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vor 17 Stunden in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Mehrere Berichte von geglückter Rettung aus Gottesdiensten und Spitälern - VIDEO
Bogota (kath.net/KAP/red) Ein katholischer Priester hat während des schweren Erdbebens in Kolumbien am 10. August die Gläubigen seiner Kirche gemeinsam mit der hl. Eucharistie ins Freie geführt. Das Beben ereignete sich laut der Nachrichtenagentur aciprensa genau während einer Messe in der Kirche Santísima Trinidad in Palmira im Departamento Valle del Cauca. Pfarrer Oscar Aguirre Calderón blieb nach eigenen Angaben ruhig und brachte die Gottesdienstbesucher vor dem teilweise beschädigten Kirchengebäude in Sicherheit.
Der Priester hatte kurz zuvor die Wandlungsworte gesprochen und war gerade dabei, die Kommunion auszuteilen, als die Erde zu beben begann und die Kirchenfenster zu vibrieren anfingen. Aguirre Calderón begann zu beten und forderte die Gläubigen auf, langsam das Gotteshaus zu verlassen. Dabei nahm er den Kelch mit der hl. Eucharistie mit. "Wir konnten mit dem Allerheiligsten Sakrament hinausgehen, was für uns alle ein Segen war", berichtete der Priester in einem von der Diözese Palmira veröffentlichten Video.
Die Gläubigen versammelten sich anschließend auf einem Platz vor der Kirche. Kurz darauf stürzte ein Teil des Kirchturms ein, auch Teile der Kuppel wurden beschädigt. Im Inneren lösten sich Ziegel und beschädigten unter anderem zwei Kapellen. Verletzt oder getötet wurde nach Angaben des Pfarrers niemand.
Die Kirche Santísima Trinidad gilt als Kulturerbe der Stadt und hat für die Bevölkerung eine besondere Bedeutung. Wegen der Schäden kann dort vorerst keine hl. Messe gefeiert werden. Zunächst seien Reparatur- und Sicherungsarbeiten notwendig. Auch mehrere weitere Kapellen und Kirchen der Diözese Palmira wurden laut Angaben durch das Erdbeben beschädigt.
Zahlreiche Videos von Erdstößen
Auch von anderen geglückten Evakuierungen berichtet aciprensa. So waren in der Klinik Panamericana im nordkolumbianischen Apartado während des Bebens Patienten und Personal ins Freie gebracht worden, bevor der Arzt German Somoyar noch einmal in die Klinik zurückkam, um zwei Neugeborene aus der Neonatologie im sechsten Stock in Sicherheit zu bringen. Zuvor hatte er zwei vom Beben verängstigte Mütter beruhigt und zur Evakuierung aufgefordert. "In meiner Arbeit haben Kinder immer hundertprozentige Priorität", gab der Kinderarzt an.
In mehreren Kirchen wurde das Beben während Gottesdiensten aufgezeichnet. In der Kirche des Señor de los Milagros im kolumbianischen Jardín in Antioquia mussten die Gläubigen die laufende Messe unterbrechen und das Gotteshaus ruhig verlassen, während die Erschütterungen zunahmen. In der Kathedrale von Manizales ist auf Video-Aufnahmen der Erzdiözese zu sehen, wie sich ein Priester während des Bebens an einer Säule festhält. Kurz darauf begann sich eine der Türme der Kathedrale sichtbar zu neigen.
Inzwischen ist die Zahl der Todesopfer infolge des Bebens auf mindestens 254 gestiegen, darunter allein in Pereira 101 und in Cali 95 gemeldete Tote. Tausende Menschen verloren ihr Zuhause, weil Gebäude einstürzten oder wegen schwerer Schäden unbewohnbar wurden. Besonders schwierig ist die Lage in abgelegenen Gemeinden der Pazifikregion Chocó nahe dem Epizentrum, wo teilweise Strom und grundlegende Versorgung fehlen. Da die Kommunikation mit mehreren betroffenen Gebieten weiterhin unterbrochen ist, wird ein weiterer Anstieg der Opferzahl befürchtet.
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Foto (c) Parroquia La Santísima Trinidad del Municipio de Palmira Valle del Cauca - Colombia /Screenshot
Video: Erdbeben während der Kommunionspendung (ab Min. 53)
Schaden an der Kathedrale von Manizales
Daño severo en la Catedral de Manizales tras el terremoto registrado en Colombia esta mañana. pic.twitter.com/M8RdYkalAG
— Andrés I. Henríquez (@andrescatholic) August 10, 2026
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SalvatoreMio vor 8 Stunden: Oh, Gott!
Die Ereignisse hauen mich um! Man kann sich so etwas nicht vorstellen! - Und wie wunderbar, wenn - wie beschrieben - Priester im entscheidenden Moment mit Mut und Verantwortungsgefühl versuchen, das Richtige zu tun, um einerseits dem heiligen Augenblick der Kommunionausteilung Rechnung zu tragen und gleichzeitig auch das irdische Leben der Gläubigen zu retten. Großartig! Gelobt sei Jesus Christus!
Versusdeum vor 16 Stunden: Gott sei mit allen Betroffenen
und lasse uns alle solche Unglücke Anlass zu Reflektion und Umkehr sein. Denn wenn dadurch Seelen für das ewige Leben bei Gott gerettet werden, können selbst schlimme Ereignisse noch einen Sinn ergeben (und nein, ich bin es leid, dass Bischöfe bei solchen Gelegenheiten immer wieder betonen zu müssen glauben, dass etwas keine Gottesstrafe sei, ohne gleichzeitig zum Nachdenken über das eigene Leben, das persönliche Gericht nach dem Tod und über die "letzten Fragen" des Mwnschen und die Ewigkeit zu ermutigen).
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