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vor 35 Stunden in Kommentar, 22 Lesermeinungen
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Die Bischöfe schweigen mehrheitlich zum Kinderkauf deutscher Politiker. Es ist ein feiges Wegtauchen, obwohl vom ordentlichen Lehramt alles vorgegeben ist und nur darauf verwiesen werden muss. Der Montagskick von Peter Winnemöller
Linz (kath.net)
Es ist nun einige Wochen her, seit der ehemalige Fraktionsvorsitzende Jens Spahn und sein Partner Daniel Funke sich in den USA ein Kind gekauft haben. Keinesfalls sollte man erwarten, dass ein Bischof zu jedem Fehl- oder sonstigen Tritt eines Politikers Stellung bezieht. Hier aber liegt ein Fall vor, der nicht nur aus katholischer Sicht ein ethisches und moralisches Problem von erheblichem Ausmaß darstellt. Die Kirche hat die Leihmutterschaft in der Vergangenheit mehrfach und sehr deutlich verurteilt. Wer jenseits der moraltheologischen Beurteilung wissen will, was Leihmutterschaft ist und wie der Vorgang abläuft, dem sei das Buch „Ich kaufe mir ein Kind“ von Birgit Kelle empfohlen: Leihmutterschaft ist Menschenhandel. Leihmutterschaft macht aus gebärfähigen Frauen Surrogate, die ihre Gesundheit, ihr Leben, ihre Seele und die des ausgetragenen Kindes gegen Geld aufs Spiel setzen. Die Kirche lehnt die Praxis der Leihmutterschaft entschieden ab und stellte bereits 1987 in der Erklärung „Donum vitae“ fest: „Die Ersatzmutterschaft stellt einen objektiven Verstoß gegenüber den Pflichten der Mutterliebe, der ehelichen Treue und der verantwortlichen Mutterschaft dar.“ Wem es bisher nicht eingeleuchtet hat, dass die römisch-katholische Kirche in ihrem Lehramt die Würde und Rechte der Frauen dezidiert schützt, insofern sich diese nicht in einem „Recht auf Abtreibung“ als „Frauenrecht“ erschöpfen, dem dämmert es vielleicht allmählich.
Als weitere schwerwiegende Gründe für die Ablehnung nennt das Dokument die Würde und die Rechte des Kindes. Leihmutterschaft trenne genetische Elternschaft, Austragung, Geburt und Erziehung voneinander und füge dadurch der Familie Schaden zu. Der Katechismus der Katholischen Kirche fasst die Lehre von Donum vitae zusammen: „Techniken, durch die im Rahmen der Fruchtbarkeit eine dritte Person eingeschaltet wird (Samenspende, Eizellenspende, Leihmutterschaft), sind äußerst verwerflich.“ (Nr. 2376) Ferner stellt Nr. 2378 fest, dass ein Kind kein geschuldeter Gegenstand, sondern ein Geschenk sei. Papst Franziskus sagte in seiner Ansprache an das beim Heiligen Stuhl akkreditierte Diplomatische Korps am 8. Januar 2024: „Ein Kind ist immer ein Geschenk und niemals ein Vertragsgegenstand. Ich plädiere daher […] für ein weltweites Verbot dieser Praxis.“ In der Erklärung Dignitas infinita entfaltet das Glaubensdikasterium in den Nummern 48–50 drei Argumentationslinien: Die Würde des Kindes. Das Kind darf nicht zum Gegenstand eines Vertrages oder zur Erfüllung eines vermeintlichen „Rechts auf ein Kind“ werden. Die Würde der Fortpflanzung. Das Kind hat ein Recht auf eine menschliche, nicht technisch hergestellte Herkunft. Zeugung und Geburt dürfen nicht von der ehelichen Vereinigung abgetrennt werden. Die Würde der Frau. Die austragende Frau wird von dem in ihr heranwachsenden Kind getrennt und zum Mittel für den Wunsch anderer gemacht.
Die lehramtlichen Äußerungen zur Leihmutterschaft sind folglich sehr klar und eindeutig. Die Ablehnung des Lehramtes der Kirche beruht auf vier miteinander verbundenen Grundsätzen. Zum ersten gibt es kein Recht auf ein Kind. Zum zweiten ist das Kind Person und Geschenk, niemals Produkt oder Vertragsgegenstand. Der dritte Aspekt ist, dass die austragende Frau nicht zum Mittel eines Fremden Kinderwunsches werden. Der vierte Grund ist, dass genetische Elternschaft, Austragung, Geburt und Erziehung nicht planmäßig auseinandergerissen werden dürfen. Die Position ist gut fundiert und gehört zum beständig vorgetragenen ordentlichen Lehramt der Kirche. Sie wurde 1987 lehramtlich formuliert, in den Katechismus aufgenommen und 2024 mit päpstlicher Approbation ausdrücklich bekräftigt. Damit hätte sich kein Bischof in Deutschland allzu weit aus dem Fenster lehnen müssen, hätte er die Handlung von Spahn mit scharfen Worten verurteilt.
Der einzige deutsche Bischof, der sich geäußert hatte, war Stefan Oster, der Bischof von Passau. Oster hatte am 17. Juli unter der Überschrift „Ware gegen Würde?“ eine ausführliche Stellungnahme auf seiner persönlichen Webseite veröffentlicht. Er bezeichnete Spahns Vorgehen als „echten Skandal“. Seine Argumentation umfasst die folgenden Punkte: Leihmutterschaft, so Oster, verletze die Menschenwürde, weil das Kind und die Schwangerschaft zum Gegenstand einer bezahlten Vereinbarung würden. Kinder seien aus christlicher Sicht „ein Geschenk Gottes“ und keine verfügbare oder käufliche Leistung. Das ist übrigens keine radikal fundamentalistisch-christliche Erkenntnis und auch kein Arkanwissen – es entspricht exakt Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes und dem Kernwert der Menschenrechte, wie sie in der Präambel der Charta der Vereinten Nationen verankert sind. Oster weiter: Das Kind habe ein vorrangiges Recht auf seine natürlichen Eltern. Ein Recht potentieller Eltern, sich ein Kind „machen zu lassen“ oder „einzukaufen“, gebe es nicht. Die Beziehung zwischen Mutter und Kind beginne bereits im Mutterleib und werde bei einer Leihmutterschaft planmäßig abgebrochen. Spahn habe zur Erfüllung seines persönlichen Wunsches gegen die Grundlinien seiner Partei und gegen „die Gesetze des Landes“ gehandelt. Besonders schwer wiege, dass Spahn sich öffentlich als Katholik bekenne und seine Entscheidung gleichwohl als mit seinem Glauben vereinbar darstelle. Damit ist der Bischof von Passau ganz auf der Linie des ordentlichen Lehramtes, das er in seiner Stellungnahme referiert. Osters verurteilt die Handlung Spahns mit klaren Worten: „Er hat aus meiner Sicht damit einen Schritt getan, den wir als Glaubensgemeinschaft auch in Zukunft nie werden mitgehen können.“ Über das von Spahn und Funke käuflich erworbene Kind sagte der Bischof: „Dieses Kind von Jens Spahn und Daniel Funke heißt Georg und ist jetzt schon öffentliche Person – und es ist diese Person als ‚gekaufte Ware‘.“ Bischof Oster hat das getan, was man von einem katholischen Bischof erwarten sollte. Man muss nicht das Rad neu erfinden, mithin hätte jeder Bischof in Deutschland sich einfach hinter die Erklärung von Oster stellen und diese auf der Webseite seines Bistums verlinken können.
Ein grandioses Beispiel für eine versemmelte Chance ist das Liborifest in Paderborn. Der Erzbischof der westfälischen Metropolie hielt am Patronatsfest im Pontifikalamt eine nichtssagende Predigt aus geistlich und theologisch verdünnter Wassersuppe, die um Menschenwürde, Gemeinwohl und gesellschaftlichen Zusammenhalt kreiste. Am Liborifest sind viele Personen des öffentlichen Lebens, darunter auch Politiker, im Dom. Das passende Auditorium wäre anwesend gewesen. Wie man seine Meinung in einem solche Kontext kundtun kann, hat die Paderborner Bevölkerung eindrucksvoll gezeigt. Bei Begrüßung des Paderborner Bundestagsabgeordneten Carsten Linnemann ging ein empörtes Raunen durch den Dom. Danach hatte keiner mehr den Hauch eines Zweifels daran, was die Bevölkerung im Hochstift von der deutschen Regierungsrochade und der Rolle ihres Abgeordneten darin hält. Ein Bischof sollte sich nicht zum fröhlichen Grüßaugust machen lassen. Das Liborifest wäre der Moment gewesen, in dem ein auch in einer breiteren Öffentlichkeit zur Kenntnis genommenes Wort zur Leihmutterschaft, Frauenwürde, Kindeswohl etc. hätte fallen können. Chance verpasst. Oder um es am diesjährigen Leitmotiv des Festes („Mittendrin“) aufzuhängen. Die Predigt war mittendrin und ging doch daneben.
Auch ansonsten war im deutschen Episkopat das große Schweigen angesagt. Während ansonsten zu allem und jedem nur denkbaren Anlass eine Pressemeldung aus Bonn kommt, hier kam nix – nada - niente. Episkopalschweigen. Ein laues Lüftchen wehte aus dem Katholischen Büro in Berlin. Der Leiter des Büros, Prälat Jüsten erklärte, ein unerfüllter Kinderwunsch könne mit großem Leid verbunden sein. Menschliches Leben sei dennoch unverfügbar und es gebe „kein Recht auf ein Kind“. Die Bischöfe hielten deshalb das bestehende Verbot der Leihmutterschaft für richtig, erklärt der Prälat. Besonders problematisch seien die Benachteiligung und mögliche Ausbeutung der Frauen sowie die Kommerzialisierung menschlicher Fortpflanzung. Jüsten verurteilte die Tat der Herren Spahn und Funke nicht persönlich und erwähnte auch die politische Doppelmoral, für ein Verbot zu sein und es dennoch zu tun, mit keinem Wort. Spahn hatte beim jüngsten Parteitag noch für die Beibehaltung des Verbots der Leihmutterschaft votiert. Die Stellungnahme Katholischen Büros richtete sich auch nicht gegen den Sachverhalt als solchen, sondern allein gegen Forderungen, als Folge der jetzt aufflammenden Debatte das deutsche Verbot von Leihmutterschaft zu lockern.
Damit kann wohl ohne Zweifel festgestellt werden, dass sich der deutsche Episkopat mal wieder feige weg duckt, als es galt, mutig und offen Stellung zu beziehen. Das ist insofern bedauerlich, weil hier in einem prominenten Fall ausgerechnet ein christdemokratischer Politiker gezeigt hat, dass er sich nicht nur über die Lehre der Kirche erhaben fühlt, sondern dass er, als jemand der über genug Geld verfügt, sich auch nicht an deutsche Gesetze halten muss, sich mithin in der Lage sieht, ohne jede Hemmungen moralisch und rechtlich umstrittene Schlupflöcher zu nutzen. Das Schweigen der Bischöfe zeigt nur erneut und aus einer anderen Perspektive, in welch einem Zustand der Schwäche die Kirche in Deutschland trotz ihres ganzen materiellen Reichtums ist.
Bild oben: Symbolbild – Stoppt Leihmutterschaft. Foto: Peter Winnemöller mit KI hergestellt.
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pfaelzer76857 vor 6 Stunden: @lesa
Ein Beispiel für diese Ambivalenz ist Fiducia Supplicans. Darin ist die Rede von "Paare in irregulären Situationen und gleichgeschlechtliche Paare segnen". Dem Traditionalismus nahestehende Kommentatoren haben hier unermüdlich betont, dass die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare nicht richtig sei. Gleichgeschlechtliche, aber irreguläre Paare wurden in der Regel nicht erwähnt. Dabei ist hier allein in Deutschland von Hunderttausenden Paaren auszugehen. Hunderttauende potentielle irreguläre Paare, die sich ebenfalls zur Segnung anstellen könnten.
Man stellt sich die Frage, weshalb diese fast ausschließlich auf homosexuelle Menschen gerichtete Fokussierung geschieht. Das ist seltsam, da dieselben Personen ständig darauf hinweisen, dass Homosexuelle eine Minderheit sind. Finden Sie das nicht auch außergewöhnlich?
lesa vor 11 Stunden:
@pfälzer: Bitte genaue Angaben.
lesa vor 11 Stunden: O wie glücklich könnte der Mensch sein ... (Hl. Pf. v. Ars)
@René: "Ein Kind ist ein Geschenk und kein Anspruch, den man mit technischen Mitteln oder finanziellen Möglichkeiten (100 T-Euro…) erzwingen kann. Die Lehre der Kirche lehnt deshalb Leihmutterschaft ab, weil sie Zeugung, Schwangerschaft und Elternschaft voneinander trennt und das Kind zum Gegenstand eines Vertrages machen kann."
Ds ganze Leben ist ein Geschenk, das die ewige Glückseligkeit zum Ziel h. Die geoffenbarte Wahrheit kennen zu dürfen, ist ein Geschenk. Die Haltung des Empfangens und Ehrfurcht schützt es
Dies betrifft besonders die Urzelle der menschlichen ENtfaltung, wie sie Gottes Plan entspricht. "Als Mann und Frau schuf er sie" und alle damit verbundenen Vorgaben des Schöpfers.
"O wie glücklich könnte der Christ schon in dieser Welt sein, wenn er seine heilige Religion kennen würde und wenn er sich ein wenig Mühe geben würde zu beobachten, was sie befiehlt, wenn er die Güter in Betracht ziehen würde, die sie uns für das andere Leben in Aussicht stellt. (Hl. Pf. von Ars)
girsberg74 vor 13 Stunden: Ad @Daxi „Tagespost“
Mir war das nicht aufgefallen, weil ich die „Tagespost“ schon längere Zeit nur noch kursorisch lese, denn ich hatte das Gefühl, dass die Tagespost zur CDU hin zu hängen beginnt,
Das wäre an sich nicht zu kritisieren, wenn diese Partei dem Tun nach das verträte, was sie im Programm stehen hat.
Johannes14,6 vor 15 Stunden: Veränderungen bei der Tagespost / / IVF ?
@daxi Franziska Harter ist nicht mehr Chefredaktörin, wohl aus familiären Gründen. zum 1.7. wurde Benjamin Leven Chefredakteur, Riccardo Wagner Geschäftsfüher. Ja, ich habe auch den Eindruck, daß sich der Stil geändert hat.
@Ottokar IVF: Neben dem theologischen Argument, daß die Empfängnis in der liebenden Vereinigung der Ehegatten (nicht im Reagenzglas) geschehen soll, ist die IVF m.E. weiterhin abzulehnen, weil wegen der Fehlversuche mehrere Eizellen entnommen und befruchtet, manchmal auch eingesetzt werden --die ÜBERZÄHLIGEN "WARTEN" in der Tiefkühlung, bei Nichtverwendung werden sie -- zu Tausenden "ENTSORGT" (Gleiches bei der Leihmutterschaft).
Ich habe aber den Eindruck, die kath.Kirche ist dabei, ihre ablehnende Haltung abzuschwächen oder aufzugeben.
CusanusG vor 15 Stunden: Das sollte zu denken geben
Der Einfluss der LGBTQBI+ Gruppen auf die DBK war ja schon im synodalen Weg markant. Ob im Inneren der ZdK oder auch in der DKB vernetzt, sei einmal dahingestellt. In jedem Fall scheint der Einfluss dieser Leute bei dt. Gremienkatholiken um Größenordnungen stärker zu sein als der von ganz normalen Gläubigen.
Warum sollte man also einen der vermeintlich eigenen Leute, Jens Spahn, einen Vorzeige-Politiker mit Ehe-Für-Alle" Trauschein und weltoffener Haltung angreifen? Das würde doch nur die eigene Agenda untergraben.
Versusdeum vor 15 Stunden: "Wes' Brot ich ess, des' Lied ich sing"
Kirchensteuer, Ausgleichszahlungen aus der Zeit der Säkularisation, der staatliche Amtseid, Angst vor "Shitstorms" aggressiver Lobbygruppen (teils nur auf dem Papier) innerhalb wie außerhalb der Kirche oder gar monatelangen vernichtenden medialen Hexenjagden, das Besetzen von Bischofsstühlen mit Meitlingen oder gar (unerkannten?) Wölfen: Es gibt viele Gründe, warum kaum noch ein Bischof unbequeme Wahrheiten auszusprechen wagt. Wenn man wenigstens nicht den Mächtigen das Wort reden würde, die das Land seit über einer Dekade spalten und jegliche Kritik am eigenen Versagen maximalstmöglich moralistisch verdammen lassen (auch durch willige Kirchenvertreter!).
Und nein, der derzeitige Abstieg ist "nachhaltig"! Wenn alles gleichzeitig im Sinkflug ist (Schule!) und die Geburtenraten wie auch viel zu lange (und oft für die Falschen) offene Grenzen ein neues, islamisch dominiertes, Staatsvolk bilden werden, sehe ich rein menschlich wenig Hoffnung. Oder komen vorher Oppositionsverbot +Diktatur?
pfaelzer76857 vor 25 Stunden: @Stefan Fleischer
Für bemerkenswert halte ich, dass auch manche Vertreter des traditionalistischen Lagers hier eine ambivalente Haltung zeigen. Gleichzeitig sprechen sie seit vielen Wochen vom "Notstand".
lesa vor 26 Stunden: Geistige Vergiftung und Kriegsgefahr lassen sich nicht ohne Not überwinden.
„Es gibt keinen Notstand“. Alle können ohne die Not, dass Bischöfe, Hirten, ihnen mit dem Wort Gottes entgegentreten, ihre Sehn-SÜCHTE ausleben. Ganz selbstverständlich auf dem Rücken der seelischen Gesundheit der Kinder und jener, denen die Politiker auch im Sinne von Vorbildwirkung verantwortlich wären. Orientierung? Fehlanzeige. "Die Allgemeinheit der Verfehlung stumpft das Gefühl ab für ihre Verwerflichkeit." (G. Bernanos)
Benedikt XVI. wusste: "Die Organe für die Wahrheit können abstumpfen bis hin zur völligen Erblindung und zur vollständigen Taubheit." Und er formuliert die Folgen: "Die Zerfallenheit mit Gott ist der Ausgangspunkt aller Vergiftungen des Menschen, ihre Überwindung die Grundbedingung für den Frieden in der Welt." (Benedikt XVI.)
A propos Ausgangspunkt gibt es Erhellendes in "Pascendi Dominici gregis", Rundschreigen des Hl. Pius X. . .
Oder:"300 Jahre gläubige und ungläubige Theologie"
von Dr. Georg May.
SarahK vor 26 Stunden: @Ottokar
Das (be)schreibt Naiver Katholik doch. Trotzdem ist es auch ein Versuch da der Körper es abstoßen kann, nimmt der Körper es aber an und ein Kind entsteht werden alle anderen potentiellen weg geworfen. Korrigieren Sie mich gerne. Und ja natürlich ist es nicht mit einer Leihmutterschaft zu vergleichen und ja natürlich passt es oft auch bei einer natürlichen Befruchtung, dass das Kind abgestoßen wird.
Stefan Fleischer vor 30 Stunden: Ob es nicht schon zu spät ist?
Wenn ich an den Religionsunterricht meiner Jugend zurück denke, so stelle ich fest, dass die Kirche heute, ja sozusagen das ganze Christentum, in der Verkündigung zum Thema Sexualität längst nicht mehr die Kirche meiner Jugend ist. Damals war jeder sexuelle Verkehr ausserhalb der (gültigen) Ehe eine im Normalfall schwere Sünde. Wer sucht, der findet die Spuren dieser Lehre noch hier und dort. Im Allgemeinen aber tönt es so, als hätte man sich der Meinung angeschlossen, dass Sex eigentlich ein Menschenrecht sei, dass es dabei zwar gewisse «Anstandsregeln» und staatliche Gesetze gebe. Die Gebote Gottes brauche man nicht mehr zu beachten, da diese längs veraltet seien. Wir haben hier ein typisches Beispiel für eine Entwicklung, welche die menschlichen Gesetze und (regionale) Usanzen über die Weisungen Gottes und der Kirche zu stellen versucht. Man nennt dies Verweltlichung. Eine Versexualisierung unserer Welt ist die Folge.
Daxi vor 31 Stunden: Tagespost
mir ist aufgefallen, dass auch die Tagespost nicht viel schreibt betreffend der Affäre Jens Span.
Warum ?
Tuotilo2 vor 31 Stunden:
Pardon, aber was ist daran eindrucksvoll, wenn Gottesdienstbesucher ein „empörtes Raunen“ anstimmen, wenn ihr CDU-Bundestagsabgeordneter begrüßt wird? Herr Linnemann wurde vom Kanzler in die Pflicht genommen, nachdem Spahns Rücktritt eine Regierungsumbildung nötig gemacht hat, und er hat sich nicht verweigert. Man könnte ja auch mal anerkennen, dass die CDU Jens Spahn und sein Verhalten im Fall der Leihmutterschaft nicht weiter tolerieren wollte.
SarahK vor 31 Stunden: @naiverkatholik
Ich kann Sie verstehen. Ich wäge mittlerweile extrem ab wo sich etwas lohnt - und man zum Denken anregen kann - oder wo die Menschen einen einfach falsch verstehen wollen.
ottokar vor 31 Stunden: Zu naiverkatholik möchte ich anmerken:
Bei einer "in vitro fertilisation" findel "lediglich" die Vereinigung von Ei-und Samenzelle ausserhalb des Körpers statt, Vater und Mutter sind die wahren Eltern des so gezeugten Kindes und das Kind hat genetisch die Eigenschaften der beiden Eltern mitbekommen. Das geschieht, wenn beide sich liebende Eltern auf natürlichem Wege kein Kind bekommen können, z.B.zu wenig Samenzellen beim Mann
.Dieser Vorgang ist in keiner Weise vergleichbar mit der Leihmutterschaft oder Leihvaterschaft, wie letztere ja auch bei Lesben vorkommt.Warum bei einem sich liebenden Paar eine in vitro fertilisation kirchlich untersagt ist , kann ich als Arzt nicht ganz nachvolziehen. Viele Ehen können auch nur Kinder bekommen mittels künstlicher, oft hormoneller Unterstützung, auch ein Eingriff mittels "Chemie" von extern..
er Weise vergleichbar mit
ottokar vor 32 Stunden: Einen innigen Kinderwunsch kann man einfach mit einer Adaption erfüllen.
Nein, hier geht es um viel mehr: das lesbische oder schwule Paar möchte,dass zumindest von einem der beiden Partner Gene in dem gekauften Kind enthalten sind. Die beiden betrügen sich mit diesem Gedanken, den die nun im bestellten Kind exprimierten Gene sind von der unbekannten Mutter des Kindes und von dem Schwulen Partner, der seinen Samen nach Amerika, in die Ukraine oder sonst wohin geschickt hat. Dieser Graben bleibt lebenslang bestehen. Es ist also nicht das Kind der beiden Schwulen, sondern nur das Kind von einem der beiden.
naiverkatholik vor 32 Stunden: Bin ehrlich gesagt auch feige
Ich kenne Personen, die In-Vitro-Fertilisation (IVF) gemacht haben, mit eigenem Samen und eigener Eizelle. Das ist moraltheiologisch-kirchlich verboten. Ich gehe nicht hin und frage: Was ist mit den vielen entstandenen eingefrorenen aber nicht eingesetzten Embryonen, manche werden zur Forschung berwendet. Da bin ich zu feige, wenn Betroffene dabei sind. Oder halte es nicht für meine Aufgabe, an der Stelle den Profeten zu spielen. Die Beziehung wäre sofort für immer beendet.
Jörgen vor 32 Stunden:
Natürlich hätte die geforderte, klare Positionierung auch Kritik aus der bekannten Ecke hervorgerufen. So passiert auch bei Bischof Oster. Diese Erwartung reichte offenbar schon aus, dass sich Bischöfe nicht mehr trauen, zur Lehre zu stehen. Oder sind gar im Rahmen der neuen Sexualmoral auch diese Dämme gebrochen?
SalvatoreMio vor 33 Stunden: Missbilligung der Leihmutterschaft
@Jothekieker: Würden die Bischöfe den Kindeseinkauf missbilligen, so unterstützten sie doch unsere Rechtsordnung, aber der Öffentlichkeit würde auch auffallen, dass es in Deutschland noch Bischöfe gibt!
René_007 vor 34 Stunden: Homosexuelle Männer können eben gemeinsam keine Kinder bekommen - Punkt!
Ein Kind ist ein Geschenk und kein Anspruch, den man mit technischen Mitteln oder finanziellen Möglichkeiten (100 T-Euro…) erzwingen kann. Die Lehre der Kirche lehnt deshalb Leihmutterschaft ab, weil sie Zeugung, Schwangerschaft und Elternschaft voneinander trennt und das Kind zum Gegenstand eines Vertrages machen kann.
Dabei muss auch eine einfache biologische Tatsache anerkannt werden: Gleichgeschlechtlich lebende Menschen können als Paar kein gemeinsames Kind auf natürlichem Weg zeugen. Diese Grenze der menschlichen Natur mag für manche schmerzhaft sein, sie bleibt dennoch eine Realität, die akzeptiert werden muss.
Aus einem verständlichen Kinderwunsch entsteht kein Recht, jede biologische Grenze durch technische Verfahren zu überwinden. Das Wohl des Kindes und die Würde aller Beteiligten müssen höher stehen als der persönliche Wunsch Einzelner. Unsere Gesellschaft betrachtet größtenteils jede natürliche Grenze als verhandelbar…
Jothekieker vor 34 Stunden: Man will nicht die Hand beißen, die einen füttert
Die Bischöfe müssen bei gesellschaftspolitischen Themen vorsichtig sein. Bevor sie sich gegen den woken Mainstream positionieren, müssen sie berücksichtigen, wer ihnen die Kirchensteuer eintreibt.
Fink vor 34 Stunden: Längst den Glauben verloren ? Oder ist es "nur" Feigheit und Angepasstheit ?
Leihmutterschaft ist mit dem christlichen Menschenbild in keiner Weise vereinbar !
Besonders befasst sich mit diesem Thema die Journalistin Birgit Kelle.
Im Link ein Gespräch mit ihr.
www.youtube.com/watch?v=TFz4FjjpkQg
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