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Frankreichs neue „Generation Leo“: Warum die Jugend plötzlich wieder zum Papst strömt

vor 15 Stunden in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Eine bemerkenswerte Kehrtwende im traditionell laizistischen Frankreich: Kurt Seinitz analysiert in der öster. „Kronen Zeitung“ die überraschende Begeisterungswelle junger Franzosen für Papst Leo XIV. und die Rückbesinnung auf christliche Werte


Paris (kath.net)

Frankreich galt lange Zeit als eine der am weitesten von der Kirche entfernten Nationen Europas. Seit der strikten Trennung von Staat und Kirche im Jahr 1905 gibt es dort keine Kirchensteuer, keinen regulären Religionsunterricht an staatlichen Schulen und ein striktes Verbot religiöser Symbole im öffentlichen Raum. Umso verblüffender ist das Bild, das sich Beobachtern heute bietet: Begeisterte Menschenmassen säumen die Straßen, und vor allem die Jugend strömt in die Kirchen. Man spricht bereits bewundernd von der „Generation Leo“.

Wie kam es zu dieser scharfen Kurve hin zum Glauben? Außenpolitik-Experte Kurt Seinitz nennt in der „Kronen Zeitung“ drei wesentliche Gründe für dieses Phänomen:


1. Das Charisma und die Botschaft des Papstes

Es ist zuallererst die Persönlichkeit von Papst Leo XIV. selbst, die die Massen in ihren Bann zieht. Mit seinem modernen Auftreten und seiner charismatischen Ausstrahlung erreicht er die Menschen – auffallend viele davon sind jung. Seine Botschaft der Zuversicht trifft in einer krisengeschüttelten Zeit mitten ins Herz der Jugend. So rief er bei einer eindrucksvollen Europapredigt im lothringischen Metz den jungen Menschen zu: „Lasst euch von den Kriegen und Krisen in der heutigen Welt nicht entmutigen. Habt keine Angst vor der Zukunft.“

2. Sehnsucht nach Identität und Schutz vor militantem Druck

Ein weiterer entscheidender Faktor liegt in der gesellschaftlichen Entwicklung. Die französische Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren spürbar gewandelt und konservativer ausgerichtet. Der wachsende Druck durch militanten Islamismus hat viele Franzosen dazu gebracht, sich besinnend zu ihren Wurzeln zurückzukehren: zu den christlichen und kulturellen Werten des Abendlandes, die in der Kirche ihren sicheren Anker finden.

3. Mut zu geschichtsträchtigen Zeichen

Nicht zuletzt zeigt sich der Papst mutig darin, historische Wunden zu berühren und Zeichen der Versöhnung sowie des Gedenkens zu setzen. So betete er an jenem historischen Ort in Paris, an dem während der Französischen Revolution in den Jahren 1792 bis zu 190 Priester, Mönche und Bischöfe den Martertod erlitten. Zudem feierte er die Sonntagsmesse auf genau jenem Platz, an dem einst der König und die Königin enthauptet worden waren – ein starkes Signal der geistlichen Aufarbeitung und des Überlebens des Glaubens über alle historischen Stürme hinweg.


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Lesermeinungen

frludwig vor 8 Stunden: Allgemeiner Trend!

Es zeigt sich, dass das nicht nur in Frankreich so ist. Auch v.a. in den USA und Brasilien. Vermutlich aber auch in vielen anderen Ländern.

Das Problem in Deutschland ist, dass die katholische Kirche hier nicht in erster Linie eine Religion ist, sondern eher der soziale Arm der deutschen Bundesregierung. Und das ist eben nicht sehr ansprechend für junge Menschen, die Gott suchen. Daher gibt es diesen Trend in DE noch nicht in diesem Umfang.

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