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vor 12 Stunden in Spirituelles, 1 Lesermeinung
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‚Leb wohl, mein liebes Kind, und bete für mich, und ich werde für dich und alle deine Freunde beten, dass wir fröhlich im Himmel zusammentreffen‘, schrieb der Heilige am Abend vor seiner Hinrichtung an seine Tochter.
London (kath.net/Aleteia/jg)
Am 6. Juli 1535 wurde Sir Thomas Morus auf dem Tower Hill in London hingerichtet. Der ehemalige Lordkanzler Englands, Humanist, Freund von Erasmus von Rotterdam, Autor von „Utopia“ und ehemals enger Vertrauter König Heinrichs VIII. starb als Märtyrer, weil er sich weigerte, den Suprematseid zu leisten, mit dem er den König als Oberhaupt der Kirche von England anerkennen sollte.
Die letzten 14 Monate seines Lebens verbrachte Thomas Morus im Gefängnis im Tower von London. Trotz der harten Haftbedingungen, Isolation und dem Entzug vieler Annehmlichkeiten blieb er bis zum Schluss geistig rege, humorvoll und tiefgläubig. In dieser Zeit verfasste er einige seiner eindrucksvollsten Schriften.
Geistliche Betrachtungen in der Zelle
Während seiner Gefangenschaft arbeitete Morus intensiv an einer langen Meditation über die Todesangst Christi im Garten Getsemani, dem Werk „De Tristitia Christi“ (dt. „Über die Traurigkeit Christi“). Er schrieb diese Texte in sein Gebetbuch oder auf lose Blätter. Als Heinrich VIII. im Frühjahr 1535 anordnete, ihm seine Bücher und Schreibmaterialien zu entziehen, wurde das Manuskript mitten im Satz unterbrochen. Der Text überlebte nur, weil Morus‘ Schwiegersohn William Roper ihn retten konnte. Heute wird er in Valencia (Spanien) aufbewahrt.
Morus fand in der Betrachtung des Leidens Christi Trost und Stärke für sein eigenes Schicksal. Er sah Parallelen zwischen seiner Situation und der Agonie Jesu.
Der letzte Brief – mit Holzkohle auf Stoff geschrieben
Am Abend des 5. Juli 1535, dem Vorabend seiner Hinrichtung, schrieb Morus seinen letzten Brief an seine geliebte Tochter Margaret Roper. Da ihm alle Schreibutensilien genommen worden waren, benutzte er ein Stück Holzkohle und schrieb auf Stoff oder kleine Papierfetzen, die er sich heimlich beschaffen konnte.
In diesem bewegenden Schreiben segnet er seine gesamte Familie – seine Kinder, Enkelkinder, Patenkinder und Freunde. Er dankt Margaret für ihre treue Liebe und ihren Besuch. Mit großer Gelassenheit und sogar Vorfreude schreibt er: „Ich würde es bedauern, wenn es länger als bis morgen dauern sollte, denn es ist der Vorabend des heiligen Thomas und der Oktav des heiligen Petrus, und daher sehne ich mich danach, morgen zu Gott zu gehen.“ Er schließt mit den berühmten Worten: „Leb wohl, mein liebes Kind, und bete für mich, und ich werde für dich und alle deine Freunde beten, dass wir fröhlich im Himmel zusammentreffen.“
Der Gang zum Schafott
Am Morgen des 6. Juli 1535 wurde Morus zur Hinrichtungsstätte auf den Tower Hill geführt. Er wirkte ruhig und behielt seinen typischen Humor. Als er die Stufen zum Schafott hinaufstieg, bat er den Lieutenant of the Tower: „Ich bitte Sie, Master Lieutenant, helfen Sie mir hinauf, für mein Herunterkommen will ich selbst sorgen.“
Auf dem Schafott sprach er kurz und erklärte: „Ich sterbe als des Königs guter Diener, aber Gottes zuerst.“ Dann wurde er enthauptet. Sein Kopf wurde zunächst auf der London Bridge zur Schau gestellt, bevor seine Tochter Margaret ihn bergen und als Reliquie bewahren konnte.
Thomas Morus wurde 1935 von Papst Pius XI. heiliggesprochen, genau 400 Jahre nach seinem Tod. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn im Jahr 2000 zum Schutzpatron der Staatsmänner und Politiker. Sein Gedenktag ist der 22. Juni (zusammen mit Bischof John Fisher, der an diesem Tag im Jahr 1535 hingerichtet wurde), doch der 6. Juli bleibt der Jahrestag seines Martyriums.
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SarahK vor 8 Stunden: wenn die Zeit in der kjg etwas Gutes hatte
dann, dass wir den Film über Thomas Morus geguckt haben. Dass durch ihn und andere Blutzeugen mir im Grunde selbst als ich „weg“ war unterbewusst bewusst klar war, dass unser Glaube ein „Entweder oder“ fordert und dass auf seine Fürbitte, der Fürbitte des Heiligen Thomas Becket und anderer Martyrer und Heiligen (natürlich Maria, Josef, meinem Freund Saint Michael usw) den Glauben an meine kleine Familie weiter geben konnte und unsere Tochter hat das Buch „The Sadness of Christ“ gelesen und ist seitdem ein großer Fan von ihm. Es ist ehrlich gesagt auch auf meiner Liste, aber ich habe direkt im ersten Kapitel gemerkt wie sehr ich mich noch ändern muss und es erstmal verschoben :-( nichtsdestotrotz kann ich es jedem der für diese Art der Nachfolge geschaffen ist denke ich gut empfehlen.
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