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vor 2 Tagen in Weltkirche, 22 Lesermeinungen
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Das Problem mit der Piusbruderschaft bestehe nicht in der Feier der tridentinischen Messe, sondern in der Ablehnung der Lehren des II. Vatikanischen Konzils und im Ungehorsam gegenüber dem Papst.
Springfield (kath.net/jg)
Thomas Paprocki, der Bischof von Springfield im US-Bundesstaat Illinois, hat die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) nach den am 1. Juli vollzogenen Bischofsweihen ohne päpstliche Erlaubnis kritisiert. Die FSSPX sei nun „im Grunde eine weitere protestantische Sekte“, schreibt Paprocki in einer Stellungnahme vom 13. Juli.
Der Bischof von Springfield gilt als Verteidiger der überlieferten katholischen Morallehre. Er hat sich wiederholt deutlich zu Themen wie Abtreibung, Gender-Ideologie und der Corona-Impfpflicht positioniert. In diesen Positionen stimme er mit der FSSPX überein. Dennoch sieht er in der Haltung der Bruderschaft gegenüber dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der päpstlichen Autorität ein grundlegendes Problem, schreibt Michael Haynes, der Vatikankorrespondent des Catholic Herald.
In seiner Stellungnahme betont Paprocki: „Das Hauptproblem der SSPX ist ihre Ablehnung der Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils und ihr Ungehorsam gegenüber der päpstlichen Autorität.“
Der Bischof warnt die Gläubigen seiner Diözese eindringlich davor, an Gottesdiensten der SSPX teilzunehmen. Er erklärte, dass Beichten und Eheschließungen dort „ungültig“ seien. Diese Aussage geht teilweise über die bisherigen Dokumente des Heiligen Stuhls hinaus und hat unter Kanonisten eine Debatte ausgelöst. Viele verweisen darauf, dass Papst Franziskus der FSSPX ausdrücklich die Vollmacht für Beichte und Trauung erteilt hat – eine Vollmacht, die Papst Leo XIV. bisher nicht widerrufen hat.
Paprocki räumt ein, dass das Problem nicht die Feier der tridentinischen Messe sei. Es liege vielmehr in der grundsätzlichen Haltung der Priesterbruderschaft. „Das Problem mit der FSSPX ist nicht, dass sie die Traditionelle Lateinische Messe feiern, sondern ihre Ablehnung der lehramtlichen Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils und ihr Ungehorsam gegenüber dem Papst“, schreibt Paprocki wörtlich.
Er verweist dabei auf das Glaubensbekenntnis der FSSPX sowie auf Äußerungen während der Bischofsweihe am 1. Juli als Belege für diese Ablehnung. „Indem sie dem Papst ungehorsam ist und die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils ablehnt, ist die Gesellschaft St. Pius X. nun im Grunde eine weitere protestantische Sekte, die glaubt, sie habe recht und der Papst liege falsch“, schreibt er wörtlich.
Der Protestantismus sei „ein erschöpftes Projekt“. Die ständige Vermehrung protestantischer Denominationen führe nicht zu einer Reform der Kirche, sondern zu ihrer Spaltung, schreibt Paprocki.
Die Priesterbruderschaft weist alle Vorwürfe entschieden zurück, in denen behauptet wird, sie sei nicht katholisch. In einem theologischen Essay vom 9. Juli betont sie, dass die FSSPX „vollständig ein Werk der Kirche“ bleibe. Ihre Kleriker und Gläubigen seien „vollständig katholisch und keineswegs exkommuniziert“. Die Sakramente würden gültig und erlaubt gespendet.
Gleichzeitig hat die FSSPX ein formales kanonisches Verfahren eingeleitet, um gegen die Exkommunikationsdekrete der sechs neu geweihten Bischöfe Einspruch zu erheben. Sie beruft sich dabei auf einen „Notstand“ in der Kirche, der die Weihen rechtfertige. Bemerkenswert ist, dass die FSSPX diesmal den kanonischen Weg beschreitet – im Gegensatz zu den Bischofsweihen von 1988 durch Erzbischof Marcel Lefebvre. Dieser berief sich auf die in den Canones 1323 und 1324 des Kirchenrechts geregelte Notlage.
© Foto Bischof Paprocki: Diözese Springfield
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Versusdeum vor 4 Stunden: Ja, wir haben Deo gratias die Petrusbruderschaft, aber
@Wirt1929
- nur dort, wo es sie überhaupt gibt und nicht nur Pius
- nur dort, wo der jeweilige Ortsbischof nicht unter berufung auf TC alle Hl. Messen im überlieferten Ritus der Kirche verboten hat (trifft Petrus, aber nicht Pius!)
- insofern die Priester der Petrusbruderschaft faktisch überhaupt zelebrieren können / dürfen (kenne einen Petrus-Priester quasi ohne Funktion)
- insofern die meist wohl eher kleinen Kirchen (jedenfalls München) nicht sowieso schon überquellen (künstliche Verkleinerung / Alibiveranstaltung der Diözese?)
Versusdeum vor 4 Stunden: @Hardenberg
Welchen "Quasi-Papst" hat denn Pius Ihrer Ansicht nach?
lamwool vor 6 Stunden: Gelesen
@Hardenberg, habe ich einiges. Sie wissen schon, dass der Begriff 'Papierener Papst' eine Metapher ist.
Siehe hier:
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&channel=entpr&q=papierenen+Papst
Die Evangelische Kirche kennt keinen Papst als Oberhaupt. Auch keinen QuasiPapst.
Nun das soll es sein.
chorbisch vor 9 Stunden: @ Bilbo B.
Sie können vermutlich davon ausgehen, dass Erzbischöfin Murray die katholische Auffassung zur Gültigkeit anglikanischer Weihen kennt. Aber das dürfte sie nicht stören, denn aus der Sicht ihrer Kirche gilt das nicht. Ebenso, dass sie "eigentlich" gar keiner Kirche angehört, sondern nur einer "Glaubensgemeinschaft", oder "Denomination".
Es mag der Wunsch mancher Katholiken sein, dass diese Gemeinschaften keinen sehnlicheren Wunsch haben, als die Anerkennung ihrer "Mutterkirche". Aber das dürfte in vielen Fällen ein Irrtum sein.
Was Sie oder andere mit dieser manchmal ins Kleinliche gehenden Betonung der Unterschiede erreichen wollen, ist mir nicht klar.
Den Standpunkt der Kirche zum Lebensschutz nochmal klar und deutlich zu machen, wäre sicher sinnvoll. Aber da käme man meiner Meinung nach in einer Privataudienz eher weiter, als durch demonstratives Zuschlagen von Kirchentüren.
Hardenberg vor 12 Stunden: Bischof Paprocki
Dass die Diskussion hier von einigen gezielt von den theologisch profunden Aussagen von Bischof Paprocki über die Piussekte weggelenkt wird zu einer inakzeptablen Kritik am Papst und dessen außergewöhnlichen Höflichkeit sagt wenig über Leo XIV. und Erzbischöfin Mullally, aber viel über Whatsabboutismus.
@Iamwool: Zur Information. Es ist sehr wohl so, dass Protestanten einen Quasipapst haben. Die Kontroverstheologie des 17. Jahrhunderts sprach vom sola scriptura-Prinzip der Protestanten zurecht vom "Papiernen Papst". Ich bitte also höflich, aber nachdrücklich, dass Sie sich informieren, ehe Sie mir zu Unrecht sachlich Falsches vorwerfen und dabei selber sachlich Unrichtiges verbreiten.
Bilbo B. vor 15 Stunden: Wie christlich ist Sarah Mullally?
Sarah Mullally ist - wie die Kirche zu den anglikanischen Ordinationen feststellen musste - keine gültig geweihte Amtsperson. M. E. ist sie nicht einaml eine „Lady“, gehört also nicht rechtmässig dem Ritterstand an. „Ritter“ und „Ladys“ beschützen gerade die Schwächsten der Schwachen, also die ungeborenen Kinder. Sie treten unbedingt für deren Lebensrecht ein, sind also konsequent gegen die Abtreibung, was bei Mullaly bekanntlich gerade nicht der Fall ist. Man hätte ein klares Zeichen setzen und Mullally nicht in diesem Rahmen als christliches „Kirchenoberhaupt“ empfangen sollen. Übrigens ist die anglikanische „Staatskirche“ auch nach katholischen Massstäben keine „Kirche“, sondern einfach eine „christliche Gemeinschaft“. Aber wie christlich ist sie noch?
Amt X vor 16 Stunden: @Richelius
"Ich verstehe nicht, warum die Audienz von Dame Sarah Mullally für einige hier so ein Problem ist. Diese Audienz entsprach dem ökumenischen Usus, ihre Kleidung entsprach dem Protokoll, also wo ist das Problem?"
Das Problem könnte sein, dass in der päpstlichen Ansprache/Botschaft an Sarah Mullally Formulierungen verwendet wurden, die ihren religiösen Dienst wertschätzen.
Verstoß gegen u.a :
Gregor XVI., Mirari vos (1832)
und
Pius IX., Quanta cura (1864)
Richelius vor 22 Stunden:
Ich verstehe nicht, warum die Audienz von Dame Sarah Mullally für einige hier so ein Problem ist. Diese Audienz entsprach dem ökumenischen Usus, ihre Kleidung entsprach dem Protokoll, also wo ist das Problem?
Wuna vor 23 Stunden: zum Empfang von Sarah Mullally
Die Dame reist nicht zum Papst als Mrs Sarah Mullally, sondern als Erzbischöfin von Canterbury - ohne Anführungszeichen. Daher trug sie auch ihren Ornat, ebenso wie ihr Vorgänger Welby bei seinem Antrittsbesuch. Da ist nichts entgleist. Der Hinweis auf nette Damenkleider ist extrem respektlos. Sich über die Oberhäupter anderer Glaubensgemeinschaften lustig zu machen sollte eigentlich tabu sein.
Bilbo B. vor 27 Stunden: Zum Empfang von Sarah Mullaly
Zu Kostadinov: Da gebe ich Ihnen grundsätzlich recht. Seit 1966 gehört es jedoch im Vatikan zur fest geplanten Agenda, jeweils bei seinem Amtsbeginn das anglikanische „Kirchenoberhaupt“ zu empfangen. Der folgerichtige Empfang von Sarah Mullaly ergab sich daraus. Dieser Empfang lief dann allerdings aus dem Ruder, weil sich die protestantische Dame ohne Sensibilität mit Kleidung und Insignien der katholischen Kirche als „Erzbischöfin“ präsentierte und Verantwortliche peinlicherweise auch darauf eingingen. Da sich unterdessen auch der Kontext in der anglikanischen Gemeinschaft völlig geändert hat, wäre man wohl gut beraten, solche Empfänge auf die Ebene von üblichen Audienzen zu verlagern. Es gibt bestimmt auch nette Damenkleider, die sich Frau Mullaly ohne Kostümierung leisten kann.
Wirt1929 vor 27 Stunden: @SalvatoreMio
Welcher Schatz geht verloren? Wir haben die Petrusbruderschaft.
Cosmas vor 28 Stunden: Diese Aussagen sind zu allgemein und helfen nicht weiter!
Nochmals: es fehlt eine authentische Auslegung des Konzils. Wenn man konkret studiert, wie die Beschlüsse zustande kamen, bemerkt man den Teufel der im Detail steckt. Von den widersprüchlichen Texten wurde immer die progressive Variante vollkommen intolerant durch gepeitscht, und zwar immer mit diesen allgemeinen Worten: "DAS Konzil hat gesagt"....
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SalvatoreMio vor 29 Stunden: Gegenwärtige Ungereimtheiten bzw. Halbheiten in unserer Kirchenführung sind belastend!
@Kostadinov: ... und bleiben Nährboden für Unglaubwürdigkeit, und das besonders bei denen, die die Kirche von Herzen lieben! So erwacht auch in mir mehr und mehr der geheime Wunsch, dass doch ein
rechtmäßiger Weg gefunden wird, damit der reiche Schatz, der sich bei den Piusbrüdern findet, nicht einfach verlorengeht. Man kann sie mit dem Protestantismus im Grunde gar nicht vergleichen!
lamwool vor 29 Stunden: Neblig
@Kostadinov:Ist Ihre Behauptung, ohne konkrete Namen. Für Sie ist offenbar alles protestantische eine Sekte. Sei's drum.
Zur Erinnerung: Aus der Schweiz pilgerten Nonnen und andere Katholikinnen nach Rom um Papst Franziskus einen Brief über 'Frauen in der Kirche' zu übergeben. Pilgerten zu Fuss!!!
Sie wurden nicht einmal vom Papst empfangen.
Ja, was es nicht alles gibt.
Und in der Zwischenzeit gehen Kriege und Unfrieden und das Leiden zahlloser Menschen weiter...
Furchtbar und auch bedenkenswert!!
Kostadinov vor 30 Stunden: Zweifel sind vorerst angebracht
Wenn man sieht wie die FührerInnen bestimmter protestantischer Sekten in Rom empfangen und geehrt werden, dann kann die Piusbruderschaft (noch) keine protestantische Sekte sein...
lamwool vor 30 Stunden: Falsche Behauptung
@Hardenberg,Zitat:
" Und wenn es ein Merkmal des Protestantismus ist, jemand anderen oder etwas anderes zum Quasipapst zu machen".
Die Protestantische Kirche hat kein Oberhaupt, analog einem 'allmächtigen' Papst. Sondern 'Räte', aus vom Kirchenvolk gewählten Vertretern. Kann nachgelesen werden, wenn gewollt.
Wobei Quasipapst eine etwas despektierliche Bezeichnung ist....
Hardenberg vor 30 Stunden: Die Piussekte
ist Sekte. Und wenn es ein Merkmal des Protestantismus ist, jemand anderen oder etwas anderes zum Quasipapst zu machen, ja, dann ist die Piussekte eben auch protestantisch.
Versusdeum vor 31 Stunden: Pius als "protestantische Sekte"
zu bezeichnen, ist durchaus originell.
Und welches sind dann die anderen "Sekten"? Die willige "N"GO namens EKD? Die "Anglikanische Kirche" (die Dank "Bischöfinnen" und Schwulen am Altar 2/3 ihrer Mitglieder verloren haben und deren "Oberhaupt", die "Erzbischöfin [sic!] von Canterbury" Papst Leo erst im Frühjahr noch empfangen hatte) oder doch die vielen kleinen Freikirchen, die sich immerhin noch einigermaßen an der Bibel orientieren?
Wynfried vor 31 Stunden: Wenn es darum geht,
sich von der Piusbruderschaft klar abzugrenzen, bieten „protestantische Sekten“ einen willkommenen Vergleichspunkt. Über die Verhältnisse in den USA kann ich nichts sagen, aber hierzulande hat man sich gegenüber dem Protestantismus fast schon bis zur Selbstaufgabe „geöffnet“ und pflegt wie selbstverständlich den ökumenischen Dialog im gemeinsamen Handeln und gelebten Partnerschaften zwischen den Konfessionen. Ökumenische Gottesdienste, Kirchenfeste und soziale Projekte sind aus dem Alltag der deutschen Bistümer und Pfarreien nicht mehr wegzudenken. Lehrfragen, die Sakramententheologie oder die Haltung zum Papst spielen dabei keine Rolle mehr. Hier scheint alles gut zu sein, bei den Piusbrüdern aber alles schlecht.
Ulrich Motte vor 34 Stunden: Nach welchem Maßstab ist "der" Protestantismus erschöpft ?
Zumindest der eigentliche, nämlich an die "Alleins" der Reformation gebundene. Protestantismus entwickelt sich weitgehend prozentual zahlenmäßig besser als der Katholizismus. Immer neue Gründunhgen, die der Herr Bischof beklagt, indizieren das öfter auch, etwa die Neugründungen in der BRD von konservativen Bekennenden Evgl. Gemeinden und Bekennen Evgl. Reformierten Gemeinden. Inhaltlich sind diese Konfessionen untereinander eher weniger gepalten als "Rom" (siehe ständig kathnet!) , gerade - auch- in den USA und der BRD. Äußerliche Trennungen sieht man als geboten an nach Römer 16: 17 und Galater 1; 6-10, 1. Korinther, 11-18-19. Konservative Protestanten sehen recht oft eine einheitliche Kirchenorganisation nicht als biblisch gebotenh oder gar als biblisch verboten an...
Parcival vor 34 Stunden: Dogmatische Konstitution ≠ neues Dogma
Hier wird oft ein wichtiger Unterschied übersehen. Ja, das II. Vatikanum hat mit „Lumen gentium“ und „Dei Verbum“ zwei Dogmatische Konstitutionen beschlossen. Daraus folgt aber nicht, dass ihr gesamter Inhalt neue Dogmen definiert. Papst Paul VI. erklärte ausdrücklich, dass das Konzil keine neuen Glaubensdogmen mit außerordentlichem Lehrentscheid definieren wollte. Das Konzil lehrt jedoch authentisch und übt damit das ordentliche Lehramt aus. Deshalb muss innerhalb der Dokumente unterschieden werden: Was bereits definierte Glaubenslehre wiederholt, ist mit derselben Verbindlichkeit zu glauben. Andere Aussagen verlangen den „religiösen Gehorsam des Verstandes und Willens“ (LG 25). Wieder andere haben pastoralen oder disziplinären Charakter. Pauschale Aussagen wie „alles ist Dogma“ oder „nichts ist verbindlich“ werden dem II. Vatikanum daher nicht gerecht.
lamwool vor 35 Stunden: Beschlüsse oder Lehren?
Kann mir jemand erklären, was der Unterschied ist von 'Beschlüssen' oder 'Lehren' in obigem Text. Bis dato hörte ich in den Diskussionen über 'Ungehorsam gegenüber den Beschlüssen des II. Vatikanums. Oder anders gefragt, wer ist befugt, Lehren aufzustellen (zu beschliessen) ausser dem Papst?
Nach was soll der 'einfache' Katholik sich jetzt richten...
Gruss und Dank
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