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Die Kirche habe eine Sendung und auch eine Zusage von ihrem Stifter. Sie soll sich in gesellschaftliche Diskussionen einmischen, ihre Stellungnahmen sollen aber spezifisch christlich sein, sagt Nathanael Liminski.
Düsseldorf (kath.net/jg)
Der CDU-Politiker und Chef der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei Nathanael Liminski hat die Kirchen aufgefordert, die genuin christliche Botschaft stärker in den Mittelpunkt ihrer öffentlichen Verkündigung zu stellen.
Im Interview mit der Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln wies der Politiker und bekennende Katholik auf die „hoffnungsvolle Botschaft“ der Kirche hin und betonte, dass die Kirche kein Selbstzweck sei, sondern eine Sendung und auch eine Zusage von ihrem Stifter habe.
„Die Kirche darf sich nicht so anhören wie der ADAC. Sonst dürfen wir uns nicht wundern, wenn sie so eingeordnet wird“, warnte Liminski.
Die Politik dürfe ihrerseits die Kirchen nicht auf „Sozialbuden“ reduzieren, fuhr er fort. Die Kirchen dürften sich aber selbst auch nicht dazu reduzieren – nach dem Motto: „Wir sind der Dienstleister für Pflege und Kita, von der Wiege bis zur Bahre.“
Themen, zu denen die Kirche im gesellschaftlichen Diskurs Stellung nehmen solle, sollten spezifisch christlich sein. Ausgehend vom christlichen Menschenbild könnte die Kirche einmahnen, dass die Würde des Menschen nicht von seiner Leistung abhängig sei. Daraus folge der Einsatz für die Schwächsten in der Gesellschaft. Andere Fragen wären etwa die soziale Gerechtigkeit oder der Einfluss von Technologien wie der Künstlichen Intelligenz. Papst Leos Enzyklika „Magnifica humanitas“ sei dafür ein gutes Beispiel.
Er vertraue aber darauf, dass es „so wie bisher in der 2000-jährigen Geschichte, immer auch Frauen und Männer der Kirche geben wird, denen das gelingt“, sagte Liminski.
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