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Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!

vor 2 Tagen in Deutschland, keine Lesermeinung
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„Deutschland dankt Maria“: In einer unruhigen Zeit werden wieder tausende Gläubige in der deutschen Bundeshauptstadt für den Frieden beten. Zum ersten Mal sind auch polnische Pilger eingeladen!


Berlin (kath.net)

Zum fünften Mal lädt die Initiative „Deutschland dankt Maria e.V.“ am 12. Oktober 2026 zur jährlichen Lichterprozession mit der Gottesmutter von Fatima durch das Herz der Bundeshauptstadt Berlin ein. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur der Dank, dass ein wiedervereinigtes Deutschland 36 Jahre lang in Frieden leben durfte, sondern speziell in diesen unsicheren Zeiten auch das Gebet um Frieden in Deutschland, Polen, Europa und der Welt.

Die Idee dazu entstand in Fatima. Der Autor und Historiker Michael Hesemann ist überzeugt – und folgt in dieser Überzeugung dem hl. Papst Johannes Paul II. -, dass der Fall der Mauern in Europa und die deutsche Wiedervereinigung 1989-90 nur möglich waren, weil der Papst am 25. März 1984 Russland und die Welt dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht hatte, wie es in der Botschaft von Fatima von der Gottesmutter erbeten wurde. „Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden“, hatte die Erscheinung am 13. Juli 1917 den drei Hirtenkindern Jacinta, Francisco und Lucia offenbart. Der Kommunismus in Russland kollabierte, die Menschen fanden zurück zum christlichen Glauben, in manchen Jahren wurden bis zu 1000 Kirchen neu geweiht, drei an jedem Kalendertag. Doch dann, mit dem neuen Jahrtausend, kam es anders. Der Glaube wurde politisiert, mit ihm rechtfertigte Vladimir Putin 2022 seinen Angriffskrieg in der Ukraine, mit dem eine 33jährige Friedenszeit in Europa endete.

„Wir haben das Geschenk des Friedens und der Wiedervereinigung empfangen, ohne uns dafür zu bedanken“, erklärte Hesemann. „Stattdessen lebten wir schon in den hedonistischen 1990ern, als ob es Gott nicht gäbe, huldigten ab der Jahrtausendwende antichristlichen Ideologien. Kein Wunder also, dass es zu neuen Kriegen kam, die laut der Botschaft von Fatima die Konsequenz daraus sind, dass wir Gott beleidigen und so leben, als ob es ihn nicht gäbe.“


Der Bestsellerautor („Das letzte Geheimnis von Fatima“) hätte sich spätestens zum Fatima-Jubiläum 2017 eine Dankwallfahrt der deutschen Bischöfe gewünscht – aber nicht geschah. „Wenn die Deutschen nicht nach Fatima pilgern, müssen wir Fatima nach Berlin holen“, beschloss Hesemann. So suchte er sich Mitstreiter, fand sie in einem Krefelder Kreis von Fatima-Freunden und gründete den Verein „Deutschland dankt Maria“, der seit 2022 an jedem 12. Oktober in Berlin mit 2-4000 Teilnehmern eine Lichterprozession mit der Fatima-Madonna veranstaltete – sie sollte zur meistbesuchten Marienprozession Deutschlands werden! Im Angesicht des Ukraine-Krieges wurde der ursprüngliche Name von „Deutschland dankt Maria“ auf Anregung des damaligen Nuntius Nikola Eterovic, der das Projekt spontan unterstützte und bis 2025 immer begleitete, durch den Zusatz „und betet für den Frieden“ ergänzt. Unterstützt wurde er dabei auch von Patres des Vinzentinerordens.

In der von ihnen betreuten Pfarrkirche St. Clemens (Stresemannstr. 66) in Berlin, wird am 12. Oktober 2026 Bischof Marian Eleganti mit den Gläubigen um 17.30 ein Pontifikalamt feiern. Danach, gegen 19.00 Uhr, zieht der Bischof mit den Gläubigen am Checkpoint Charlie vorbei und den einzigen erhaltenen Überrest der Berliner Mauer entlang bis zum ehemaligen Abgeordnetenhaus gegenüber der Gedenkstätte für die deutsche Teilung, „Topographie des Terrors.“ Dort wird Bischof Eleganti Deutschland und Europa dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen.

Die Statue der Gottesmutter von Fatima, die durch die geschichtsträchtigen Straßen der Hauptstadt getragen wird, war im Oktober 2025 eigens für die Berliner Initiative von Papst Leo XIV. gesegnet worden und wird seitdem als „deutsche Fatima-Friedensmadonna“ verehrt. Zudem werden auf der Prozession eine Herzreliquie des hl. Carlo Acutis, dessen Gedenktag der 12. Oktober ist und eine Blutreliquie des hl. Papstes Johannes Paul II. durch Berlin getragen und stehen auch für Einzelsegnungen der Teilnehmer zur Verfügung.

Ganz besonders stolz ist die Initiative darauf, dass ihr als erster Adresse in Deutschland auch Gebein- und Haarreliquien der 2017 von Papst Franziskus heiliggesprochenen Seherkinder von Fatima, Jacinta und Francisco, übergeben wurden. Bisher gab es hierzulande nur Reliquien der Särge der kleinen Heiligen, die als Reliquien zweiter Ordnung gelten. „Wir sind zutiefst dankbar, dass Jacinta und Francisco jetzt nicht nur im Geiste, sondern auch ganz physisch die Gottesmutter ins Herz der Bundeshauptstadt begleiten“, erklärte ein Sprecher der Initiative. „Dass ausgerechnet wir diese kostbaren Reliquien bekamen zeugt davon, welch großen Zuspruch ‚Deutschland dankt Maria‘ auch in höchsten kirchlichen Kreisen findet.“ Auch der neue Nuntius, Erzbischof Hubertus van Megen, hat bereits signalisiert, im nächsten Jahr, wie sein Vorgänger, an der Prozession teilzunehmen.

„Das Gebet um den Frieden wird jedes Jahr dringlicher“, ist sich Hesemann sicher. „Der Krieg in der Ukraine eskaliert, hinzu kam jetzt der Krieg im Iran. Von beiden spüren wir täglich die Auswirkungen, beide haben das Potenzial, die Welt in Brand zu setzen. Auch in Europa ist Kriegsrhetorik angesagt, bereitet man sich auf einen Krieg mit Russland vor. Die Botschaft von Fatima hat darauf eine klare Antwort: Durch unser Gebet können wir Kriege und das unendliche Leid, das sie uns bringen, abwenden! Darum ist es umso wichtiger, dass möglichst viele Gläubige am 12. Oktober nach Berlin kommen. Jeder einzelne Beter wird gebraucht, gerade dort, wo über unser aller Schicksal, über Krieg und Frieden, entschieden wird!“ Aus diesem Grund lädt die Initiative erstmals auch die polnischen Katholiken zur Teilnahme ein. „Polen ist das Land, das uns den prophetischen Papst Johannes Paul II. schenkte“, betont Hesemann. „Polen wäre auf jeden Fall mit betroffen, wenn der Krieg um die Ukraine zu einem europäischen Krieg wird. Nur gemeinsam können wir, Polen und Deutsche, den Frieden retten und der Kriegsrhetorik eine Zivilisation der christlichen Liebe entgegensetzen.“ Wenn sich genügend polnische Pilger anmeldeten, würden auch das Pontifikalamt zweisprachig gefeiert werden, würde auch auf Polnisch für den Frieden gebetet werden.“

Infos: www.deutschlanddanktmaria.org


 


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