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Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“

vor 22 Stunden in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
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Papst empfängt norwegische lutherische Bischöfe: „Gestützt auf unsere gemeinsame Taufe und unsere gemeinsame Sendung in der Welt bete ich darum, dass wir im Dienst für Frieden und Gerechtigkeit immer mehr zusammenwachsen mögen.“


Vatikan (kath.net/pl) kath.net dokumentiert die Begrüßungworte seiner Heiligkeit Papst Leo XIV. an die norwegischen lutherischen Bischöfe am 26.8.2026 in voller Länge in eigener Übersetzung

Liebe Freunde,

ich freue mich, Sie heute Morgen hier in Rom und im Vatikan willkommen zu heißen. Ich hoffe, Sie finden – oder haben bereits gefunden – die Zeit, die verschiedenen heiligen Stätten zu besuchen, die mit den frühen Christen und Märtyrern verbunden sind. Ihr Glaubenszeugnis für unseren Herrn bleibt eine bleibende Quelle der Inspiration und ermutigt auch uns, unser Leben zur Ehre Gottes und zum Wohl unserer Brüder und Schwestern einzusetzen.

Zweifellos stehen wir in unserer Zeit vor schwierigen Herausforderungen, da die Welt eine besonders unruhige Phase durchlebt. Es scheint eine zunehmende Feindseligkeit zwischen den Völkern zu geben; dies zeigt sich nicht nur in internationalen Konflikten und Streitigkeiten – wie Sie bereits erwähnten –, sondern auch innerhalb einzelner Länder, etwa in der Bitterkeit, die oft den politischen und gesellschaftlichen Diskurs prägt.


Angesichts unserer gefallenen menschlichen Natur ist es nur allzu leicht, eine feindselige Haltung gegenüber jenen einzunehmen, mit denen wir nicht übereinstimmen. Daher bedarf es gemeinsamer Anstrengungen, um konkrete Wege der Versöhnung und der Geschwisterlichkeit zu suchen. Jesus weist uns hierbei einen anderen Weg und offenbart, dass Güte und Nächstenliebe die Kraft haben, zu entwaffnen. Ich bin Ihnen daher aufrichtig dankbar für Ihre Anwesenheit und für Ihren gemeinsamen Wunsch, Wege zur Stärkung der Gemeinschaft zu finden. Tatsächlich können schon kleine Gesten uns auf dem Weg der Versöhnung inspirieren und leiten.

Wie wir wissen, hat unser Herr den himmlischen Vater um die Einheit seiner Jünger gebetet: „damit sie vollkommen eins seien, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt und sie ebenso geliebt hast, wie du mich geliebt hast“ (Joh 17,23). Gestützt auf unsere gemeinsame Taufe und unsere gemeinsame Sendung in der Welt bete ich darum, dass wir im Dienst für Frieden und Gerechtigkeit immer mehr zusammenwachsen mögen.

Auf diesem Weg können wir uns am Beispiel der frühen Märtyrer und Heiligen orientieren – wie etwa des heiligen Olaf und der heiligen Sunniva –, deren Leben, das Gott und dem Nächsten gewidmet war, dazu beitrug, die Völker zu vereinen und ein bleibendes Zeugnis für die verwandelnde Kraft der Nächstenliebe abzulegen. Liebe Freunde, liebe Brüder und Schwestern, ich danke euch noch einmal für euer Kommen an diesem Morgen und für eure Verbundenheit. Bitten wir um Gottes Segen, auf dass er uns in seiner unendlichen Güte und Weisheit helfe, immer wahrhaftiger als Brüder und Schwestern zu leben und so gemeinsam Zeugnis für unseren Erlöser, unseren Herrn Jesus Christus, abzulegen.

Danke.

Foto aus dieser Begegnung (c) Vatican Media


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Lesermeinungen

Richelius vor 7 Stunden: @ christus_vincit!

Es ist Ihnen aber schon klar, dass diese prot. Bischöfe kirchenrechtlich gesehen ebenfalls exkommuniziert sind? Nur sind klare Grenzen zur kath. Kirche vorhanden, was einen Dialog erleichtert.


Interessant ist, abseits davon die Aussage des Papstes, wir würden in einer besonders unruhigen Phase leben. Das mag aus amerikanischer Sicht stimmen. Für die Alte Welt stimmt es aber nicht. In Europa gab es solche Phasen mehrfach.

christus_vincit! vor 10 Stunden: @Parcival

Danke für Ihre Antwort!
Ich bezog mich wegen der Audienzgesuche auf das Pontifikat Leos, da habe ich mich unklar ausgedrückt. Dieser wurde oft gebeten, eine Audienz zu gewähren, was nie beantwortet wurde.
Ich bin auch klar gegen Polemik, allerdings auch gegen Polemik der FSSPX gegenüber. Wo die Gemeinschaft offiziell die Erfüllung der Sonntagspflicht im NO leugnet, müssten Sie bitte erst einmal beweisen.

Schisma bedeutet die Ablehnung der Unterordnung gegen Rom. Das Problem ist, dass es Auslegungssache ist, was genau damit gemeint ist. In einer Sache nicht zu gehorchen (und das auch noch aus Gewissensgründen in einer Lage des (subjektiven) Notstands heraus) reicht nicht, um zu behaupten, die generelle Unterordnung würde verweigert werden. Das Kirchenrecht hat das Seelenheil zum Ziel und entscheidet immer im Zweifel für den Angeklagten.
Kann man der Bruderschaft keine generelle Ablehnung Roms nachweisen, befindet sie sich nicht im Schisma.

Parcival vor 11 Stunden: @cristus-vincit! - „Katholisch bleiben“ trotz schismatischer Parallelstrukturen?

Die Behauptung, die FSSPX trenne sich nicht von Rom, verfehlt den entscheid. Punkt: Schisma bemisst sich nicht an erklärter Gesinnung, sondern an objektiven Akten gegen die kirchl. Gemeinschaft. Wer ohne kanon. Sendung eine eigene Hierarchie errichtet, mit der Komm. St. Karl Borromäus eigene Ehenichtigkeitsverfahren führt & Entscheidungen legitimer Autorität durch eigene ersetzt, schafft faktisch eine Parallelordnung. Hinzu kommt: Die FSSPX zieht Sakramente des NO in Zweifel, spendet sie teils sub conditione erneut & bestreitet die Erfüllung der Sonntagspflicht im NO. Damit sind de facto längst Strukturen einer eigenen Konfession entstanden. Die gegenw. Krise hat ein Gutes: Immer mehr Fakten & Quellen treten hervor und machen sichtbar, wie weit diese Verselbständigung reicht, auf welchen Halbwahrheiten ihre Selbstdarstellung beruht & welchen Samen der Spaltung sie seit Jahren in die Kirche trägt. Mögen dadurch viele in die volle kirchl. Gemeinschaft zurückfinden.

Parcival vor 11 Stunden: @christus-vincit!; @Versusdeum; @SalvatoreMio - Die Quellenlage widerlegt dieses Narrativ.

Die Behauptung, Rom habe EB Lefebvre bzw. der FSSPX den Dialog verweigert, ist histor. nicht haltbar. Seit 1975 lässt sich die Kommunikation anhand öffentl. Quellen nahezu lückenlos rekonstruieren: Briefe, päpstl. Schreiben, Audienzen, Protokolle, Visitationen, Verhandlungen, lehrmäß. Gespräche + kanon. Regelungsvorschläge. Selbst die FSSPX dokumentiert wesentl. Stationen - freilich unter eigener Deutung. Lefebvre war 1976–1988, mithin 12 J., a divinis suspendiert; dennoch gingen auch in dieser Zeit wiederholt Gesprächsinitiativen vom Hl. Stuhl aus. Dies ist anhand der zugänglichen Quellen ohne Weiteres überprüfbar. Wer sie konsultiert, erkennt, dass die Behauptung einer römischen Gesprächsverweigerung nachweislich unwahr ist. Sie dennoch als Tatsache zu verbreiten, ist moralisch unredlich: Es ist Polemik gegen die Kirche und leistet Misstrauen gegenüber ihrer Autorität sowie mangelndem Gehorsam Vorschub.

christus_vincit! vor 15 Stunden: @sdamon

Allerdings ist es genau das, was die FSSPX seit 50 Jahren eben nicht macht: sich von Rom trennen.
Alle richtigen Schismatiker (siehe Lutheraner) waren nach 50 Jahren Existenz mehr als eindeutig im Schisma - inklusive der dazugehörigen Gesinnung.

Diese Ungerechtigkeit in der Behandlung führt mich immer weiter zu der Überzeugung, dass die Zeit nicht reif ist, um den Fall der FSSPX zu klären. Eine Erklärung eines Schismas ohne schismatische Gesinnung, die Stellungnahme treuer und standhafter Hirten wie Bischof Schneider für die Bruderschaft vs. ein Aufruf zu Geschwisterlichkeit gegenüber wahren Schismatikern beweist mMn diese verwirrenden Zeiten und einen Notstand in der Kirche.

Ich bete dafür, dass wieder Klarheit, Wahrheit und Gerechtigkeit in die heilige Kirche einkehrt und keine Seelen durch die Hirten der Kirche selbst weiter verwirrt werden.

sdamon vor 17 Stunden: @ christus_vincit!

„Die Protestanten scheinen jedenfalls mit Rom eine gemeinsame Sendung in der Welt zu haben, im Gegensatz zu treuen Katholiken, die den überlieferten Glauben bewahren wollen.“

Die Protestanten liegen praktisch auf dem Boden – ihnen den Kontakt mit Rom zu verbieten wäre, wie einen auf dem Boden Liegenden liegen lassen, ohne ihm helfen zu wollen.
Vielleicht sollte die FSSPX das gleiche machen wie die Protestanten (sich von Rom zu trennen) und eigenen Papst wählen – wenn dann der Exodus beginnt, egal in welche Richtung, wissen wir, woran es lag.

Rolando vor 18 Stunden: christus_vincit!

Es könnte auch so sein, den Protestanten fehlt es an Erkenntnis, sie legen die Hl. Schrift entgegen 2Petr 1,20 und 2Petr 3,16 eigenmächtig, nicht im Sinne der kath. Kirche, des kath Katechismus aus, sonst wären sie schon in der Einheit, sie haben immer noch nur die Sakramente die nicht vom Priester gespendet werden müssen, es fehlt ihnen auch das Priesteramt. Die FSSPX hat die Erkenntnis, stellt sich aber im Ungehorsam gegen Rom, umschifft geschickt die Frage nach dem päpstlichen Mandat bei der Bischofsweihe, da hätte ein Ja oder Nein gereicht. Wie gesagt, es könnte so sein.

SalvatoreMio vor 18 Stunden: Dieses Messen mit zweierlei Maß ..

christus_vincit! Man muss blind sein wollen, um dieses Phänomen nicht zu bemerken. Und das kann mich nicht beruhigen.

Versusdeum vor 19 Stunden: @christus_vincit!

Danke. Dem ist nichts hinzuzufügen.

christus_vincit! vor 20 Stunden: Ich habe dieses Messen mit zweierlei Maß gründlich satt!

Während Rom also mit lutherischen Bischöfe die Geschwisterlichkeit und den Weg der Versöhnung sucht, werden katholische Gläubige exkommuniziert.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die FSSPX eine Audienz beim Papst bekommen hat oder bei ihnen von Geschwisterlichkeit und Milde gesprochen wurde. Ist es also besser, den Papst und seine Kirche als solche abzulehnen (=Schisma), als aus Gewissensgründen ihm in einer Sache nicht zu gehorchen?
Die Protestanten scheinen jedenfalls mit Rom eine gemeinsame Sendung in der Welt zu haben, im Gegensatz zu treuen Katholiken, die den überlieferten Glauben bewahren wollen.

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