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Denn sie wissen nicht, was sie fordern

vor 21 Stunden in Kommentar, 18 Lesermeinungen
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Immer wieder der Zölibat. Dabei würde die einfache Abschaffung mit großer Wahrscheinlichkeit mehr Probleme schaffen als lösen. Verheiratete Priester zu weihen führt nicht zu mehr Berufungen. Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)

Der Zölibat soll weg. Das fordert nicht nur das umstrittene „ZdK“. Auch der neu ernannte Bischof von Eichstätt stellt es zur Disposition. Der Erzbischof von Mechelen-Brüssel, Luc Terlinden, sagt: "Für mich wären verheiratete Priester eine Bereicherung für die Kirche." Bis 2028 will der Antwerpener Bischof Johann Bonny verheiratete Männer zu Priestern weihen, kündigte dieser jüngst an. Und auch ein Kommentar auf dem Nachrichtenportal, das die kna im Auftrag der deutschen Bischöfe betreibt, war die klare Ansage: Das Ding muss weg. Also soll jedenfalls weg in seiner Gestalt als Zwangszölibat. Ganz sicher sitzen Tausende junger Männer heulend und zähneknirschend in Zwangszölibatseinrichtungen und werden brutal am Heiraten gehindert. Das ist natürlich Unsinn. Niemand wird zu diesem Versprechen gezwungen. Und es ist ebenfalls eine urbane Legende, dass diese Pflicht Berufungen verhindert. Der Mangel an evangelischen Pastoren ist noch einmal drastisch höher als bei katholischen Priestern. Aber das ist kein Kriterium. Es ist in dem Zusammenhang wohl auch nur eine Fußnote, dass der evangelische Pastor der Beruf mit der höchsten Scheidungsrate ist. Der verstorbene frühere Osnabrücker Generalvikar Heinrich Heitmeyer pflegte zu sagen, mit Zölibat habe man sich eine Menge eingehandelt. Mit der Abschaffung des Zölibats allerdings würde man diese um den Preis lösen, sich eine weitaus größere Zahl anderer Probleme einzuhandeln.

Zu Frage der Verhinderung von Berufungen ist zu bedenken, dass eine Berufung immer ein Dreischritt aus Neigung, Eignung und Annahme durch die konkrete Gemeinschaft ist. Werden der erste und der zweite Schritt oft schon locker übergangen, findet der dritte Schritt zumeist gar kein Erwähnung. Ein Kandidat, der zum Beispiel Priester werden möchte, sollte Freude daran haben, sich mit theologischen Fragen zu befassen, dies allerdings nicht aus reinem Eigeninteresse, sondern mit dem Ziel, sich für die Seelsorge und für sein angestrebtes sakramentales Amt zu qualifizieren. Das ist die Neigung, die natürlich sehr individuell geprägt sein kann und darf. Diese festzustellen ist zuerst ein sehr persönlicher Akt, wird aber später auch ein Aspekt, der in den Gesprächen mit den für die Priesterausbildung zuständigen Personen angemessen kommuniziert werden muss. Es gilt, sich über seine Neigung Klarheit zu verschaffen und schon da kommt die Lebensform der Ehelosigkeit ins Spiel.


Der nächste Punkt ist die Eignung. Neben der intellektuellen Fähigkeit zu einem akademischen Studium gehören immer charakterliche Fragen dazu. Auch dabei steht die Frage im Raum, ob der Betreffende in der Lage ist, ein Leben ohne Ehe- und damit auch ohne Sexualpartner zu führen. Ein guter Orientierungspunkt sind die evangelischen Räte der Armut, Ehelosigkeit und des Gehorsams. Das sind harte Nüsse, die man nicht en passant knackt. Vieles davon wird sich erst auf dem Weg entscheiden, doch vor der Weihe sollte man auch in diesem Punkt Klarheit haben. Dann nämlich kommt der dritte Aspekt, die Annahme durch die konkrete Gemeinschaft. Man darf den Bistümern angesichts des Missbrauchsskandals und anderer Aspekte für die vergangenen Jahrzehnte hier eine gewisse Leichtfertigkeit vorwerfen. Das gilt auch für die Einübung in die ehelose Lebensform. Wenn ein Bistum zulässt, dass ein junger Mann das Studium als Priesteramtskandidat beginnt und noch eine Beziehung zu einer jungen Frau lebt, ist etwas gewaltig im Argen. Fakt aber ist, dass es für die Annahme als Priester in der römisch-katholischen Kirche erforderlich ist, die Bereitschaft zu Zölibat zu versprechen. Ohne dies Versprechen keine Annahme, ohne diese Annahme keine Berufung. Dann kann man sich immer noch berufen fühlen, doch es ist ein Akt der persönlichen Reifung, zur Einsicht zu kommen, was die wahre Natur der Berufung ist. Es ist weder ein Makel noch eine Schande, nicht zum Priester berufen zu sein. Es ist tatsächlich eher eine Ausnahme. Klerus bedeutet herausgerufen zu sein. Das ist nun einmal nicht beliebig und das ist nicht machbar.

Gerne wird dann ein Gegensatz zur Ostkirche aufgemacht. Das ist doch so toll, dass die verheiratete Priester haben. Dieser Ansicht kann man sein. Doch wer allen Ernstes glaubt, damit fix mal schnell mehr Priester zu bekommen, täuscht sich gewaltig. Doch langsam – die ostkirchliche Praxis ist der unseren ähnlicher als die meisten denken. Die Ostkirche verfolgt das alttestamentliche Motto, es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Daher gibt es zwei Modelle von Priestern. Die einen sind Mönche. Die anderen verheiratet. Es gibt nicht den allein lebenden unverheirateten Pfarrer. Damit muss jeder, der in einer Ostkirche, auch in einer unierten Ostkirche, Priester werden möchte, vor seiner Weihe entweder verheiratet sein oder in ein Kloster eintreten. Tertium non datur. Das hat zur Folge, dass es in den Ostkirchen eine große Zahl junger Männer gibt, die ein Väterstudium abgeschlossen haben, alles erledigt haben, was ihnen ihr Bischof an Wegen zur Ausbildung aufgetragen hat, aber dennoch nicht geweiht werden können, weil sie unverheiratet sind und keine Neigung zeigen, in ein Kloster einzutreten. Teilweise leben diese jungen Männer durchaus unter prekären wirtschaftlichen Verhältnissen, wenn sie keine Familie oder Förderer haben. Mehr Priester durch Abschaffung des Zölibat könnte also gewaltig nach hinten losgehen. Auch im Westen werden die Männer immer älter, bis sie heiraten. Zudem müsste eine Frau bereit sein, das Leben eines Popen zu teilen. Auch das ist eine Herausforderung.

Wir sehen hier vor allem eine Illusion: Geweihte Priester können nicht heiraten. In der gesamten Kirche, also sowohl im Osten als auch im Westen ist die Weihe ein Ehehindernis, die Ehe ist jedoch kein Weihehindernis. Es ist insofern auch im Westen grundsätzlich möglich, verheiratete Männer zu Priestern zu weihen. Es ist hingegen im Osten wie im Westen unmöglich, als Priester zu heiraten. Wenn Männer vor der Weihe verheiratet sein müssen, so sie nicht ins Kloster wollen, ist das eine beachtliche Weiheverschiebungsmaschine. Hinzu kommt das Faktum, dass auch in den Ostkirchen die Bischöfe immer unverheiratet sind. Das bedeutet, in der Ostkirche sind Bischöfe grundsätzlich Mönche. Das ist kein Nachteil, sieht man sich unsere Professorenbischöfe an.

Würden wir im Westen mit unserer hohen Scheidungsrate verheiratete Männer zu Priestern weihen, hätten wir ganz fix eine Reihe geschiedener Priester, die allerdings nicht wieder heiraten könnten. Sie könnten auch dann nicht erneut heiraten, wenn sie Witwer würden. Die Weihe ist auch dann ein Ehehindernis. Es benötigt nur wenig Phantasie, sich den ersten Bischof vorzustellen, der mit einem geschiedenen, zivil wiederverheirateten Bischof konfrontiert wäre. Und dann? Sich das Gejaule im deutschen Blätterwald über eine grausame Kirche, die einen Priester deswegen suspendiert, vorzustellen, verlangt nur wenig Fantasie.

Das wäre auch dann der Fall, wenn der Westen eine völlig neue Tradition ginge und den Mönch neben dem verheirateten Popen neben dem priesterlichen Hagestolz akzeptieren würde. Das würde ämtertheologisch die eine oder andere Verrenkung verlangen, aber am Ende wieder in denselben Problemkomplex führen. Dabei hätte man im Westen noch gute Karten, da man die jungen unverheirateten heiratswilligen Priesterkandidaten als Pastoralreferenten beschäftigen könnte. Das wäre zumindest in der Theorie möglich. Die Einführung würde zu sehr viel Ärger führen. Ältere, noch im heiratsfähigen Alter befindliche Priester wären im Zölibat – und zwar in einem tatsächlichen Zwangszölibat – gefangen! Pastoralreferenten, die bisher diese Option nicht gesehen haben, könnten plötzlich um die Weihe bitten, und wer schon längst Vikar oder Pastor sein könnte, würde vielleicht exorbitant lange auf Freiersfüßen in der Warteschleife kreisen.

Es bleibt dabei, dass die Forderung an Priester, sich vor der Weihe zur ehelosen und keuschen Lebensform zu verpflichten, der Kirche eine Menge Probleme bereitet. Es stimmt aber auch, dass die Abschaffung des Zölibats die Probleme verändern und deren Anzahl gar vervielfachen würde. Man kann es nur immer wieder allen sagen, die in Kommentaren, Ansprachen, Aufsätzen, Reformpapieren und vielen anderen Formen die „EndlichAbschaffungdesZölibats“ fordern, doch bitte einmal alle Folgen, von denen auch in diesem Kick längst nicht alle erwähnt sind, zu bedenken und zu berücksichtigen, wenn man solche populistischen Forderungen in die Welt stellt. Denn wer ernsthaft glaubt, eine Ehe sei leichter zu leben als ein keusches eheloses Leben, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

 

Bild oben: Vor der Weihe haben die Kandidaten lange genug Zeit, sich auf die Lebensform einzustellen, für die sie sich entscheiden. Foto: unsplash


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Lesermeinungen

Paddel vor 13 Minuten: Polygamie?

Ein kath. Priester ist mit seiner Braut der Kirche verheiratet.

Christus und Kirche. Frau und Mann in der Ehe. Das ist das Abbild dieser Liebe schlechthin.

Die Ehe ist nicht außerhalb der Kirche denkbar. Das heißt ein Priester kann nicht für die Kirche Priester sein und in der Welt Ehemann. Weil die Ehe kein weltlich Ding ist. Sie ist selbst Kirche im Sakrament. Ein verheirateter Priester ginge eine Ehe in der Ehe ein.

Es ist letztlich ein Geheimnis.

Mariat vor 9 Stunden: Gebet für die Priester, von der Hl. Therese von Liseux

"O Jesus, ewiger Hoher Priester,
bewahre Deine Priester im Schutze Deines Heiligsten Herzens, wo ihnen niemand schaden kann.
Bewahre unbefleckt ihre gesalbten Hände, die täglich Deinen heiligen Leib berühren.
Bewahre rein die Lippen, die gerötet sind von Deinem kostbaren Blute.
Bewahre rein und unirdisch ihr Herz, das gesiegelt ist mit dem erhabenen Zeichen Deines glorreichen Priestertums.
Lass sie wachsen in der Liebe und Treue zu Dir und schütze sie vor der Ansteckung der Welt.
Gib ihnen mit der Wandlungskraft über Brot und Wein auch die Wandlungskraft über die Herzen.
Segne ihre Arbeiten mit reichlicher Frucht und schenke ihnen dereinst die Krone des ewigen Lebens. Amen. "
Dieses Gebet wird auch bei "Radio Horeb" gebetet

Ulrich Motte vor 11 Stunden: Fragen, verehrter Herr Windmöller!

Bilbo B. vor 12 Stunden: Verfügbarkeit

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ich als Priester noch Zeit für eine Familie haben sollte. Entweder kommt die Familie zu kurz oder die Berufung für das Reich Gottes und das Gebet.

goll vor 12 Stunden: im Spannungsfeld

Ein alter Religionslehrer, der auch Priester war, sagte einmal: wenn ich verheiratet wäre, käme ich wahrscheinlich in bestimmten Situationen bzw. Zeiten in ein Spannungsfeld zwischen meiner Familie und meiner Gemeinde. Und würde mich dann natürlich für meine Familie entscheiden. Als Priester möchte ich aber ganz für meine Gemeinde da sein.

Nichtsdestotrotz kannte ich auch einen Priester ganz offiziell mit einer Tochter. Wie das? Nun, er war bereits zuvor in der Kirche tätig und seine Frau war leider recht früh gestorben. Als Witwer und Spätberufener liess er sich zum Priester weihen.

Parcival vor 13 Stunden: @BedaVenerabilis - Zölibat: Der Diakon ist kein Gegenbeispiel

Der Vergleich mit dem verheirateten Diakon greift zu kurz, weil Diakonat und Presbyterat zwar zum einen Weihesakrament gehören, aber unterschiedliche Sendungen besitzen. Der Priester handelt in persona Christi capitis: Er feiert die Eucharistie, vergibt Sünden, spendet die Krankensalbung und trägt die letzte pastorale Verantwortung für die ihm anvertrauten Gläubigen. Diese Sendung verlangt nicht nur zeitliche, sondern existenzielle Verfügbarkeit. Psychologisch entsteht dadurch eine andere Rollenstruktur als beim Diakon. Der Priester steht dauerhaft zwischen den Ansprüchen der Gemeinde und den Grenzen seiner eigenen Person. Ist er zugleich Ehemann und Vater, entstehen reale Loyalitätskonflikte: Der sterbende Kranke, der Anruf in der Nacht, Beichte oder das Familienleben erheben gleichzeitig Anspruch. Hinzu kommt das Beichtgeheimnis, das selbst gegenüber der Ehefrau absolutes Schweigen verlangt. Der Priester lebt ein anderes Amt mit anderer Sendung und anderer Belastungsstruktur.

Hope F. vor 13 Stunden: Keine Lösung

Wie die evangelische Kirche in Deutschland beweist, ist Heirat für Priester auch keine Lösung. Wie heißt es so schön: "Verleugnet euch, verlaßt die Welt, folgt meinem Ruf und Schalle." Die Jünger Jesu waren alle alleine bzw. haben ihre Familie verlassen! Auch Jesus Christus war nicht verheiratet. Der Priester soll für seine Gemeinde da sein. Da ist kein Platz und keine Zeit für Familie. Andernfalls ist er lediglich ein hauptamtlicher Angestellter. An seinem freien Tag darf schon heute keiner sterben. Was erst, wenn er verheiratet wäre?

Versusdeum vor 13 Stunden: @BedaVenerabilis

Der verheiratete "ständige Diakon" heißt genau deswegen so, weil er eben nie Priester werden wird, sondern für immer Diakon bleibt. Und bei zwei der drei Diakonen, die ich näher kenne, ist das auch gut so (unserem gedchätzten @Stefan Fleischer bin ich leider nie persönlich begegnet, aber er würde die Waage sicher ausgleichen - und das sage ich ganz bewusst auch angesichts unserer jüngsten Meinungsberschiedenheiten zum Thema Pius).

JP2B16 vor 14 Stunden: @ Beda Venerabilis, aber, aber, aber ....

... der ständige Diakon hat ein anderes Charisma in "seinem" Dienst zur Ehre Gottes. Nochmal: der geweihte Priester hat das Charisma maximal möglicher Christusähnlichkeit. Er setzt täglich das Kreuzesopfer gegenwärtig, der allerheiligste Akt, den Gott auf Erden ermöglicht hat. Er spendet die Sakramente, die Heilszeichen, die kaum einer nocht meint nötig zu haben. Da ist gerade heute sehr, sehr viel Missionsarbeit und geduldige Seelsorge vonnöten, auch und insbesondere intellektuell. Da bleibt keine Zeit für Familie, die natürlicherweise einen Anspruch auf Aufmerksamkeit hat. Welche Frau will ihren Mann, welche Kinder wollen ihren Vater mit jemandem teilen, dem mehr Aufmerksamkeit gebührt. Der Priester handelt in persona Christi. Christus war ehelos, nicht zufällig. Also warum sollte das bei denen, die dazu berufen wurden, ihm maximal ähnlich zu sein, ausgerechnet anders sein, nur weil ein diesem Streben nach Ähnlichwerden spottender Zeitgeist anderes im Sinn hat?

JP2B16 vor 14 Stunden: @Beda Venerabilis, "Aber, aber, aber ..."

... der ständige Diakon hat ein anderes Charisma in "seinem" Dienst zur Ehre Gottes. Nochmal: der geweihte Priester hat das Charisma maximal möglicher Christusähnlichkeit. Er setzt täglich das Kreuzesopfer gegenwärtig, der allerheiligste Akt, den Gott auf Erden ermöglicht hat. Er spendet die Sakramente, die Heilszeichen, die kaum einer nocht meint nötig zu haben. Da ist gerade heute sehr, sehr viel Missionsarbeit und geduldige Seelsorge vonnöten, auch und insbesondere intellektuell. Da bleibt keine Zeit für Familie, die natürlicherweise einen Anspruch auf Aufmerksamkeit hat. Welche Frau will ihren Mann, welche Kinder wollen ihren Vater mit jemandem teilen, dem mehr Aufmerksamkeit gebührt. Der Priester handelt in persona Christi. Christus war ehelos, nicht zufällig. Also warum sollte das bei denen, die dazu berufen wurden, ihm maximal ähnlich zu sein, ausgerechnet anders sein, nur weil ein diesem Streben nach Ähnlichwerden spottender Zeitgeist andrres im Sinn hat?

girsberg74 vor 14 Stunden: Mit der Bitte um Nachsicht, dass ich mich hier wiederhole:

Ich will keinen "Priester" mit festen Arbeitszeiten, der des Abends dann noch auf's Sofa muss; ich will Priester, die da sind.

Hardenberg vor 14 Stunden: Bitte genauer

"Wir sehen hier vor allem eine Illusion: Geweihte Priester können nicht heiraten. In der gesamten Kirche, also sowohl im Osten als auch im Westen ist die Weihe ein Ehehindernis, die Ehe ist jedoch kein Weihehindernis."

Danke für den präzisen und hilfreichen Artikel. Man muss aber zwei Dinge ergänzen (die auch Josef Ratzinger als Professor immer wieder benannt hat).
1) Auch bei der Weihe als Ehehindernis handelt sich nicht um göttliches Recht. Dieses Hindernis kann ein Papst aufheben und es ist auch schon aufgehoben worden.
2) Das Ehehindernis der Weihe wird in der r.k. Kirche bei verheirateten Ständigen Diakonen, die jung verwitwet sind und Kinder haben auch TATSÄCHLICH aufgehoben, wenn sie einen zweiten Partner heiraten wollen, der bereit, dass man sowohl gemeinsam die Kinder erzieht als auch dass die Frau den Mann in seinem Amt stützt. Hier handelt unsere Kirche sehr einzelfallorientiert.

Danke auch für den Hinweis auf Pfarrer Tschuschke.

Rolando vor 15 Stunden: Der Zölibat ist Gottes Wille

Was Gott macht ist Bestens, er hat ja dazu gesagt, wer es fassen kann erfasse es, ist alles in der Hl. Schrift grundgelegt.
Das wird dich nie ändern, da ihn Jesus eingesetzt hat, er die Kirche ist, Apg 9,4-6 und die Kirche die Säule und das Fundament der Wahrheit ist, 1Tim 3,15.
@BedaVenerabilis,
der Diakon kann keine Hl. Messe feiern, keine Beichte hören, keine Krankensalbung spenden, er ist was ganz anderes als der Priester, er hat somit erheblich mehr Zeit für Familie.

Ulrich Motte vor 15 Stunden: Soweit ich weiß, gibt es inden Ostkirchen, auch den mit "Rom" unierten, deren Phfarer

Richelius vor 15 Stunden: Richtigstellungen:

1. es ist sehr wohl möglich, als unverheirateter in einer Ostkirche Weltpriester zu werden. Es ist selten, aber ich möglich. Ich kenne auch einen solchen Priester.
2. „Pope“ ist in den meisten Ostkirchen ein Schimpfwort für einen Priester! Msgr. Schlegl hat in diesem Forum oft darauf hingewiesen.

arctotis vor 16 Stunden: @ Mariat

„Von daher hat ein kath. Priester eigentlich keine Zeit für eine eigene Familie“

Und woher nehmen sich die Zeit für ihre Familien die nicht rk-Priester/Pastoren, die in die RKK konvertieren und ihre Familien behalten dürfen?

catolica vor 17 Stunden: Zölibat

Mark.3,13
Danach stieg Jesus auf einen Berg. Er rief die Jünger, die er bei sich haben wollte, und sie kamen zu ihm.
Jesus polarisiert immer weil die Wahrheit polarisiert und weil JESUS die Wahrheit ist.
Wenn es nun heißt: ..die er bei sich haben wollte. heißt das, dann dass Jesus die Halbherzig bei sich haben will ? 50% bei seiner Frau und 50% bei Jesus ? Papst Benedikt hat sich so sehr für das Zölibat eingesetzt. Wenn der Glaube an die eine Heilige Katholische und Apostolische Kirche nachläßt dann kommen solche Forderungen. Beten wir, dass die Bischöfe und Ordensleute durch den Heiligen Geist erleuchtet werden und verstehen warum der Zölibat unbedingt erforderlich ist.

BedaVenerabilis vor 19 Stunden: Aber, aber, aber...

...was ist mit dem verheirateten (ständigen) Diakon? Da geht's doch auch.

Mariat vor 19 Stunden: "Ich bin ein solcher Priester"

schrieb Pfarrer Wolfgang Tschuschke, hier auf kath.net, bereits 2019.
Er erzählt die Unterschiede, die Aufgaben, evangelischer oder katholischer Priester.
Von daher hat ein kath. Priester eigentlich keine Zeit für eine eigene Familie.

www.kath.net/news/69778

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