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vor 23 Stunden in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
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Auf der Terrasse des Petersdoms ist ein Bistro fertiggestellt worden - Ob das Bistro tatsächlich im September eröffnet, hängt von Entscheidung Leo XIV. ab
Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan bekommt im September ein neues Gastronomieangebot: Auf der Terrasse des Petersdoms ist ein Bistro fertiggestellt worden. Der neue Bereich auf der Kuppel des Petersdoms soll Besuchern künftig Speisen und Getränke mit einem einzigartigen Blick über die Ewige Stadt bieten. Trotz Kritik aus Teilen der Kurie und aus katholischen Kreisen wurden die Arbeiten abgeschlossen, berichtete die APA mit Verweis auf die römische Tageszeitung "Il Messaggero" (Sonntagsausgabe). Ob das Bistro tatsächlich im September eröffnet, hänge jedoch letztlich von der Entscheidung des neuen Papstes ab. Leo XIV. könnte das Projekt noch ändern oder stoppen, hieß es.
Neben dem bereits bestehenden kleinen Café, in dem Besucher nach dem Aufstieg zur Kuppel bisher Getränke kaufen können, entstand zuletzt ein größerer Bereich mit Küche und der Möglichkeit, fertige Speisen anzubieten. Geplant ist ein Ort, an dem Besucher in unmittelbarer Nähe zur Spitze der von Michelangelo geprägten Basilika mit Blick über Rom essen und trinken können.
Das Projekt sorgt seit Monaten für Diskussionen. Befürworter sehen darin eine zeitgemäße Erweiterung des Besucherangebots für Millionen Touristen, die jedes Jahr den Petersdom besuchen. Kritiker befürchten dagegen eine zunehmende Kommerzialisierung eines der bedeutendsten Orte der Christenheit.
Debatte um Nutzung religiöser Orte
Die Initiative wurde maßgeblich vom Kardinal und Erzpriester des Petersdoms, Mauro Gambetti, unterstützt. Sein fünfjähriges Mandat ist inzwischen ausgelaufen. Papst Leo XIV. hat noch nicht entschieden, ob er den Kardinal im Amt bestätigt. Nach früheren Plänen war zunächst sogar ein deutlich größeres Restaurant mit Platz für mehrere Hundert Gäste vorgesehen. Das Konzept wurde später verkleinert, die Grundidee eines gastronomischen Angebots auf der Kuppel blieb jedoch bestehen.
Die Debatte reiht sich in eine größere Diskussion über die Nutzung historischer und religiöser Orte für exklusive Veranstaltungen und kommerzielle Angebote ein. Kritiker verweisen auf die Gefahr, dass kulturelle und religiöse Wahrzeichen zunehmend zu Veranstaltungs- und Konsumorten werden.
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Bild: KI-generiert (c) pixabay
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SalvatoreMio vor 12 Minuten: Wann fängt der Vatkan̈ endlich an ...?
@arctotis: wer wirklich katholisch ist, kann so nicht sprechen! Das besorgen schon längst andere. Der unselige Baby-Einkauf von Herrn Spahn & Co. ist in Facebook-Kommentaren ein gefundenes Fressen, die Mutter unseres Herrn mit Leihmutterschaft in Verbindung zu bringen; die Frohbotschaft des Engels an Maria wird durch Ungläubige (nicht durch Muslime!) zerfleddert; Leute, die weder die Bibel kennen noch die (natürlich verlogene) kath. Glaubenslehre, erlauben sich Dummheiten und Häresien, die zum Himmel stinken. Ein paar Tapfere aber verteidigen unsern Glaubensschatz, der uns seit 2000 Jahren begleitet und bereichert. Darauf können und sollen wir stolz sein und ihn verteidigen, mit oder (besser) ohne Café in der Kuppel. Im Petersdom ruht Petrus, und "um die Ecke" war Paulus bereit, den Märtyrertod zu sterben. Das zu bekunden,sind wir ihnen schuldig!
Parcival vor 10 Stunden: @arctotis - Argumente statt Etiketten
Danke für Ihre guten Wünsche. Ob Ihr Kommentar ironisch gemeint ist, weiß ich nicht. Falls ja, nehme ich ihn mit Humor. Falls nein, trifft er meinen Beitrag nicht. Ich habe weder Pessimismus verbreitet noch der Kirche ihre Sendung abgesprochen. Ich habe einen psychologischen Mechanismus beschrieben: Dauerhaftes Misstrauen verändert die Wahrnehmung. Das ist gut erforscht und betrifft jeden Menschen. Wer sich angewöhnt, hinter Entscheidungen grundsätzlich Versagen oder bösen Willen zu vermuten, wird immer mehr Bestätigungen dafür finden. Genau deshalb plädiere ich für Nüchternheit. Missstände sollen benannt werden, aber ebenso das Gute. Mir geht es weder um Schönfärberei noch um Schwarzmalerei, sondern um einen möglichst wahrheitsgemäßen Blick auf die Wirklichkeit. Eine sachliche Diskussion lebt von Argumenten. Persönliche Bewertungen des Gegenübers tragen dazu wenig bei.
Walahfrid Strabo vor 11 Stunden:
Irgendwie musste ich jetzt spontan an die Stelle denken, an der Christus die Tempelhändler an die Luft setzt...
arctotis vor 16 Stunden: @ Parcival
Ihre Analyse "klingt" sehr traurig und negativ.
Ich hoffe für Sie, dass Sie den Blick für das Gute schnell finden.
Parcival vor 17 Stunden: @arctotis - Misstrauen verändert den Menschen
Der Satz „Wann fängt der Vatikan endlich damit an, sich damit zu beschäftigen, wofür er da ist?“ ist mehr als Kritik an einer einzelnen Entscheidung. Er unterstellt pauschal, die Kirche erfülle ihren Auftrag nicht mehr. Psychologisch ist eine solche Haltung problematisch. Wer sich daran gewöhnt, hinter fast jeder Nachricht Versagen oder bösen Willen zu vermuten, entwickelt mit der Zeit ein Grundmisstrauen. Die Sozialpsychologie zeigt, dass Menschen dann vor allem noch jene Informationen wahrnehmen, die ihr negatives Bild bestätigen. Aus Kritik wird Misstrauen, aus Misstrauen Distanz, aus Distanz leicht Resignation oder Opposition. Deshalb braucht es eine nüchterne Unterscheidung: Missstände klar benennen, ohne den Blick für das Gute zu verlieren. Sonst verändert nicht die Wirklichkeit unser Denken, sondern unser Denken bestimmt, wie wir die Wirklichkeit sehen. Eine Kirche kann nur schwer Heimat bleiben, wenn Misstrauen zum Grundgefühl wird.
arctotis vor 22 Stunden: Matthäus 6,33
Wann fängt der Vatikan sich endlich damit zu beschäftigen, wofür er da ist?
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