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UNICEF-Daten widerlegen Hungersnot-Narrativ im Gazastreifen

vor 14 Stunden in Chronik, keine Lesermeinung
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Eine vom Kinderhilfswerk UNICEF koordinierte Untersuchung nach Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) belegt, dass die Rate akuter Mangelernährung unter Kindern im Gazastreifen regional zwischen lediglich 0,2 und 0,8 Prozent liegt.


Wien (kath.net/gem/rn)
Während die internationale Debatte über den Konflikt im Nahen Osten seit Monaten von Vorwürfen einer gezielten Aushungerung geprägt ist, zeichnen offizielle Daten der Vereinten Nationen ein völlig anderes Bild. Eine vom Kinderhilfswerk UNICEF koordinierte Untersuchung nach Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) belegt, dass die Rate akuter Mangelernährung unter Kindern im Gazastreifen regional zwischen lediglich 0,2 und 0,8 Prozent liegt. Dies berichtet "Mena Watch".

Die Daten stammen aus aktuellen Publikationen des Nutrition Cluster Palestine, das unter der Leitung von UNICEF steht. Die Untersuchung basiert auf der weltweit anerkannten SMART-Methodik (Standardized Monitoring and Assessment of Relief and Transitions) und nutzt Messparameter wie das Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße (WHZ) sowie den Oberarmumfang (MUAC).

Ein regionaler Vergleich unterstreicht die Aussagekraft der Zahlen: Mit einer Mangelernährungsquote von 0,2 bis 0,8 Prozent verzeichnet der Gazastreifen deutlich niedrigere Werte als friedliche Nachbarstaaten in der Region. In Jordanien liegt die Rate akuter Mangelernährung bei rund 2,0 Prozent, in Ägypten bei 2,9 Prozent.

Israels UN-Botschafter Danny Danon erklärte bezüglich der Ergebnisse, dass Fakten über Fiktion gesiegt hätten: »Selbst UN-Gremien räumen damit ein, dass das falsche Narrativ gegen Israel in sich zusammenbricht. Israel lässt keine Kinder hungern, sondern bekämpft den Terrorismus der Hamas.« Auch das israelische Außenministerium verwies auf die empirischen Daten, die den Vorwurf eines Genozids durch Aushungern substanzlos machten.

Der Bericht legt zugleich eine erhebliche Asymmetrie in der internationalen Berichterstattung offen. Während dramatische Darstellungen und unüberprüfte Angaben oft ungefiltert Schlagzeilen prägen, finden die wissenschaftlich erhobenen Daten der UN-Bürokratie kaum Eingang in die Hauptnachrichten. Selbst die vom Gesundheitsministerium der Hamas registrierten Todesfälle durch Unterernährung – laut eigenem Bericht 466 Fälle seit Oktober 2023 – stehen im Widerspruch zu Vorwürfen einer flächendeckenden Hungerkatastrophe.

Obwohl punktuelle Probleme wie Qualität und regionale Verteilung von Lebensmitteln bestehen und etwa zwölf Prozent der Kinder chronische Entwicklungsrückstände zeigen, widerlegt das Gesamtbild die These einer beabsichtigten Aushungerung der Zivilbevölkerung.

Israels logistischer Einsatz im humanitären Bereich zeigt sich auch an anderer Stelle: So ermöglichte das Land Anfang 2025 durch koordinierte Feuerpausen eine umfassende Polio-Impfaktion der WHO, bei der über 600.000 Kinder im Gazastreifen geimpft wurden – was einer Durchimpfungsrate von mehr als 90 Prozent entspricht. Die vorliegenden Fakten mahnen zu einer versachlichten Debatte, die empirische Realitäten über politische Narrative stellt.



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