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Jeder Mensch verdient Respekt und Würde, unabhängig davon, wie kurz sein Leben auf dieser Welt gewesen ist oder wie schwierig die Umstände seines Todes waren, heißt es in einem Leitartikel einer Publikation der Erzdiözese.
Mexiko-Stadt (kath.net/jg)
Die Erzdiözese Mexiko hat die zuständigen Stellen aufgefordert, rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein angemessenes Begräbnis für Babys ermöglichen, die abgetrieben oder nach der Geburt gestorben sind. Babys, die kurz nach der Geburt oder in späten Stadien der Schwangerschaft sterben, werden oft an öffentlichen Orten, in Krankenhäusern oder sogar im Müll zurückgelassen, berichtet ACI Prensa.
In einem Leitartikel mit dem Titel „Que ningún bebé quede sin sepultura“ („Dass kein Baby ohne Grab bleibt“), der am 16. August 2026 in der erzbischöflichen Publikation Desde la Fe („Aus dem Glauben“) erschien, betonte das Erzbistum: Unabhängig von den Umständen des Todes müsse die Würde, mit der man den Körper behandle, gewahrt bleiben.
Das Erzbistum unterstrich, dass der menschliche Körper nach dem Tod aus seiner innewohnenden Menschenwürde heraus respektvoll behandelt werden müsse. In Mexiko gebe es bereits Vereinigungen und Apostolate, die mit lokalen Behörden Vereinbarungen getroffen hätten, um die Körper von Fehlgeborenen, abgetriebenen oder nicht abgeholten verstorbenen Babys entgegenzunehmen und ihnen ein angemessenes Begräbnis zu ermöglichen. Diese Organisationen wollten weder Familien ersetzen noch gerichtliche oder medizinische Untersuchungen behindern. Ihr Beitrag bestehe lediglich darin, sich jener Kleinen anzunehmen, um die sich sonst niemand kümmere.
Die Erzdiözese forderte die zuständigen Behörden auf, nach Abschluss aller rechtlichen und forensischen Verfahren die Körper oder Überreste nicht abgeholter Babys an akkreditierte Einrichtungen und Vereinigungen zu übergeben, die zu einer Bestattung bereit seien.
Außerdem sei es notwendig, spezielle Orte für diese Kinder zu schaffen, Plätze, an denen die Überreste von Babys beigesetzt werden könnten, deren Familien sie nicht bestatten konnten oder deren Körper nie abgeholt wurden. Solche Stätten könnten zugleich Orte des Gedenkens, des Gebets und des Trostes für viele Mütter, Väter und Familien werden, die einen Verlust oft still in sich tragen.
Der Leitartikel schloss mit dem Hinweis, dass jeder Mensch Respekt und Würde verdiene, unabhängig davon, wie kurz sein Leben auf dieser Welt gewesen sei oder wie schwierig die Umstände seines Todes.
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