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vor 7 Stunden in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
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Als der Heilige Johannes Maria Vianney nach Ars kam - Von Roland Noé
Ars (kath.net)
Ars liegt etwas mehr als dreißig Kilometer nördlich von Lyon und ist - als Vianney dorthin berufen wird - ein kleines Dorf mit nur zweihundertdreißig Einwohnern. Armselige, mit Stroh gedeckte Häuser gruppieren sich um eine kleine Kirche. Das Dort ist so trostlos, wie es viele Gemeinden in der französischen Provinz sind. Am 3. Februar 1818 verrichtet Johannes-Maria seinen letzten Dienst in Écully . Am 9. Februar 1818 macht sich Johannes Maria Vianney, ehemaliger Vikar von Écully, frühmorgens auf den Weg in seine neue Pfarre, sein neues Dorf: Ars. Er wird von Mutter Bibost zu Fuß begleitet. Außerdem folgt ihnen noch ein Wagen mit dem bescheidenen Gepäck des jungen Priesters und der kostbaren Erbschaft, die er gemacht hat: die Bibliothek Abbé Balleys.
Nach einigen Stunden verlassen sie nun das Saônetal und steigen zu den Höhen der Dombes hinauf. Der Weg wird immer schlechter. Man versinkt bei jedem Schritt im Schlamm. Außerdem fällt immer mehr Nebel ein. „‘Hier scheint wirklich die Welt zu Ende zu sein!’, seufzt Mutter Bibost. ‘Daß man Sie aber auch in einen so verlorenen Winkel schicken muß. Das haben Sie doch nicht verdient! Wären Sie nur in Écully geblieben.’ ‘Die neue Stelle ist sicher noch viel zu gut für mich!’, antwortete der Pfarrer. ‘Eine bessere habe ich auf keinen Fall verdient, und wo ein Priester ist, da ist auch der liebe Gott.’
Inzwischen haben sie sich so verirrt, daß sie nicht mehr ein noch aus finden. Auf einmal hören sie Kinderstimmen. Es sind Kinder, die in der Gegend Schafe hüten. Mühsam verständigt man sich mit ihnen, da sie einen ziemlich unklaren Dialekt sprechen. Schließlich findet sich doch ein Junge, Antoine Givre, der ihnen den Weg nach Ars zeigt. Im Anschluß an diese Handlung findet eine der wohl berühmtesten Aussagen des Johannes-Maria Vianney statt: "Mein kleiner Freund’, sagte der Priester, um ihm zu danken,’Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen’.“
„Dies war mehr als ein spontanes Wort. Die Aussage nimmt in nuce Vianneys ganze Tätigkeit in diesem unscheinbaren Dörflein vorweg: Den Weg zum Himmel hat er den Menschen in Ars auf eine einzigartige Weise gezeigt; er sollte ihnen fortan im Gewissen brennen.“ Dieser Antoine Givre sollte auch der erste Bewohner von Ars sein, der nach dem Tod des Pfarrers ebenfalls sterben sollte. Beim Anblick des Dorfes sinkt Johannes-Maria in die Knie und beginnt zu seinem Schutzengel zu beten. Beim Anblick seines Dorfes denkt er sich: „Wie klein das ist!“, und sogleich wird er wieder von einer jener Visionen, die ihn sein Leben lang erleuchten werden, erfaßt, die ihm sagt: „Diese Pfarre wird die Menschen nicht fassen, die später einmal hierher kommen werden.“
Sofort nach der Ankunft in Ars besucht Vianney die Kirche. Verödet liegt das Heiligtum, in dem seit Wochen kein Gottesdienst mehr gehalten worden ist. Die Kirche ist lange ohne Beter gewesen, der Altar ist ohne Schmuck. Das ewige Licht ist erloschen, doch das Allerheiligste ist noch da. Johannes-Maria wirft sich auf die Stufen nieder und verweilt lange im Gebet.
Beim Einführungsgottesdienst am 13. Februar 1818 ist schließlich fast die ganze Gemeinde versammelt, um ihn zumindest einmal gesehen zu haben. Johannes-Maria Vianney wird gleich bei der ersten Meßfeier von so manchem bewundert. Seine tiefe Art, wie er die Messe feiert, läßt schon am Beginn keinen unbewegt. "Wir haben eine arme Kirche, aber wir besitzen einen heiligen Priester“, meinte Bürgermeister Mandy.
(Auszug aus der Diplomarbeit von Roland Noé, etwas nachbearbeitet für kath.net!)
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SarahK vor 5 Stunden: Ich liebe ihn
Ich liebe den Pfarrer von Ars und kann stundenlang in seiner kleinen Kirche vor dem Allerheiligsten verbringen und da wo die Statue mit ihm und Antoine Givre steht überkommt mich jedesmal Rührung und ich muss weinen.
Aber besonders muss ich immer daran denken, dass meine Tochter und ich das erstemal dadurch gefahren sind, bzw vorbei gefahren sind weil wir nicht gedacht hätten das es so klein ist. Natürlich gibt es jetzt die große Kirche in der Erde, das Priesterseminar etc aber ansonsten erinnert mich noch vieles an die Einfachheit wie sie im Buch über ihn beschrieben wird. Ich liebe ihn und ich liebe das kleine Ars-sur-Formans.
Stefan Fleischer vor 6 Stunden: «ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen.»
Wer zeigt uns heute noch allen Ernstes den Weg zum Himmel? Für wen ist dieser nicht eine Selbstverständlichkeit, ein Automatismus? Ja, es gibt sie noch, jene Priester und andere Diener der Kirche, welche diese zentrale Aufgabe noch ernst nehmen, und ich hoffe mehr als es den Anschein macht. Doch in den öffentlichen Auftritten unserer Kirche ist davon nicht mehr viel zu spüren. Die Befreiungstheologie mit ihrem Fokus auf das irdische Heil des Menschen übertönt alles. Die «letzten Dinge», wie wir sie früher nannten, sind längst in Vergessenheit geraten. Und damit ist Gott zu einem harmlosen Papiertiger verkommen. Herr, sende uns viele neue «Pfarrer von Ars», damit auch unsere Kirche wieder zu neuer Blühte erwache!
Mariat vor 6 Stunden: Ein wahrhaft Heiliger; so einen gab es - wenn dann selten.
Johannes-Maria Vianney holte zu Beginn seiner Anfangszeit in Ars, so manchen Bewohner von Ars aus dem Gasthaus, das leider sehr gut besucht wurde.
Er baute die "Kirche" dort Neu auf.
Er fastete, tat Busse für die Rettung seiner "Schäflein", war also ein eifriger Seelenretter - und zwar so, dass er Angriffe vom Feind Gottes bekam. Dieser rüttelte am Pfarrhaus und nannte den Pfarrer einen "Kartoffelfresser".
Danke Hr. Noé für die Erinnerung an diesen wunderbaren Diener Gottes.
Mensch#17 vor 6 Stunden: Eine andere Pastoral - eine wirkliche Pastoral!
Anders als heute, hat der hl. Pfr. von Ars nicht ständig die Pfarrei gewechselt. Nachdem die zuständigen kirchlichen Autoritäten sein Wirken an seiner ersten Stelle begutachten konnten schickten sie ihn (auch angetrieben durch den Heiligen Geist!) nach Ars, zu seiner endgültigen Pfarrstelle, an der sich aufopferte. Er hat sein Leben für diese Menschen gegeben; er kannte sie und sie kannten ihn! - Das war früher auch bei uns in Deutschland normal. Und es hat auch hier Früchte getragen.
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Aber heute weiß man ja alles besser.
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Vor einigen Jahren hat mir ein älterer Pfarrer gesagt: "Ich denke, die Pastoral war noch nie so schlecht, wie seit der Zeit, seit der es das Fach Pastoraltheologie gibt!" - Er hat wohl recht.
Heiliger Pfarrer von Ars, bitte für uns und unsere Pfarreien!
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