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Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen

vor 2 Tagen in Weltkirche, 26 Lesermeinungen
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Bischof Micas: Angesichts von Schisma und Exkommunikation „kann ich die Feier der Hl. Messe, die Spendung anderer Sakramente oder auch öffentliche Gebete durch die Priesterbruderschaft St. Pius X. auf dem Gelände des Wallfahrtsortes nicht gestatten“


Tarbes (kath.net/pl) Mit klaren Formulierungen hat der Bischof von Tarbes und Lourdes, Jean-Marc Micas, in einem Schreiben darüber informiert, dass die Priesterbruderschaft St. Pius X. künftig keine Wallfahren nach Lourdes anbieten darf oder Messfeiern, Sakramentenspendung oder öffentliche Gebete. Bischof Micas verweist dazu auf den durch die unerlaubten Bischofsweihen vollzogenen Akt des Schismas. Vor diesem Verbot habe er sich darüber mit „meinen Kollegen und anderen Fachleuten“ beraten. Private Besuche von Lourdes stehen aber weiterhin auch jenen offen, die zum Umfeld der Piusbruderschaft zählen: „Selbstverständlich steht es jedoch jedem frei, die Grotte oder einen anderen Teil des Wallfahrtsortes für ein persönliches Gebet zu besuchen.“

Gleichzeitig drückt er in feinfühligen Bemerkungen seinen Schmerz über die Spaltung und die ungute Situation aus. Er schreibt: „Ich bin mir des Schmerzes – und vielleicht auch des Unverständnisses – voll bewusst, den diese Entscheidung hervorrufen wird. Ich lege meine Entscheidung in Gottes Barmherzigkeit. Wir empfinden tiefen Schmerz über den Riss im Gewand Christi, der durch unsere Spaltungen verursacht wird.“


Die inzwischen exkommunizierte Priesterbruderschaft Pius X. hatte zuvor jährlich eine Pilgerfahrt nach Lourdes angeboten, meist gegen Ende des Kirchenjahres. Die Beteiligung daran war international gewesen, das Programm beinhaltete z.b. Messfeiern und Beichtangebote in der Basilika Pius X. sowie Rosenkranzgebet in der Lourdesgrotte. Für dieses Jahr war die Lourdes-Wallfahrt ursprünglich auf den 23.-26. Oktober angesetzt gewesen, für den Distrikt Schweiz ist die Anmeldung noch bis Ende August möglich – wahrscheinlich wurde aber nur versehentlich diese Ankündigung noch nicht von der Website entfernt.

kath.net dokumentiert das Informationsschreiben der Diözese Tarbes und Lourdes in voller Länge in eigener Übersetzung:

Wallfahrt der Priesterbruderschaft St. Pius X. (SSPX) nach Lourdes

Die Situation, die am 1. Juli nach den – ohne päpstliches Mandat vollzogenen – Bischofsweihen in Ecône entstand, hat eine neue Lage im Verhältnis zwischen der SSPX und der Katholischen Kirche geschaffen.

Nach Kirchenrecht führte der vollzogene Akt des Schismas „de facto“ zu einer Exkommunikation „latae sententiae“ für die sechs beteiligten Bischöfe (die beiden „alten“ und die vier „neuen“). In dem Dekret, das die Exkommunikation feststellte, weitete das Dikasterium für die Glaubenslehre diese Strafe auf alle Priester der Bruderschaft sowie auf jene Gläubigen aus, die sich öffentlich und förmlich zu der Bruderschaft bekennen. Die Bruderschaft hat gegen das Dekret zur Feststellung der Exkommunikation Einspruch eingelegt; dies ändert jedoch nichts am eigentlichen Grund für die Verhängung der Strafe. Ich habe mich mit meinen Kollegen und anderen Fachleuten beraten; die aus diesen Beratungen hervorgegangene Richtlinie ist eindeutig.

Angesichts des vom Heiligen Stuhl veröffentlichten Dekrets über das Schisma und die Exkommunikation kann ich die Feier der Heiligen Messe, die Spendung anderer Sakramente oder auch öffentliche Gebete durch die Priesterbruderschaft St. Pius X. auf dem Gelände des Wallfahrtsortes nicht gestatten. Die der SSPX zuvor erteilte Erlaubnis hierfür wird somit widerrufen. Selbstverständlich steht es jedoch jedem frei, die Grotte oder einen anderen Teil des Wallfahrtsortes für ein persönliches Gebet zu besuchen.

Ich bin mir des Schmerzes – und vielleicht auch des Unverständnisses – voll bewusst, den diese Entscheidung hervorrufen wird. Ich lege meine Entscheidung in Gottes Barmherzigkeit. Wir empfinden tiefen Schmerz über den Riss im Gewand Christi, der durch unsere Spaltungen verursacht wird. Diese Spaltungen sind ein Ärgernis für die Kleinen und behindern unser Zeugnis für das Evangelium. Möge Maria, unsere Liebe Frau von Lourdes, uns allen zu Hilfe kommen – aus Liebe zum Leib ihres Sohnes und im Dienst an ihm!

Tarbes, 13. August 2026
+Jean-Marc Micas


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Lesermeinungen

8994 vor 9 Stunden: ...

Ein kasachischer Weihbischof und eine 20 Jahre alte Schrift eines Kirchenrechtlers reichen bei manchen also schon aus, um den Glauben zu verlassen und Päpsten wie Benedikt XVI. de facto zu unterstellen, nicht katholisch zu sein.

Die sakramentensimulierende Piussekte ist der Todsünde des Stolzes verfallen, und um darin noch "Wahrheit" erkennen zu können, muss man wahrscheinlich Pädagogik studiert haben.

Am Ende ist es eine Charakterfrage: stelle ich meine Meinung hinten an und vertraue im kindlichen Gehorsam auf den Papst und die eine, heilige, römisch-katholische Kirche?

Oder versuche ich, meine eigene, subjektive Meinung und Egoismus unter Zuhilfenahme wilder, inkohärenter Sammlungen von Einzelzitaten aus verschiedenen Schriftstücken und vollständiger Missachtung großer Theologen wie Papst Benedikt XVI. oder JPII, durchzuprügeln?

Der verzweifelte Versuch, die Treue zum Lehramt als Rechtspositivismus zu diskreditieren, ist wirklich das Allerletzte.

lesa vor 10 Stunden: Zum GEHORSAM: Aus der Enzyklika Leo XIII. Diuturnum illud: 1

15. Der einzige Grund, den die Menschen haben, dass sie nicht gehorchen, ist, wenn etwas von ihnen verlangt wird, das dem natürlichen oder dem göttlichen Gesetz offen widerspricht, denn es ist ebenso rechtswidrig, zu befehlen, etwas zu tun, in dem das Naturgesetz oder der Wille Gottes verletzt wird. Wenn es also jedem passieren sollte, gezwungen zu werden, das eine oder das andere zu bevorzugen, nämlich, entweder die Gebote Gottes oder die der Herrscher zu ignorieren, muss er Jesus Christus gehorchen, der uns befiehlt, „Cäsar die Dinge zu geben, die von Caesar sind, und Gott die Dinge, die Gottes sind“ (18), und muss nach dem Beispiel der Apostel mutig antworten: "Wir sollten Gott statt den Menschen gehorchen." 19)

lesa vor 10 Stunden: Aus der Enzyklika Leo XIII. Diuturnum illud: 2

Forts. : Auch gibt es keinen Grund, jene, die so handeln, der Verweigerung des Gehorsams zu zeihen) , Und doch gibt es keinen Grund, warum diejenigen, die sich so verhalten, beschuldigt werden sollten, den Gehorsam zu verweigern; denn wenn der Wille der Herrscher dem Willen und den Gesetzen Gottes widerspricht, überschreiten sie selbst die Grenzen ihrer eigenen Macht und verdrehen die Gerechtigkeit; noch kann ihre Autorität dann gültig sein, die, wenn es keine Gerechtigkeit gibt, null ist.
Wo die Gerechtigkeit fehlt, da ist auch keine Autorität.

lesa vor 10 Stunden: Selig, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit

@Stephan Fleischer: Sie haben recht, die Piusbrüder haben gewusst, was ihnen b Nein, nicht Gejammer ist angesagt, sondern die Seligpreisungen, die den Verfolgten gelten, jenen, die für die Wahrheit gerade stehen und jenen, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit. Schön, dass es User gibt, die diese unsägliche Entscheidung des Bischofs von Lourdes nicht kalt lässt!

Stefan Fleischer vor 11 Stunden: @ Cosmas

Was Sie vergessen ist, dass EB Lefebvres 1988 mit Papst Benedikt eine Vereinbarung zur Lösung des Problems getroffen und bereits unterzeichnet hatte, dann aber über Nacht seine Zustimmung zurückgezogen hat. Meines Wissens hatte ihn ein eiligst angereister Hardliner der Bruderschaft zu diesem Rückzug bewegt. Wäre diese Vereinbarung zustande gekommen, so hätte das schon damals bestehende Problem bezüglich der Bischöfe wohl schnell eine beidseitig befriedigende Lösung gefunden. Diese Vereinbarung nun doch noch zu unterzeichnen, statt die verbotenen Bischofsweihen zu vollziehen, dürfte das gleiche Resultat gehabt haben, ja, steht auch m.E. heute noch als eine Lösungsmöglichkeit im Raum.

Parcival vor 13 Stunden: @lesa - DIE ZURÜCKHALTENDE REZEPTION

Haben Sie sich gefragt, warum Schneiders Stellungnahme trotz ihrer Brisanz kaum rezipiert wird und selbst die FSSPX daraus keinen Triumph macht? Vielleicht lohnt es sich, über diese auffällige Zurückhaltung nachzudenken.

Schneider ist der einzige Bischof des Weltepiskopats, der sich nach den unerlaubten Bischofsweihen klar pro FSSPX positioniert. Umso bemerkenswerter ist seine Begründung: Er konstruiert eine Alternative zwischen Glaubenstreue und päpstl. Gehorsam und gesteht der FSSPX damit faktisch zu, selbst zu beurteilen, wann sie dem Papst widerstehen darf. Auch seine Argumentation zum päpstl. Mandat als positivem Recht berührt grundlegende Fragen der hierarchischen Verfassung der Kirche.

Damit exponiert sich Schneider ekklesiologisch außerordentlich weit und macht seine Position entsprechend angreifbar. Vielleicht erklärt gerade das, warum diese Stellungnahme bislang so auffallend zurückhaltend rezipiert wird.

SalvatoreMio vor 16 Stunden: Dem Papst gehorchen - aber Christus nicht?

@lakota: Sie fassen das Problem in wenigen Worten zusammen, und darum kann und wird auch keine Ruhe einkehren!

SarahK vor 21 Stunden: Ich kann‘s verstehen aber auch wieder nicht

Ja aus den genannten Gründen der Doppelmoral und dann waren zumindest beide Male als ich da war Gruppen der FSSPX da. Ehrlich gesagt Tische besetzt mit deren und der FSSP Priestern waren immer die wo msn gedacht hat „wow“ und an denen am meisten gelacht wurde. Und ob die dann noch kommen weiß man ja nicht aber am Ende wollen die ja in Lourdes auch nur das eine die Menschen durch Maria zu Christus führen und wenn ich daran denke wieviele likes jeder Insta Post von Pater Matthieu Raffra, der zwar seit 2007 nicht mehr bei der FSSPX sondern beim Institut du Bon-Pasteur ist was ja auch traditionell ausgerichtet ist, bekommt, dann ist doch gerade in Frankreich der Bedarf nach unverwässertem Evangelium sehr groß. Hoffentlich tut Lourdes sich, den Menschen und vor allen Dingen Maria und Christus wirklich einen gefallen.

Stefan Fleischer vor 21 Stunden: @ lesa

Könnten wir dieses Gejammer nicht endlich abschliessen?
Die Piusbruderschaft wusste ganz genau, was geschehen würde, wenn sie diese Bischofweihen vollziehen würden. Sie tat es trotzdem, statt nach einer anderen Lösung des Problems zu suchen. Nun hat sie die Folgen zu tragen. Doch auch viele ihrer Freunde und Anhänger sind davon betroffen. Und die ganze Kirche unseres Herrn leidet darunter.

Cosmas vor 22 Stunden: Ohne den "Ungehorsam" EB Lefebvres von 1988 gäbe es keine Petrusbruderschaft

lakota vor 22 Stunden: Gehorsam oder Ungehorsam?

Für mich ist bei diesem Thema viel Heuchelei dabei.

Christus hat Petrus die Schlüssel anvertraut - richtig.
Aber hat er den Aposteln nicht auch den Auftrag gegeben :Geht...tauft alle auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Hl. Geistes.....und
LEHRT SIE, ALLES ZU HALTEN, WAS ICH EUCH GEBOTEN HABE.
Getauft wird ja noch, aber die Gebote Jesu werden unterschlagen. Wo ist denn da der Gehorsam, angefangen von den Priestern über die Bischöfe bis zum Papst? Wer lehrt uns noch, daß wir unsere Seele verlieren können, daß wir dort landen könnten wo "Heulen und Zähneknirschen" ist?
Nichts - was heute gelehrt wird : Alle, alle kommen in den Himmel.
Dem Papst gehorchen - aber Christus nicht?

lesa vor 23 Stunden: Aus der jüngsten Stellungnahme von Bischof Athanasius Schneider (Di. Montagna 17.8.2026) 1

Die Vorschrift, die für Bischofsweihen ein päpstliches Mandat verlangt, ist eine Angelegenheit des positiven Rechts, nicht des göttlichen Rechts. Natürlich ist ein päpstliches Mandat für Bischofsweihen im Regelfall notwendig; es wurde zudem weise eingeführt, um die hierarchische Unterordnung des Episkopats unter den Papst besser zu gewährleisten.
Der außergewöhnliche Charakter der gegenwärtigen Kirchenkrise zeigt sich im gegebenen Fall daran, dass eine Gemeinschaft, deren wesentliches Merkmal der Wunsch nach der Treue zum Papst ist – und als solche versteht sich die Priesterbruderschaft St. Pius X. –, vor einer tragischen Wahl steht: Entweder man gehorcht dem Papst und sieht sich dadurch gezwungen, unsichere und unklare Aspekte der Lehre und Liturgie zu akzeptieren, oder man verweigert dem Papst in einer Angelegenheit von schwerwiegender Bedeutung (Bisch.w.)den Gehorsam, mit der Absicht, die Mittel zur Weitergabe des Glaubens und der Liturgie in ihrer Unversehrtheit zu bewahren.

Johannes14,6 vor 23 Stunden: @Wynfried --"Ver-queere Pläne des Erzbistums Hamburg"

sind in der Tat ein Skandal.

Ein größerer Skandal ist, daß die DBK einige Monate später (Okt 25) ein Schulkonzept im selben Geist veröffentlicht und trotz Protesten (B. Oster, B. Voderholzer,K. Woelki) NICHT zurückgenommen hat und mit dem neuen Vorsitzenden, B. Wilmer, als Befürworter des synodalen Weges, weiterhin nicht zu ändern gedenkt. B. Wilmer befürworte Änderung der Sexualmoral und HS Segnungen,und sei in Rom bestens vernetzt, heißt es in einer Vorstellung.

Und das ist der größte Skandal, daß Rom zwar auf die bisherige Lehre verweist, tatsächlich aber die "SYNODALITÄT" perpetuiert, in der dann auch ein "Synodenbericht 9" trotz Protesten stehenbleiben darf. WB MUTSAERTS fordert zu recht KLARHEIT ein!

Sollen jetzt die Gläubigen (Eltern im Widerstand) die Kastanien aus dem Feuer holen ?
DAS ist eine Zumutung sondergleichen!

Betr. der Pius Brüder nehme ich mangels Kenntnis nicht Stellung.

elternnetzwerk-kinderschutz.de/hintergrund

lesa vor 23 Stunden: Aus der jüngsten Stellungnahme von Bischof Athanasius Schneider (Di. Montagna 17.8.2026) 2

In den vergangenen Jahrhunderten haben sich innerhalb der Kirche zwei ungesunde Entwicklungen vollzogen, die zu einer verengten Sichtweise der Wirklichkeit geführt haben: die Tendenz, den rechtlichen Aspekt als quasi absolut zu behandeln – also der Legalismus –, und die Tendenz, die Person des Papstes sowie den Gehorsam ihm gegenüber zu verabsolutieren – also der Papalismus. Legalismus (das starre Festhalten am Buchstaben des Gesetzes) und Papalismus (der undifferenzierte und nahezu absolute Gehorsam gegenüber dem Papst) wurden über die Notwendigkeit von Eindeutigkeit in Glauben und Liturgie gestellt.

lesa vor 23 Stunden: Aus der jüngsten Stellungnahme von Bischof Athanasius Schneider (D. Montagna 17.8.2026) 3

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. ist heute praktisch die einzige Gemeinschaft in der Kirche, die offen auf die ersichtlichen lehrmäßigen Unklarheiten in bestimmten Konzilstexten sowie im Ritus der Neuen Messe hinweist und deren unmissverständliche Klärung – und gegebenenfalls sogar Verbesserung – im Einklang mit dem beständigen Lehramt der Kirche fordert.
Tatsächlich erweist die Priesterbruderschaft St. Pius X. der gesamten Kirche durch ihr unermüdliches Beharren auf Klarheit in Lehre und Liturgie einen großen Dienst – einen Dienst von historischem Wert. Würde der Heilige Stuhl diese Haltung der Priesterbruderschaft St. Pius X. ernst nehmen – und zudem die objektiven Unklarheiten in bestimmten Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils sowie im Ritus der Neuen Messe anerkennen –, so bedeutete dies den Anfang vom Ende des modernistischen Projekts innerhalb der Kirche, das tatsächlich schon vor mehr als hundert Jahren seinen Lauf nahm.

Parcival vor 24 Stunden: @Bilbo; @Versusdeum - Petrus ist nicht Pius

In Lourdes feiert die FSSP bereits regelm. die hl. Messe im überlief. Ritus: https://www.fssp-tarbes-lourdes.fr/lourdes-2/
Dass man äußerlich kaum einen Unterschied zw. FSSP u. FSSPX bemerkt, mag sein. Kirchl. liegen jedoch Welten dazwischen. Die FSSP ist päpstl. Rechts, steht in voller Gemeinschaft mit Rom u. anerkennt Lehramt u. Hierarchie mit + seit dem II. Vat.
Wie gravierend der Unterschied ist, zeigt die FSSP selbst: Sie teilte FSSPX-Gläubigen schriftl. mit, dass sie zwar an ihrer Liturgie teilnehmen, aufgrund der Exkommunikation vom 1. Juli aber nicht die hl. Kommunion empfangen können, solange sie nicht den von Rom festgelegten Weg zur Rückkehr in die volle Gemeinschaft vollziehen.
Äußerlich mag die Liturgie ähnlich sein – ekklesiologisch trennen FSSP und FSSPX Welten.

Parcival vor 32 Stunden: @girsberg 74 - Wer gibt uns eigentlich dieses Recht?

Zum kath. Glauben gehören nicht nur die 10 Gebote. Christus hat Petrus die Schlüssel anvertraut und seiner Kirche eine sichtbare, hierarch. Ordnung gegeben. Deshalb die Kernfrage: Wer gibt uns eigentlich das Recht, uns selbst zum Richter über diese Kirche zu machen? Wer gibt uns das Recht zu entscheiden,welches Kirchenrecht gilt,welche Sanktion gerechtfertigt ist, wann Rom gehorcht werden muss + wann wir uns darüber hinwegsetzen dürfen? GOTT? Oder haben wir uns dieses Recht selbst genommen? Von „links“ wie von „rechts“ wird Kirche inzwischen kritisiert, korrigiert + nach eigenen Maßstäben beurteilt. Lefebvre hat dieser Haltung erhebl. Vorschub geleistet. Aber wo endet das? Wenn jeder selbst bestimmt, wann kirchl. Autorität bindet, bleibt irgendwann von Autorität nichts mehr übrig. Tradition ohne Kirchenrecht, Hierarchie + Gehorsam ist keine ganze kath. Tradition. Wer die Kirche verteidigen will, kann nicht gleichzeitig ihre von Christus gewollte Ordnung dem eigenen Urteil unterwerfen.

lesa vor 32 Stunden: In treuer Gefolgschaft der Immakulata

@Hängematte: Wer bkäme nicht die Konsequenzen für konsequentes Eintreten für die Wahrheit zu spüren?
"Die Weisheit bekommt aber immer durch ihre Kinder recht", sagt Jesus.
Ungebremster ja zunehmender Zulauf. Die Freude ungetrübter Wahrheit und Treue kann nicht durch Unrecht erstickt werden und durch eine Agenda, die mit dem Kirchenrecht umspringt, wie sie will. Die Werke Gottes gedeihen durch Gebet und Opfer.
Liebe @salvatore Mio: Danke für Ihren Kommentar. Der Pfarrer von Lourdes, der Bernadette nicht glaubte, jagte sie mit dem Besen hinaus. Aber Gott schenkte ihm mit der Zeit Erenntnis, und er wurde ihr treuester Freund und Beschützer. So kann es gehen. Und sie, die die Immakulata schauen durfte und alle Widerwärtigkeiten für sie durchgestanden hatte - ihr Leib ruht unversehrt in der Klosterkirche und ist etwas vom schönsten, was man anschauen kann.
"Buße, Buße, Buße" geht Solchem voraus.

girsberg74 vor 33 Stunden: Ad @Parcival betreffend den Beitrag von @Wynfried

Dass Sie bei dem Beitrag von @Wynfried auf die Unterscheidung der verschiedenen Ebenen dringen, kann ich gut nachvollziehen, gar noch gestützt auf die in Deutschland fällige Zahlung von Kirchensteuer und der Folgen ihrer Nichtentrichtung.

Meine Frage: Kann man das Sittengesetz, also die Einhaltung der „10 Gebote“, genauer ihre Verkündigung und ihre Verteidigung, unterhalb einer unerlaubten Bischofsweihe ansiedeln, indem man eine Nichteinhaltung des Sittengesetzes (in Lehre und Verteidigung) nicht sanktioniert?

SalvatoreMio vor 36 Stunden: Inkonsequenz von Seiten der Kirche - ist das nicht auch grobe Verfehlung, sprich Sünde?

@Wynfried: was Sie erneut benennen, ist einfach ein Skandal. Fehlentwicklungen werden totgeschwiegen und entwickeln sich weiter ohne Konsequenzen. Doch so kann Kirche nicht glaubwürdig sein und bleiben. Soweit ich weiß, ist in der Bibel die wichtigste Eigenschaft Gottes die GERECHTIGKEIT!

Versusdeum vor 2 Tagen: @Bilbo B.

Ob das zusammengeht, wenn die Petrusbruderschaft die jährliche Lourdeswallfahrt der Piusbruderschaft seelsorglich betreut? Das Problem wäre damit jedenfalls gelöst. Ich habe sowieso nie einen Unterschied zwischen Petrus und Pius bemerkt: Würdig gefeierte Hl. Messen im überlieferten Ritus der Kirche und zweifelsfrei katholische Predigten. Ich bin sicher, kaum jemand hätte ohne Kontext sagen können, wo er gerade die Hl. Messe mitfeiert (ich jedenfalls nicht). Ganz anders dagegen, wenn man mal Hl. Messen in den Pfarreien nach dem Zufallsprinzip besucht. Da fragt man sich öfter, welche Konfession oder manchmal sogar "N"GO das ist. Immerhin hängen manche wenigstens buntgestreifte Warnfähnchen vor die Kirche, so dass man gleich zu einer (anderen) Hl. Messe durchstarten kann. Und viele deutsche Bischöfe haben eh schon eine ganz andere Kirche beschlossen. Von Rom bisher nur: "Keine Laienpredigt". "Die geschlechtsabhängige Zulassung zum Priesteramt ... muss abgeschafft werden"? Schweigen!

Mercurius vor 2 Tagen: Der Realismus der Barmherzigkeit

Artikel vom Vortag:
Leo XIV. rief in Rimini beim ‚Meeting für die Freundschaft unter den Völkern‘ zu Begegnung, Barmherzigkeit, Umkehr und kirchlicher Gemeinschaft auf.

Parcival vor 2 Tagen: @Wynfried - Fremder Ungehorsam rechtfertigt nicht den eigenen

Ich kann Ihr Gerechtigkeitsempfinden gut nachvollziehen. Dennoch würde ich zwei Ebenen auseinanderhalten. Eine unerlaubte Bischofsweihe greift unmittelbar in die sakramentale und hierarchische Ordnung der Kirche ein und ist deshalb kirchenrechtlich mit besonders schweren Sanktionen belegt. Daraus folgt aber keineswegs, dass anderer offener Ungehorsam gegenüber Rom belanglos wäre.
Genau hier sehe ich das eigentliche Problem: Wenn Rom verbindlich entscheidet – etwa hinsichtlich der Laienpredigt oder eines Schulkonzepts – und diese Vorgaben anschließend faktisch ignoriert werden, darf das nicht dauerhaft folgenlos bleiben. Sonst entsteht zwangsläufig der Eindruck, Gehorsam werde selektiv eingefordert.
Die richtige Konsequenz kann deshalb nicht sein, die unerlaubten Bischofsweihen zu relativieren. Sie muss vielmehr lauten: Kirchliches Recht und verbindl. römische Entscheidungen müssen konsequent für alle gelten – unabhängig davon, ob der Ungehorsam von „rechts“ oder von „links“ kommt.

Wynfried vor 2 Tagen: Ist schon klar,

dass die unerlaubten Bischofsweihen Konsequenzen wie diese nach sich ziehen würden, auch wenn diese sehr schmerzhaft sind.

Allerdings wehrt sich mein Gerechtigkeitsgefühl, dass auf der anderen Seite der Ungehorsam immer weiter geht, ohne dass dies zu Sanktionen, geschweige denn Exkommunikationen führen würde.

Jüngste Beispiele sind die Missachtung des Verbots der Laienpredigt und die ver-qeeren Schulpläne des Erzbistums Hamburg. Rom hat hier jeweils klar und eindeutig gesprochen, aber nichts geschieht. Die Bischöfe pfeifen auf Papst und Gehorsam, an der Praxis ändert sich nichts.

Warum unerlaubte Bischofsweihen, aus der Not heraus geboren, ein schlimmeres Verbrechen sein sollen als ein queeres Schulkonzept, das trotz Ablehnung aus Rom in dem jetzt begonnenen Schuljahr eingeführt wird und der katholischen Lehre über die menschliche Geschlechtlichkeit spottet, will sich mir einfach nicht erschließen.

Hängematte vor 2 Tagen: Die Piusbruderschaft wird nach und nach immer mehr die Konsequenzen

der unerlaubten Bischofsweihen spüren......

Bilbo B. vor 2 Tagen: Übertragung an die Petrusbruderschaft

Der Bischof solte nun diese Aufgabe lückenlos der Petrusbruderschaft oder einer anderen altrituellen Vereinigung übertragen. Ansonsten hat die bischöfliche Weisung wohl ein „Geschmäckle“ oder „Gschmäckli“, wie man im alemannischen Raum so sagt.

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