
Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp

vor 44 Minuten in Prolife, keine Lesermeinung
Artikel versenden | Tippfehler melden
Vorsitzender der Französischen Bischofskonferenz über das Motto der Frankreichreise von Papst Leo: „Wir wissen bereits, dass die Frage des Lebens und der Achtung vor dem Leben … eine sehr starke Verbindung zur Botschaft des Evangeliums aufweist.“
Paris (kath.net/pl) „Damit die Welt Leben habe“ [vgl. Joh 6,51], so lautet das Motto der Frankreichreise von Papst Leo vom 25.-28. September 2026. Nun äußerte sich Kardinal Jean-Marc Aveline, Erzbischof von Marseille und Vorsitzender der Französischen Bischofskonferenz, in einer Pressekonferenz ausführlicher zu diesem Motto, berichtete „Vatican News“ in seiner italienischsprachigen Ausgabe.
Manche sehen in diesem Motto einen Bezug zur Debatte über den Gesetzentwurf zur Sterbehilfe, den das französische Parlament im Juli verabschiedet hatte. Mit solchen politischen Interpretationen räumt Aveline zwar einerseits auf, bestreitet jedoch dennoch nicht, dass das Motto eine Botschaft für den „Schutz der Würde des menschlichen Lebens“ darstellt.
Wenn man die Enzyklika „Magnifica Humanitas“ liest, so erläuterte der Kardinal, „sieht man, dass es um die Verteidigung der Würde des menschlichen Lebens in all jenen Situationen geht, in denen diese Würde bedroht sein kann. Und davon gibt es heute viele. Der Schutz der Würde des menschlichen Lebens steht im Mittelpunkt der Botschaft von Papst Leo.“ Wie wird sich diese Botschaft in Frankreich entfalten? „Das werden wir sehen, aber wir wissen bereits, dass die Frage des Lebens und der Achtung vor dem Leben – und zwar nicht nur aus ethischer Sicht, sondern auf vielfältige Weise – eine sehr starke Verbindung zur Botschaft des Evangeliums aufweist.“
Über die Suche nach dem Motto berichtet der Kardinal: „Ehrlich gesagt wussten wir nicht recht, was wir dem Papst vorschlagen sollten. Wir hatten begonnen, über das Thema Frieden nachzudenken, da er oft darüber gesprochen hat. Wir dachten an ‚Gerechtigkeit und Frieden werden sich küssen‘, stellten dann aber fest, dass dies bereits das Motto für den Libanon war.“ Dann sei während eines Besuchs in Rom eine Inspiration zum aktuellen Motto gekommen. Aveline erläuterte wörtlich: „Wir ließen die Idee reifen, und am Abend schrieb ich dem Papst eine kurze E-Mail: ‚Sehen Sie, wir hatten diese Idee.‘ Am nächsten Morgen antwortete mir der Papst: ‚Ja, die ist gut.‘“
Bild (c) Französische Bischofskonferenz
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!
Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz