
Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp

vor 19 Stunden in Chronik, 12 Lesermeinungen
Artikel versenden | Tippfehler melden
Es gab laut den Statistiken der DBK und der EKD noch rund 436.000 kirchliche Bestattungen, gestorben war rund eine Million Menschen.
Wetzlar (kath.net/pl) Bestattungen werden in Deutschland immer seltener von Beauftragten der beiden großen Konfessionen geleitet. Das berichtet die Evangelische Nachrichtenagentur „Idea“ anhand von Berechnungen der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas (Königswinter bei Bonn). Demnach war der Anteil kirchlicher Bestattungen im Jahr 2024 bei nur noch 43,3 Prozent gelegen, verstorben waren rund eine Million Menschen. Nach Angaben der DBK und der EKD waren davon 213.000 katholische Beerdigungen gewesen, 223.000 evangelische.
Dieser Trend setzt sich seit Jahren fort, berichtet „Idea“. Erstmals war 2020 der Anteil kirchlicher Bestattungen unter die 50-Prozent-Marke gesunken, zum Vergleich: Im Jahr 2000 wurden noch 71,1 Prozent der Verstorbenen kirchlich beerdigt. Der Anteil freier Trauerredner ist dagegen im Aufwind.
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!
SarahK vor 10 Stunden: PS
Ich hatte vor 2 Wochen eine Einladung in die Staaten zur Beerdigung eines Bekannten, der plötzlich und unerwartet gestorben war. Als ich den Aufmacher „Celebration of life“ lass, ging es Sekunden in meinem Kopf „oh wie schön die Glauben ja doch wie ich an ein Leben nach dem Tod“, es war sowieso fernab für mich hin zu reisen wegen beruflicher Termine, und dann beim 2. Hinsehen Verstand ich, es ging darum das Leben, dass er hier hatte zu feiern, nicht das kommende. Natürlich habe ich trotzdem für ihn gebetet.
SarahK vor 10 Stunden: Sie sagen es Herr Fleischer
Eben nach der Heiligen Messe, ich hatte noch gebetet, warteten zwei ältere Damen auf mich, ich kannte sie nicht. Die wollten mir sagen, dass sie es clever finden, dass ich mir von zuhause ein Kissen zum Knien mitgebracht hatte. In der Kirche hat man die Kniebänke (gut funktionierende mit genug Platz) gegen Stühle ausgetauscht. Also merkte ich, eigentlich wollten die Damen mich gar nicht für meine Cleverness loben sondern ihr Leid über die Änderung klagen. Ich sagte scherzend, sie sollten eine Petition starten. Was das alles mit dem anderen zu tun hat? Alles soll inkludiert werden etc, aber auf die, die den Priestern eigentlich anvertraut sind „Weide meine Lämmer, weide meine Schafe“, gibt niemand acht und dann landen wir halt da, wo bald keiner mehr weiß was das besondere an einem Priester ist und ja auch an einem Seelenamt.
Stefan Fleischer vor 13 Stunden: @ SarahK
Für mich liegt der tiefe Grund der ganzen Misere im Paradigmenwechsel von gottzentriert zu menschzentriert, welcher mit der Befreiungstheologie in unserer Kirche Einzug gehalten hat. So geht es (nicht nur) bei einer neuchristlichen Beerdigung nun nicht mehr um das ewige Heil, weder jenes der Verstorbenen noch jenes der noch Lebenden. Damit aber wäre wohl (anstelle eines Priesters) eher ein Psychiater gefragt, oder ein Eventmanager. Diese Entwicklung zeigt deutlich, wo Gott nicht mehr im Zentrum steht, da dreht sich in dieser Welt alles um den Menschen und das hiesst im Endeffekt um das liebe Ich.
ottokar vor 16 Stunden: "Und nun lasst uns für den Mitmenschen hier beten, weolche der Herr als Nächsten abberufen wird
Dieser wunderbare Aufruf am Ende einer Beerdigung hat mich früher stets tief bewegt,auch weil ich der Erwähnte sein könnte. Viele Trauergäste senken dann verschämt den Blick oder blicken in den Reihen herum.Aber das wird heute , wie so Vieles vergessen bei den modernen Beerdigungen.
SarahK vor 17 Stunden: @Fink
Das ist eine Klasse Idee. Danke dafür, das wird mir in Zukunft sehr viel, wir drehen uns im Kreis Schmerz ersparen bei Verwandten und Freunden und Kollegen. (Klappe zu Katze tot so in etwa)
Fink vor 19 Stunden: "Ist es Dir wichtig, dass Du einmal in den Himmel kommst?"
Mit dieser Frage kommen wir zu einem Knackpunkt der heutigen Glaubenskrise. Die meisten getauften Christen hierzulande zucken da mit den Schultern. "Kommt überhaupt etwas nach dem Tod?" oder "Es ist noch keiner zurückgekommen...", solche Bemerkungen zeugen von einer weitverbreitenden Skepsis und Resignation, was das Thema Ewiges Leben- Himmel- Hölle betrifft. Es ist die Krise der Hoffnung auf Auferstehung.
Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, wenn jemand mit mir kritisch über den christlichen Glauben diskutieren will, ihm zuerst die obengenannte Frage zu stellen.
Mariat vor 19 Stunden: Erst kürzlich wieder
eine Beerdigung mit einer Grabrednerin, wie bei den Zeugen Jehovas. Man erzählt über das Leben, der/ des Verstorbenen, singt, oder spielt ein Lied - und fertig.
Ohne Priester, ohne Requiem, ohne Weihwasser am Grab, ohne spätere Hl. Messe.
Vieles wird übernommen, auch die Urnenbestattungen in einem Friedwald nehmen zu.
Auch der Rosenkranz für Verstorbene wurde abgelöst durch eine Trauerandacht.
Fink vor 21 Stunden: Das zeigt einen erschütternden Rückgang des christlichen (katholischen) Glaubens
Und das betrifft, wie man sieht, auch die Menschen im Seniorenalter.
Die Kirche selbst hat in all den Jahrzehnten, wie @ SarahK zutreffend schreibt, dem Ritus der Beerdigung, dessen Feierlichkeit und Würde, zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Nach dem Motto "ist ja kein Sakrament, nur eine Sakramentalie..."
Im LINK das gregorianisch gesungene Requiem (Introitus), Gotteslob Nr. 512.
www.youtube.com/watch?v=HvaNJjdAAks
8994 vor 21 Stunden: ...
Das Problem sind nicht zu viele Muslime, das Problem sind zu wenig Christen.
Ich komme mit den Werten eines praktizierenden Muslims deutlich besser klar als mit denen eines woken Atheisten auf Weltverbesserungskurs.
Walahfrid Strabo vor 21 Stunden: @Jothekieker
Mittlerweile gibt es auch immer öfters bei verstorbenen Diakonen und Priestern[sic!] Urnenbestattungen. Ich hab anfangs - naiv wie ich bin - noch gedacht/gehofft, es wäre ein Schreibfehler, aber leider nicht...
Jothekieker vor 22 Stunden: Die Zahl der christlichen Bestattungen ist noch deutlich geringer
In diesen Zahlen sind auch die Urnenbestattungen enthalten, die mittlerweile den größten Teil der Bestattungen ausmachen.
Diese heidnische Bestattungsform würde ich nicht unbedingt bei der Ermittlung der Zahl der christlichen Bestattungen berücksichtigen.
SarahK vor 22 Stunden: Ähm vielleicht etwas daneben, aber
ganz ehrlich, und das sehe ich mit meinem Marketing-Blick das ist das dümmste (naja ok vielleicht nicht, man kommt ja manchmal aus dem „WTF“ nicht raus) was sich manche Bistümer haben einfallen lassen, die Beerdigung an Laien abzugeben oder selbst bei manchen Priestern wie eine Janosch über den Fluss Veranstaltung zu „gestalten“ anstatt das „Gedenke oh Mensch du bist Staub“ in den Vordergrund für alle noch lebend Anwesenden zu „gestalten“. Es gibt nichts schöneres, anrührenderes, tieferes, ansprechenderes als ein ehrwürdig gefeiertes Seelenamt und Beerdigung und wenn es auch abschließend heißt „oh, das hat Frau Gemeindereferentin oder Frau Theologin per FernUni oder Herr Nachbar auch schön gemacht, die Seele rührt es nicht an auch wenn das Bewusstsein evtl erst kommt wenn man überlegt aus der Kirche auszutreten und dann denkt „nein, ich möchte auch so eine schöne Beerdigung“ oder im Alter deswegen wieder einzutreten, haben tatsächlich meine Schwiegereltern gemacht.
Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz