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vor 13 Stunden in Chronik, 6 Lesermeinungen
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Dramatische Entwicklung im Erzbistum Glasgow.
Glasgow (kath.net)
Das Erzbistum Glasgow steht vor einem historischen und schmerzhaften Einschnitt. In einem offenen Hirtenbrief hat Erzbischof William Nolan eine umfassende und radikale Umstrukturierung angekündigt, die das religiöse Leben der schottischen Diözese grundlegend verändern wird. Angesichts drastischer demografischer und personeller Veränderungen müssen die Weichen für die Zukunft neu gestellt werden. Der neue Restrukturierungsplan sieht vor, die Zahl der Pfarreien im Erzbistum um die Hälfte zu reduzieren.
Rund zwei Dutzend Kirchen werden in diesem Zuge geschlossen.
Seit Nolans Amtsantritt vor weniger als fünf Jahren ist die Zahl der aktiven Priester um ein Drittel zurückgegangen. Lediglich ein einziger Priester im gesamten Erzbistum ist unter 45 Jahre alt; die große Mehrheit hat das 60. Lebensjahr überschritten.
Erzbischof Nolan begründet die drastischen Maßnahmen mit den harten Fakten der Realität: Es gebe schlicht „zu viele Pfarren, aber zu wenige Menschen, zu viele Kirchen, aber zu wenige Priester“. Im Vergleich zu der Ära, in der die Gotteshäuser erbaut wurden, ist die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstbesucher dramatisch eingebrochen. Zudem zeigt sich ein geografisches Ungleichgewicht: Einige der größten Kirchen befinden sich heute in Regionen, in denen die katholische Bevölkerung am dünnsten besiedelt ist.
Ohne die Unterstützung ausländischer Priester und Ordensleute, die bereit sind, im Erzbistum Dienst zu tun, wäre die Situation laut Nolan bereits völlig unhaltbar.
Der Erzbischof räumt ein, dass dieser Schritt tiefe Schmerzen und Wehmut auslösen wird, da die historischen Gebäude voller Erinnerungen stecken und den Gläubigen ans Herz gewachsen sind. Dennoch warnt er davor, vor der Realität die Augen zu verschließen.
In biblischer Metaphorik vergleicht er die Reformen mit dem Rückschnitt eines Weinstocks durch den Gärtner: „Genau wie der Winzer die Rebe zurückschneidet, damit sie wachsen kann, müssen auch wir stutzen und beschneiden, um gesund zu bleiben und zu wachsen.“
Abschließend appelliert Nolan an die Gläubigen, den Prozess mit Kooperationsbereitschaft und Opfersinn zu begleiten. Man müsse dankbar auf die Vergangenheit zurückblicken, sie aber auch loslassen können, um eine neue Zukunft zu ermöglichen.
Foto: Symbolbild, Archiv
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Stephaninus vor 6 Stunden: Ich dache in UK
Da wird doch immer berichtet, der Katholizismus sei in UK im Aufwind…wie passt das zusammen??
SalvatoreMio vor 6 Stunden: Umfassende Glaubenskrise
@Pilgrim Pilger! Viele unter uns sind sich nicht im Klaren darüber, was wirklich los ist. Nicht nur Priesterberufungen gehen zurück; nicht nur Bischöfe beginnen eigenwillige Wege, sondern das ganze Gottesvolk ist in Schieflage und muss sich bekehren. Das fiel mir - wie alle Tage - auch heute wieder auf: Da ist noch eine Reihe von Gläubigen zugegen (alle älteren Datums), der Priester ruft uns zu: "Der Herr sei mit Euch"! Aber es ist keine Antwort zu hören! Und so geht es weiter, durch die hl. Messe hindurch. Nur beim Vater-Unser bewegen sich die Lippen der Anwesenden, und man hört etwas. Und man fragt sich ständig: "Was ist eigentlich los?" Glauben manche immer noch, dass da Corona-Viren durch die Lüfte wirbeln, oder warum sind wir so passiv? Das ist in meinen Augen Dekadenz! Die Eucharistiefeier, das größte Geschenk Christi - strahlt nicht mehr den einstigen Glanz aus, der einem Freude verlieh und Kraft für die ganze Woche. Daran ist nicht allein der Priester schuld, sondern wir alle!
Tante Ottilie vor 7 Stunden: Im Kleinen erleben wir das gerade jetzt in unserer Großpfarrei
3 der 6 Gemeindestandortkirchen werden danach keine Eucharistiefeiern mehr am Wochenende haben - darunter unsere Kreisstadt.
Hätte andere, bessere Lösungen für die (noch) praktizierenden Gläubigen gegeben, aber das wollte der Pfarradministrator nicht.
Pilgrim Pilger vor 8 Stunden: Ekklesiologische Krise und die Notwendigkeit geistlicher Re-Form
Die gegenwärtige Situation der Kirche ist nicht primär als organisatorisches, sondern als ekklesiologisch-theologisches Problem zu verstehen. Dass der Glaube vielfach nicht mehr tragfähig an die nächste Generation weitergegeben wurde, verweist auf eine tiefgreifende Unterbrechung der Traditions- und Weitergabestruktur kirchlichen Lebens. Der Rückgang an Priesterberufungen ist dabei nicht Ursache, sondern Symptom einer umfassenderen Glaubenskrise. Zahlreiche pastorale und reformerische „Aufbrüche“ erwiesen sich als kurzfristige Mobilisierung ohne nachhaltige Frucht. Die Erfahrung zeigt zudem: Eine bloße Verlagerung kirchlicher Präsenz an die Ränder ersetzt keine substantielle Erneuerung aus der Mitte des Glaubens. Kirchliche Zukunftsfähigkeit erwächst nicht aus funktionalen Anpassungen, sondern aus der Rückkehr zu Christus, der Vertiefung des Gebetslebens, der Treue zur Überlieferung und der Erneuerung aus dem Glauben selbst.
Rolando vor 9 Stunden: Da wird es Zeit....
.... sich mit Humanae Vitae auseinander zu setzen, die Problematik der Abtreibung, der Hormonellen, frühabtreibenden Wirkung bekannt zu machen. Staatlicherseits für die Familien zu sorgen, Muttergeld, Kindergeld, so, das die Mutter zu Hause bleiben kann, anstatt Mrd. in aussichtslose Kriegshilfe verpuffen zu lassen.
Rolando vor 9 Stunden: Da wird es Zeit...
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