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vor 3 Tagen in Spirituelles, 8 Lesermeinungen
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Der heilige Ludwig Maria Grignion de Montfort warnte vor der Falle der bloßen Pflichterfüllung. Wie das Rosenkranzgebet wieder zu einer Quelle der Gnade wird.
Wien (kath.net/rn)
Viele Gläubige kennen die Versuchung: Man greift zum Rosenkranz, betet die Perlen zügig durch, doch im Hinterkopf kreist nur ein einziger Gedanke: „Hoffentlich bin ich bald fertig.“ Was gut gemeint ist, droht so zu einem mechanischen Pflichtakt zu erstarren. Der große Marienheilige Ludwig Maria Grignion de Montfort warnte eindringlich vor dieser Praxis.
In seinem geistlichen Klassiker „Das goldene Buch des heiligen Rosenkranzes“ (Le Secret Admirable du Très Saint Rosaire) analysierte der heilige Ludwig Maria Grignion de Montfort die typischen Fallstricke des Gebetslebens. Eines der größten Hindernisse für ein fruchtbares Rosenkranzgebet ist das Beten ohne eine konkrete, bewusste Absicht.
Wer den Rosenkranz nur betet, um eine vorgegebene Zahl von Gebeten „abzuarbeiten“ oder ein schlechtes Gewissen zu beruhigen, verwandelt ein Werk der Liebe in eine reine Formalität. Montfort stellt klar, dass ein solch intensionsloses Absolvieren das Herz unberührt lässt. Statt Seelenfrieden und Trost zu schenken, fühlt sich das Gebet dann oft schwer und drückend an – es wird zur Last, anstatt ein gnadenreiches Geschenk zu sein.
Das Wesen des Rosenkranzes liegt nicht in der bloßen Wiederholung von Worten, sondern in der betrachtenden Begegnung mit den Mysterien des Lebens Jesu durch die Augen Mariens. Fehlt der persönliche Bezug und das konkrete Anliegen, droht die Aufmerksamkeit rasch zu schwinden.
Der Weg aus dieser geistlichen Tretmühle ist simpel, aber tiefgreifend: Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden. Bevor die erste Perle durch die Finger gleitet, empfiehlt es sich, innezuhalten und das Gebet für ein bestimmtes Anliegen aufzuopfern.
"Formulieren Sie vor jedem Gesätzchen oder vor dem gesamten Rosenkranz eine klare Absicht. Bringen Sie das Gebet für ein konkretes Anliegen dar – und übergeben Sie es durch die Hände Mariens der göttlichen Barmherzigkeit.", schreibt der Hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort.
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SarahK vor 33 Stunden: @Versusdeum. Ja das finde ich interessant wie Sie das sehen
Ich kenne eigene Medju Fans und einige von denen die ich kenne sind auch Sievenich Fans und schicken mir ob ich die haben möchte oder nicht die Botschaften weiter (wie ich zu beidem stehe ist ja egal) dann hatte ich jemanden Anfang des Jahres gesagt dass es mir aufgrund eines zwischenmenschlichen Missverständnises sehr schlecht ging und wollte aber mit der Person nicht näher über die Sache sprechen und bekam dann direkt ein „oh mach das Magdalenen Gebet“ zu hören. Wieso brauchen die Menschen diese zusätzliche „Attraktion“? In der Hl Messe begegne ich Jesus, im Evangelium steht „kehrt um und glaubt an das Evangelium“, wenn ich die Mutter brauche bete ich zu Maria oder meditiere die Gesätze des RK, wenn die Arbeit mich auffrisst oder ich finanzielle Entscheidungen treffen muss wende ich mich an ihren keuchen Bräutigam und wenn die Welt über mir zusammenbricht sowie jeden morgen und Abend an meinen Freund St Michael und ja natürlich bete ich zu Gott. Was fehlt den Menschen?
Stefan Fleischer vor 2 Tagen: Richtig beten
Ein Spruch in meiner Sammlung lautet: «Man muss nicht viel beten, man muss immer beten.» Immer zu beten aber bedingt, dass man situativ betet. Situativ aber heisst, dass man das Gebet der aktuellen Situation anpasst. Und diese wandelt sich laufend. Deshalb gibt es auch so viele verschiedene Gebetsformen und Haltungen. So gibt es Gebete, welche an strikte Formeln und Haltungen etc. gebunden sind. Andererseits gibt es Momente, wo das Gebet sehr spontan in Bezug auf die innere und/oder äussere Haltung sind. Auch ob man allein betet oder in einer Gruppe ist mitentscheidend, was und wie man betet. Kommt dazu, dass nicht jede Form oder Formeln für jeden Menschen gleichwertig ist. Charakter und Temperament, aber auch Traditionen und andere äussere Einflüsse können das Gebet entscheidend beeinflussen. Und nicht zuletzt spielen Gewohnheiten und Rutinen eine Rolle. Wichtig ist, dass das Gebet Beziehung zu Gott ist und bleibt. Und diese ist immer sehr persönlich.
Versusdeum vor 2 Tagen: Das stärkste Gebet?
Immer wieder wird der Rosenkranz als das stärkste Gebet bezeichnet und so manches wird darauf zurückgeführt: Von den Siegen in den Türkenkriegen (v.a. Wien, Lepanto) bis zum unerwarteten Rückzug der Sowjets aus Österreich. Beten wir dieses meditative Gebet und betrachten dabei das irdische Leben unseres Erlösers. Und wenn es unerklärlich schwerfällt, obwohl ein Gesätz des RK kaum 5 Minuten dauert? Nun ja, wer könnte uns wohl diesen Widerwillen einreden? Richtig! Also dazu noch das Gebet zum Hl. Erzengel Michael und eines zum Hl. Geist.
P.S.: Beim Einschlafen gebetet, kann der RK u.U. unerwartet schnell in ein gleichmäßiges Atmen übergehen.
SarahK vor 2 Tagen: @Fragender
Ja das hat mich auch gewundert. Also vielleicht beten ihn noch wirklich alte Menschen aus Gewohnheit, aber ich glaube nicht dass unter 60 ihn irgendwer betet weil er „muss. Obwohl er bei mir auch schon ein bisschen zur Gewohnheit geworden ist und weil ich leider im Sommer irgendwie morgens immer trödele und wenn ich dann Mo-Fr um 8 oder noch früher anfange zu arbeiten bete ich ihn auch beim Schwimmen im Sommer eher als dass ich ihn nicht beten würde. Irgendwie weil ich ihn „liebe“ und nicht drauf „verzichten“ „möchte“.
Fatima 1713 vor 2 Tagen: @Fragender087
Da haben Sie auch wieder recht!
Fragender087 vor 2 Tagen: Ich vermute., dass diejenigen die den
Rosenkranz aus reiner Pflichterfüllung beten, in unseren Tagen sehr wenige sind.
Oder anderes gesagt, besser man betet den Rosenkranz aus reiner Pflichterfüllung, weil die Oma drauf besteht, man erscheinungsaffin ist, und es dort immer wieder gesagt wird, als dass man gar nicht betet.
Fatima 1713 vor 3 Tagen: Das kann ich nur bestätigen!
Ich habe vor einiger Zeit damit begonnen, jedes Gesätz einem ganz bestimmten Anliegen, meistens passend zum jeweiligen Geheimnis, zu widmen. Seitdem fällt es mir erstens viel leichter den Rosenkranz zu beten, und außerdem hat sich in den jeweiligen Anliegen schon auffallend viel getan!
gebsy vor 3 Tagen: Vergelt's Gott!
Das sind wertvolle Hinweise, um das Gebet fruchbar zu machen; das geistliche Wachsen der betenden Person ist dadurch gewährleistet.
Persönlich schätze ich den Rosenkranz, weil mir mit jedem Ave Maria die Gelegenheit geboten ist, im vertrauten Gespräch mit unserer Mutter eine Vertiefung zu erfahren ...
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