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US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen

vor 19 Stunden in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Faktoren auf dem Weg eines jungen Mannes in das Priestertum sind: eine unterstützende Familie, eine lebendige Pfarrei, ein engagierter Pfarrer, ein Bischof, der das Thema offen anspricht


Charlotte (kath.net/pl) Mehrere Diözesen in den USA stemmen sich gegen den landesweiten Trend und verzeichnen eine große Zahl von Männern, die sich für den Weg ins Priesteramt entscheiden. Darüber berichtet EWTN in der englischsprachigen Ausgabe. 

„Wir sind in der Diözese Charlotte gesegnet“, sagte Eckert, der Beauftragte für Priesterberufe der Diözese Charlotte (North Carolina). „Es ist ein wunderbarer Moment.“ Er betont „Es ist immer der Heilige Geist am Werk. Es ist immer ein Zusammenwirken mit der Gnade Gottes.“ In seiner Diözese Anfang 2026 so viele junge Männer zu Priestern geweiht wie noch nie zuvor: zehn an der Zahl; zuvor hatte es sechs Weihen im Jahr 2025 und sieben im Jahr 2024 gegeben. Eckert sieht als eine der Stärken der Diözese ihr lebendiges Glaubensleben, was er teilweise auf die „evangelikalen Wurzeln im Bible Belt“ der Region zurückführte. Eckert schildert, dass die Kirche hier „enorm“ wachse. „Wir haben wunderbare Familien. Wir haben treue, hart arbeitende Priester. Wir hatten fünf Bischöfe, die stets danach streben, die Botschaft des Evangeliums in jeden Winkel der Diözese zu tragen.“ 

Bischof Michael Martin OFM Conv. von Charlotte erklärte gegenüber EWTN News, angesichts einer solch tiefen Hingabe an das Priestertum „müssen wir oft einfach über das Wirken Gottes staunen“. Die Priester der Diözese, so Martin, zeichneten sich dadurch aus, dass sie Priesteramtskandidaten „die Möglichkeit bieten, einen gesunden, heiligen und guten Menschen zu sehen, zu dem sie selbst werden könnten.“ Auch seien die Familien „viel offener“ dafür geworden, ihren Söhnen zu vermitteln, dass sie es als „Ehre empfinden würden, wenn [diese] das Priestertum in Erwägung zögen.“ Bischof Martin erläutert, dass diese Dynamik dadurch entstanden sei, dass die Priesterschaft ein gutes Vorbild gebe“, dies mache Eltern eher dazu bereit, ein solches Umfeld in der eigenen Familie zu schaffen.


Auch der Priester Garett Burns, Leiter der Berufungspastoral im Bistum Wichita (Kansas), erläuterte gegenüber EWTN, dass diese Diözese im Mittleren Westen „mit einer starken Berufungskultur gesegnet“ sei. Im Mai 2026 wurden sechs Männer zum Priester geweiht. „Wir haben das Glück, jährlich eine beständige Zahl an Weihen zu verzeichnen. Seit 2020 gab es 22 Priesterweihen, in den letzten zehn Jahren waren es 44. Wir beginnen das neue Studienjahr mit 50 Seminaristen in der Ausbildung.“ Allerdings sei es „schwer, kurz und bündig zu fassen“, warum eine Diözese über so viele Berufungen verfüge. Er betonte, dass die Berufung eines jeden Katholiken ein „Gnadenmysterium“ sei. Vor allem gebe es aber ein reiches Angebot an eucharistischer Anbetung. Solche Kapellen böten gerade auch jungen Menschen die Gelegenheit, Stille Zeit vor Christus zu verbringen, und „in diesen Momenten wachsen und gedeihen Berufungen“, erläuterte der Leiter der Berufungspastoral Wichitas. Und „wenn Priester ihr Priestertum lieben und Freude an der Gemeinschaft untereinander haben, wirkt das auf junge Männer anziehend“.

Der Priester äußerte sich zurückhaltend, wenn es darum gehe, anderen Diözesen Ratschläge zu erteilen – doch der Ausbau der Angebote zur eucharistischen Anbetung sei „eine tragfähige Möglichkeit, die verspricht, die Kultur der Berufungen zu vertiefen“.

Auch der Priester Noah Morey, der Beauftragte für Berufungspastoral in der Diözese Arlington (Virginia), schloss sich der Einschätzung seiner Kollegen an: „Es ist nicht nur eine einzelne Sache, es ist das Gesamtpaket“, sagte er gegenüber EWTN News. In seiner Diözese wurden 2026 sieben neue Priester geweiht; 2025 12. „Unsere Bischöfe haben stets einen sehr direkten Ansatz verfolgt, um die Berufung junger Männer schon in frühen Jahren zu fördern“, sagte Morey. Die Bischöfe von Arlington nähmen regelmäßig an Veranstaltungen des Priesterseminars teil und träfen sich persönlich mit den Priesteramtskandidaten.

Auch die eucharistische Anbetung sei in der gesamten Diözese Arlingtonweit verbreitet; so habe der amtierende Bischof Michael Burbidge vor einigen Jahren alle Pfarrer der Diözese gebeten, jährlich eine 40-stündige eucharistische Anbetung einzuführen, schildert Moray. Die Diözese veranstalte zudem mehrmals im Jahr sogenannte „St.-Andreas-Dinner“, bei denen junge Männer sowohl mit dem Bischof als auch mit Diözesanpriestern über ihre mögliche Berufungsfindung sprechen können. Dabei sage er den jungen Männern zuvor immer: „Es ist eine Veranstaltung ohne große Verpflichtungen – ihr verschreibt nicht gleich euer ganzes Leben! Man kommt einfach zu einem kostenlosen Abendessen mit dem Bischof.“

Eine aktive, lebendige Priesterschaft in der Diözese fördere die Berufungsfindung, so Morey. „Wenn ein junger Mann einen Priester erlebt, der den Herrn liebt, wirkt das sehr anziehend auf das Priesteramt“, sagte er. Ebenso trügen glaubensstarke und ermutigende Familien dazu bei, Berufungen bei jungen Männern zu fördern.

Weltweit verzeichnet die Kirche weiterhin einen Rückgang an Berufungen; aktuelle Daten zeigen eine anhaltende Abnahme der Priesterzahlen, insbesondere in Europa und Amerika, während in Afrika

Numerous U.S. dioceses are seeing high numbers of men ordained as priests. Diocesan leaders say active bishops, a vibrant priesthood, and faith-filled families are all helping to drive discernment to holy orders.https://t.co/SyASDUNqDD

— Catholic News Agency (@cnalive) August 16, 2026

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Lesermeinungen

Ulrich Motte vor 12 Stunden: Zum Vergleich

Ein Beauftragter für Priesterberufungen weist laut obigem Bericht als Ursache für die hohe Zahl von Priesterberufungen in seinem Bistum auf die evangelikalen Wurzeln seines Teils der USA hin. Die Zahl der evangelikalen Seminaristen in de3n USA wird auf circa 50.000 geschätzt (wobei es bei vielen Evangelikalen auch andere Wege zum Pastorenamt gibt). Allein das Seminar der Südlichen Baptisten in Wichita /Kansas (die dortige Diözese wird diese Woche zweimal in kathnet erwähnt) zählt rund 1800 Studenten und es ist nicht das größte der evangelikalen Südlichen Baptisten...

SarahK vor 13 Stunden: @8994, welche Gemeinde?

Ich weiß von einer Bekannten in Tyron, da wurde das „Verbot“ 2025 umgesetzt und alle waren enttäuscht, weil sie fest der TLM verbunden waren. Eine andere Bekannte von mir ist (zwar nicht aus NC sondern einem anderen Bundesstaat umgezogen als die Restriktionen da umgesetzt wurden in eine Gemeinde in Texas, da beide sie und ihr Mann beruflich nicht örtlich gebunden waren. Ich gehe in den NO, aber auch sehr gerne in die TLM, bin also hier wohl eine neutrale Berichterstatterin.

8994 vor 16 Stunden: II

alleine 80 Katechumenen. Sein persönlicher Rekord waren bisher 17 (!) Neugeborenentaufen in einem Taufgottesdienst. Genau daraus entstehen gute Berufungen, zur Ehe, zur Weihe, zum religiösen Leben. Der Besuch dort ist nicht nur wegen Familie, sondern auch wegen der Lebendigkeit des Glaubens in den NOM-Gemeinden dort sehr, sehr schön.

8994 vor 16 Stunden: I

Mein Schwager wurde in einem der genannten Jahrgänge in NC zum Priester geweiht. Während die Erfahrung für ihn insgesamt ganz gut war, war seiner Meinung nach auffällig, das man während der Zeit im Seminar/der Ausbildung versucht hat, die jungen Männer möglichst wenig Zeit mit ihren Familien verbringen zu lassen. Das soll jetzt aber geändert werden; ansonsten sind die Erfahrung für ihn und seine Brüder im Dienst sehr, sehr gut bisher, wenn man von der unseligen Auseinandersetzung einiger Anhänger des Vetus Ordo absieht; ein älterer Priester widersetzt sich mit ein paar wenigen Gemeindemitgliedern dort den Anweisungen des Bischofs und feiert weiterhin den Vetus Ordo. Seither hat die Kirchengemeinde bisher um die Hälfte der Mitglieder verloren und zwischenzeitlich einen sechsstelligen Schuldenbeitrag angehäuft; dafür freut sich die Gemeinde meines Schwagers über einen Zustrom aus dieser Gemeinde - in der Gemeinde meines Schwagers gibt es ausschließlich den NOM und für Ostern 2027...

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