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vor 32 Stunden in Weltkirche, 30 Lesermeinungen
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Viele Kritiker des II. Vaticanums und des unter Papst Paul VI. eingeführten Messritus bleiben dennoch der römischen Autorität gehorsam. Die FSSPX lehne diesen Weg bewusst ab, schreibt Larry Chapp in einem Beitrag für First Things.
Vatikan/Écône (kath.net/jg)
Das eigentliche Problem mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) liege in der raison d’être der Bruderschaft: Sie sei aus dem Widerstand gegen das Zweite Vatikanische Konzil, die nachkonziliaren Reformen und das Lehramt mehrerer Päpste entstanden. Ihre Identität gründe auf Ablehnung. Eine echte Versöhnung mit Rom würde diese Grundlage in Frage stellen und damit die eigene Existenzberechtigung untergraben. Was viele als Merkmal der Traditionalisten sehen – den kompromisslosen Widerstand –, erweise sich hier als zentrales Hindernis, schreibt Larry Chapp in einem Artikel für das Magazin First Things.
Die FSSPX gehe weit über legitime theologische Kritik an bestimmten Aspekten des Konzils oder der neuen Liturgie hinaus. Sie denunziere das gesamte nachkonziliare Projekt als von modernistischen Häresien durchsetzt und stelle ein selbstkonstruiertes „Ewiges Rom“ gegen das reale Lehramt und ein gültiges Ökumenisches Konzil. Viele andere Kritiker des Konzils und des unter Papst Paul VI. eingeführten Messritus bleiben dennoch der römischen Autorität gehorsam. Die FSSPX lehne diesen Weg bewusst ab.
Anhänger der Bruderschaft würden gerne von diesen Themen und verweisen oft auf andere Probleme in der Kirche, etwa den deutschen Synodalen Weg. Tatsächlich habe Rom dort einige radikale Forderungen zurückgewiesen, darunter Laienpredigten in der Messe, offizielle Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare und neue Leitungsstrukturen, welche die Rolle des Bischofs schwächen. Die Exkommunikation der SSPX könnte auch als Signal an andere unruhige Gruppen verstanden werden.
Davide Pagliarani, der Generalobere der FSSPX habe die Gespräche mit Kardinal Fernández, dem Präfekten des Dikasteriums für die Glaubenslehre, für beendet erklärt und sie als sinnlos bezeichnet. Gleichzeitig beklage er die fehlende Audienz bei Papst Leo XIV. und stilisiere die Bruderschaft als Opfer vatikanischer Vernachlässigung. Doch warum sollte der Papst einem Mann eine prominente Bühne bieten, der bereits im Vorfeld erklärt hat, dass eine echte Versöhnung unmöglich sei? Eine solche Begegnung würde der SSPX nur den Anschein legitimer Kirchlichkeit verleihen, argumentiert Chapp.
Die Exkommunikation sei eine traurige Entwicklung, auch wenn sie unvermeidlich scheine. Exkommunikationen seien ihrem Wesen nach auf Heilung ausgerichtet und nicht nur strafend. Er hoffe, dass viele Priester und Laien in der FSSPX diesen Moment als Weckruf erleben – besonders jene, die eine sehr enge Auslegung von „extra ecclesiam nulla salus“ („außerhalb der Kirche ist kein Heil“) vertreten und sich nun selbst außerhalb der Kirche wiederfinden, schreibt Chapp abschließend.
Link zum Artikel von Larry Chapp auf First Things (englisch): Schism by Design
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Christine vor 1 Stunden: Der Novus Ordo – keine Neuerfindung
Die „Liturgische Bewegung“ begann im 19.Jhd. in Klöstern, wo Gelehrte historische Forschungen über die liturgischen Quellen durchführten. Das waren keine progressiven Aktivisten, sondern konservative Mönche, mit Leidenschaft für authentische Tradition.
Sie entdeckten: Die Liturgie der frühen Kirche sah ganz anders aus als was sich im Spätmittelalter entwickelt hatte. Sie fanden Beweise für:
• Aktive Teilnahme der Gläubigen an gesungenen Antworten und Gebeten
• Der Zelebrant, der den Menschen in vielen alten Basiliken gegenübersteht
• Eine reiche Vielfalt an eucharistischen Gebeten jenseits des römischen Kanons
• Schriftlesungen in der Volkssprache verkündet
• Eine klare Struktur, die die Einheit von Wort und Sakrament betont
Papst Pius X. gab dieser Bewegung 1903 mit seinem Motu proprio Tra le Sollecitudini, das eine „aktive Teilnahme“ (actuosa participatio) forderte, päpstliche Zustimmung. Dies war keine Neuerfindung, sondern eine Erneuerung dessen, was verloren ge
liturgyandtruth.substack.com/p/in-defense-of-the-novus-ordo-mass?r=2m6sex&triedRedirect=true
Richelius vor 1 Stunden:
Ob das Schisma unvermeidlich war, ist eine interessante Frage. Eigentlich war es das nicht. Dazu muß man wissen, daß - wie auch 1988 - die unerlaubte Bischofsweihen zwar die Exkommunikation, aber kein Schisma begründen. Dies entsteht erst durch Weihen GEGEN den ausdrücklichen Wunsch des Papstes. (cf. Aymans, Möhrsdorf, Müller; Kanonisches Recht; Band 4, Seite 210f) -> Hätte die Bruderschaft ihre Bischöfe heimlich, still und leise geweiht, hätte es zwar die Exkommuniktation der Bischöfe gegeben, aber kein Schisma.
Allerdings stellt sich dann trotzdem die Frage, ob die Bruderschaft und die katholische Kirche noch den gleichen Glauben teilen. Die Bruderschaft spricht ausdrücklich von "doktrinellen Differenzen"! Es ist nicht ungewöhnlich, daß die Kirche nach großen Konzilien einige Jahrzehnte (manchmal auch Jahrhunderte) in eher "stürmischer See" fährt, bis Konzil seinen Platz in der Kirchen- und Theologiegeschichte eingenommen hat. Rechtfertigt das aber die Weihen?
chorbisch vor 4 Stunden: @ rainier
Sie wissen aber auch, dass die Glaubenskongregation offenbar nichts gefunden hat, was die Anschuldigungen gegen Fernandez bestätigt hat.
Auch unter grundsätzlich gläubigen und frommen Menschen ist die Gefahr von übler Nachrede und Intrigen immer grundsätzlich möglich.
Als Benedikt XV. erstmals sein Büro betrat, fand er auf dem Schreibtisch unter den von Pius X. nicht mehr bearbeiteten Papieren auch eines, worin ihn ein "lieber Amtsbruder" bei Pius X. als "Modernisten" angeschwärzt hatte.
Wäre Pius X. etwas später gestorben, wäre womöglich ein anderer sein Nachfolger geworden. Aber der Mensch denkt, Gott lenkt, auch in der "Causa Fernandez", die vielleicht nie eine gewesen ist.
chorbisch vor 4 Stunden: @ Versusdeum
Ich weiß natürlich auch nicht, wie Gott dieses Thema beurteilt.
Aber berufen sich nicht auch gleichgeschlechtliche Paare oder wieder verheiratet Geschiedene bei ihrem Wunsch, mit dem Segen der Kirche "heiraten" zu dürfen, darauf, dass Gott das doch wohl anders beurteilt als sein "verstocktes Bodenpersonal".
Wobei ich damit weder an Ihrer Rechtgläubigkeit zweifle, noch Ihnen die geringste geistige Nähe zu diesen Anliegen unterstellen möchte. Sondern nur darauf hinweisen, mit wem Sie sich mit solchen Überlegungen gemein machen.
Auch die verehrte @lesa argumentiert ja gerne damit, dass sie das Anliegen auf eine Ebene hebt, die über den menschlichen Niederungen schwebt, wenn sie etwa erklärt, wer für die "Wahrheit" eintrete, könne nicht bestraft werden usw.
Nur wird dabei dann auch die zum Glaubensgut der Kirche gehörende Lehre vom hierarchischen Aufbau derselben auf diese "niedere" Ebene gedrückt, über der die "wahren Gläubigen" sich frei nach Gusto bewegen können.
Bruder Konrad vor 7 Stunden: FRAGE: Hat Papst Leo...
...sich irgendwo selbst zu den GRÜNDEN, die ihn von einem 'placet' zu den Bischofsweihen der FSSPX abgehalten haben, nachles- /hörbar geäußert?
Grundsätzlich gesehen hätte er ja auch zustimmen können.
Wie es beispielsweise Bischof A. Schneider , der im Auftrag von ROM die Priesterbruderschafr seinerzeit vsitiert hat, ihm empfohlen hat.
Danke für eventuelle Quellenhinweise.
Stefan Fleischer vor 7 Stunden: Was mich interessieren würde
1. Von Anfang an wurde bei dieser Diskussion immer wieder gesagt, dass das Kirchenrecht die Weihe von Bischöfen ohne Bewilligung mit der Exkommunikation bestraft, welche durch den Vollzug der Weihe automatisch erfolgt, also ohne dass dazu ein formeller Akt einer kirchlichen Instanz nötig ist.
2. Ebenso wurde immer wieder gesagt, dass jener Notfall, welcher in diesem Gesetz als mögliche Ausnahme angeführt ist, sich ausschliesslich auf die Situation bezieht, in welcher die Kommunikation mit Rom längerfristig unterbrochen ist.
So wenigsten habe ich als Laie in Sachen Kirchenrecht verstanden. Nun tauchen plötzlich Argumente auf, welche solche Exkommunikationen als ungültig erklären und/oder der Notfall auf viele weitere «Notfälle» auszuweiten versuchen.
Was stimmt jetzt? Kann mir jemand hier weiter helfen?
siebenbuerger vor 8 Stunden: @rainier
Ja, da haben Sie Recht! Ich persönlich kann mit den häufig hier vorgebrachten juristischen und theologischen Kleinigkeiten ohnehin nicht viel anfangen. Ich komme aus einem Umfeld, wo sehr viele Konfessionen relativ aktiv ihren Glauben leben. Für mich war es immer wichtiger, was die Kirche praktisch für mein Leben und das meiner Familie sagt. so hat es Papst Johannes Paul auch immer gemacht. Dass sich die katholische Kirche heute mehrheitlich auf einem humanistisch- individualistischen Weg befindet hat mich leider sehr von der "offiziellen Kirche" entfremdet.
Christine vor 8 Stunden: @Versusdeum
Keiner der deutschen Bischöfe hat angekündigt, dass er eine Frau zum Priester weihen wollte. Deshalb gab es auch für das Dikasterium keinen Anlass, im Vorfeld kirchenrechtliche Erklärungen abzugeben.
Hätte, würde, wollte ist nicht relevant.
Rom kann nicht stellvertretend für die Petrusbruderschaft sprechen.
Aus dem Gehorsam und den damit verbundenen Leiden erwächst großer Segen, der göttliche Kraft hat, alles zu erneuern.
Bitte denken Sie nicht so verkopft und haben Sie Vertrauen auf Gott und seine Fügungen!
rainier vor 9 Stunden: @siebenbürger
Was Sie schreiben, gefällt mir sehr gut und trifft, was ich selbst denke. Die Braut Christi ist eben keine funktionale administrative Gemeinschaft unter dem Papst. Dafür kennt die Kirchengeschichte seit 1500 Jahren den Begriff des Papalismus.
Es werden viele Fehler gemacht und Sünden begangen, von allen Seiten, ein Kardinal Fernandez ist da weit vorn dabei. Nicht zufällig war er selbst Causa der Behörde, der er jetzt vorsteht!
Was hier viele User fordern oder als ihr Verständnis der KATHOLISCHEN KIRCHE offenbaren, ist nicht mein Verstehen der Katholizität.
Aber dass ich als Andersdenkender, der übrigens noch nie an einer liturgischen Handlung der FSSPX teilgenommen hat, allein dastehe, bin ich gewohnt und kann es aushalten.
Kostadinov vor 10 Stunden: Whataboutismus für Anfänger...
Bei unerlaubten Bischofsweihen sieht das Kirchenrecht die automatische Exkommunikation vor. Bei per Unterschrift Kundgeben, dass man die kirchliche Lehre zur Homosexualität ablehnt, sieht das Kirchenrecht keine automatische vor. Insofern alles korrekt. Man kann nicht sagen, erstere wäre inkorrekt, weil zweitere nicht erfolgt. Man kann auch schwer zweitere fordern, weil erstere erfolgt ist. Auch korrekt. Wenn zweiter Fall dann noch zum Bischof ernannt wird, dann kann ich mir aber schon ein gewisses Verständnis nicht verkneifen, dass die Aussenwirkung auf manche ein wenig schräg ist und dass die Meinung über die Glaubwürdigkeit bestimmter römischer Behörden bei den nicht kirchenrechtlich geschulten Normalverbrauchern hier auseinander gehen. Oder ist mir da noch ein Asoekt durchgerutscht?
Versusdeum vor 11 Stunden: @Stefan Fleischer
Immer vorausgesetzt, Gott sieht das mit Exkommunikation und Schisma genauso, wie Rom.
Und bitte, bitte, bitte, hören Sie (und insbesondere @Hardenberg) endlich auf, den angekündigten (und teilweise bereits durchgezogenen!) Verrat fast aller deutschen Bischöfe an zig Millionen Gläubigen kleinzureden. Denn nein, dieses latente Schisma, das von zahlreichen Irrlehren flankiert ist und uns die Sakramente zu rauben droht, ist tatsächlich nicht vergleichbar, weil ungleich häretischer!
siebenbuerger vor 11 Stunden: Nur die Piusbruderschaft?
Abgesehen von vielen anderen fragwürdigen Positionen, die Herr Chapp auf seiner Website verbreitet, stellt sich doch hier die Frage, warum es beim Thema Schisma immer nur um die Piusbruderschaft geht. Wahrscheinlich weil die Kirche sich nicht länger als Glaubensgemeinschaft sieht, sondern als funktionelle Organisation unter dem Papst. Ich sehe ehrlich gesagt sehr viel mehr Schisma und Ungehorsam, leider vor allem im deutschsprachigen Raum, aber auch in Italien und Nordamerika, selbst hier in Osteuropa ist vieles im Umbruch (Kardinal Rys, Kardinal Nemet, um nur zwei prominente Gesichter zu wählen). Mir als einfacher Gläubiger leuchtet das nicht ein. Gemeinschaft mit dem Papst ist doch auch Gemeinschaft im Glauben und im Leben, nicht nur Frage der formellen Zugehörigkeit?!
Stefan Fleischer vor 14 Stunden: @ Versumdeum
Nochmals: Rom hat keine Exkommunikation ausgesprochen. Die Bruderschaft hat, im vollen Bewusstsein der Konsequenzen, diese Weihen vollzogen und sich damit ganz bewusst und sozusagen automatisch die Exkommunikation zugezogen. Damit vollzog sie auch den Schritt ins Schisma. Rom bliebt nichts anderes übrig, als dies zur Kenntnis zu nehmen, und seinen Gläubigen zu erklären. Das ist ein tragisches Exempel, wohin der Ungehorsam führt. Hoffen wir, dies werde im Deutschen Sprachraum als jener Schuss vor den Bug verstanden, den er m.E. ebenfalls ganz klar ist. Und auch Rom sollte sich überlegen, welche Konsequenzen nun dringend gezogen werden müssten.
Hardenberg vor 15 Stunden: @Versusdeum
Das ist klassischer, geradezu kindischer Whatsaboutismus. "Aber, aber, die anderen machen etwas viel Schlimmeres". Es geht um die sakrilegische Tat vom 1. Juli. Im Übrigen gilt auch im Kirchenrecht: Es gibt keine Gleichheit im Unrecht. Zurecht für eine Untat Bestrafte haben kein Recht auf die Bestrafung anderer, die sie für Bestrafenswert halten. Bruno Kreisky würde hier sagen: Lernen's Kirchenrecht.
Versusdeum vor 22 Stunden: Nochmal: - Rom hat die Forderung der DBK nach einem "Frauenpriestertum"
eben nicht als ganz klar Jesu Willen widersprechend, also häretisch, und deren Umsetzung durch entsprechende Weihe- und Sakramentensimulationen auch nicht als schismatisch zurückgewiesen und den entsprechenden Bischöfen erst recht nicht mit Exkommunikation gedroht. Pius dagegen würde keine (tasächlich oder vermeintlich) ungültigen Sakramente spenden, wenn es die (sehr "großzügig" gehandhabte) Exkommunikation nicht geben würde
- Rom hat den Priestern bei Pius eben nicht angeboten, zur Petrusbruderschaft zu gehen, sondern eine mindestens einjährige Probezeit bei ihrem Ortdbischof zu machen. Was ist, wenn der die überlieferte Liturgie der Kirche in seinem Bistum verboten hat?
- Rom kettet durch die Willkür von TC die Petrusbruderschaft und entsprechende Gemeinschaften und Orden immer noch auf das Wohlwollen des jeweiligen Ortsbischofs
- Rom hat in Deutschland gerade einen Weihbischof befördert, der die widergöttlichen bzw. mit Exkommunikation bestrafen Forderungen des SyndWegs teilt
Bilbo B. vor 22 Stunden: Denzinger 3059 und 3060
An Iesa: Bitte beachten Sie mein Fragezeichen und dann im Denzinger 3059 und 3060, bevor Sie loszetern. Und nun nochmals konkretisierend zur Frage, den Denzinger haben Sie wohl griffbereit? Überlappen sich nicht der dogmatische Jurisdiktionsprimat und der Glaubensgehorsam in erheblichem Masse? Ja oder nein?
Rolando vor 25 Stunden: Fortsetzung
Da könnten die Piusbrüder nach einer Einigung mit Rom segensreich eingesetzt werden, denn wir brauchen eine Rückunterwanderung der protestantischen jahrzehntelangen Unterwanderung. Nicht alles auf die Goldwaage legen, besser in Einheit mit Rom vorangehen, denn Herrn richtig und kraftvoll verkünden.
Rolando vor 25 Stunden: Auslegungsstreit
Die einen legen die Bibel eigenmächtig aus, die anderen die Tradition, Gesetzestexte, Lehre. Es kommt mir vor wie zur Zeit Jesu, er berief keine Gesetzeslehrer, Dogmatiker, nur einfache Leute zu seinen Jüngern, d.h. mit richtiger Herzenshaltung. Die gegenwärtige Diskussion dreht sich um Interpretationen von Gesetzen, Aussagen und Sichtweisen, denn bei den Petrusbrüdern gehts ja auch, es geht um die Einheit mit dem Papst, das können doch die Piusbrüder auch, was bringt denn das Beharren auf Gesetzesauslegungen, da bekehrt sich niemand. Es ist wie bei David, der die Schaubrote aß, oder die Jünger, die Ähren abrissen, oder vor dem Essen keine Hände wuschen.
Die Piusbrüder können sich mit Rom/Papst einigen, alles annehmen wie die Petrusbrüder auch. Dann trotztdem ihren Ritus und ihre Verkündigung und Katechese betreiben, die ja um vieles besser ist als in den landläufigen Pfarreien. Da könnten die Piusbrüder nach einer Einigung mit Rom segensreich eingesetzt werden, denn wir brauchen eine
Bene16 vor 26 Stunden: @Stefan Fleischer
Ich teile Ihre Trauer und bete weiter für alle Beteiligten.
chorbisch vor 27 Stunden: @ Kostadinov
Vielleicht kommt man aber jetzt in Rom und anderswo zu dem Schluss, dass nicht jeder, der eine Messe im alten Ritus besucht, den Neuen Ritus komplett ablehnt und schon eine Fahrkarte nach Econe in der Tasche hat.
Dann könnte auch mancher Bischof, der TC "für alle Fälle" unter seiner Schreibtischunterlage liegen hat, sie dort liegen lassen, weil er feststellt, dass die Traditionalisten doch nicht so "schlimm" sind.
Hier in der Gegend liegt das Kloster Maria Engelport. Dort wird seit einigen Jahren nur im lateinischen Ritus zelebriert und die Priester dort tragen nur die Soutane. Aber von Spannungen mit den umliegenden Pfarrgemeinden, oder dem Bischof in Trier habe ich noch nie etwas gehört.
Stefan Fleischer vor 28 Stunden: Ich bin sehr traurig,
dass praktisch niemand sehen will, dass wir nach diesen 1, Juli in einer ganz anderen Situation leben als vorher. Ging es bisher um einen Streit von Theologen, Organisatoren und Kirchenrechtler um die Auslegung von Schrift und Tradition und Kirchenrecht, so geht es jetzt um das Petrusamt an sich, das beide Seiten für sich beanspruchen, auch wenn die Bruderschaft noch nicht bereit ist, sich offen dazu zu bekennen. Mit dem mit solchen Weihen bewusst vollzogenen Schritt in die Exkommunikation - und damit ins Schisma – sprengte die Bruderschaft die Brücke, welche die verschiedenen Meinungen noch zusammen hielt. Selbst Papst Benedikt konnte sie nicht wieder aufbauen. Auch er scheiterte am «non possimus» der Bruderschaft. Diese Haltung hat sich bis heute nicht verbessert, auch wenn viele Menschen sich an diese Hoffnung klammerten. Im Gegenteil. So gesehen müsst man eigentlich sagen: «Nichts Neues unter der Sonne!»
Kostadinov vor 29 Stunden: Die Karawane zieht in der Tat weiter...
Nachdem die Piusbruderschaft ja nun definitiv draußen ist, besteht vielleicht wieder Kapazität sich um Kardinäle zu kümmern, die Frauenpriestertum fordern, die LGBT-Gottesdienste zelebrieren etc. Alternativ könnte auch TC endlich stringent umgesetzt werden, immerhin wurde darin festgestellt, dass nur die neue Messe den Glauben richtig ausdrückt... Es dürfte also auch ohne Pius spannend bleiben ;-)
Schillerlocke vor 30 Stunden: @Christine: Und deshalb möge
nun für die Katholische Kirche ein Satz Helmut Kohls ins Gedächtnis gerufen werden: "Die Karawane zieht weiter." Die Pius-Leute und ihre Adoranten haben ihre Probleme ja selbst geschaffen. Wer ohne die Zustimmung des Papstes Bischöfe weiht, ist nämlich nicht mehr katholisch. Deshalb wird die Katholische Kirche zur Pius-Sekte fürderhin lediglich im Sinne ökumenischer Überlegungen Kontakt halten. Mehr ist da offensichtlich nicht mehr drin. Es sei denn, diese Brüder kehren von ihrem Irrweg um.
rosenstaedter vor 30 Stunden: Lesa - Sie nennen den Heiligen Vater Papst Leo XIV einen "Narren und Tor"?
Ich versuche nicht in die Todsünde des "Zorns" zu verfallen - Aber viele Ihrer Worte geraten in die Nähe des "Zorns"!
lesa vor 30 Stunden: Der Tor schreit seine Narrheit heraus.
@Bilbo: Als das Fest fertig vorbereitet war, am Vortag, meldete sich der Papst das erstemal persönlich.
Das nennt sich dann "innige Bitte". Innige Bitte: "Nehmt wieder selber den schwarzen Peter. Wie 1988.
Was die Jurisdiktion betrifft, schreiben Sie Unsinn. Die Dinge sind genauer zu betrachten, die Neuerungen seit Vatikanum II. erst recht. Überhaupt ist die Anwendung des Kirchenrechts in einer Kirche, in der die Lehr nicht beachtet wird und das Chaos regiert, äußerst problematisch. Denn diese beiden gehören zusammen.
Innige Bitte an Sie: "Bevor du redest, unterrichte dich" sonst heisst es: "Der Tor schreit seine Narrheit heraus" (beides Worte aus der Bibel.
Bilbo B. vor 32 Stunden: Glaubensgehorsam
Die Nichtbeachtung des Jurisdiktionsprimates durch die schismatischen Bischofsweihen und entgegen den innigen Bitten des Petrusnachfolgers berührt nun mal - gemäss Vaticanum I - wohl auch den Glaubensgehorsam?
Paddel vor 32 Stunden: Identität gründet auf Ablehnung
... usw. der gesamte Artikel entspricht exakt meinen Gedanken.
@ lesa Viele Heilige unterscheiden hier nicht. Exemplarisch: Padre Pio nahm den disziplinarischen wie auch den Glaubensgehorsam auf sich. Er hörte keine Beichte mehr und feierte keine öffentliche hl. Messe mehr. Es gibt noch andere Heilige, die sich im vollkommenen Gehorsam übten.
Sie argumentieren exakt gleich, wie die sogenannten Progressiven.
Die Piusbrüder tun, was sie anderen vorwerfen: Sie mißachten die Weisungen des hl. Vaters. Andere (progressive) Gruppierungen könnten sich auf die Piusbrüder berufen, wenn der hl. Vater kein Schisma erteilt hätte. Das gleiche gilt für den Glaubensgehorsam und disziplinarischen Gehorsam. Menschen im Ehebruch arguemtieren so und gehen deshalb zur hl. Kommunion. Denn vor Gott war die Eheschließung ungültig,denken sie.
Denken Sie mal darüber nach, ob sie sich nicht vielleicht selbst belügen/rechtfertigen.
Christine vor 33 Stunden: Contra Lefebvrismus 3 - Kollegialität
Conclusio: Lumen Gentium bekräftigt, wie auch die übrigen Konzilsdokumente, in jeder Hinsicht die päpstliche Vorherrschaft. Aus den drei Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils, in Verbindung mit den vor- und nachkonziliaren Lehren (siehe Zitate) lässt sich nicht schließen, dass Lumen Gentium die Aushöhlung der persönlichen Autorität der Kirche bewirkt.
Bestenfalls fände man isolierte Aussagen, die aus dem Kontext gerissen und instrumentalisiert werden können. Jedes lehramtliche Dokument, ob vor- oder nachkonziliar, ja sogar die Bibel selbst, kann absichtlich oder unabsichtlich falsch interpretiert werden.
Aussagen, die als verkappte modernistische Lehre interpretiert werden könnten, reichen nicht aus, um zu behaupten, das Zweite Vatikanische Konzil lehre einen Irrtum – weder in Bezug auf die Kollegialität noch in irgendeiner anderen Frage.
(Ökumene (1), Religionsfreiheit (2) und Novus Ordo (4) siehe weitere Abhandlungen)
Ausführlicheres siehe hier – die Lektüre lohnt sich:
www.tradrecovery.com/_files/ugd/fe1e74_618527607c2549909c9d274f82fc8b2c.pdf
Christine vor 33 Stunden:
"Die Identität der Piusbruderschaft.. gründe auf Ablehnung.
Eine echte Versöhnung mit Rom würde diese Grundlage in Frage stellen und damit die eigene Existenzberechtigung untergraben."
Genau so ist es. Das trifft den Kern der Sache.
Bedauerlicherweise.
lesa vor 33 Stunden:
Eine Prämisse: Grundsätzlich muß man zwischen rein disziplinarischem Gehorsam und einem Gehorsam unterscheiden, der auch den Glauben betrifft, d. h. dort, wo der sogenannte „Glaubensgehorsam“ berührt ist.
(M. G.)
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