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vor 14 Stunden in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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‚Wir beschuldigen ihn nicht, es kann jedem passieren‘, sagte die Mutter der beiden jungen Frauen, die beim Unfall ihr Leben verloren.
Bad Kissingen (kath.net/jg)
Die Eltern zweier Schwestern, die bei einem Verkehrsunfall ihr Leben verloren haben, haben dem Fahrer, der den Unfall verursacht hat, vergeben. Der Fall kam nun vor das Amtsgericht Bad Kissingen, berichtet die BILD-Zeitung.
„Was ihnen genommen wurde, ist die größere Strafe als das, was auf mich zukommt“, sagte Matthias N. (51) unter Tränen zu den Eltern und den drei Geschwistern der toten jungen Frauen. Andreas W., der 53-jährige Vater der beiden, legte seine Hand auf den Arm von N. und sagte: „Gott hat sie so geführt, Gott macht keine Fehler – auch wenn wir es nicht verstehen.“
Auf dem Heimweg von einer Feier kam N. im November 2025 nach links von der Fahrbahn ab, berührte die Leitplanke und wurde mit einer Geschwindigkeit von 114 km/h auf die Straße zurückgeschleudert. Dort kollidierte er frontal mit dem Auto, in dem die beiden jungen Frauen, eine 16, die andere 19 Jahre alt, saßen. Beide waren sofort tot. „Die Kollision war für sie nicht vermeidbar“, sagte der Gutachter.
Nach dem Unfall zog Matthias N. mit einem Ersthelfer eine der beiden jungen Frauen aus dem Auto. Er wählte den Notruf und sicherte die Unfallstelle. An den Unfall selbst hat N. keine Erinnerung. Im Krankenwagen habe er erfahren, dass beide Frauen tot seien, sagt er.
N. war zuvor unbescholten; er hatte als Gruppenführer der Feuerwehr selbst Menschen gerettet. Am Tag des Unfalls hatte er nach einer Feier das Vereinsheim aufgeräumt und war dann morgens um 7:38 losgefahren. Davor hatte er sich noch per SMS bei seiner Frau gemeldet. Wenige Minuten später kam es zu dem tragischen Unfall.
Vom Krankenhaus aus suchte N. den Kontakt zur Familie der Opfer. Drei Wochen später traf er die Mutter. Sie sagte damals zu BILD: „Wir beschuldigen ihn nicht, es kann jedem passieren.“ Bei der Trauerfeier der baptistischen Gemeinde wurde für N. gebetet.
Das Urteil fiel relativ milde aus, da N. weder unter Alkoholeinfluss stand noch vom Mobiltelefon abgelenkt war. Er muss 10.500 Euro Geldstrafe zahlen und erhält einen Monat Fahrverbot. „Das kann jedem von uns jeden Tag passieren, es war ein tragisches Zusammentreffen“, sagte die Richterin.
Foto: Symbolbild
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MarinaH vor 7 Stunden: was für ein Gottvertrauen
"Gott macht keine Fehler – auch wenn wir es nicht verstehen"
Was für ein Mega-Satz. Gerade in so einer unglaublichen schlimmen Situation.
SarahK vor 13 Stunden: Was hat man davon? Ich denke innere Freiheit!
Da wir nur ein Kind haben, haben mein Mann und ich schon oft darüber gesprochen was wäre, wenn unserem Kind etwas zustößt. Und wir - so sehr wir auch hoffen vor ihr zu sterben - sind uns auch immer einig, dass es dann Gottes Wille ist. Aber trotzdem theoretisch einfach und erst durch die Praxis wirklich zu bekennen, deswegen kann man sich nur für die Eltern um deren Glauben freuen und für den Fahrer für die ehrliche Reue. Wer aus Angst vor möglichen Konsequenzen eine notwendige Entschuldigung verweigert, entscheidet sich bewusst gegen den Weg der Versöhnung. Das Evangelium verlangt Umkehr und Bitte um Vergebung (Mt 5,23) die sind erstmal unabhängig vom Tragen von Konsequenzen (man wäre ja nicht der erste Entschuldiger wo Konsequenzen aus Liebe ausbleiben (Lk 23,43) und wie Gott vergibt, steht allein bei ihm. Sicher ist aber: Wer sich zu Lebzeiten bewusst der Versöhnung verweigert, kann nicht zugleich behaupten Christus zu folgen.
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