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Seit seiner Konversion im Jahr 2018 leidet Said Abdelrazek unter verschiedensten Schikanen. 2015 wurde er verhaftet, jetzt droht ihm eine Verurteilung unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation.
Kairo (kath.net/jg)
Seit 15. Juli 2025 befindet sich der zum Christentum konvertierte ägyptische Staatsbürger Said Abdelrazek in Haft. Die Behörden werfen ihm Zugehörigkeit zu einer terroristischen Organisation, Verbreitung von Ideen, welche der nationalen Einheit schaden, sowie Verachtung des Islam vor. Die nächste Gerichtsverhandlung ist für den 21. Oktober 2026 angesetzt, berichtet Coptic Solidarity.
Bei einer Verurteilung droht ihm bis zu lebenslange Haft, schreibt Amnesty International. Andere Quellen, darunter Coptic Solidarity, sprechen davon, dass die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe fordert.
Laut der US-Kommission für internationale Religionsfreiheit (United States Commission on International Religious Freedom, USCIRF) ist Abdelrazek 2018 zum Christentum übergetreten. Seit seiner Konversion war er verschiedenen rechtlichen und sozialen Schikanen ausgesetzt. Er wurde von seiner Frau geschieden und darf seinen jungen Sohn nicht sehen, berichtet Coptic Solidarity.
Menschenrechtsorganisationen wie USCIRF, Amnesty International und Coptic Solidarity betonen übereinstimmend, dass der wahre Grund für die Anklage Abdelrazeks Konversion zum Christentum ist, sowie seine Versuche, den Glauben öffentlich zu leben und seine Religionszugehörigkeit in seinen Ausweisdokumenten ändern zu lassen. Es gebe keine Hinweise auf tatsächliche Verbindungen zu terroristischen Organisationen oder gewalttätige Handlungen.
Amnesty International berichtet, dass Abdelrazek während seiner Haft im Gefängnis in von Madinat al-Aschir min Ramadan gefoltert wurde.
Mehr als 44.000 Personen aus der ganzen Welt haben eine Petition von Coptic Solidarity unterschrieben, welche die sofortige Freilassung von Said Abdelrazek fordert, da dieser sich nichts zu Schulden habe kommen lassen, sondern nur von dem in der ägyptischen Verfassung garantierten Recht auf Religionsfreiheit Gebrauch gemacht habe.
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