber es paßt nicht zu der Art und Weise, wie ich ihn erlebt habe, bevor er in Freiburg erst Dompfarrer und dann Weihbischof wurde. Eichstätt ist ein anderes Umfeld als Freiburg, vielleicht kann er da wieder zu sich selbst finden. Beten wir um den Heiligen Geist.

carolus romanus vor 22 Stunden: Oweia

Jetzt wird das Bistum auf links gedreht.
Es dauert ein bisschen: die Priester werden dann aussehen, wie Sozialarbeiter und sich so verstehen. Das ganze Bistum wird auf ZDK-Linie gebracht.
Immerhin kann ich jetzt sehen, wohin Leo die Kirche führen wird.

Fragender087 vor 22 Stunden: der arme Papst weiß es ja nicht besser, er wird schlecht beraten

das hören wir nun seit Jahrzehnten. Aber gerade was die Bischofsernennungen von Papst Leo angeht, so dürfte er genau wissen was er tut. war er doch unter Papst Franziskus genau dafür zuständig (Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe ab 2023)

Versusdeum vor 22 Stunden: Ja, es wird wieder anders werden,

lieber @Albertus Magnus, denn das hat uns der Herr versprochen. Aber das kann a) noch dauern und b) nur anderswo passieren. Und solange wir zu wenig beten (mea culpa!) zwingt uns der Herr auch keine Besserung auf.

Versusdeum vor 22 Stunden: [Jetzt wieder entspannt:]

Wünsche dem künftigen Bischof Gottes reichen Segen und die Führung des Heiligen Geistes, derer wir alle in diesen Zeiten allgemeiner Verwirrung so sehr bedürfen.

ottokar vor 23 Stunden: Ich vermute , das das keine Entscheidung unseres Papstes war.

Untergeordnete Instanzen haben das entschieden und dem Papst diesen Kandidaten empfohlen. Man sollte dem nachgehen. Andererseits kann eine neue Aufgabe und Verantwortung bisherige Meinungen durchaus verändern. Also warten wir es ab und be - und -verurteilen dann, wenn es gerechtfertigt ist.

Jothekieker vor 25 Stunden: @discipulus

Trotz Ihrer beruhigenden Worte: Etwas Sorgen bereitet mir diese Berufung schon.

Wynfried vor 25 Stunden: Einen Weihbischof aus Freiburg

hat vor einigen Jahren auch das Bistum Fulda als Oberhirten bekommen und das Ergebnis ist mehr als ernüchternd.

Wenn Weihbschof Würtz für einen umstrittenen Text gestimmt hat, der als Affront gegenüber Rom gilt, dann frage ich mich, warum „Rom“ ihn dann zum Bischof von Eichstätt ernannt hat.

Für die traditionsverbundenen Katholiken im Bistum Eichstätt wird es jetzt auch nicht leichter werden ...

Albertus Magnus vor 26 Stunden: Der Geist weht wo er will

Ich habe im Dom einen Bischof gesehen, der sich auf dem Weg zum Rednerpult vor dem Allerheiligsten, also vor dem Herrn, verneigt hat, dem er zu dienen hat. Also macht bitte nicht alles mies, sucht das Gute, betet für die Hirten und gebt Zeugnis für den Glauben ab. Es wird wieder anders werden.

discipulus vor 26 Stunden: Abwarten

Warten wir doch mal ab. Bischof Würtz ist ein sehr gebildeter und persönlich integrer Priester, der das Herz am rechten Fleck hat. So habe ich ihn jedenfalls vor ca. 10 Jahren persönlich kennen gelernt. Seine Beiträge zum synodalen Unsinn haben mich deshalb sehr verwundert. Es mag sein, daß er sich da durch das Umfeld in Freiburg zu stark hat beeinflussen lassen. Beten wir doch darum, daß der Heilige Geist ihm wieder mehr Bekennermut schenkt. Als Diözesanbischof muß er sich jedenfalls nicht mehr diplomatisch zurückhalten, wie das ein Auxiliarbischof in einer Diözese immer muß. Das Amt formt ja bekanntlich den Inhaber... Beten wir, daß das mit dem neuen Amt in eine gute Richtung geht.

Versusdeum vor 26 Stunden: @serafina

"... Buntstreifenfahnen-Fanclub ..."

siebenbuerger vor 27 Stunden: Der Bock als Gärtner

Hier wird abermals der Bock zum Gärtner gemacht. Wenn Rom die Piusbruderschaft exkommuniziert, dann muss doch folgerichtig auch ein Priester oder Bischof exkommuniziert werden, der die christliche Lehre verleugnet. Stattdessen werden solche unwürdigen Männer auch noch befördert. Das erinnert stark an die dunkelsten Stunden der Kirchengeschichte!

Versusdeum vor 27 Stunden: Aber wir müssen doch alles toll finden,

was der Papst tut, wie wir die letzten Tage gelernt haben. Zum Kuckuck nochmal!

Versusdeum vor 27 Stunden: @Hardenberg

Wieso machen Sie sich Sorgen? Die bösen Piusse sind ja jetzt endlich "weg" und alles andere ist ja nicht so schlimm und vergleichbar, wie wir in den letzten Tagen gelernt haben.

serafina vor 27 Stunden: @Kostadinov

Andere Kandidaten: hätte er schon...!
Ich denke z. B. an Weihbischof Florian Wörner - würde auch gut zu den Bischöfen Oster und Voderholzer passen.

Kostadinov vor 28 Stunden: Das ist die Gretchenfrage...

hat Papst Leo keine anderen Kandidaten oder will er keine anderen?

Jörgen vor 28 Stunden:

Im Dikasterium für die Bischöfe ziehen immer noch synodal motivierte Kräfte die Strippen, welche die eigentlichen Nöte der Kirche in Deutschland nicht erkannt haben.

serafina vor 29 Stunden: Nicht mein Wunschkandidat

aber der Regenbogen-Fanclub sowie die klerikale Frauenpower-Bewegung werden sich freuen!

MPDE vor 30 Stunden: Enttäuschend

Würtz vertritt die volle Schiene synodaler Agenda. Offenbar ist Papst Leo nicht an einem Umbau des deutschen Episkopats im Sinne der Romtreue gelegen…

Hardenberg vor 31 Stunden: Das ist keine Unterstützung

für die Bischöfe Oster und Voderholzer in ihrer Hirtensorge. Offenkundig wird der Besetzungskurs von Papst Franziskus fortgeführt. Ob das ein Grund zur Besorgnis ist?

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