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Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner

vor 13 Stunden in Chronik, 6 Lesermeinungen
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Sr. Helen Alford steht seit 2023 an der Spitze der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften und durfte gestern einen Vortrag im Vatikan halten. Dabei verbreitete sie eine merkwürdige These über Jesus und eine samaritanische Frau


Rom (kath.net)

Für ziemliches Kopfschütteln unter Gläubigen hat am Mittwoch Sr. Helen Alford im Vatikan gesorgt. Die britische Dominikanerin und Präsidentin der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften hielt im Rahmen der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Jubiläum des nachsynodalen Schreibens Amoris Laetitia (über die Liebe in der Familie) eine Meditation bzw. einen Vortrag über die Verkündigung des Evangeliums im Kontext der Familie. Dabei schlug die am 1. Mai 1964 in London geborene Wirtschaftswissenschaftlerin eine bemerkenswerte These vor: Jesus habe am Brunnen zunächst mit der samaritanischen Frau (Johannesevangelium) „geflirtet“. Wie sie freimütig einräumte, wurde diese Theorie allerdings „von einem meiner dominikanischen Brüder“ ausgeheckt. Sr. Helen Alford, O.P., steht seit 2023 an der Spitze der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften. Ihre jüngsten Äußerungen im Vatikan dürften in katholischen Kreisen für einigen Gesprächsstoff sorgen.

Was wirklich in der BIBEL über Jesus und die  samaritanischen Frau zu lesen ist - Joh 4,5 ff:

5 So kam er zu einer Stadt in Samarien, die Sychar hieß und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte. 6 Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. 7 Da kam eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! 8 Seine Jünger waren nämlich in die Stadt gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen. 9 Die Samariterin sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um etwas zu trinken bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samaritern.


10 Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. 11 Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? 12 Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden? 13 Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; 14 wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt. 15 Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu schöpfen! 16 Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann und komm wieder her!

17 Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann. Jesus sagte zu ihr: Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann. 18 Denn fünf Männer hast du gehabt und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt. 19 Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. 20 Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss.[1] 21 Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. 22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. 23 Aber die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. 24 Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten. 25 Die Frau sagte zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der Christus heißt. Wenn er kommt, wird er uns alles verkünden. 26 Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, der mit dir spricht. 27 Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen. Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach, doch keiner sagte: Was suchst du? oder: Was redest du mit ihr?

28 Die Frau ließ ihren Wasserkrug stehen, kehrte zurück in die Stadt und sagte zu den Leuten: 29 Kommt her, seht, da ist ein Mensch, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Christus? 30 Da gingen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm. 31 Währenddessen baten ihn seine Jünger: Rabbi, iss! 32 Er aber sagte zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt. 33 Da sagten die Jünger zueinander: Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht? 34 Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu vollenden. 35 Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte? Sieh, ich sage euch: Erhebt eure Augen und seht, dass die Felder schon weiß sind zur Ernte! 36 Schon empfängt der Schnitter seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben, sodass sich der Sämann und der Schnitter gemeinsam freuen. 37 Denn hier hat das Sprichwort recht: Einer sät und ein anderer erntet.

38 Ich habe euch gesandt zu ernten, wofür ihr euch nicht abgemüht habt; andere haben sich abgemüht und euch ist ihre Mühe zugutegekommen. 39 Aus jener Stadt kamen viele Samariter zum Glauben an Jesus auf das Wort der Frau hin, die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. 40 Als die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage. 41 Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn aufgrund seiner eigenen Worte. 42 Und zu der Frau sagten sie: Nicht mehr aufgrund deiner Rede glauben wir, denn wir haben selbst gehört und wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt.

At the Vatican today, Sister Helen Alford, O.P. suggested that Jesus was initially "flirting" with the Samaritan woman at the well in the Gospel of John - a theory cooked up by "one of my Dominican brothers." She is the President of the Pontifical Academy of Social Sciences. ???? https://t.co/IgGGxD08IL

— Mason-Dixon Latin Mass Society (@MDLatinMass) October 8, 2026

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Lesermeinungen

Ottaviani90 vor 4 Stunden: 1 Kor 14, 34

Mulier taceat in Ecclesia.
Die Dominikaner sind schon längst nicht mehr das was sie einst waren, na ja, wenn schon der prefetto der einstmaligen Glaubenskongregation mit seiner "Teologia erotica" den Weg weist.

SalvatoreMio vor 5 Stunden: Wenn solche Ideen wenigstens nur lächerlich wären ...

aber also, was in Richtung Flirt und Sex geht, wird von etlichen Leuten mit großer Wonne aufgenommen und verbreitet. Das ist nicht nur schade und dumm, sondern es macht manches kaputt. - Wie einzigartig großartig ist doch der Dialog Jesu mit dieser Frau am Jakobsbrunnen - so klug aufgebaut - und so erfolgreich, dass sogar die Bewohner des Ortes herbeigeeilt kamen und viele gläubig wurden!

SarahK vor 8 Stunden: Vielleicht etwas klarer ausgedrückt

Wenn Frauen heute,
- nichts im Gegenzug erwarten (außer vielleicht Auseinandersetzung über den Glauben)
- hilfsbereit sind. Einfach nur weil sie ihren Auftrag als Christin so verstehen
-grosszügig sind, vielleicht einfach weil es Ihnen selbst gut geht
- Lächeln weil sie genauso gut heulen könnten, das aber Falten macht (Scherz), nein weil es ihrer Natur entspricht
….dann ist man schon eine „red flag“ und irgendwie „suspekt“.
Aber Freundlichkeit upset sogar Christlichkeit ist weder heute noch damals mehr als das und schon gar kein „Flirten“, da mag man als moderne Frau nur „schreien“ „Get real!“

SarahK vor 9 Stunden: @Kamillo,

Ist nicht genau das das Problem? Wie kommt es zu dieser Weltfremde, gerade oft auch bei progressiv ausgerichteten? Da halten sich plötzlich äußerlich echt naja Priester sich plötzlich für so gut aussehend wie Father Mike Schmitz (auch von dem würde ich nichts mögen außer dass er seinen Glauben mit mir teilt und ich finde das tut er fantastisch) nur weil man zentrierte Glaubens und Liturgie Fragen und eine Sensitivität bei liturgischem Missbrauch hat und da kann der eigene Mann noch so gut aussehen, plötzlich bilden die sich was ein was niemals auch nur Keynote war oder suchen bei einem durch üble Nachrede anderer Fehler zu entdecken, weil sonst müsste man der Frau ja einfach zuhören.

Kamillo vor 10 Stunden: Wenn die Fantasie mit am Brunnen sitzt

Am Jakobsbrunnen also neuerdings auch ein Flirt – da hat die Fantasie eines dominikanischen Bruders offenbar gleich mit Platz genommen. Schwester Helen fand die Idee jedenfalls mitteilenswert. Psychologisch ist das interessant: Was wir in einer Begegnung erkennen, hängt auch von den Vorstellungen ab, die wir selbst mitbringen. Persönliche Zuwendung wird dann schnell als romantisches Interesse gelesen. Dabei wäre gerade die Fähigkeit, einem Menschen aufmerksam zu begegnen, ohne etwas von ihm zu wollen, eine Betrachtung wert. Jesus nimmt die Frau ernst, spricht ihre Lebenswirklichkeit an und eröffnet ihr einen neuen Horizont. Die Deutung als Flirt sagt mehr über die Vorstellungswelt der Ausleger aus als über die Begegnung selbst. Auch eine lebhafte Fantasie trägt gelegentlich Ordenshabit.

ASchwibach vor 12 Stunden: Nun denn...

Wir haben schon ganz anderes aus ganz anderem Munde gehört über einen Jesus, der zum Beispiel „nicht sauber“ war (offizielle Version: der „kein Saubermann“ war), der „ein wenig den Blödmann spielt“ (offizielle Version: der „sich ein wenig dumm stellt“). So what? Man wundert sich über nichts mehr. "Denn Wind säen sie / und ernten Sturm. Ein Halm ohne Ähren bringt kein Mehl" (Hos 8,7)

www.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2016/june/documents/papa-francesco_20160616_convegno-diocesi-roma.html

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